Toyota Yaris

Kleinwagen mit gutem Fahrwerk

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sparsamer Hybrid
  • Sehr handlich
  • Harmonisches Fahrwerk
  • Bei Last laut
  • Mäßige Bremsleistung (Hybrid)
  • Durchschnittlicher Kofferraum

12.790 € - 22.290 € Preisklasse

5 Sitze

3 - 5 l/100km

Test

Der Toyota Yaris bietet das, was Kleinwagen wie der  VW Polo, Ford Fiesta und Opel Corsa nicht zu bieten haben: einen Hybridantrieb.

Der kommt an. Zwei Drittel aller Kunden bestellen den Yaris als 100 PS starken Hybrid mit sparsamem Benzin- und Elektroantrieb. Der fährt sich seit dem 2017er Facelift leiser, handlicher, sicherer.

Das 2017er Facelift ging in die Tiefe und ins Geld. 900 neue Teile baute Toyota im Yaris ein, 90 Millionen investierte man in die Überarbeitung. Die Front und das Heck sowie der jetzt stärker individualisierbare Innenraum wurden genauso überarbeitet wie die Sicherheitsausstattung und die Geräuschdämmung verbessert.

Motorisch setzt der Yaris auf einen neuen 1,5-Liter-Benziner, der sowohl im 1.5 Hybrid als auch im Yaris 1.5 im Motorraum zum Einsatz kommt und maximal 111 PS leistet. Der Vierzylinder sorgt im Yaris für niedrige Verbrauchswerte und eine adäquate Performance, die auch von der Lenkung und dem Fahrwerk anspricht.

Der 3,95 Meter lange Toyota Yaris wird mit drei oder fünf Türen angeboten und im französischen Werk in Valenciennes gebaut. Und das in großer Zahl. Mit 200.000 produzierten Einheiten ist der Yaris das meist gebaute Auto in Frankreich.

Warum er damit zu den besten „französischen“ Autos gehört und warum am Hybridantrieb kaum ein Weg vorbeiführt, das lesen Sie hier – es hat nicht nur mit dem niedrigen Verbrauch zu tun.

Der Toyota Yaris bedient mit seiner übersichtlichen Kompaktheit, der Option auf fünf Türen und seinem Platzangebot im Innen- und Kofferraum die Erwartungen.

Das Interieur

Den 3,95 Meter langen und 1,70 Meter breiten Yaris bietet Toyota als Drei- oder Fünftürer an. Der Fünftürer ist grundsätzlich die bessere Wahl, weil man damit im Fond leichter zusteigt und auch weil Kindersitze flotter eingebaut werden können.

Fünf dürfen sitzen, vier sitzen bequem. Im Fond genügt der Platz auch für große Erwachsene bis 1,90 Meter. Auch die Kopfstützen lassen sich auf der Rückbank weit genug nach oben ausfahren.

Das intuitiv bedienbare Cockpit des Yaris wendet sich leicht zum Fahrer hin. Nach der Überarbeitung wirkt alles noch etwas heimlicher. Die Armlehne am Fahrersitz im Yaris Style sorgt dafür und die weich aufgeschäumten Kunststoffe um den 4,2-Zoll-Farbmonitor schauen nicht nur schick aus, sondern sie fassen sich auch gut an. Fast wie Leder.

Der Kofferraum

Der Toyota Yaris schluckt im Gepäckabteil 286 bis 768 Liter. Das ist Durchschnitt. Bei umgeklappter Rückbanklehne entsteht keine ebene Ladefläche. In anderen Kompakten geht es noch großzügiger zu.

Der Kofferraum des Honda Jazz verfügt über 354 Liter Volumen und die hinteren Sitzgelegenheiten lassen sich wie Kinosessel hochklappen, wodurch sich direkt hinter den Vordersitzen Platz vom Fahrzeugboden bis zum Dach auftut. Mit so viel Variabilität kann der Toyota Yaris nicht dienen.

Man kann es im Vergleich hören. Im überarbeiteten Yaris haben sich die Ingenieure angestrengt, das Geräuschniveau zu senken. Mit dem 2017er Facelift erhielt der Yaris neue Motorhalterungen, modifizierte Antriebswellen und eine akustische Windschutzscheibe.

Nur wenn richtig Gas gegeben wird, hebt sich der Vierzylinder weiterhin dominierend und nicht leise vom flüsternden Elektromotor ab. Also fährt man den Yaris Hybrid, wie man kleine, leichte Hybride am besten fährt: mit sanftem, den elektrischen Antrieb bevorzugenden Gasfuß.

Die Lenkung des Yaris arbeitet präzise und mit einem angenehmem Lenkwiderstand. Der Fahrkomfort profitiert im modellgepflegten Yaris von den neu abgestimmten Stoßdämpfern. Vom Abrollen ist der Yaris ein straffer, aber keineswegs unangenehmer Typ.

Und auch beim Verzögern überzeugt der Japaner mit einem strammen und verbindlichen Druckpunkt auf der Bremse – in der Bremsleistung allerdings, dazu später mehr, nicht ganz.

In der Kombination und nach den im Test über alle Straßentypen zurückgelegten Kilometern wirkt das Yaris Setup gelungen und harmonisch.

Zwischen Benzinern im Solo und dem Hybrid fällt die Wahl. Dieselmotoren haben im kompakten Yaris nichts mehr verloren.

Die Benziner

Drei Prozent Marktanteil hatte der Dieselmotor zuletzt noch im Yaris. Viele Gründe gab es für Toyota daher nicht mehr, am Selbstzünder festzuhalten. Drei Benziner gehen im Yaris zur Arbeit.

Der mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombinierte 1,0-Liter-Dreizylinder im Yaris 1.0 wirkt mit 69 PS Leistung, dünnen 95 Nm Drehmoment und im Temperament (0 auf 100 km/h in 15,3 s, Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h) wie ein Einstiegsmotor.

Der ans Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelte 1,5-Liter-Vierzylinder haucht dem 1.055 bis 1.200 kg leichten Yaris mit 136 Nm und 111 PS schon mehr Leben ein. In 11,0 Sekunden spurtet er bis 100 km/h und die maximal erreichbare Geschwindigkeit liegt bei 175 km/h. Allerdings gehört der 1,5-Liter-Benziner nicht zur Gattung der besonders spontanen Motoren.

Im Hybrid gelingt ihm sein Job überzeugender. Der dann immer mit einer Automatik liierte Antrieb (100 PS Systemleistung. Benziner: 74 PS, Elektromotor: 61 PS) sorgt für harmonischer verteilte Kraft. Schon früh, wenn der Benziner noch döst, schiebt der E-Motor mit 169 Nm an. Auf dem Datenblatt ist er nicht der flotteste Yaris (11,8 s, 165 km/h), aber der sparsamste.

Toyota gibt für den 111-PS-Benziner einen Verbrauch von 4,7 bis 5,0 Liter an, aber dem Hybrid reichen für 100 km Strecke im Schnitt 3,3 bis 3,6 Liter Super (Werksangabe).

In der Praxis und wenn über Land oder auf der Autobahn rasant gefahren wird, kann der Verbrauch zwei Liter darüber liegen, was immer noch ein sehr guter Verbrauchswert für einen 100 PS starken Benziner darstellt. Dass der Tank im Hybrid nur 36 statt mir reinem Benzinantrieb 42 Liter fasst, tut bei so viel Sparsamkeit wenig zur Sache.

Wenn es noch mehr zur Sache gehen soll, gibt es im Yaris auch dafür eine Alternative: Das Topmodell GRMN mit dem 1,8-Liter-Turbo-Benziner und 210 PS, die den Frontantrieb herausfordern.

Seit der Überarbeitung sind alle Varianten des Yaris serienmäßig mit Toyotas Safety Sense Sicherheitssystem ausgerüstet. Das System umfasst das Pre-Collision-System mit Notbremsassistent und autonomer Notbremsfunktion, den Fernlichtassistenten und den Spurhalteassistenten.

Der Verkehrszeichenassistent gibt einem Sicherheit, wenn man mal ein Temposchild übersehen hat. Allerdings arbeitet das System wie bei allen anderen Herstellern, die es heute anbieten, nicht hundertprozentig zuverlässig. Die Fernlichtautomatik ist abends einfach nur bequem und auch über eine Rückfahrkamera freut man sich beim Einparken.

Beim Verzögern überzeugte der Japaner mit einem strammen und verbindlichen Druckpunkt auf der Bremse, aber nicht in der Bremsleistung. Im ADAC-Bremstest kam der Yaris Hybrid nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach nicht überragenden 38,1 Metern zum Stehen.

In der Bewertung des Crashverhaltens und der elektronischen Helfer fuhr er im NCAP-Crashtest jedoch die maximale Wertung von fünf Sternen ein.

Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl – Yaris, Yaris Comfort und der Yaris Style Selection, der am schwarz abgesetzten Dach und den schwarzen Leichtmetallfelgen zu erkennen ist.

Im Basismodell wird´s heiß. Im Yaris gehören zwar die elektrisch einstellbaren Außenspiegel, die Fensterheber vorne, der höhenverstellbare Fahrersitz und die Lenkradtasten fürs Telefon und Radio zur Grundausstattung, jedoch nicht die Klimaanlage. Nur die Hybridvariante verfügt schon im Einstiegsmodell über eine Klimaautomatik.

Der Yaris Comfort hat die Klimaanlage mit an Bord und das Toyota Safety Sense System verfügt zusätzlich über eine Verkehrszeichenerkennung. Darüber hinaus finden sich im Innenraum ein Lederlenkrad und ein 7-Zoll-Touchscreen-Infotainment samt Rückfahrkamera, Bluetooth, und USB-Anschluss.

Von außen erkennt man den Yaris Comfort am LED-Tagfahrlicht und den Heckscheinwerfern mit LED-Leuchtband.

Die Yaris Topausstattung Style Selection rollt auf 16 Zoll statt auf 14- und 15-Zoll-Rädern und für die Metallic-Lackierung zahlt man keinen Aufpreis. Ebenfalls gehören zum Ausstattungspaket das Sport-Lederlenkrad, die vordere Mittelarmlehne, elektrische Fensterheber rundum, das DAB/DAB+-Radio und die abgedunkelten hinteren Scheiben.

Eine Automatik kostet im Yaris 1.5 Aufpreis. Beim Hybrid ist sie inklusive. Der Aufpreis auf den automatisiert die Gänge wechselnden 111-PS-Benziner liegt damit nur noch bei knapp über 1.000 Euro. Folglich führt am Hybrid im Yaris für viele Kunden kaum ein Weg vorbei.

Zusammenfassung

Das 2017er Facelift zeigte große Wirkung. Der Toyota Yaris spielt unter den vielen Konkurrenten mit seiner Harmonie und Ausgereiftheit wieder auf Höhe der Zeit. Der Hybridantrieb, den andere in dieser Kategorie nicht anbieten, ist sein großer Vorteil.

Der Hybridantrieb macht besonders im Kleinwagen viel Sinn, denn diese Fahrzeuggattung ist häufig in der Stadt unterwegs, und hier spart der Hybrid im Vergleich zum Benziner wegen der häufigen Stopps und Anfahrphasen, bei denen der Elektromotor mit anpackt und Kraftstoff einsparen hilft, am meisten.

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