Audi A6

Obere Mittelklasse-Limousine mit erstklassiger Verarbeitung

8,9
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Überzeugende Fahrwerke
  • Attraktives Cockpit
  • Hoher Komfort
  • Keine Matrix-LED-Scheinwerfer
  • Kein virtual cockpit
  • Luxus kostet

41.150 € - 68.950 € Preisklasse

5 Sitze

4,2 - 6,7 l/100km

Test

Warum den Audi A6 nehmen? Die obere Mittelklasse der Ingolstädter ist die goldene Mitte zwischen BMW 5er und Mercedes E-Klasse. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich für die Limousine oder den Kombi, dem bei Audi traditionell der Name Avant zufällt, entscheiden. In jedem Fall erhalten Sie mit dem A6 ein Fahrzeug der 4,90-Meter-Klasse mit repräsentativem Auftritt, hochwertiger Verarbeitung und hervorragenden Motoren. Das, wofür Audi seit Jahrzehnten steht, ist ebenso lieferbar: der Quattro-Antrieb, der permanente Allradantrieb.

Nach dem Facelift präsentiert sich Audis A6 noch ausgereifter, denn seit Herbst 2014 sind neue Infotainmentsysteme, Getriebe und Motoren mit an Bord. Unter den Verbrennern fällt die Entscheidung auf einer Leistungsspanne von 150 bis 605 PS. Im 2.0 TDI ultra fährt man mit 4,2 l/100 km am sparsamsten. Der stärkste Motor arbeitet im RS6 Avant performance mit 605 PS. Egal für welche Motorisierung Sie sich entscheiden, Ihr Motor hat ein leichtes Spiel, da der A6 mit einem Basisgewicht von 1,5 Tonnen auf der Waage steht.

Die Ausstattung fällt gehoben aus. Mit Extras wie Head-up-Display, Massagesitzen, Luftfederung und Nachtsichtsystem erreicht Audis obere Mittelklasse Oberklasseniveau. Daher gilt die Audi A6 Limousine auch als beliebter Geschäftswagen. Der A6 Avant ist dagegen mit seinem großen und variablen Kofferraum zum Familienkombi prädestiniert und hier im Vergleich mit dem BMW 5er Touring und dem Mercedes E-Klasse T-Modell ein guter Kauf.

Das, was der Audi A6 heute ist, hat man sich bei Audi vier Jahrzehnte lang erarbeitet. Heute fährt in einem Audi A6 so viel Souveränität, Gediegenheit und Prestige mit wie in einer Mercedes E-Klasse oder im BMW 5er. Dass dem Ingolstädter auch heute noch der Ruf anhaftet, nicht ganz so sportiv wie der BMW zu sein und nicht ganz so komfortabel wie der Mercedes, offenbart wofür er steht: für die goldene Mitte zwischen beiden. Und das trifft auch im Innenraum zu.

Das Interieur

Bei der Qualität, Hochwertigkeit und den Platzverhältnissen schenken sich A6, 5er und E-Klasse nichts. Auf den vorderen Plätzen sitzt man gut und hinten fährt man gerne mit. Audis Vorliebe fürs attraktive Detail gefällt genauso wie die solide wirkende Verarbeitung. Wer sucht, findet. Das Cockpit ist nicht nur phantastisch anzuschauen, sondern übersichtlich.

Dementsprechend gibt es viel Lob, aber nur wenig Kritik zu üben: Mancher große Fahrer sitzt auf dem Fahrerplatz etwas zu hoch (auf den optionalen Sportsitzen), der andere empfindet einige Schalter als etwas zu klein. Am Innenraum des A6 prallt die Kritik aber weitgehend ab. Und im Gepäckabteil? Da existiert eine schwäbische Alternative, die mehr einlädt.

Der Kofferraum

Wenn die Hauptmotivation des Autokaufs der Platz im Innenraum ist, dann steht im nächsten Schritt der Kofferraum im Mittelpunkt. Der ist in der A6 Limousine ein Abteil, das 530 bis 995 Liter Kapazität aufbietet und im A6 Avant einen Gepäckraum mit 565 auf 1.680 Liter Volumen.

Im Stufenheck bleibt oft draußen, was im Kombiheck noch leicht hineinpasst, deshalb entscheiden sich viele Kunden in der oberen Mittelklasse für den Avant. Der bietet unterhalb der sich elektrisch öffnenden Heckklappe mehr Länge, Breite, Höhe und Variabilität als die Limousinen-Ladefläche, hat aber zwei Nachteile gegenüber den 5er und E-Klasse Kombis.

Die dreiteilig umlegbare Rücksitzbank ist nur im BMW Fünfer serienmäßig eingebaut und die zweigeteilte Heckklappe erhält man auch nur beim Münchner. Im Daimler kommt das ganze Schlafzimmer unter, im Audi nur das Bett. Die Mercedes E-Klasse verfügt mit 1.950 Liter über deutlich mehr Transportkapazität als der A6 Avant.

In den Fahreigenschaften erfüllen sich die Klischees, wenn es auf eine kurvige Landstraße geht: Der BMW fährt voran, der Audi folgt. Zwar dringen im Ingolstädter nur in engen Kehren die Antriebseinflüsse in die etwas weniger rückmeldefreudige, jedoch leichtgängige Lenkung, aber der A6 fährt sich nicht sportlich.

Mit dem Allradantrieb ändert sich das im positiven Sinne, wenn der Quattro stabil und wie auf Schienen die gleichen Streckenpassagen durchfährt. Im Winter auf geschlossener Schneestrecke und nasser Fahrbahn hat der Allradantrieb zudem Vorteile gegenüber dem Vorderrad- und Hinterradantrieb, denn er offeriert selbst dann noch Traktion und Fahrsicherheit, wenn Hinterradgetriebene längst mit dem Heck quer gehen.

Wenn man zwei große Euro-Scheine zusätzlich an Audi bezahlt, schwebt der A6 mit der Luftfederung samt geregelter Dämpfung über die Straße. Die Dynamiklenkung ist eine weitere Option. Mit dem im A6 serienmäßigen drive-select-System lässt sich die Härte des Fahrwerks sowie das Ansprechen von Motor und Lenkung zwischen einer eher komfortablen oder sportlichen Abstimmung feinjustieren – passend zum gewählten Motor.

Es stellen sich drei Fragen bei der Antriebswahl für den Audi A6: Diesel oder Benziner? Schaltgetriebe oder Doppelkupplung? Front- oder Allradantrieb? Ein Dieselmotor kostet bei der Anschaffung mehr, spart dann aber im Laufe eines Autolebens. In einer Limousine lässt man idealerweise schalten.

Der Vierradantrieb überzeugt spätestens im ersten harten Winter. Und dann stellt sich noch die Frage, wie viele Pferdestärken es denn sein sollen? Im Angebot stehen 150 bis 605 PS, die, je nach Motor und Modell, mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder von der Siebengang- oder Achtgang-Automatik begleitet werden.

Die Benziner

An Benzinmotoren existieren reichlich Alternativen. Der 190 PS starke 1.8 TFSI ist im A6 das Grundnahrungsmittel, aber ein gut bekömmliches, das erst bei hoher Leistungsanforderung auf der Autobahn an seine Grenzen gerät.

Möchte man mehr, dann heißen die Optionen 2.0 TFSI mit 252 PS, 4.0 TFSI mit 450 PS oder RS6 Avant und RS6 Avant performance. Die versenden aus dem Maschinenraum 560 oder 605 PS an die Antriebsachsen. Mit mehr Spektakel als in den braveren A6-Modellen, in denen der Geräuschpegel dank guter Dämmung und Akustikverglasung angenehm niedrig bleibt.

Die Diesel

Die Diesel sind die Protagonisten im Motorraum der A6-Baureihe. Dafür stehen ihr Antritt mit 150 bis 326 PS und ihr niedriger Verbrauch ein. Die sparsamen Vierzylinder-Dieselmotoren mit einer Leistung von 150 oder 190 PS arbeiten im 2.0 TDI ultra dabei ausgesprochen laufruhig. Der Verbrauch liegt bei nur 4,2 bis 4,7 l/100 km.

Die 190-PS-Ausgabe überzeugt mit harmonischem, erst bei hohen Drehzahlen verebbendem Leistungsaufbau und der 3.0 TDI mit 218, 272, 320 oder 326 PS gilt in jeder Leistungsstufe mit seinem elastischen Schub und seiner Laufruhe als Garant für schnelles und komfortbetontes Vorankommen.

Einen großen Beitrag zur Sicherheit steuern die Crashstruktur der Karosse, die Bremsanlage und das Fahrwerk bei. Im Audi A6 erfolgt die Kraftübertragung mit Frontantrieb oder besser mit dem permanenten Allradantrieb Quattro. Der bietet auf nasser und schneebedeckter Fahrbahn große Vorteile beim Vorankommen und dadurch noch mehr Fahrsicherheit. Der Quattro-Antrieb ist für den 2.0 TDI mit 190 PS, den 2.0 TFSI mit 252 PS und den 3.0 TDI mit 218 PS optional erhältlich. Ab 272 PS Motorleistung gehört er im A6 und A6 Avant zur Serienausstattung.

Daran bemerkt man, bessere Sicherheit hat auch im Audi A6 etwas mit mehr bezahlen zu tun. Features wie die adaptiven Matrix-LED-Scheinwerfer, die mit Kamera und 19 einzeln ansteuerbaren Leuchtdioden die Fahrbahn situativ ausleuchten oder den Tempomat mit Stop & Go-Funktion erhält man nur als Extra genauso wie den Spurwechselassistenten, den Spurhaltehelfer und den Nachtsichtassistenten.

Die gut abgesicherte Crashstruktur und hervorragenden Bremsen kriegt man schon mit dem A6 Basismodell geliefert. Im Euro NCAP-Crashtest erhielt der Audi A6 die maximale Wertung von fünf Sternen. Im Bremstest der Autozeitung stand Audis obere Mittelklasse bei der Vollbremsung aus Tempo 100 schon nach etwas weniger als 34 Metern.

Schon im Basismodell gehören das Bediensystem MMI, das Radio, die Klimaautomatik, die Xenon-Scheinwerfer, die LED-Rückleuchten und 17-Zoll-Räder zur Serienausstattung. Damit ist aber noch lange nicht Schluss. Sowohl beim Infotainment als auch in die Hightech-Optionen lässt sich noch weit mehr in einen Audi A6 investieren.

Die Palette an Zubehör beim Infotainment toppt das teure Top-Navigationssystem MMI Navigation plus, bei dem sich auf dem Touchpad per Finger Buchstaben auf der berührungssensitiven Fläche eingeben lassen. Der kontrastreiche und brillante 8-Zoll-Monitor surrt nach dem Zünden leise aus dem Armaturenbrett hervor.

Mit Audi connect geht es mit dem LTE-Standard flott online. Stauinfos können in Echtzeit empfangen werden, Musik lässt sich streamen und Internetradio ist mit unzähligen Sendern empfangbar – aber nur solange bei Überlandfahrten die Signalqualität stimmt.

Auch an Komfortzubehör herrscht viel Auswahl. Ein Head-up-Display lässt sich für die A6 Limousine und den A6 Avant ebenso bestellen wie Vordersitze mit Belüftung und Massage. An der Abwesenheit eines Zubehörteils bemerkt man dann aber doch, dass der A6 nicht mehr der Jüngste in Audis Modellprogramm ist. Das virtual cockpit mit seinen variabel einblendbaren Rundinstrumenten und der Navigationslandkarte im Breitformat vor dem Lenkrad steht im A6 nicht zur Wahl.

Hier muss sich der Senior der im Herbst 2015 präsentierten moderneren Mittelklasse Audi A4 geschlagen geben. Der A4 fühlt sich gerade wegen solcher Extras schon nach oberer Mittelklasse an. Eine Alternative? Gut möglich.

Zusammenfassung

Also warum nun gerade den Audi A6 nehmen? Weil er samt seines reichhaltigen Angebots an Karosserievarianten, Motoren und Ausstattungen weiterhin zu den Besten in der oberen Mittelklasse gehört. Weil er wie der 5er BMW und die Mercedes E-Klasse ein Fahr- und Komfortniveau erreicht hat, das man früher nicht in Oberklasse-Limousinen erlebte. Weil sein Innenraum im Design immer noch attraktiv ist und das Raumangebot den A6 zur repräsentativen Limousine oder zum überzeugenden Familienkombi macht. Nur ein größerer Nachteil bleibt am Ende: Für so viel Klasse wird man auch zur Kasse gebeten.

Suchen Sie die besten Audi A6 Angebote?

Auf carwow vergleichen Sie einfach die besten Neuwagenangebote von lokalen und nationalen Audi-Vertragshändlern. Großartige Angebote und ein stressfreier Autokauf ohne negative Überraschungen!

A6 Angebote vergleichen Sparen Sie im Schnitt 6.800 €