SEAT Ateca

Sportiver SUV mit großzügigem Platzangebot

8,2
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Großzügige Raumverhältnisse
  • Sportives Fahrwerk
  • Attraktiver Preis
  • Keine verschiebbare Rückbank
  • Wenig emotionales Cockpit
  • Nur 2 Jahre Garantie

19.990 € - 36.900 € Preisklasse

5 Sitze

4,5 - 7,0 l/100km

Test

Der Ateca ist der erste SUV von Seat und sein Erfolg scheint heute schon vorprogrammiert. Das hat vor allem mit dem attraktiv und klug konstruierten SUV selbst zu tun, aber auch mit dem stetig steigenden Interesse an SUVs.

Der Seat Ateca, der viel mit dem größeren VW Tiguan gemeinsam hat und Wettbewerbern wie dem Nissan Qashqai, Renault Kadjar, Skoda Kodiaq, Toyota RAV-4, Mazda CX-3, aber auch einem teuren BMW X1, Mercedes GLA oder Audi Q3 Marktanteile streitig machen soll, rollt im spanischen Martorell vom Band.

In diesem Seat-Werk wird übrigens auch der Konzernbruder Audi Q3 produziert. 70.000 Einheiten des Ateca, der erst seit Juni 2016 im Handel steht, sollen pro Jahr produziert werden – das erscheint realistisch.

Realistisch, weil das Konzept des Ateca gleich überzeugt. Der Seat SUV fällt zwar mit 4,36 Metern Länge kompakt aus, aber er macht das Beste daraus. Auf den Sitzplätzen wie im Kofferraum. Das macht ihn zu einem Fahrzeug, das den Alltag gut meistert und dadurch für Familien interessant ist, denen ein Kombi zu langweilig und ein Van einfach zu groß ausfällt.

Mit guten Motoren, die allesamt von Volkswagen stammen, ist der Seat Ateca ausreichend kräftig motorisiert und dank niedrigem Gewicht sparsam unterwegs. Seine größten Vorzüge bietet der Spanier im Design, beim sportiven Fahrwerk und mit dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das sich vor dem eines VW Tiguan nicht verstecken muss – im Gegenteil.

Der Seat Ateca fällt zwar kürzer aus als der VW Tiguan mit 4,49 Metern, aber er bietet für viele SUV-Kunden nicht entscheidend weniger Platz.

Das Interieur

Mit einer Länge, die ungefähr der eines alten VW Tiguan entspricht, passt der Ateca in der City noch gut in die Parklücken, bietet aber trotzdem viel Platz. Sowohl in erster Reihe als auch in der zweiten. Hier gibt es reichlich Beinfreiheit und Kopffreiheit und man sitzt als Erwachsener auch noch gut, wenn ein Sitzriese vor einem auf dem Fahrer- oder Beifahrersitz Platz genommen hat.

Enge herrscht im Ateca also wahrlich nicht und das Mehr an Bodenfreiheit resultiert in einer leicht erhöhten Sitzposition, einer guten Übersicht und einem leichteren Ein- und Ausstieg. Allerdings thront man im Kompakt-SUV aus Spanien, der seinen Namen übrigens von einer Gemeinde in der Provinz Saragossa erhielt, nicht so erhaben über dem Verkehrsgeschehen wie in einem Fullsize-SUV.

Das Cockpit, das an den Seat Leon erinnert, jedoch moderner und hochwertiger anmutet und die Instrumente, die alle gut im Blick liegen, neigen sich leicht dem Fahrer zu. Es sind klassische Rundinstrumente mit Ziffern und Zeigern. Das spektakuläre virtuelle Cockpit des Tiguan ist im Ateca nicht bestellbar.

Die Bedienung fällt einem leicht, da die Schalter und Tasten logisch und ergonomisch angeordnet wurden und der Monitor auf der Mittelkonsole, über den das Infotainment gesteuert wird, mit bis zu acht Zoll groß ausfällt. Auch wenn manche Details wie der pulsierende Startknopf oder die nachts beim Türöffnen auf die Straße projizierte Ateca-Silhouette Emotionen wecken sollen, wirkt die Armaturentafel im Vergleich zur Karosse etwas unemotional.

Auch die verschiebbare Rückbank, die der Tiguan besitzt, hätte man dem ersten Seat SUV noch mit auf den Weg geben können, denn mit der würden sich die Sitzraum-Kofferraum-Verhältnisse variabler gestalten lassen.

Der Kofferraum

Der Gepäckraum des Ateca wartet mit einem Volumen von 485 Litern auf, wenn man den SUV mit Allradantrieb bestellt und mit 510 Litern, wenn die Frontantriebsvariante geordert wird. Das ist zwar weniger als im Tiguan, der 615 bis 1.655 Liter beherbergt, aber es reicht für eine vierköpfige Familie.

Das Bepacken fällt nicht schwer, da die Ladekante für die Klasse relativ niedrig ausfällt und sich die elektrische Heckklappe berührungslos mit einem Fußschwenk öffnen und schließen lässt. Sollte das Kofferraumvolumen mal nicht ausreichen, dann darf die Last an der optionalen Anhängerkupplung bis zu 2,1 Tonnen betragen.

Das Fahrwerk des Ateca vereint zwei gute Eigenschaften in sich. Es lässt den straff abgestimmten Seat Ateca ohne störende Seitenneigung ausgesprochen handlich erscheinen und trotzdem gefällt der Komfort. Dass auch mal die eine oder andere Fuge in den Innenraum vordringt, verzeiht man dem fein und präzise einlenkenden Ateca wegen seiner Qualitäten gerne.

Auch, dass die adaptiven Dämpfer noch nicht zu bestellen sind, was sich schon bald ändern soll. Selbst ohne die nimmt man im Seat SUV gerne eine längere Strecke unter die Räder, was ihn in Verbindung mit den großzügigen Platzverhältnissen und dem großen Kofferraum zum guten Reisewagen für die Familie macht.

Das Handling lässt sich per „Seat Drive Profile“ an die aktuelle Fahrsituation, die Straßenbeschaffenheit und die persönlichen Fahrvorlieben anpassen. Im Eco- und Normal-Modus rotiert die Servolenkung sehr leichtgängig, was sich in der Sport-Einstellung ändert. Dann erhält man die richtige Dosis an Lenkwiderstand und Direktheit in die Hände.

Und im Gelände? Gelingt in den Varianten mit Allradantrieb. In den Fahrmodi, in denen sich die Reaktionen des 4×4-Antriebs, des Motors und der Servolenkung anpassen, lässt sich der Ateca auf den Untergrund einschwören: Schlamm, Geröll, Schnee, alles kein Problem.

Die Bergabfahrkontrolle sichert steile Abfahrten, wo es gefährlich werden kann, wenn das Fahrzeugheck zu rutschen beginnt. Die Talente für Geländefahrten sind also vorhanden, aber sie werden wohl eher selten genutzt. Man könnte, wenn man denn bei den ganzen Verbotsschildern dürfte.

Der Dynamik spielt zu, dass das Gewicht im Vergleich zu den ersten SUVs mit 1,3 bis 1,6 Tonnen nicht belastend hoch ausfällt. Damit haben es die 115 bis 190 PS Motoren relativ leicht. Geschaltet wird entweder mit dem flott zu schaltenden manuellen Sechsgang-Getriebe oder dem automatisierten Siebengang-Direktschaltgetriebe.

Die Benziner

Für so wenig Gewicht braucht es heute nicht mehr viel Hubraum. Der Einstiegsmotor 1.0 TSI, mit dem der Ateca nur 1,3 Tonnen wiegt, verfügt über einen Liter Hubraum, aus dem er mit nur drei Zylindern dank Turboaufladung 115 PS und 200 Newtonmeter maximales Drehmoment kitzelt. Dass der quirlige Dreier aufgrund seines Hubraumdefizits mehr arbeiten muss als der Vierzylinder 1.4 TSI versteht sich von selbst.

Der Vierzylinder produziert 150 PS und 250 Newtonmeter, die schon ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Damit fährt man gelassener und die Fahrleistungen verbessern sich deutlich. Der Ateca spurtet in 8,5 statt 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h statt 183 km/h.

Die Diesel

Die Dieselmotoren leisten im Ateca 115, 150 oder 190 PS. Schon der 1.6 TDI mit 115 PS liefert mit 250 Newtonmetern Drehmoment mehr Durchzug als der Einstiegsbenziner und verbraucht mit durchschnittlich 4,3 l/100 km rund einen Liter weniger als der 1.0 TSI im Normverbrauch.

Mit den beiden 2,0-Liter-Turbodieseln mit 150 und 190 PS steigt die Diesel-Gelassenheit. Beide Motoren passen am besten zum Charakter des SUV, denn sie liefern 340 oder 400 Newtonmeter an die Vorderräder oder an alle Viere. Dabei bleiben sie sparsam und man ist trotzdem flott unterwegs.

Der 2.0 TDI mit 150 PS beschleunigt den Ateca in 8,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h. Das Gleiche gelingt mit dem Topdiesel, der nur mit dem Allradantrieb 4Drive ausgeliefert wird, in rasanten 7,0 Sekunden und mit 212 km/h.

Alle Motoren, außer der 115 PS-Benziner und der 110 PS-Diesel, werden auch mit dem im Winter praktischen Vierradantrieb ausgeliefert. Der 190 PS-Diesel wird sogar ausschließlich mit 4×4-Antrieb angeboten. Um noch sicherer unterwegs zu sein, hat der Ateca allerhand moderne Assistenzsysteme an Bord.

Ist der Stauassistent mit dabei, lenkt, beschleunigt und bremst der Seat bei “Stautempo” automatisch. Der auch Fußgänger erkennende City-Bremsassistent sorgt dafür, dass der Seat in brenzligen Situationen automatisiert bis zum Stillstand abbremst. Features wie der Notfallassistent, Toter-Winkel-Assistent, die Voll-LED-Scheinwerfer und die Verkehrszeichenerkennung machen die Fahrt ebenso sicherer wie auch der Ein- und Ausparkassistent und der adaptive ACC-Tempomat.

Die optionale Top-View-Kamera, die mit Kameras an Front- und Heckschürze und an den Außenspiegeln einen 360-Grad-Rundumblick auf den Bordmonitor zaubert, erfüllt den gleichen sichernden Zweck beim Parken, Rangieren oder Gelände fahren.

Im ADAC-Bremstest wurde der neue Seat Ateca bis zum Redaktionsschluss noch nicht getestet, aber das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungslinien stehen im Ateca zur Wahl: Reference, Style, Xcellence und FR. Schon in der Basis-Ausstattung Reference gehören die Klimaanlage, das Media System mit 5-Zoll-Touchscreen, die elektrische Parkbremse und die Sicherheitssysteme wie sieben Airbags, Müdigkeitserkennung, Front Assist und die Reifendruckanzeige mit zur Serienausstattung.

In der Ausführung Style rollt der Ateca mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern über den Asphalt und schließt mit LED-Heckleuchten ab. Zudem sind die hinteren Parksensoren, die Klimaautomatik und das Lederlenkrad mit dabei.

Den schicken Xcellence erkennt der Kundige an den Sport-Komfortsitzen mit Sitzmittelbahnen in Alcantara, an der Multicolor-Ambiente-Beleuchtung, an der Dachreling und den Scheibenrahmen in Chrom, den dunkel getönten Scheiben und den 18 Zoll großen Leichtmetallrädern. Zum serienmäßigen Technikpaket gehören die Voll-LED-Scheinwerfer, die Drive Profile-Fahrprogramme, der Regen- und Lichtsensor sowie die Rückfahrkamera.

Für ein Mehr an Sportlichkeit sorgt der Ateca FR mit seinem Sportlenkrad, der Sportpedalerie in Aluminiumoptik, den Sport-Komfortsitzen und dem Heckspoiler in Wagenfarbe.

Über das Infotainmentsystem lässt sich das Smartphone schnell und einfach via MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto einbinden. Damit lassen sich eingehende E-Mails auf den Monitor holen, die vom System auch vorgelesen werden können. Zudem lässt sich das Smartphone auch induktiv (kabellos) laden.

Und das Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Leistung stimmt, der Preis auch. Der Seat Ateca startet mit dem 115 PS starken Benziner unter der Haube bei 19.990 Euro. Ein VW Tiguan kostet rund 6.000 Euro mehr.

Zusammenfassung

Der Seat Ateca wird viele nicht nur mit seinen Platzverhältnissen, seiner Handlichkeit, den guten Motoren, dem modernen Infotainment und den zeitgemäßen Sicherheitsassistenten überzeugen, sondern auch mit seinem fairen Preis. Das macht den Spanier nicht nur sehr attraktiv, sondern uns ganz sicher: Der Erfolg des Seat Ateca ist vorprogrammiert.

Suchen Sie die besten SEAT Ateca Angebote?

Auf carwow vergleichen Sie einfach die besten Neuwagenangebote von lokalen und nationalen SEAT-Vertragshändlern. Großartige Angebote und ein stressfreier Autokauf ohne negative Überraschungen!

Ateca Angebote vergleichen Sparen Sie im Schnitt 4.400 €