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SEAT Leon Testbericht

Der Leon ist seit Jahren einer der beliebtesten Kompaktwagen und das verwundert auch nicht, denn der spanische Flitzer ist mit VW-Technik ausgestattet, aber für Liebhaber des modernen Designs konstruiert.

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Was gut ist

  • Viel Platz für einen Kompaktwagen
  • Große Auswahl an Motoren
  • Moderne Assistenzsysteme

Was nicht so gut ist

  • Kein Head-up Display
  • Nur noch als Fünftürer und Kombi erhältlich
  • Mit Extras nicht mehr ganz günstig

SEAT Leon: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des SEAT Leon

Er wirkt in der neuesten, vierten Generation spritziger und jugendlicher als je zuvor. Manche würden den Leon dem VW Golf sogar vorziehen - ist der Leon wirklich so überzeugend?

Der aktuelle Seat Leon ist modern, feurig und macht seinem beliebten VW-Bruder, dem Golf, ordentlich Konkurrenz. Bis Anfang 2020 wurden von allen Leon Generationen insgesamt 2 Millionen Fahrzeuge verkauft, was eine beeindruckende Zahl ist. Der neue Leon ist ein richtiges Familienauto geworden, denn er ist in der Länge gewachsen und bietet somit einiges mehr an Platz im Innenraum. Wenn es dennoch nicht ausreicht, kann zum Leon Sportstourer gegriffen werden.

Hola Leon!

Bereits seit 1999 wird der Seat Leon schon produziert. Die aktuelle, vierte Generation ist erst seit 2020 auf dem Markt und ist moderner, digitaler und komfortabler denn je. Viel wurde vom neuen Golf übernommen, alles gibt es aber im Seat-Modell nicht. Wer es sportlich will, kann zum Cupra greifen, doch mit dieser Generation bekommt man keinen Seat Leon Cupra mehr, sondern einen Cupra Leon, denn Cupra wurde als eigene Marke ausgegliedert.

Seat bietet für den Leon eine große Auswahl an. Man kann den fünftürigen Kompaktwagen als Fließheck-Version nehmen, dann ist noch der Leon Sportstourer, also die Kombivariante im Angebot und auch ein Plug-in Hybrid, als umweltschonende Alternative steht zur Verfügung.

Passend für die Kleinfamilie ist der kompakte Seat Leon als Fließheck-Version. Hinten lassen sich aufgrund der vorhandenen Türen die Kindersitze einfach einbauen und der Einstieg in den Fond ist ebenfalls problemlos möglich. Auch der Kofferraum bietet, dank des Fließheck-Designs, genug Platz zum Einladen.

Noch gar nicht so häufig zu finden in dieser Fahrzeugklasse ist ein Plug-in Hybrid. Der Leon e-Hybrid ist sowohl für den Fünftürer als auch für die Sportstourer-Version verfügbar. Hier werden Umwelt und Geldbeutel geschont – vorausgesetzt, man lädt den Hybrid regelmäßig auf.

Sehr beliebt ist auch der Leon Sportstourer, der als Kombi mehr Platz, mehr Alltagstauglichkeit und mehr Ladefläche bietet. Der Kofferraum bietet viel Raum und auch im Fond kann sich niemand über zu enge Platzverhältnisse beschweren. Wer häufig etwas transportieren muss oder für die Familie mehr Platz braucht, ist beim Leon Sportstourer an der richtigen Adresse.

Mal was anderes

Schon immer haben sich Menschen, die einen Golf als zu klassisch und etwas bieder angesehen haben, gerne für den Seat Leon entschieden. Der spanische Kompaktwagen ist eine Alternative für alle jung Gebliebenen, Fans von spanischem Temperament und für all diejenigen, welchen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wichtig ist.

Das wird sich auch mit dem neuen Modell des Leon nicht ändern, denn die vierte Generation ist sportlicher und auch familientauglicher als alle anderen Leons vor ihr. Deshalb sind wir uns ziemlich sicher, dass der Leon 4.0 an die Erfolge seiner Vorgänger anschließen wird.

Der bessere Golf?

Soweit würden wir nicht gehen, und das würde dem Leon auch nicht gerecht werden. Denn der Seat ist ein eigenständiges Modell, auch wenn er viele Details aus dem VW-Konzern beinhaltet. Wir könnten uns aber vorstellen, dass junggebliebene Golf-Käufer:innen sich durchaus überlegen, ob es diesmal auch ein Leon werden könnte. Alles was der Golf bietet, findet sich im Leon allerdings nicht, da wäre beispielsweise das Head-up Display zu erwähnen, was es im Leon auch als Extra nicht zu kaufen gibt.

Insgesamt ist der Seat aber erwachsen geworden, ohne seine jugendliche Leichtigkeit einzubüßen. Die Kombination aus Sportlichkeit, Modernität und Sicherheit kommt schon immer gut an und wird es sicher auch beim Leon 4.0.

Wie viel kostet der SEAT Leon?

Das SEAT Leon Modell hat eine UVP von 22.870 € bis 36.230 €. Mit carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 4.337 € sparen. Die Preise beginnen bei 20.312 € für Barzahlung.

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Günstig ist der SEAT Leon vor allem in der Versicherung, weil die kleinen Benzinmotoren sowie der Erdgasantrieb schon Typklasse 11 erhalten. Motorabhängig geht es dann bis zu Typklasse 16 hoch. Für die Teilkasko fällt die Einstufung in die Typklassen 21 bis 23 etwas höher aus. Nur der Kombi wird hier geringer eingestuft. Gleiches gilt für die Vollkasko mit den Klassen 18 bis 22.

Leistung und Fahrkomfort

Die inneren Werte, also die Technik des Leon, sind die gleichen wie die des neuen VW Golf. Beide Modelle basieren auf dem modularen Querbaukasten von Volkswagen. Doch äußerlich haben Leon und Golf wenig gemeinsam. Wenn der Golf für klassische Schönheit, Bodenständigkeit und wenig revolutionäres Design steht, ist es beim Leon genau andersherum. Bei Seat will man vor allem die jüngere Generation erreichen, Menschen die sich am spanischen Feuer nicht verbrennen und gerne zeigen, wer sie sind und was sie haben.

Der Leon drückt ein Lebensgefühl aus und dazu gehört auch die Sportlichkeit, welche man stark an der Front erkennen kann. Die Scheinwerfer sind noch mehr zu Schlitzen verengt als beim Vorgänger, was den Leon aggressiver wirken lässt. Die Lufteinlässe wurden groß gestaltet und sorgen in der sehr flach ausgelegten Front dafür, dass der Leon noch dynamischer wirken kann.

Auch im Motorraum kann man ein wenig Sportlichkeit erkennen, wobei man ja das wirkliche Sportmodell, den Cupra, ausgelagert hat. Am sportlichsten zeigt sich der Leon als Benzinversion in Form des 1,5-Liter-Benziners mit einer Leistung von 150 PS. Die Beschleunigung von Null auf 100 km/h erfolgt in flotten 8,7 Sekunden. Wählt man die Ausstattung FR aus, dann erhält man außerdem ein serienmäßiges Sportfahrwerk, mit dem der Leon gut, wenn auch ein bisschen hart, abfedert.

Motorenvielfalt: Benzin, Mildhybrid, Plug-in, Erdgas und Diesel

Über zu wenig Motorenauswahl kann man sich beim Leon sicher nicht beschweren. Haben sich andere Hersteller im Kompaktwagensegment dazu entschieden, den Diesel aus dem Programm zu nehmen, hat man bei Seat wenigstens noch den 2.0-TDI im Programm. Daneben gibt es die auch aus dem Golf bekannten 1.0 und 1.5-Liter-Benziner mit 90, 110, 130 oder 150 PS Leistung.

Wer ein wenig Sprit sparen will, kann sich für die Mildhybrid-Variante entscheiden. Auch hier stehen zwei Motoren zur Wahl. Der 1.0 eTSI leistet 110 PS, beim 1.5 eTSI sind es 150 PS. Wenn Sie nicht unbedingt selbst schalten möchten und es ein Benzinmodell sein soll, dann sind die Mildhybrid-Varianten die einzige Auswahl, denn hier sind die Motoren jeweils mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden.

Platz und Praxistauglichkeit

Wer ein neues Auto für die Kleinfamilie sucht, sollte ab jetzt den Leon mit in die engere Auswahl nehmen. Die Familie hat jetzt Platz im Leon, denn er ist ein gutes Stück gewachsen. Das Längenwachstum auf 4,37 Meter, was satte neun Zentimeter mehr sind als beim alten Modell, spürt man besonders auf den hinteren Plätzen.

Im Konzernbruder VW Golf sitzt man nicht so bequem, denn da hat man hinten weniger Raum zur Verfügung. Das Mehr an Länge hat man komplett im Innenraum für die Passagiere auf der Rückbank verwendet. Deshalb ist der Kofferraum mit 380 Litern Volumen noch genauso groß wie vorher. Damit hat er lediglich einen Liter weniger Platz als der Golf, der auf 381 Liter kommt.

Eine weitere Neuheit: den Leon gibt es in der vierten Generation nur noch als Fünftürer. Auch das ist für Familien sehr praktisch, denn jeder der schon mal einen Kindersitz in ein dreitüriges Auto eingebaut hat, weiß, wovon wir sprechen. Der Leon ist als Fünfsitzer ausgelegt, wobei es zu dritt im Fond schon recht eng zugeht. Dann heißt es Ellenbogen einziehen - die Breite des Leon hat sich in der neuen Generation nämlich nicht verändert.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Was beim VW Golf der neuesten Generation am meisten überrascht hat, war der neue und digitalisierte Innenraum. Der Leon ist stark an den Golf angelehnt und kommt im Inneren mehr als beim Design nach seinem VW-Bruder. Das 10-Zoll-Digital-Kombiinstrument ist für den Leon optional erhältlich und auch das, nicht ganz optimal designte Infotainmentsystem mit dem berühmten und berüchtigten Touchscreen mit Slider-Flächen, macht seine Sache auch im Leon nicht besser. Man kann es nur wiederholen wie ein Mantra: Manchmal sind klassische Drehregler die bessere Wahl - gerade bei Lautstärke- und Temperatureinstellungen.

Auch die Sprachsteuerung ist in den Leon eingezogen und ganz nach spanischer Manier lässt sie sich mit dem Befehl "Hola hola!" aktivieren - etwas gewöhnungsbedürftig, aber originell.

Beim Thema Fahrassistenten stehen ebenfalls viele Systeme aus dem VW Golf zur Verfügung. Unter anderem sind eine Notbremsassistenz, ein Tempomat und ein System zum Spurhalten erhältlich - gegen Aufpreis. Damit kommen wir schon zum Wermutstropfen des Leon. Will man alle Extras, die durchaus Sinn machen, dann wird aus dem anfangs günstig erscheinenden Preis schnell ein immer noch angemessener, aber deutlich höherer.

Doch wie gesagt, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt dennoch, vor allem, weil man auch einige, clevere Lösungen findet, die auch in einem Skoda zu erwarten wären. Als ein Beispiel möchten wir die Verbindung von Warnsignalen und Lichtleisten erwähnen. Ist beispielsweise die Ausstiegsüberwachung aktiviert, prüft diese beim Türöffnen, ob ein sicheres Aussteigen möglich ist oder ob sich von hinten jemand oder etwas dem Auto nähert. Wird ein Warnsignal abgespielt, kann dies nicht nur akustisch, sondern auch optisch mit einer blinkenden Lichtleiste verbunden werden. Natürlich muss hier die Ambientebeleuchtung mit bestellt worden sein und teilweise gibt es die kombinierbaren Assistenzsysteme nur in höheren Ausstattungslinien.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Die umweltschonendste Version ist der erste Plug-in Hybrid der Automarke. Seat bietet den Leon und die Kombiversion Leon Sportstourer je als 1.4-Liter eHybrid an. Wer die meiste Zeit elektrisch fährt und den Akku regelmäßig lädt, der kann eine Menge Sprit sparen. Seat gibt den durchschnittlichen Verbrauch auf 100 Kilometer mit 1,3 Liter an, was - wenn überhaupt - sicher nur erreicht werden kann, wenn der Elektromotor ständig genutzt wird.

Immerhin ist eine rein elektrische Reichweite von über 70 Kilometern möglich, was ein wirklich sehr guter Wert ist. Vergleicht man andere Plug-in Hybridmodelle mit dem Leon, dann sieht man das schnell. Die Mercedes A-Klasse kommt als Teilstromer auf 60 Kilometer, der BMW 3er Plug-in Hybrid schafft bis zu 68 Kilometer und der Skoda Octavia iV kommt auch etwas mehr als 60 Kilometer weit mit seinem eingebauten Akku.

Und dann wäre da natürlich noch der TGI, der bei SEAT fast schon Tradition hat und die Motorenpalette des Leon komplettiert. Mit Erdgas als Kraftstoff bedient der eine Nische, erweist sich aber ebenso als umweltschonend, effizient und mit 130 PS durchaus leistungsfähig. Angenehmer Nebeneffekt: das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ist hier ebenfalls mit an Bord.

Sicherheit und Schutz

Ein gutes Testergebnis lieferte der SEAT Leon im Crashtest des Euro NCAP ab und erhielt daher eine Sicherheitsbewertung von fünf Sternen. Sowohl Insassenschutz Erwachsender als auch Kinder und die Sicherheitsunterstützung zählten zu den Stärken des Kompaktmodells. Nur wenig schlechter wurde die passive Sicherheit für ungeschützte Verkehrsteilnehmende bewertet.

Von den serienmäßigen Fahrassistenten fiel das Ergebnis für Notbremssystem, Spurassistenz und Müdigkeitswarner durchweg positiv aus. Einzig die Geschwindigkeitsassistenz erhielt lediglich rund die Hälfte der möglichen Punktzahl.

Zuverlässigkeit und Probleme

Die Technik von Volkswagen läuft auch im SEAT solide. Seit dem Marktstart des Leons sind nur wenige Probleme bekannt. Zwei Rückrufaktionen seit 2020 sind eher durchschnittlich. Beide Male waren Fahrzeuge im Bauzeitraum 2020 bis 2022 betroffen. Bei einem Rückruf ging es um Fahrzeuge mit Trenngitter im Kofferraum, das nicht ausreichend die Ladung im Falle eines Aufpralles sicherte. Bei einer zweiten Rückrufaktion wurde eine defekte Sicherung behoben, die das Risiko eines Fahrzeugbrandes erhöhte.

SEAT Leon FAQs

Der neue Seat Leon startet bei einem Listenpreis ab 22.870 Euro.

Der neue Seat Leon in der sportlichen Ausstattung FR ist wie die anderen Versionen 4,37 Meter lang. Dafür ist er mit einer Höhe von 1,44 Meter etwas niedriger und der Radstand ist mit 2,68 Metern auch einen Zentimeter kürzer.

Modelle mit der Bezeichnung FR, was für "Formula Racing" steht, haben bei Seat sportliche Akzente und eine anspruchsvolle, hochwertige Ausstattung. Der sportliche Look kostet allerdings ein gutes Stück extra.

Der Seat Leon der vierten Generation, den es seit 2020 gibt, wird im spanischen Seat-Werk in Martorell gebaut.

Die aktuelle, vierte Generation des Seat Leon ist unter dem Namen e-Hybrid seit Herbst 2020 auch als Leon Plug-in Hybrid verfügbar. Die rein elektrische Reichweite beträgt über 70 Kilometer.

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