Ford Kuga

Kompakt-SUV mit gutem Platzangebot

7,8
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Großer Innen- und Kofferraum
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Gelungenes Fahrwerk
  • Unübersichtlicher Heckabschluss
  • Kein Hybrid im Angebot
  • Nur zwei Jahre Garantie

23.300 € - 43.200 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 - 8,7 l/100km

Test

Der Ford Kuga gehört zu den erfolgreichsten SUVs und konkurriert mit Modellen wie dem VW Tiguan, Nissan Qashqai und Hyundai Tucson. Der im Frühjahr 2013 präsentierte SUV verfügt über zahlreiche Qualitäten. Nach dem ersten Eindruck sprechen die erhöhte Sitzposition, der bequeme Einstieg und der geräumige Innen- und Kofferraum für den Kuga.

Auf den zweiten gefallen die Motoren, besonders die starken Dieselmotoren und das angenehm abgestimmte Fahrwerk. All das macht den Ford Kuga zum alltagsgerechten, variablen und trotzdem preiswerten Familienauto, das seit dem Facelift noch zusätzliche Assistenzsysteme, neue Ausstattungslinien und ein aufgefrischtes Unterhaltungssystem aufbietet.

Außen hat das Facelift vor allem der Front des SUV gut getan. Mit dem großen Kühlergrill und einer neuen Frontschürze tritt der Kuga nun moderner und souveräner auf. Auch innen kann der SUV überzeugen.

Der Ford Kuga bietet mit 4,54 Meter Länge und einem geräumigen Innen- und Kofferraum Platz für die ganze Familie.

Das Interieur

Die Kombination von 2,69 Meter Radstand und kurzen Karosserieüberhängen sorgt für großzügige Platzverhältnisse. Besonders im Fond, wo man auch als Erwachsener zu zweit in bequem aufrechter Sitzposition auf den äußeren Plätzen genug Raum um die Knie vorfindet. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die hinteren Sitzlehnen in ihrem Neigungswinkel verstellen lassen.

Die Vordersitze, die lange Verstellwege bieten, unterstützen den unteren Rücken besonders gut, wenn im Ausstattungslevel Titanium die Lendenwirbelstütze ausgefahren wird. Auch Ablagen existieren genug: das große Handschuhfach, der als Ablage nutzbare Doppelgetränkehalter und das Mittelfach dahinter, das es mit seiner Tiefe auch mit größeren Flaschen aufnimmt.

Lediglich die Übersicht könnte vorne um die Dachsäulen und im Heckbereich besser sein. Die Lösung dafür heißt Rückfahrkamera. Deren Display fällt im Gegensatz zu den gut ablesbaren Instrumenten aber etwas enttäuschend aus.

Frust kann sich teilweise auch beim Bedienen des nicht gerade intuitiven Infotainmentsystems SYNC 3 einstellen. Will man den im Armaturenbrett versenkten 8-Zoll-Touchscreen berühren, kann es schnell passieren, dass man aus Versehen die ihm vorgelagerten Tasten drückt.

Immerhin lässt sich das Smartphone dank Apple CarPlay und Android Auto problemlos mit dem Fahrzeug verbinden. Das System ist auch kompatibel mit der Spracherkennung Siri.

Der Kofferraum

Die Rücksitzlehnen lassen sich mit einem einzigen Griff umklappen. Praktisch ist auch die im Ford Key Free-Paket in Verbindung mit dem schlüssellosen Zugang angebotene berührungslos öffnende Heckklappe.

Zwei Sensoren sondieren hier das Bein. Der erste Sensor registriert die Bewegung des Unterschenkels und der zweite das Zucken des Fußes. Durch das Öffnen mit dem Fuß müssen schwere Gegenstände vor dem Einladen nicht mehr abgesetzt werden.

Ordentlich Volumen passt auf die erhöhte Laderampe: 406 Liter mit Notrad, 456 Liter mit Reifenreparaturset und bis zu 1.653 Liter, wenn die 60:40 teilbare Rückbank in die dann völlig plane Ebene geklappt wurde.

Im Vergleich schluckt das Gepäckabteil eines VW Tiguan mit 615 Litern deutlich mehr und bei umgelegter Rückbank mit 1.655 Litern in etwa genauso viel wie der Ford.

Der Ford Kuga fährt sich komfortabel, ohne einem flotten Kürvchen auf dem Wege abgeneigt zu sein. Die Radien durcheilt er ohne große Seitenneigung. Die Servolenkung arbeitet leichtgängig und präzise, mit flüssigen Rückstellkräften. Der stoische Geradeauslauf sorgt bei hohem Tempo für ein Gefühl von großer Fahrsicherheit.

Sollte eine Kurve zu dynamisch angesteuert worden sein, regelt es das Fahrwerk oder das spät eingreifende ESP. Unter den kompakten SUVs zählt der Kuga zu denen, die eine kurvige Landstraße gerne unter die Räder nehmen. Noch agiler saust der Kuga in der neuen ST-Line inklusive strafferem Fahrwerk durch die Kurven.

Auch leichten Geländeritten verweigert sich der Kölner mit einer Bodenfreiheit von 19,7 Zentimetern nicht. Dass die Bremse des Kuga standhaft und gut zu dosieren ist und die Geräuschkulisse angenehm leise ausfällt, macht die Sache rund und den Ford Kuga beim Fahren zur harmonischen Partie.

Diesel oder Benziner? Die EcoBoost-Benziner leisten 120, 150, 182 oder 242 PS und die Dieselmotoren 120, 150 oder 180 PS. Das Schalten übernehmen das Sechsgang-Schaltgetriebe, das mit Schaltwippen ausgestattete Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe oder die Sechsstufen-Wandlerautomatik.

Die Benziner

Ein paar Literchen mehr als die Dieselmotoren schlürfen die drei Leistungsvarianten des 1,5-Liter-EcoBoost-Benziners schon aus dem 60-Liter-Tank. Der Werksverbrauch liegt bei 6,2 bis 7,5 l/100 km, aber in der Praxis deutlich höher, wenn im schweren SUV in der Stadt oft beschleunigt und abgebremst wird.

Der Favorit unter den Benzinern leistet 150 PS und wird nur mit Frontantrieb ausgeliefert. Dieser Motor beschleunigt den Kuga in soliden 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat erst bei 195 km/h sein Limit erreicht.

Zudem kann der 182 PS starke EcoBoost, der unter anderem wegen des serienmäßigen Allradantriebs zwei Zentner Mehrgewicht zu schleppen hat, gar nicht schneller. Zwar läuft der Benziner 200 km/h, aber bis 100 km/h lässt er sich 10,1 Sekunden Zeit.

Zudem steigt der Verbrauch um 1,2 l/100 km. Auch auf die Sechsgang-Wandlerautomatik, die beim 182 PS starken Kuga Serie ist, kann man ansonsten gut verzichten, da sich das Sechsgang-Schaltgetriebe einwandfrei schalten lässt.

Der Zweiliter-Topbenziner leistet 242 PS, schickt die Kraft stets auf alle vier Räder und ist ebenfalls serienmäßig mit der Sechsgang-Automatik gekoppelt. Er sprintet in 8,8 Sekunden aus dem Stillstand auf Tempo 100, kommt auf 212 km/h Spitze, gönnt sich aber auch einen rekordverdächtigen Normverbrauch von 8,7 l/100 km.

Die Diesel

Da das Gewicht im Kuga je nach Motor und Ausstattung zwischen 1,6 und 1,7 Tonnen schwankt, macht ein Dieselmotor Sinn, der nicht nur auf längeren Strecken, sondern auch im Stadtverkehr deutlich weniger verbraucht als ein Benziner.

Den 1.5 TDCI mit 120 PS erhält man ausschließlich mit Vorderradantrieb, kann jedoch zwischen Handschaltung und Doppelkupplungsgetriebe wählen. Mit maximal 175 km/h und trägen 12,7 Sekunden im Standardsprint ist man mit dem Einstiegsdiesel zwar nicht kraftlos, aber eher beschaulich unterwegs.

Der 2.0 TDCI mit 150 PS bildet für viele Kunden dank der bulligen Kraft der 370 Newtonmeter und weit besserer Performance (192 km/h, 9,9 s von 0 auf 100 km/h) die goldene Mitte. Auch für Fahrer, die Pferde- oder Wohnanhänger mit dem Kuga ziehen wollen, ist dieser Motor kombiniert mit dem Allradantrieb der ideale, da der SUV mit ihm bis zu 2.100 Kilogramm an den Haken nehmen kann.

Der stärkste Diesel im Ford Kuga, der 180 PS leistende 2.0 TDCI, macht mit einem Plus von 30 Newtonmetern und 30 PS nichts entscheidend besser. Auch nicht im Verbrauch: Der 120 PS starke 1,5- Liter-TDCI verbraucht im Normmittel 4,6 l/100 km und die allradgetriebenen 150 PS- und 180 PS-Varianten des 2,0-Liter-Diesels im Schnitt 5,2 Liter. Lediglich der Zweiliter-Diesel mit 150 PS und Frontantrieb kommt mit 4,7 Litern auf 100 Kilometer der Sparsamkeit des 1,5-Liter-Motors nahe.

Mit dem vollen Programm an Sicherheitsassistenten wird Kuga-Fahren noch sicherer. Das City-Notbremssystem leitet bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h im Notfall eine automatische Vollbremsung ein. Der Spurhalteassistent mit Müdigkeitswarnung mahnt mit einem Ruckeln im Lenkrad.

Sinn in einem nach hinten unübersichtlichen SUV macht auch der Totwinkel-Assistent und beim SUV-typischen Cruisen der komfortable Radartempomat. Die Verkehrszeichenerkennung hilft viel, arbeitet aber noch nicht in jeder Fahrsituation perfekt. Die akustischen Signale der Kollisionswarnung können etwas nerven.

Der Fernlichtassistent und die Xenon-Scheinwerfer, die abhängig von der Geschwindigkeit, dem Lenkwinkel und dem Objektabstand die Fahrbahn mit unterschiedlichen Lichtpegeln ausleuchten, sorgen für optimale Sicht und der automatische Ein- und Ausparkassistent hilft Beulen im Blech zu verhindern. Viele dieser Sicherheitssysteme sind im sogenannten Technologie-Paket gebündelt – Vorteil: auf Wunsch schon im Basismodell Trend.

Im ADAC-Bremstest kam der Ford Kuga nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach 36,0 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Der Ford Kuga bietet zum Einstiegspreis nicht nur Magerausstattung. Schon beim Basismodell Trend gehören Sportsitze vorne, der Tempomat, der Bordcomputer, die Klimaanlage, das CD-Radio mit Lenkradfernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und hinten, das schlüssellose Startsystem, die in der Neigung verstellbare Rücksitzlehne und der zweifach verstellbare Gepäckraumboden zum Lieferumfang.

Entscheidet man sich für den Kuga Cool & Connect, dann sind die Parksensoren hinten, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, das Navigationssystem inklusive SYNC 3 mit AppLink und 8-Zoll-Touchscreen sowie eine Dachreling an Bord.

Bei der nächsthöheren Linie Titanium fehlen im Gegensatz zur Cool & Connect-Ausstattung das Navigationssystem, die Dachreling und die Parksensoren hinten, wobei stattdessen Teilledersitze mit Lendenwirbelstützen vorne, die Mittelarmlehne hinten mit zwei Getränkehaltern, der Lederschaltknauf, der automatisch abblendende Innenspiegel, der Scheinwerfer-Assistent, die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und die Einstiegszierleisten vorne Serie sind.

Seit dem Facelift stehen noch zusätzlich die zwei neuen Ausstattungslinien ST-Line und Vignale zur Wahl. Während der ST mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, sportlichem Body-Styling-Kit und Pedalen mit Aluminium-Auflagen auf Rabauke macht, hält sich der Vignale mit einer exklusiven Lederausstattung, Chrom-Zierleisten und multifunktionalen Xenon-Scheinwerfern elegant zurück.

Und noch zwei Tipps zum Schluss: Wer das Panoramaschiebedach bestellt, sollte kein Sitzriese sein, denn der Rahmen des Glasdachs reduziert die Kopffreiheit – Tipp: Probe sitzen.

Für Mamas und Papas mit kleinen Kindern heißt der zweite Tipp “Family-Paket”. Damit ist nicht nur eine 230-Volt-Steckdose in Sitzreihe zwei vorhanden, sondern ebenso die elektrische Sicherung der hinteren Türen. Doch auch wer Fords SUV pur bestellt, freut sich über das Preis-Leistungs-Verhältnis des Kuga.

Zusammenfassung

Wie sehr sich der Ford Kuga an den Wünschen der Kunden orientiert, offenbart sich nicht nur in der guten Grundausstattung und der Tatsache, dass die meisten Extras auch in Kombination mit dem Basismodell und den schwächsten Motoren zu bestellen sind, sondern auch im Alltag mit großzügigem Platzangebot, gut gemachtem Fahrwerk und viel Sicherheit.

Nutzt man den Kuga vorwiegend in der Stadt, empfiehlt sich als Motor der 150-PS-Benziner mit Frontantrieb. Fährt man häufig Langstrecke, ist der 150 PS-Diesel die erste Wahl.

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