KIA Sportage Test

Kompakt-SUV mit gutem Platzangebot

0/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Solider Qualitätseindruck
  • Sieben Jahre Garantie
  • Erhabenes Fahrgefühl
  • Unübersichtliches Heck
  • Mäßiger Langsamfahrkomfort
  • Keine verschiebbare Rückbank

22.490 € - 45.490 € Preisklasse

5 Sitze

4,8 - 7,6 l/100km

Test

Erst mit der dritten Auflage wurde der Sportage für Kia zum Erfolg, den die vierte Generation gerne nachmachen würde. In der 4,50-Meter-Klasse misst sich Kias Kompakt-SUV mit dem Audi Q3, BMW X1, Hyundai Tucson, Renault Kadjar und dem Erfolgs-SUV VW Tiguan.

Form und Funktion harmonieren beim Sportage. Das Design spricht an, wobei man über die Ästhetik der Tigernasen-Frontpartie durchaus diskutieren kann. Platz ist im Kia sicherlich genug vorhanden.

Mit der geduckten Dachlinie und der charaktervollen Heckpartie steht der Sportage proper auf der Straße. Das Handling passt gut zum hippen Charakter des Koreaners. Die hochwertige Anmutung, die gute Ausstattung und das Angebot an Infotainment und Assistenzsystemen machen die Sache rund.

Mit bis zu 185 PS Leistung ist der Kia Sportage, den es ab Modelljahr 2019 auch mit einem sparsamen Diesel-Hybrid-Antrieb und mit zusätzlichen Assistenzsystemen geben wird, fürs Format adäquat motorisiert. Auch von Vorteil aus Kundensicht ist die außergewöhnlich lange Garantiezeit.

Die Generationen drei und vier des Sportage haben viel dazu beigetragen, dass sich der Ruf von Kia stark verbessert hat. Heute macht der Sportage einen großen Teil von Kias Absatz aus. Wenn man ihn fährt, weiß man, warum das so ist.

Im Innenraum des 4,48 Meter langen, 1,86 Meter breiten und 1,65 Meter hohen SUV fehlt es fast an nichts. Das gute Raumangebot und das übersichtliche Cockpit gefallen genauso wie die klar gegliederte Bedienung.

Das Interieur

Bei so viel Platz über dem Kopf haben selbst Sitzriesen kaum eine Chance, den weich gepolsterten Dachhimmel zu kontaktieren. Weder auf den Vordersitzen, noch auf der Rückbank.

Das solide verarbeitete Cockpit, dessen Zentrum ein sieben oder acht Zoll großer Touchscreen bildet, ist übersichtlich gegliedert, ergonomisch von der Bedienung und die klar gezeichneten und kontrastreich anzeigenden Instrumente liegen optimal im Blick.

Das Infotainment präsentiert sich mit dem Navigationssystem mit 3D-Darstellung und Verkehrsinfos in Echtzeit so zeitgemäß wie die induktive Ladestation, mit der sich das Smartphone kabellos laden lässt.

Zwischen den Vordersitzen findet sich ein Ablagefach und eine gut gepolsterte, verschiebbare Armablage. Das Fach selbst fällt zwar kompakt, aber tief aus. In der Nähe des Ablagefachs vor dem Schalthebel finden sich eine 12-Volt-Steckdose und AUX-In- und USB-Anschlüsse.

Die im Fond Platz nehmenden Passagiere finden einen weiteren USB-Port und eine 12-Volt-Steckdose am hinteren Ende der Mittelkonsole vor. Auf der Rückbank lassen sich die äußeren der drei Sitzgelegenheiten, wenn man dafür investiert, beheizen.

Im Innenraum, der sich im 2018er Facelift nur moderat verändern wird, fehlt wenig. Eine verschiebbare Rückbank gibt es nicht. Das ist schade, aber angesichts des Gebotenen gut verschmerzbar.

Der Kofferraum

Die klappbare Rückbanklehne bietet die übliche 1/3-zu-2/3-Teilung. Nachdem die Sitzlehne umgeklappt wurde, passen statt 503 Liter bis zu 1.492 Liter in den Kofferraum. Das entspricht nicht dem größten Volumen in der 4,50-Meter-SUV-Kategorie, aber im Alltag ist es zumeist mehr als genug.

Die Heckklappe, die sich auch elektrisch öffnet, schwingt weit nach oben, sodass man darunter mit einer Körpergröße von 1,90 Meter gut stehen kann. Die Ladekante verläuft in 73 Zentimeter Höhe SUV-typisch recht hoch. Praktisch ist, dass die Gepäckraumabdeckung ordentlich im breiten Unterbodenfach des Kofferraums verstaubar ist.

Der Kia Sportage rollt, wie das heute bei der Abstimmung von Fahrwerken Sitte ist, etwas straffer ab, aber der Kompromiss geht auf. Nur bei Langsamfahrt holpert es über schlechtem Straßenbelag manchmal herein.

Auf Langstrecke spielt die Abstimmung dem Geradeauslauf in die Karten und auch der Reisekomfort ist in Kias zweitgrößtem SUV von der angenehmen Sorte. So muss das in einem SUV auch sein, mit dem man auch wegen der erhöhten Sitzposition und des dadurch guten Überblicks gerne auf Reisen geht.

Wird das variable Fahrsystem von der Normalstellung auf “Sport” umgestellt, steigert das etwas die Dynamik. Die Servolenkung rotiert zwar nicht sportiv, aber leichtgängig und präzise. Das Bremsfeeling ist auf dem ersten Teil des Pedalwegs weich und dann hart und verbindlich. Eine für Kia typische Abstimmung.

Dank guter Dämmmaßnahmen ist von den Fahrgeräuschen nicht viel zu hören. Dank des modernen Karosseriedesigns aber auch nicht viel zu sehen, denn hinten herum kann man wegen der schmalen Heckscheibe manches nur erahnen. Eine Rückfahrkamera ist da Gold wert.

Wie der Allradantrieb auf schneeglatter Fahrbahn im Winter. Den Vierradantrieb bietet Kia im Sportage anstatt des reinen Vorderradantriebs in Verbindung mit den leistungsstärkeren Motoren an.

Die Motoren des Sportage geben ihre 115 bis 185 PS an zwei oder vier Antriebsräder weiter und sind entweder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe oder einer Automatik verkuppelt.

Die Benziner

Der 177 PS starke 1,6-Liter-Turbobenziner ist ein quirliger Vierzylinder, der mit 265 Newtonmeter maximalem Drehmoment schön zieht und laufruhig läuft. Sein Normverbrauch liegt bei 7,3 bis 7,6 Liter/100 km, der reale Verbrauch rund zwei Liter höher.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe, das im Sportage mit dem 132 PS starken 1,6-Liter-Saugmotor Serie ist, ist keine Schaltung in die man sich verliebt. Überzeugend fällt das auch mit Schaltwippen am Lenkrad bedienbare Doppelkupplungsgetriebe aus, das sanft und erst spät zurückschaltet – Gerade mit einem Dieselmotor, wo hohe Drehzahlen zu viel Geräusch führen, ist dies ein Vorteil, den man hört.

Die Diesel

Für die Skeptiker des Diesels: Alle Diesel im Sportage werden mit SCR-Kat geliefert und erfüllen die neue Euro-6d-Temp-Norm. Wie zukunftssicher diese neue Norm angesichts der Unsicherheit der alten Normen ist, entscheiden Politik und Autolobby.

Man darf also weiterhin kritisch sein und zu den Skeptikern des Diesels gehören. Vom Leistungsaufbau macht der Selbstzünder im schweren SUV aber nach wie vor den besten Job mit wenig Drehzahl und viel Gelassenheit.

Der neue 1,6-Liter-Diesel, der ab Herbst den Selbstzünder mit 1,7 Liter Hubraum ablöst, ist mit 115 PS und 136 PS Leistung bestellbar.

Der stärkste Diesel leistet 185 PS und kommt im Sportage 2.0 CRDi mit Allrad zum Einsatz. Der Einsatz überzeugt von der Kraft und vom Verbrauch. Die 400 Nm Drehmoment zwischen 1.750 und 2.750 Umdrehungen sorgen für kräftigen Durchzug. Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel hängt geschmeidig und bündig am Gas.

Damit agiert der abhängig vom Getriebe und der Ausstattung 1.587 bis 1.784 Kilo schwere Sportage etwas flotter als der Sportage 2.0 CRDi mit 136 PS und Allrad. Im stärkeren 2.0 CRDi überschreitet die Tachonadel die 100er-Markierung in 9,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 201 km/h.

Der Verbrauch landet in der Praxis über der Werksangabe. Aus den 5,9 bis 6,3 Liter/100 km, die Kia für den Sportage 2.0 CRDi mit 185 PS und Allrad verspricht, werden ein, zwei Liter mehr, die alle 100 Kilometer aus dem 62 Liter großen Tank fließen.

Der umweltfreundlichste Motor kommt zum Modelljahr 2019 auf den Markt: Ein Hybrid-Diesel unter dem Kia Label “EcoDynamics+”, bei dem ein kleiner 13-PS-Elektromotor für besseren Durchzug bei ganz niedrigen Drehzahlen und einen geringeren Verbrauch und Schadstoffausstoß sorgt.

Im Kia Sportage, der bei der Sicherheitsausstattung auf Höhe der Zeit fährt, zeichnen sich zahlreiche Systeme dafür verantwortlich, dass man sicher unterwegs ist.

Dazu zählen der autonome Notbremsassistent, der mit Hilfe des Fernbereichradars die Gefahr einer Kollision mit einem Fahrzeug oder Fußgänger erkennt, und der Spurhalteassistent, der per Kamera die Fahrbahnmarkierungen registriert und beim Überschreiten dieser korrigierend in die Lenkung eingreift.

Der Fernlichtassistent erkennt entgegen kommende und vorausfahrende Fahrzeuge und sorgt durch automatisches Auf- oder Abblenden der Scheinwerfer für die jeweils passende Ausleuchtung der Fahrbahn. Der Toter-Winkel-Warner und der Querverkehrswarner schützen beim Spurwechsel und Zurücksetzen aus Parklücken.

Der Verkehrsschilderkennung sollte man im Zweifelsfall nicht trauen, denn sie arbeitet nicht mit 100 %-Trefferquote. Und sie kann nicht korrekt anzeigen, wenn auf der Autobahn wieder mal keine Schilder für die Tempolimitaufhebung aufgestellt wurden. Leider ist dies immer häufiger der Fall.

Ab Modelljahr 2019 kommen im Sportage zusätzlich weitere Assistenzsysteme zum Einsatz: ein adaptiver Tempomat für teilautonomes Fahren im Stop&Go-Verkehr, eine 360-Grad-Rundumsichtkamera und ein Müdigkeitswarner.

Im ADAC-Bremstest kam der Kia Sportage nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach 35,5 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Der Kia Sportage wird in den sechs Ausführungen Attract, Edition 7, Vision, Spirit, GT Line und Platinum Edition angeboten.

Gut ausgestattet wirkt der Sportage immer. Bereits in der Basisausstattung Attract gehören die Klimaanlage, das Audiosystem mit sechs Lautsprechern, das Lederlenkrad und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen zum Serienumfang.

Im Edition 7 wird die Basisausstattung um das Multifunktionslenkrad, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung und den Tempomat samt Geschwindigkeitsbegrenzer aufgewertet.

In den Austattungslinien Vision und Sprit sind ein Navigationssystem, die Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay oder Android Auto und die Kia Connected Services inklusive. Darüber hinaus gehören, je nach Ausführung, die Zweizonen-Klimaautomatik, das JBL Soundsystem, die Rückfahrkamera, das beheizbare Lenkrad und noch vieles andere mehr mit zur Ausstattung.

Die (optische) Sportversion des Sportage firmiert unter dem Namen GT Line und beinhaltet serienmäßig schwarze Ledersitze, das unten abgeflachte Lederlenkrad, die Aluminium-Sportpedale, die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und den Kühlergrill in Hochglanzschwarz.

Die Topversion Platinum Edition, die für den 177-PS-Benziner und den 185-PS-Diesel erhältlich ist, wartet mit elektrisch verstellbaren Vordersitzen samt Sitzkühlung, der induktiven Smartphone-Ladestation, der elektrischen Heckklappe, dem Panoramadach und der Ein- und Ausparkautomatik auf.

Zusammenfassung

Die vierte Generation des Kia Sportage macht dort weiter, wo es mit der dritten so erfolgreich los ging. Mit einem Design, was Aufmerksamkeit auf sich zieht, mit einem Handling, das dem Namen „Sportage“ gerechter wird, und einer Assistenz- und Infotainment-Ausstattung, die modern ist.

Damit hat der Sportage manchem SUV-Konkurrenten einiges voraus. Eines ganz sicher: Sieben Jahre Garantie gibt nur Kia.

Suchen Sie die besten KIA Sportage Angebote?

On carwow you can easily compare the best new car offers from local and national dealers. Get a great Sportage deal without any of the usual hassle!

Sportage Angebote vergleichen Sparen Sie im Schnitt 5.547 €