Hyundai i30

Sicherer Kompakter mit gutem Fahrwerk

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Umfangreiche Sicherheitsausstattung
  • Ausgewogenes Fahrwerk
  • 5 Jahre Garantie
  • Kleine Motorenauswahl
  • Zurückhaltendes Design
  • Großer Rahmen am Touchscreen

17.450 € - 31.150 € Preisklasse

5 Sitze

3,6 - 5,6 l/100km

Test

Hyundai hat sich mit der dritten Generation des i30 ein klares Ziel gesetzt. Der Kompakte soll dem VW Golf den Platz an der Sonne streitig machen. Dass der Bestseller aus Wolfsburg den Südkoreanern als Richtlinie dient, erkennt man direkt an der Gestaltung des Blechkleids.

Während der i30-Vorgänger noch ein extravagantes, verspieltes Äußeres zur Schau stellte, schlugen die Designer beim neuen Modell einen Golf-typisch konservativen Weg ein. Das klare Design mit dem großen Kühlergrill könnte vielen Kunden gefallen oder viel wichtiger noch, es vergrämt sie höchstwahrscheinlich nicht.

Im Motorenprogramm sind zwei neue Aggregate aufgeführt. Ein 1,0-Liter-Dreizylinder, der bereits im kleinen i20 Premiere feierte und ein 1,4-Liter-Turbobenziner. Ebenfalls neu sind die optimierten Fahreigenschaften des kompakten Hyundai, der so ausgewogen wie nie zuvor um Kurven räubert und Unebenheiten wegbügelt.

So könnte der i30 dem Golf gefährlich werden, wobei die Südkoreaner darauf achten müssen, nicht zu nah an der Sonne zu fliegen und sich zu verbrennen. Schließlich ist der Preis nicht mehr ganz so heiß wie beim Vorgänger.

Der 4,34 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,46 Meter hohe Hyundai schafft viel Platz im Innenraum für seine Passagiere, die über vier Türen bequem einsteigen können.

Das Interieur

Hat man auf den bequemen Sitzen im i30 Platz genommen, dann bemerkt man, wie erwachsen der Innenraum geworden ist. Die Verarbeitung stimmt, alle Knöpfe und Schalter lassen sich problemlos erreichen und Ablagemöglichkeiten gibt es zur Genüge. Man streicht im Cockpit hauptsächlich über weiche Materialien, lediglich eine horizontale Abdeckung mittig auf dem Armaturenbrett ist aus Hartplastik.

Der Eyecatcher im Cockpit wird jedoch meist der Bildschirm sein, dessen Grafiken ein wenig schärfer angezeigt werden dürften. Der auf dem Armaturenbrett schwebende Touchscreen lässt sich leicht bedienen und einfach mit dem Smartphone per Android Auto und Apple CarPlay koppeln, wenn das empfehlenswerte Navigations-Paket mit an Bord ist.

Der Touchscreen hat jedoch, um die unnötig großen Direktwahlknöpfe unterzubringen, einen unnötig großen Rahmen. Das macht die Bildschirmeinheit – richtig – unnötig groß.

Im i30 sitzt man auch auf der Rücksitzbank recht bequem. Die Kopffreiheit ist gut und der Platz um die Knie herum reicht aus. Ab der Ausstattungslinie Trend ist in den Rücksitzlehnen eine Durchlademöglichkeit vorhanden. Praktisch beim Ski-Transport.

Der Kofferraum

Der Hyundai i30 packt mit 395 Litern etwas mehr Gepäck weg als seine Konkurrenten VW Golf (380 l) und Opel Astra (370 l). Bei umgeklappten Rücksitzlehnen entsteht durch den doppelten Ladeboden ein flacher Laderaum, der dann gute 1.301 Liter fasst.

Die Abstimmung des Fahrwerks ist ein Mittelweg zwischen der Agilität eines Ford Focus und dem Komfort eines VW Golf. Der Hyundai i30 liegt satt auf der Straße und überzeugt mit seinem ausgewogenen Handling.

Der Kompakte lässt sich flott durch die Kurven fahren und bleibt dabei lange neutral. Erst spät schiebt das Fahrzeug über die Vorderräder. Erfreulich ist auch die im Vergleich zum Vorgänger deutlich präzisere Lenkung und die gute Geräuschdämmung, bei der Abroll- und Windgeräusche draußen bleiben.

Das Haupteinsatzgebiet des i30 wird die Stadt sein, in der man sich mit dem Kompakten gekonnt durch den Verkehr schlängeln kann. Mit einem Wendekreis von 10,6 Metern unterbietet der i30 den Golf und lässt sich bequem einparken. Die gute Übersichtlichkeit hilft zudem.

Das Motorenangebot des Hyundai i30 ist nicht so vielfältig wie das der Konkurrenz. Es stehen drei Benziner und ein Diesel im Programm.

Die Benziner

Fangen wir bei einer Rarität an, denn der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner mit 100 PS arbeitet noch ohne Direkteinspritzung. Der Sauger treibt den i30 mit seinen 134 Nm eher lustlos an, läuft aber immerhin leise und kultiviert.

Antrittsstärker sind da der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 120 PS und der neue 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS. Letzterer leistet 242 Nm Drehmoment und beschleunigt den i30 in etwa neun Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Das sind ordentliche Werte, die den meisten vollkommen ausreichen werden.

Außerdem harmoniert der neue Vierzylinder ausgesprochen gut mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. An die 5,5 Liter pro 100 Kilometer Normverbrauch kommt der i30 nicht heran, aber die rund 7,0 l/100 km in der Praxis gehen in Ordnung.

Der Diesel

Beim Hyundai i30 wird der 1.6 CRDi in den drei Leistungsstufen mit 95, 110 und 136 PS angeboten. Vor allem der 136 PS starke Selbstzünder treibt den i30 flott voran und begnügt sich mit rund 6 Litern pro 100 Kilometer in der Praxis. Der Diesel arbeitet unaufgeregt und harmoniert hervorragend mit dem präzisen 7-Gang-Direktschaltgetriebe.

Der i30 kommt bereits serienmäßig mit einem soliden Arsenal an Sicherheitssystemen. Der Müdigkeitswarner, die bis 75 km/h arbeitende City-Notbremsfunktion, der aktive Spurhalteassistent und die Berganfahrhilfe unterstützen das sichere Autofahren.

Gegen Aufpreis sind weitere Assistenzsysteme wie der Totwinkel-Assistent, der Querverkehrswarner und der autonome Notbremsassistent inklusive Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung an Bord.

Den ADAC-Bremstest hat der Hyundai i30 zwar noch nicht in Angriff genommen, aber beim Euro NCAP-Crashtest konnte der Südkoreaner bereits glänzen. Fünf von fünf möglichen Sternen hat der i30 für seine Sicherheit bekommen.

An Vielfalt bei den Ausstattungen mangelt es dem Hyundai i30 keineswegs. Die fünf Linien Pure, Select, Trend, Style und Premium stellen sicher, dass für jeden der passende Ausstattungsumfang vorhanden ist. Erfreulicherweise sind die 5 Jahre Garantie immer dabei.

Bereits das Einsteigermodell ist mit der Klimaanlage, dem RDS-Radio inklusive 5-Zoll-Touchscreen, einem Tempomat und einigen Sicherheitssystemen wie dem aktiven Spurhalteassistenten und dem Müdigkeitswarner gut ausstaffiert. Aufpassen muss man lediglich dabei, dass es dieses Modell ausschließlich in Kombination mit dem etwas mageren 100 PS-Einstiegsbenziner gibt.

Für eine größere Motoren- und Zubehörauswahl wird ein Upgrade notwendig. Hierbei empfiehlt es sich direkt die Select-Linie zu überspringen und die umfangreiche Trend-Ausstattung anzupeilen. Mit der Sitzheizung vorne, einem beheizbaren Lederlenkrad, den 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, dem variablen Gepäckraumboden und dem Funktions-Paket inklusive der Parksensoren hinten, der Mittelarmlehne vorne und der verstellbaren Lendenwirbelstütze. Das Navigationssystem lässt sich auch erst ab der Trend-Linie bestellen.

Die Ausstattungslinien Style und Premium fügen noch weiteren Luxus hinzu, wobei das Topmodell mit unter anderem Voll-LED-Scheinwerfern, den Parksensoren vorne und dem autonomen Notbremsassistenten ausgerüstet ist.

Zusammenfassung

Der Hyundai i30 ist ein koreanischer Golf. Ihm mangelt es zwar an Alleinstellungsmerkmalen, aber er kann mit seinem guten Allroundtalent überzeugen. Die dritte Generation kommt mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, fünf Jahren Garantie und einem im Vergleich zur Konkurrenz attraktiven Preis. Ein Schnäppchen ist der Kompakte jedoch nicht mehr.

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