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Skoda Karoq Test

Schicker Kompakt-SUV mit moderner Technik

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Schickes Design
  • Moderne Assistenzsysteme
  • Viel Platz
  • Ausstattungsvielfalt
  • Nerviger Lautstärkeregler
  • Teils günstiger Kunststoff

24.290 € - 34.690 € Preisklasse

5 Sitze

4,3 - 5,6 l/100km

Test

Der Vorgänger hieß zwar Yeti, trotzdem erblickte man ihn auf der Straße ziemlich oft. Der Skoda Yeti war ein etwas kauziger Kompakt-SUV, der mit seinen verschieb-, neig- und ausbaubaren Fondsitzen fast so vielseitig wie ein Van ausfiel und deshalb begeisterte.

All das gelingt auch dem Nachfolger Karoq, dessen Design zudem noch zu seinen Stärken zählt, während der Yeti Kunden eher trotz seines Designs in den Bann zog.

Mit diesem Mainstream-Kurs erhofft sich Skoda viel neue Kundschaft, weil der Karoq auf 4,38 Meter Länge ein gutes Stück (- 32 cm) kürzer als der 4,70 Meter messende Skoda Kodiaq ausfällt. Damit passt er in der Stadt, wo SUVs sich viel häufiger als abseits der Straße aufhalten, noch in Parklücken, die in Skodas großem SUV ausgelassen werden müssen.

Zudem boomt das Segment der kompakten SUVs ohne Ende, was aber auch viel Konkurrenz heißt, wie Audi Q2, BMW X1, Nissan QashqaiOpel Grandland X, VW T-Roc und Seat Ateca zeigen.

Mit dem Zwillingsbruder Seat Ateca teilt sich der Karoq die Plattform und somit auch die Maße, die Technik, die Motoren, die Bedienelemente, die Assistenzsysteme, die Schalter und vieles mehr. Beim Tschechen werden die Fans jedoch auf das klug gemachte Sitzsystem, den Komfort, das digitale Cockpit und das moderne Infotainment abfahren.

Das Infotainment, mit dem fast alles geht, was man mit dem Radio, Smartphone und Internet heutzutage so anstellen kann, und die erstmals in einem Skoda eingebauten digitalen Instrumente, machen den Karoq sogar moderner als manchen VW.

Beim Fahrwerk setzt der Karoq eher auf Komfort als der sportiver und straffer abgestimmte Seat Ateca und bei den Sitzen und beim Bepacken auf eine Vielseitigkeit, die der spanische SUV nicht bieten kann.

Gut im Futter steht der Skoda mit den bis zu 190 PS starken Motoren, die allesamt von Skodas Konzernmama VW stammen. Damit ist der Karoq dank des niedrigen Gewichts sparsam auf langer Tour unterwegs und wenn er unterwegs ist, passt mit bis zu 588 Litern viel Gepäck beim nächsten Familienurlaub hinein.

Was der neue Skoda Karoq sonst noch so an Motoren, Sicherheit und Ausstattung zu bieten hat und was nicht, das zeigt sich in unserem Test.

Der Skoda Karoq misst mit 4,38 Metern Länge nicht nur zwei Zentimeter mehr als der Seat Ateca (4,36 Meter), sondern er holt eine gute Portion mehr Vielseitigkeit aus dem Konzept – typisch Skoda.

Das Interieur

Auf den bequem gepolsterten Vordersitzen – nicht zu hart, nicht zu weich – sitzt es sich bequem und man hat alles gut im Blick und Griff, denn die Bedienung fällt leicht, da die Schalter und Tasten logisch und ergonomisch um den Fahrer und den bis zu 9,2 Zoll großen Monitor in der Mitte des Armaturenbretts angeordnet sind.

Die erhöhte Bodenfreiheit und Sitzposition sorgen für gute Übersicht und einen leichteren Ein- und Ausstieg. Aber erst wenn man hinten einsteigt, genießt man die großen Vorteile des Karoq. Dort sind mit “VarioFlex” drei Einzelsitze verbaut, die sich separat verschieben, neigen oder ausbauen lassen.

Damit verfügt man hinten im besten Fall (Rückbank in hinterster Position) über sehr viel Beinfreiheit. Und noch feudaler kommt man hier unter, wenn der zum gemütlichen Sitzen zu schmale Mittelsitz ausgebaut wird. Dann genießen zwei Fondpassagiere zusätzliche Schulter- und Bewegungsfreiheit. Das alles ist im Seat Ateca nicht möglich, der mit einer konventionellen Sitzbank aufwartet.

Wenn man nach Makeln sucht, stößt man nicht nur auf angenehm weiche Kunststoffe, sondern auch auf günstig anmutende oder man ärgert sich über die “+/-“-Flächen bei der Lautstärkeverstellung. Hier wäre ein simpler, in Fahrt viel einfacher bedienbarer Drehregler wünschenswert.

Aber fast immer wundert man sich nur positiv über die so vielen praktischen Lösungen: den Regenschirm unter dem Beifahrersitz, den Eiskratzer im Tankdeckel, den Parktickethalter in Griffnähe, die Befestigungen für das Tablet an den Kopfstützen und an der Mittelkonsole oder die auch schmutzige Utensilien transportierbar machende Stoff-Gummi-Matte auf der Ladefläche.

Der Kofferraum

Im Kofferraum des Karoq geht es praktisch weiter. Mit festen Rücksitzen passen 521 bis 1.630 Liter in den Laderaum und mit den optionalen VarioFlex-Rücksitzen sind es bei der 5-Sitz-Konfiguration 479 bis 588 Liter oder bei umgeklappten Rücksitzen 1.605 bis 1.810 Liter.

Praktisch ist auch die elektrische Heckklappe, denn mit ihr schwingt gleich die Laderaumabdeckung mit nach oben.

Im Skoda Karoq geht es komfortabel zu. Dafür sorgen nicht nur die Sitzpolster, sondern auch das geschmeidig abgestimmte Fahrwerk. Das absorbiert schlechte Straße mit vielen Rillen und Schlaglöchern gekonnt und sorgt auf der Autobahn für einen Langstreckenkomfort, der sich gut mit einer Familienreise verträgt.

Um diesem runden Komfortbild nicht zu schaden, sollten jedoch maximal 18 Zoll und nicht die für den Karoq lieferbaren 19-Zoll-Räder bestellt werden, denn mit denen spürt man mehr von schlechten Straßen.

Die Lenkung lässt es nicht an Präzision vermissen und rotiert sehr leichtgängig, was vor allem im Stadtverkehr gefällt. Ist das serienmäßige Fahrsystem (drei Modi: Eco, Normal und Sport) auf den sportlichen Fahrmodus gestellt, wird das Fahren direkter. Nicht so sportiv wie im Seat Ateca, aber sportlich genug für einen SUV.

Wie steht es um den Allradantrieb und die Geländegängigkeit, fragen Sie sich jetzt? Wenn man den Vierradantrieb mitbestellt, bleibt er auf der Straße zumeist arbeitslos und arbeitet nur mit Frontantrieb. Aber wenn er benötigt wird, sichert er die Traktion, indem er die Hinterräder mit der elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung dazu holt.

Im Karoq kommen keine Hochleistungstriebwerke, sondern grundsolide und sparsame VW-Motoren mit 115 bis 190 PS Leistung zum Einsatz, die mit dem schnell schaltbaren manuellen Sechsgang-Getriebe oder dem bequemen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombiniert werden.

Die Benziner

Wenig Gewicht erfordert keinen großen Motor, um kultiviert mitschwimmen zu können. Der Einstiegsmotor 1.0 TSI, der sich mit dem Schaltgetriebe oder dem DSG kombinieren lässt, ist daher im 1,3 Tonnen leichten Karoq nicht der falsche Antrieb.

Er verfügt zwar nur über 999 Kubik Hubraum, aber aus denen kitzelt er mit seinen drei Zylinderchen und dem Turbolader 115 PS Leistung und 200 Newtonmeter Drehmoment.

Dass der Dreizylinder mit wenig Hubraum öfter stark arbeiten muss als der Vierzylinder mit mehr Hubraum, besonders dann, wenn viele Passagiere oder Gepäck an Bord gehen, liegt auf der Hand.

Das macht den 1.5 TSI mit der Kraftstoff sparenden Zylinderabschaltung und seinen 150 PS und 250 Nm, die schon ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen, zur Wahl mit mehr Entspannungspotential. Denkt man nur an den Verbrauch, ist der stärkere Motor auch nicht die schlechtere Wahl, denn er wird wie der drehfreudige Dreier im Alltag mit Werten um die sieben Liter Super auskommen.

Die Diesel

Die Dieselmotoren sind die Sparer im Motorraum. Die Selbstzünder leisten im Karoq 115, 150 oder 190 PS (folgt nach Marktstart). Schon der Einstiegsmotor bietet mit 250 Newtonmetern Drehmoment eine bessere Durchzugskraft als der 1.0 TSI und verbraucht in der Praxis 5,0 bis 5,5 Liter.

Mit den 150 und 190 PS starken 2,0-Liter-TDIs steigt die Diesel-Gelassenheit. Beide Motoren passen am überzeugendsten zum komfortablen, nicht hektischen SUV-Charakter, denn sie liefern früh lässige 340 oder 400 Newtonmeter Drehmoment an die Vorderräder oder an alle Viere.

Dabei arbeiten sie kräftiger, aber ähnlich sparsam wie der Einstiegsdiesel und man ist flott mit Geschwindigkeiten um die 200 km/h unterwegs. Das sollte im Familien-SUV allemal reichen.

Fährt man einen Familien-SUV, sollte der sicher sein. Der Karoq ist es schon im Einstiegsmodell und wird sogar noch sicherer, wenn man den Allradantrieb hinzubestellt.

Auch sonst hat der tschechische SUV einiges zu bieten an modernen Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehören der City-Bremsassistent, der Fußgänger erkennt und im Ernstfall automatisiert bis zum Stillstand abbremst, der Stauassistent, der innerhalb der Systemgrenzen selbst beschleunigt, bremst und auch lenkt, oder auch Helfer wie der Abstandsassistent, der Spurhalte- und Spurwechselassistent, die Verkehrszeichenerkennung und der Müdigkeitswarner.

Im ADAC-Bremstest kam der Skoda Karoq nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach sehr guten 34,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Das Zubehör jenseits der Einstiegsversion Active und der Ausstattungslinien Ambition und Style machen viel vom Reiz des Skoda Karoq aus.

Die VarioFlex-Rückbank, die erst die volle Sitzvielseitigkeit möglich macht, sollte immer mitbestellt werden. Die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung, die per Knopfdruck ausklappt, bestellt man, wenn man Hänger ziehen möchte. Das große Panoramadach, wenn man viel Helligkeit im Auto schätzt. Die beheizbaren Vorder- und Rücksitze und die Lenkradheizung sind reiner Luxus, aber im Winter äußerst angenehm.

Mit den mobilen Online-Diensten, dem das Smartphone im Auto einbindenden SmartLink (Apple CarPlay, Android Auto, MirrorLink) und der Navigation mit Stauausweichempfehlungen ist man gut dran am Welt- und Verkehrsgeschehen. Care Connect setzt bei einem Unfall einen automatischen Notruf ab oder einen Pannenruf auf Knopfdruck.

Zwei Dinge gefallen im Karoq besonders. Erstens, zum Navigieren braucht es kein Navigationssystem. Das Smartphone lässt sich schon mit dem Infotainmentsystem Bolero auf den Bordbildschirm zaubern.

Zweitens, das Digitalcockpit. Damit blickt man auf eines von vier einstellbaren Displays: Classic-Layout (Drehzahlmesser und Tacho), Modern-Layout (mittlerer Bereich mit großer Anzeige), Basic-Layout (zwei ausgewählte digitale Infos groß) und das Extended-Layout. Das ist am eindrucksvollsten, weil es die Navikarte auf voller Displaybreite hinter dem Lenkrad zeigt – besser Navigieren geht nicht.

All das hat natürlich seinen Preis, aber einen fairen und macht den Karoq noch praktischer, kommunikativer oder luxuriöser.

Zusammenfassung

Skoda hat aus dem pragmatischen Yeti einen schicken Karoq gemacht. Der Skoda Karoq wird manchen Familienvater mit seinem vielseitigen Innenraumkonzept voll überzeugen, das sich sehr gut, schnell und leicht an die wechselnden Transport-Erfordernisse einer Familie anpassen lässt.

Die effizienten Motoren und die gute Verarbeitung bietet zwar auch der sportivere Seat Ateca, aber nicht Features wie das kluge VarioFlex-Sitzsystem und das Digitalcockpit, die auch über einen Kauf entscheiden können. Der Seat ist der vom Handling begeisternde, der Skoda der praktischere und noch etwas modernere SUV.

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