Hyundai Tucson

Komfortabler, solider Familien-SUV mit langer Garantie

8,1
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Gute Verarbeitung
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Lange Garantie
  • Hohes Gewicht
  • Kein Hybrid
  • Unrealistischer Werksverbrauch

22.740 € - 47.000 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 - 7,6 l/100km

Test

Koreanische Fahrzeuge, die nur mit dem Preis und der langen Garantie überzeugen – das war gestern. Heute kommt ein Hyundai Tucson nicht einmal mehr aus Korea. Nicht das Design und auch nicht das produzierte Fahrzeug. Der Tucson wurde in Rüsselsheim entwickelt, vom deutschen Designchef Peter Schreyer in der Form verantwortet und wird im Hyundai-Werk Nosovice in der Tschechischen Republik produziert.

Das Format von 4,48 Meter Länge, 1,85 Meter Breite und 1,65 Meter Höhe besteht den Alltagstest als Familienauto im Innenraum, bietet auch im Sommerurlaub viel Platz fürs Gepäck und passt in der Stadt noch in die Parklücken. Ein komfortables Reisefahrzeug ist der Tucson besonders mit einem der 116 bis 185 PS leistenden, sparsamen Dieselmotoren.

Mit einer Großzahl an Assistenzsystemen und reichhaltiger Ausstattung fährt sich der Tucson so bequem wie sicher. Sicherheit gibt einem auch die lange Garantie. Nur KIA gibt in dieser Fahrzeugklasse beim beliebten Sportage mit sieben Jahren mehr Garantie. Andere Hersteller sparen sich das.

Bei den mittlerweile über 20 mit dem Tucson konkurrierenden Kompakt-SUVs, zu denen die agilen Ford Kuga und BMW X1, der schon etwas in die Jahre gekommene Audi Q3, der geräumige VW Tiguan, der gemütliche Honda CR-V oder der flotte Mazda CX-5 zählen, fallen die Garantiezeiten kürzer aus.

Das Cockpit hat nichts mehr mit dem von früheren koreanischen Fahrzeugen zu tun. Die Verarbeitung stimmt und die Platzverhältnisse im Innen- und Kofferraum fallen so großzügig aus, wie man das in der 4,50 Meter-Klasse erwartet.

Das Interieur

Soft-Touch-Oberflächen und gekonntes Innendesign verleihen dem Innenraum einen guten Qualitätseindruck. Die Verarbeitung wirkt, auch in den Details und an den Flächen, die nicht im direkten Sichtbereich liegen, solide und zweckorientiert. Tasten und Schalter, die auf Bedieninseln gruppiert sind, lassen sich genauso flott finden wie die richtige Sitzposition.

Der Platz reicht für vier Personen plus reichlich Gepäck. Auf den Vordersitzen herrschen üppige Platzverhältnisse. Dahinter reist man komfortabel, solange man nicht in der Sitzbankmitte Platz nimmt. Dort sitzen lediglich Kinder bequem, aber auch das ist im Vergleich zu schmaleren Familienautos schon ein Vorteil.

Dass die Rückbanklehne nur asymmetrisch teilbar ist, kann beim Bepacken manchmal zum Hindernis werden. Praktischer ist da die serienmäßige Neigungsverstellung vor allem für ein kurzes Nickerchen auf der Reise. Wer sieben Sitze erwartet, sitzt allerdings im falschen Hyundai. Die bietet nur der größere Santa Fé.

Der Kofferraum

Besitzer eines Fahrzeugs mit berührungslos zu öffnender Heckklappe scheitern nicht selten mit ihren Öffnungsversuchen per Fußschwenk. Das sieht dann für Außenstehende aus wie Morgengymnastik hinter dem Auto. Dieses Work-out kann man sich getrost sparen.

Der Tucson bietet eine bessere Lösung: Seine Sensoren erkennen den Fahrer und seinen Chipschlüssel, wenn der nur einige Sekunden hinter dem Fahrzeug steht und öffnen dann automatisch die Heckklappe.

Der Kofferraum des Tucson fällt mit 513 Litern voluminös aus. Werden die Rücksitzlehnen flach gelegt, passen 1.503 Liter auf die Ladefläche. Das ist viel, aber woanders geht trotzdem mehr. Im VW Tiguan, der nur einen Zentimeter länger ist, gehen 615 bis 1.655 Liter in den Kofferraum. Zusätzlich dürfen im Tucson nochmals 100 Kilo aufs Dach.

Die Zuladung liegt, abhängig vom Motor, von der Ausstattung und von der Antriebsart (Front- oder Allradantrieb), zwischen 356 und 631 Kilogramm. Hinten dürfen bis zu 2,2 Tonnen schwere Anhänger gezogen werden – zum Vergleich: beim Tiguan sind es bis zu 2,5 Tonnen.

So wünscht man sich das in einem SUV auf der Reise. Auf der Autobahn wird die Fahrbahn vom Fahrwerk des Tucson komfortabel weggefedert. Der Motor säuselt im Hintergrund und fällt auch in seinen Dieselvarianten nicht mit störenden Vibrationen auf.

Bei Landstraßenfahrten können jedoch manchmal Fahrbahnfugen wegen der etwas strafferen Abstimmung in den Innenraum durchdringen. Diese Abstimmung hat aber in schnellen Kurven den Vorteil, dass besonders für die Fondbesatzung unangenehme Wankbewegungen des Aufbaus weitgehend unterbunden werden.

Dadurch fühlt sich das Tucson fahren auch sehr sicher an. Der elektronisch überwachte Allradantrieb, der für den 177-PS-Benziner und die 136- und 185-PS-Diesel angeboten wird, verstärkt dieses Gefühl noch.

Wenn häufig Anhänger gezogen werden, sollte der Vierradantrieb im Tucson immer zum Pflichtprogramm gehören. Im normalen Straßenbetrieb auf trockener Fahrbahn teilt er seine Kraft den Vorderrädern zu. Wird es dagegen nass oder glatt, dann verteilt die Elektronik die Kräfte auf alle vier Antriebsräder.

Bestellt man den Tucson mit einem Dieselmotor, kann man sicher sein, viel Kraft zur Verfügung zu haben und viel bei den Kraftstoffkosten in Zukunft zu sparen. Bestellt man einen Benziner, fährt man langfristig hinsichtlich der Umweltplaketten auf der sicheren Seite.

Die Benziner

Unter der Motorhaube des Hyundai Tucson kommen zwei Benzinmotoren zum Einsatz. Im Einstiegsmodell arbeitet ein 132 PS leistender 1.6 GDI mit Frontantrieb. Mehr zu bieten hat der kräftige Turbobenziner mit 177 PS.

Aus schmalem Hubraum von 1,6 Litern entwickelt der Turbomotor schon bei 1.500 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern. Mit ihm beschleunigt der Tucson in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit bei 202 km/h.

Der Vierzylinder hängt gut am Gas, arbeitet kultiviert, aber nicht so sparsam wie von Hyundai angegeben. Der Verbrauch soll mit dem Schaltgetriebe bei 7,6 Litern und mit der Doppelkupplungsautomatik bei sogar nur 7,5 Litern liegen. Das klappt nicht. In der Praxis werden daraus 8,5 bis 9,5 Liter – angemessen, aber nicht wenig. Also doch ein Diesel?

Die Diesel

Mit einem der vier Diesel im Motorraum, die entweder mit dem manuellen Sechsganggetriebe, der Sechsstufen-Automatik oder der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik verwaltet werden, hält eine 62-Liter-Tankfüllung im 1,5 bis 1,9 Tonnen schweren Tucson deutlich länger als mit einem der Benziner.

Vier Dieselmotoren kommen im Hyundai Tucson zum Einsatz, die allesamt die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Der 1,7-Liter-Diesel-Vierzylinder mit 116 oder 141 PS ist so etwas wie das raue Grundnahrungsmittel, mit 280 oder 340 Newtonmeter Drehmoment kräftig und mit 4,6 bis 4,9 l/100 km der sparsamste Dieselmotor.

Dank mehr Hubraum und Kraft haben die 2,0-Liter-Diesel mit 136 oder 185 PS und 373 oder 400 Newtonmeter den Tucson souveräner in Griff.

Der Topdiesel, der nur mit 4×4-Antrieb ausgeliefert wird, beschleunigt mit Automatik genauso schnell wie der stärkste Benziner mit Schaltgetriebe (in 9,5 s von 0 auf 100 km/h), aber der Verbrauch macht den Unterschied: Stehen da beim 177 PS-Benziner 7,5 Liter, sind es beim 185 PS-Diesel lediglich 6,5 Liter. In der Praxis ist der Verbrauchsunterschied zumeist größer.

Die gute Fahrsicherheit im Hyundai Tucson manifestiert sich nicht nur im sicheren Fahrverhalten und im Allradantrieb, sondern auch in den Sicherheitsassistenten, die über das Übliche hinausgehen.

Einen Spurhalte- und Toter-Winkel-Assistenten, eine Rückfahrkamera, einen Parkassistenten oder eine Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits und Überholverbote haben auch andere in der SUV-Kompaktklasse zu bieten.

Features wie die aktive Motorhaube, die einem Fußgänger oder Fahrradfahrer bei einer Kollision bessere Überlebenschancen bietet oder der autonome Bremsassistent samt Fußgängererkennung gehören aber noch nicht zum allgemeinen Sicherheitsstandard.

Mit dem Cross Traffic Assistent, der mit dem Radar den rückwärtigen Fahrzeugbereich in einem 180-Grad-Winkel überwacht und den Fahrer vor kreuzendem Verkehr warnt, verbessert sich das Sicherheitsniveau im Tucson nochmals.

Im ADAC-Bremstest kam der Hyundai Tucson nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach 35,7 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungslinien stehen für den Hyundai Tucson im Angebot. Schon das Basismodell Tucson Classic ist mit einem Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, der Klimaanlage, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, den elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, der Zentralverriegelung, dem Lichtsensor, den elektrischen Fensterhebern rundum, dem ESP und sechs Airbags ausgestattet.

Im Tucson Trend gehören die Klimaautomatik, das beheizbare Lenkrad, die Sitzheizung vorne und die hintere Einparkhilfe genauso zum Ausstattungspaket wie die Dachreling, die Nebelscheinwerfer und der Tempomat.

Im Tucson Style kommen die vordere Einparkhilfe, das Navigationssystem, die Rückfahrkamera, der Regensensor und der automatisch abblendende Rückspiegel hinzu.

Im Topmodell Tucson Premium verschiebt sich das Ausstattungsniveau weiter in Richtung Komfort und Luxus, denn hier gehören auch das Smart-Key-System inklusive Start-Stopp-Knopf, die LED-Hauptscheinwerfer, die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, die elektrisch einstellbaren Vordersitze und die elektrische Heckklappe mit zum Lieferumfang.

Mit der Lederausstattung und dem Panoramadach wird der Tucson zu einem Fahrzeug, in dem man noch angenehmer reist. Was auch am modernen Infotainment mit dem Radio-CD-Navigationssystem samt 8-Zoll-Touchscreen, DAB+-Tuner und der Sprachsteuerung liegt.

Mit den TomTom Live Services werden Staus in Echtzeit gemeldet. Zudem können Infos über 30 Millionen Points of Interest wie Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten eingeholt werden. Für die Datenübertragung wird das Smartphone des Tucson-Fahrers genutzt.

Zusammenfassung

Der Hyundai Tucson ist ein komfortabler und solider Familien-SUV. Das Raumangebot überzeugt genauso wie der hohe Fahrkomfort, das sichere Fahrverhalten, die gute Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das Vertrauen des koreanischen Herstellers in die eigene Qualität, zu der sich viele deutsche Hersteller nicht mit ihren Garantieleistungen bekennen wollen, fährt im Hyundai Tucson mit fünf Jahren Garantie ohne Kilometerbegrenzung immer mit.

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