Volkswagen ID.3 Test

Innovativer Stromer mit moderner Ausstattung

N/A
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Modernes Konzept
  • Verschiedene Akkukapazitäten
  • Viel neue Technik
  • Mögliche Softwareprobleme
  • Nicht gerade günstig
  • Verkauf in Agenturmodell

38.987 € - 48.735 € Preisklasse

5 Sitze

- l/100km

Test

Der Countdown läuft: 2020 startet VW mit der ID.-Familie in eine elektrifizierte Zukunft. Der erste Volksstromer heißt ID. 3, kostet unter 30.000 Euro und wird schon fleißig produziert. Am 17. Juni wurde der ID.3 in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

Bald wird der neue Elektro-VW dann auch auf die Straße dürfen. Bereits im Mai 2019 konnte man die limitierte 1st Edition vorreservieren, im August soll dann der Marktstart beginnen. Der Bestellstart der Serienmodelle beginnt im Juli 2020. Die Auslieferung des Serienmodells ist noch für dieses Jahr geplant, ein genaues Datum steht noch nicht fest. Ab August kann dann eine Probefahrt bei einem VW-Händler vereinbart werden. Wenn Sie nicht mehr auf den ID.3 warten möchten, haben wir einige Alternativen zum nicht mehr bestellbaren VW e-Golf für Sie, die früher verfügbar sein könnten als der ID.3.

Preisliste VW ID.3
ID.3 unter 30.000 €
ID.3 1st 39.995 €
ID.3 1st Plus 45.995 €
ID.3 1st Max 49.995 €

VW hat bereits mehrere Tausend ID.3 Modelle produziert, denn europaweit wurden bisher 37.000 ID.3 vorbestellt. Der VW ID. 3 wird später unter 30.000 Euro kosten, die 1st Edition Sonderedition liegt mit dem Einstiegspreis knapp unter 40.000 Euro.

Die ersten Fahrzeuge liefen schon Ende 2019 vom Band. So kann VW die ID.-Offensive 2020 starten. Seit dem 17. Juni 2020 können die Pre-Booker ihre Bestellungen der 1st Edition verbindlich abschließen und die Auslieferungen können beginnen. Einige Wochen werden aber sicher noch vergehen, bis der erste ID.3 tatsächlich ausgeliefert wurde. Die ersten Serienmodelle sollen auch noch dieses Jahr ausgeliefert werden, wann ist noch unklar.

Die Kapazität des Basisakkus für den ID.3 1st liegt bei 58 kWh und wird von einem Elektromotor an der Hinterachse angetrieben. Dieser leitet mit 150 kW etwas über 200 PS und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Die Reichweite liegt bei etwa 400 Kilometern. Später werden weitere Batteriegrößen angeboten. Eine kleinere Version mit 45 kWh und einer Reichweite von 330 Kilometern und eine 77 kWh Version mit bis zu 550 Kilometer Reichweite. Der Akku hat 310 Kilogramm Basisgewicht, das sind rund 40 Kilogramm weniger als beim e-Golf, der Akku beim Topmodell wird dann etwas schwerer und liegt bei 400 Kilogramm.

Der ID. 3 ist auf der neuen MEB-Plattform (Modularer Elektrobaukasten) aufgebaut und hat einen Heckmotor. Das hat den Vorteil, dass vorne reichlich an Platz gewonnen wird. Die Gewichtsverteilung ist mit 50:50 ideal zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Auch Allrad wird verfügbar sein.

Was das Laden angeht, wird man den IDd.3 auch an einer 100 kW-Schnellladestation (DC) laden können, an einer Wallbox (AC) sind bis zu 11 kW möglich.

VW hat außerdem bekannt gegeben, dass acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Garantie auf die Batterien gegeben wird, bis sie 70 % Kapazität erreicht hat. Außerdem wird ein neues Angebot von VW-Wallboxen ein zügiges Laden daheim und bei der Arbeit ermöglichen.

Technische Daten VW ID.3
Abmessungen Länge: 4,26 m
Reichweite bis zu 550 km
Wendekreis 10,2 m
Beschleunigung 0 – 100 km/h in ca. 7 Sek.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, ist das Design des ID.3 sehr modern und er erinnert sogar ein wenig an einen kleinen Van. Und das sieht deshalb so aus, weil er ein gutes Stück höher ist als ein Golf. Das liegt am Akku, der mehr Platz benötigt und den ID.3 ein wenig aufbockt.

Die Front zeigt ein Gesicht ohne Kühler, ansonsten ist der ID.3 der Studie von vorne recht ähnlich. Zwischen die Scheinwerfer hat man noch ein Lichtband gezogen, was eine Chromlinie ersetzen soll. Das neue VW-Logo mit reduzierteren Linien ist natürlich auch angebracht und könnte ebenfalls beleuchtet werden – allerdings aus rechtlichen Gründen nicht in Deutschland.

Eine Überraschung ist das Heck, denn es fällt deutlich kantiger aus, als man erwartet hätte. Die Rückleuchten sind passend dazu eckig designt und gehen in die Seite des Autos über.

Die Abmessungen sind recht klein, nämlich auf Polo-Niveau. Trotzdem ist im Inneren fast so viel Platz wie in einem Passat. Eine 1,90 Meter große Person hat vorne genug Raum und auch in der zweiten Sitzreihe kann man bequem sitzen. Das verwundert nicht, denn der Radstand ist mit 2,75 Meter nur vier Zentimeter kürzer als der des Passat. Da bleibt auch noch ein ordentlicher Kofferraum übrig, insgesamt also völlig ausreichend.

Auch einige Wallboxen zum Laden des ID.3 wird VW im Programm haben, die günstigste liegt mit elf kW Leistung ohne Netzanbindung knapp 400 Euro. Auch eine 600 Euro teure Version mit Internetanschluss soll kommen und ein Topmodell, dass auch bidirektional und mit 22 kW laden kann, kommt und wird 2.000 Euro kosten.

Die 1st Edition wird es in folgenden Außenfarben geben: Makena-Türkis Metallic, Mangangrau Metallic, Mondsteingrau und Gletscherweiß Metallic.

Das Innenraumbild zeigt, das VW auch hier etwas Neues wagt. Hinter dem Lenkrad sieht man ein Digitaldisplay mit einem Bedienelement rechts, mit dem die Fahrstufen gewählt werden können. Außerdem sticht der mittig auf dem Armaturenbrett platzierte 10-Zoll-Touchscreen sofort ins Auge. Neu ist der sogenannte Touch-Slider, eine Mulde, in die man den Finger legen und somit Temperatur oder Lautstärke stufenlos regeln kann.

Insgesamt ist der Innenraum zwar modern aber nicht futuristisch. VW hat sich sichtlich bemüht, ein massenkonformes Design zu finden, um niemanden abzuschrecken.

Ausstattungslinien VW ID.3
1st Edition 300 bis 420 km
Pure mit 45 kWh-Batterie 230 bis 330 km
Pro mit 58 kWh-Batterie 300 bis 420 km
Pro S mit 77 kWh-Batterie 390 bis 550 km

Zu Beginn bietet VW für den ID.3 1st Edition drei feste Konfigurationen an:

Basisausstattung

  • Navigationssystem
  • DAB+ Digitalradio
  • 18-Zoll-Alufelgen
  • Sitz- und Lenkradheizung
  • ACC mit Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Klimaanlage

Plus

  • 19-Zoll-Leichtmetallräder
  • Keyless Start
  • LED-Matrix-Scheinwerfer
  • Rückfahrkamera
  • Ambientebeleuchtung

Max

  • Augment-Reality-Head-up-Display
  • “Travel Assist” mit Spurwechsel, Notbrems- und Spurhalteassistent
  • Panoramadach
  • 20-Zoll-Alufelgen
  • Wärmepumpe

Erst wenn die 1st Edition verkauft wurde, folgen die frei konfigurierbaren Modelle Pure, Pro und Pro S, die es dann schon ab 30.000 Euro geben wird. Weitere Akkukapazitäten sind dann ebenfalls erhältlich.

Zusammenfassung

Alle warten nun schon länger als gedacht auf den ID.3 und die Erwartungen sind hoch. In ein paar Monaten werden wir sehen, ob VW mit dem ID.3 eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie mit dem e-Golf schreiben kann. Wir werden genau hinsehen und berichten.