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PHEVs in der Kritik: Sind Plug-in Hybride schlechter als ihr Ruf?

Einmal werden sie in den Himmel gelobt, dann wieder als Mogelpackung kritisiert – Plug-in Hybridautos. Es gibt mittlerweile so viele Meinungen, dass man sich einfach seine eigene bilden sollte. Ein Plug-in Hybrid hat seine guten Seiten, doch wo Gutes ist, ist auch immer etwas Schlechtes zu finden. Wir versuchen zwischen Pro und Contra zu vermitteln.

⏰  Kurz zusammengefasst

Wer am Plug-in Hybridauto festhält, und sich bereits ausgiebig informiert hat, der findet hier die besten Modelle zusammengefasst:

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Die Regierung fördert neben E-Autos auch Plug-in Hybride (PHEV) mit dem Umweltbonus. Diese teilelektrischen Fahrzeuge würden ebenfalls einen Großteil dazu beitragen, die Schadstoffbelastung durch Abgase zu reduzieren. Deshalb boomt der Verkauf von Plug-in Hybridmodellen seit einiger Zeit, denn für viele ist es der erste Schritt hin zur Elektromobilität.

Der europäische Umweltdachverband Transport & Environment (T&E) kommt nach einigen Tests allerdings zu dem Ergebnis, dass der positive Beitrag zum Klima durch PHEVs zu sehr glorifiziert würde – die Realität sähe anders aus. Im Folgenden haben wir einige Punkte aufgegriffen, die vom T&E angesprochen werden:

Haben Plug-in Hybride einen hohen CO2-Ausstoß?

Die Hersteller von PHEVs werben mit enorm niedrigen CO2-Emissionen für ihre Plug-in Hybride. Diese Werte sind nicht gelogen, jedoch unter ganz bestimmten Umständen entstanden, die wohl nur bei den wenigsten Menschen im Alltag vorkommen dürften. T&E hatte ein unabhängiges Prüfinstitut beauftragt, verschiedene Plug-in Hybridmodelle zu untersuchen.

Das Ergebnis war, dass bei den Tests des Prüfinstitutes Abweichungen zwischen 28 bis 89 Prozent (!) zu den CO2-Emissionsangaben der Hersteller entstanden sind. Das bedeutet, dass unter optimalen Bedingungen bei einer vollgeladenen Batterie drei- bis achtmal so viel CO2 ausgestoßen wurde, als offiziell angegeben.

Wer wirklich mehr oder weniger umweltschonend unterwegs sein will, muss seinen PHEV möglichst oft aufladen, nur die elektrische Reichweite nutzen, und am besten keine Langstrecken damit fahren – denn hier steigt der Verbrauch und somit der Ausstoß drastisch an.

Auch andere Studien, beispielsweise des Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung oder das International Council on Clean Transportation konnten die sehr niedrig angelegten CO2-Werte von Plug-in Hybriden widerlegen.

Seit 2021 müssen allerdings auch die Realverbräuche aller Neuwagen an die EU gemeldet werden, was für Neuzulassungen ab diesem Jahr also auch zu Verbesserungen bei den Verbrauchsangaben führen könnte, damit man als interessierte Person nicht von sehr niedrigen Emissionsdaten gelockt wird.

Verdrängen Plug-in Hybride den Kleinwagen?

Erstmal würde man denken, die beiden Themen Plug-in Hybrid und Kleinwagen haben nichts miteinander zu tun. Doch wenn man etwas weiter in die Thematik hineingeht, wird man feststellen, dass es hier durchaus einen Zusammenhang gibt.

Der seit 2021 geltende, sehr strenge Grenzwert für den CO2-Ausstoß von 95 Gramm CO2 pro Kilometer ist selbst für eigentlich umweltschonende Kleinwagen kaum einzuhalten. Dieser Fahrzeugtyp hat zusätzlich schon immer sehr niedrige Margen abgeworfen, da ein Kleinwagen vor allem deshalb verkauft wird, weil er günstig ist. Viele Hersteller haben aus diesem Grund Kleinwagen aus dem Programm genommen und (angeblich) durch Plug-in Hybridmodelle ersetzt.

Diese sollen beim Einhalten des Flottenverbrauchs helfen und bringen dank staatlicher Subventionen auch mehr Marge. Logischerweise sind PHEVs im Vergleich zu Kleinwagen sehr teuer, denn es steckt mehr Technik und meist auch mehr Ausstattung drin. Geringverdiener hätten deshalb also nur noch wenige Modelle zur Auswahl, um sich überhaupt ein neues Auto kaufen zu können – das träge nicht gerade zur sozialen Gerechtigkeit bei.

Ist ein Plug-in Hybrid umweltfreundlich?

Sieht man sich den Vergleich zu realem Verbrauch und Herstellerangaben an, würde man im Hinblick auf den CO2-Ausstoß sagen: nein. Doch das ist nicht das Einzige, was es zu beachten gilt. Wer einen PHEV immer für Kurzstrecken nutzt und sich innerhalb der elektrischen Reichweite aufhält, den Akku regelmäßig lädt und ein sparsames Fahrprofil hat, wird den angegebenen Verbrauch eventuell sogar einhalten können.

Ein Blick auf die Produktion von Plug-in Hybriden zeigt, dass diese weniger Ausstoß verursacht, als das Produzieren von Elektroautos. Das liegt am Akku, denn dieser ist beim PHEV kleiner, weshalb man später weniger Kilometer lokal emissionsfrei zurücklegen muss, um den Ausstoß wieder auszugleichen.

Wer wirklich völlig umweltfreundlich unterwegs sein will, sollte am besten Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen. Ansonsten muss jeder selbst sehen, ob ein Plug-in Hybrid zu ihm passt.

Warum gibt es Plug-in Hybride?

Wenn man der Meinung von PHEV-Gegnern glauben schenken will, dann geht es beim Verkauf von Plug-in Hybriden nicht um die Umwelt, sondern lediglich um den Flottenverbrauch der Hersteller. Dieser wird durch den Verkauf solcher Modelle enorm gedrückt. Die strengen Grenzwerte für den CO2-Ausstoß sind vor allem bei SUVs kaum einzuhalten.

Wenn man die Emissionen bei PHEVs berechnet, erhält man einen sehr niedrigen Verbrauch und damit auch niedrige CO2-Werte. Ein Fünkchen Wahrheit steckt sicher in dieser Behauptung …

Ob teilelektrische Fahrzeuge für die Umwelt wirklich nutzlos oder sogar noch schädlicher sind, ist ein schwieriges Thema. Wenn Sie über den Kauf eines Plug-in Hybridautos nachdenken, sollten Sie jegliche Aspekte in Ihre Überlegungen mit einbezogen haben, um dann eine für Sie richtige Entscheidung zu treffen.