Leapmotor T03 Testbericht
Kurz und knapp liefert der Leapmotor T03 überraschend viel Auto fürs Geld. Vor allem Ausstattung und Reichweite überzeugen, bei Bedienung und Fahrgefühl zeigt der günstige Elektro-Kleinwagen aber auch Schwächen.
- Barkauf
- 19.702 €
- Gebrauchtwagen
- 18.770 €
Was gut ist
Was nicht so gut ist
Leapmotor T03: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?
Unser Fazit zum Leapmotor T03
Der Leapmotor T03 zeigt, dass ein günstiges Elektroauto heute nicht mehr zwangsläufig spartanisch sein muss. Für unter 20.000 Euro bietet der chinesische Kleinwagen eine ungewöhnlich umfangreiche Serienausstattung mit Panoramaglasdach, zahlreichen Assistenzsystemen und großem Infotainmentdisplay. Im Alltag überzeugt er zudem mit einer guten Effizienz und einer praxisnahen Reichweite. Kleinere Schwächen bei der Bedienung und der Fahrabstimmung verhindern zwar den ganz großen Wurf, ändern aber nichts daran, dass der T03 ein attraktiver Einstieg in die Elektromobilität ist.
Viel Auto fürs Geld
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis setzt der Leapmotor T03 Maßstäbe. Für 18.900 Euro erhält man bereits ein voll ausgestattetes Fahrzeug, bei dem viele Extras serienmäßig an Bord sind. Das macht ihn besonders für preisbewusste Käufer interessant, die nicht auf Komfort- und Sicherheitsausstattung verzichten möchten.
Klein, aber alltagstauglich
Der Kofferraum fällt mit 210 bis 880 Litern zwar eher kompakt aus, bietet durch seinen tiefen Ladeboden aber mehr Nutzwert, als die Zahlen zunächst vermuten lassen. Für den Wocheneinkauf oder Reisegepäck reicht das Platzangebot problemlos aus. Im Fond wird es dagegen erwartungsgemäß eng: Hinter einer etwa 1,80 Meter großen Person bleiben nur wenige Zentimeter Knie- und Kopffreiheit.
Komfort statt Fahrspaß
Der 95 PS starke Elektromotor passt gut zum Charakter des Autos. In der Stadt wirkt der T03 angenehm spritzig und ausreichend kräftig, während auf der Autobahn Reserven naturgemäß begrenzt sind. Positiv fiel im Test das komfortable Fahrwerk auf, das Unebenheiten innerorts ordentlich wegfiltert. Weniger überzeugend sind die gefühllose Lenkung sowie die Bremse, bei der im ersten Drittel des Pedalwegs zunächst nur wenig passiert. Auch beim Rangieren lässt sich Gas und Bremse nur schwer fein dosieren, was das Einparken in enge Parklücken unnötig erschwert.
Ausstattung als größter Pluspunkt
Unterm Strich bietet der Leapmotor T03 ein stimmiges Gesamtpaket. Der hochwertiger wirkende Innenraum, das serienmäßige Panoramaglasdach und die umfangreiche Ausstattung lassen schnell vergessen, dass es sich um eines der günstigsten Elektroautos auf dem Markt handelt. Kleinere Schwächen wie die teilweise unausgereifte Bedienung – etwa die an die Fahrmodi gekoppelte Rekuperation oder das fehlende kabellose Android Auto – trüben den insgesamt sehr positiven Eindruck nur geringfügig.
Wie viel kostet der Leapmotor T03?
Das Leapmotor T03 Modell hat einen Listenpreis von 18.900 € bis 18.900 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 378 € sparen. Die Preise beginnen bei 19.702 € für Barzahlung. Der Preis für ein Leapmotor T03 Lagerfahrzeug beginnt bei 18.770 € auf Carwow.
Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des Leapmotor T03
| Ausstattungslinien & Preise des Leapmotor T03 | |
|---|---|
| BEV 37kWh Design 5dr - Preis ab 18.900 € |
Aktuelle Angebote finden
|
Leapmotor T03: Reichweite und Ladedauer
Der Leapmotor T03 ist vor allem für den urbanen Einsatz entwickelt, bietet mit seiner 37,3 kWh großen Batterie aber eine überraschend ordentliche Reichweite. Laut WLTP sind bis zu 265 Kilometer möglich. Im Alltagstest zeigte sich der kleine Elektroflitzer sogar effizienter als vom Hersteller angegeben: Statt der offiziellen 16,3 kWh pro 100 Kilometer lag unser Verbrauch bei rund 15,8 kWh pro 100 Kilometer. Damit sind unter realistischen Bedingungen knapp 250 Kilometer Reichweite möglich.
Langsames Laden bremst den T03 aus
Beim Laden zeigt der Leapmotor T03 jedoch Schwächen. Per Gleichstrom (DC) sind maximal 45 kW möglich, während Wechselstrom (AC) mit bis zu 6,6 kW geladen wird. Die angegebene Ladedauer von 36 Minuten wirkt zunächst konkurrenzfähig, bezieht sich aber nur auf den Bereich von 30 bis 80 Prozent Akkustand und nicht auf den üblichen Wert von zehn bis 80 Prozent. Für längere Strecken bleibt der T03 dadurch weniger geeignet. An einer 22-kW-Ladesäule dauert eine vollständige Ladung theoretisch rund sechs Stunden, an der Haushaltssteckdose entsprechend länger. Für den typischen Stadtbetrieb reicht die Reichweite aber problemlos aus.
Leistung und Fahrkomfort
Der Leapmotor T03 setzt auf einen reinen Elektroantrieb und kommt mit einem 70 kW (95 PS) starken Motor an der Vorderachse. Eine Hybrid-Variante oder verschiedene Motorisierungen gibt es nicht. Für den Charakter des kleinen Elektroautos reicht die Leistung im Alltag aber vollkommen aus. Der Sprint auf 50 km/h gelingt in etwa fünf Sekunden, während der Standardsprint auf 100 km/h mit 12,7 Sekunden deutlich mehr Zeit benötigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h, womit der T03 vor allem für Stadt und Landstraße ausgelegt ist.
Mit einem Gewicht von rund 1,2 Tonnen ist der Leapmotor T03 für ein Elektroauto dieser Größe relativ leicht. Das sorgt zusammen mit der kompakten Länge von 3,62 Metern für ein handliches Fahrverhalten. Besonders im Stadtverkehr spielt der Kleinwagen seine Stärken aus: Der Wendekreis ist klein, die Übersichtlichkeit gut und enge Parklücken stellen kaum ein Problem dar.
Komfortables Fahrwerk, aber wenig Gefühl am Lenkrad
Beim Fahrkomfort überrascht der T03 positiv. Trotz des kurzen Radstands filtert das Fahrwerk Unebenheiten innerorts angenehm heraus und wirkt komfortabler, als man es von einem günstigen Elektro-Kleinwagen erwarten würde. Die Lenkung ist leichtgängig und passt gut zum Einsatzgebiet, vermittelt allerdings kaum Rückmeldung. Auch die Bremse hinterlässt keinen perfekten Eindruck: Im ersten Drittel des Pedalwegs passiert zunächst wenig, wodurch das Dosieren etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Die drei Fahrmodi Eco, Standard und Sport verändern das Ansprechverhalten, die Rekuperation und den Verbrauch. Besonders interessant ist, dass sich darüber auch das Fahrgefühl des T03 verändert. Im Eco-Modus ist sogar One-Pedal-Driving möglich, während im Standard-Modus deutlich weniger rekuperiert wird und das Fahrzeug stärker rollt. Der Kriechmodus ist ebenfalls an die Fahrprogramme gekoppelt.
Starke Ausstattung, aber Detailprobleme bei der Bedienung
Während der T03 beim Fahrkomfort überzeugt, gibt es bei der Bedienung einige Schwächen. Beim Rangieren in engen Parklücken fällt beispielsweise auf, dass sich Gas und Bremse nur schwer fein dosieren lassen. Mit aktiviertem Kriechmodus setzt sich das Auto entweder gar nicht oder erst mit einem deutlicheren Gasstoß in Bewegung.
Auch der adaptive Tempomat ist ein ungewöhnliches Extra in dieser Fahrzeugklasse. Allerdings fiel beim automatischen Bremsen ein deutliches Klackergeräusch auf, das wenig vertrauenerweckend wirkt. Insgesamt fährt sich der Leapmotor T03 angenehm und entspannt, bleibt aber klar ein Stadtauto. Seine größten Stärken liegen in der Wendigkeit und dem Komfort, weniger im dynamischen Fahrerlebnis.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Der Leapmotor T03 ist mit 3,62 Metern Länge, 1,63 Metern Breite und 1,58 Metern Höhe ein klassischer Kleinstwagen. Der kurze Radstand von 2,40 Metern setzt beim Platzangebot natürlich Grenzen, trotzdem überrascht der Innenraum positiv. Vorne sitzt man dank der hohen Karosserie angenehm luftig. Die Kopffreiheit ist großzügig, auch an den Schultern gibt es ausreichend Platz. Der Fahrerplatz wirkt durch die erhöhte Sitzposition zudem übersichtlich.
Im Fond geht es erwartungsgemäß enger zu. Zwar bietet der T03 drei Sitzplätze hinten, der mittlere Platz ist aufgrund der geringen Fahrzeugbreite aber eher eine Notlösung. Erwachsene können auf den äußeren Sitzen kurze Strecken bewältigen, viel Bein- oder Kopffreiheit bleibt jedoch nicht übrig. Hinter der eigenen Sitzposition bleiben bei einer Körpergröße um 1,80 Meter nur wenige Zentimeter Reserve. Positiv sind die hinteren Türen, die den Einstieg deutlich erleichtern und den T03 praktischer machen als viele andere kleine Stadtautos mit nur zwei Türen. Isofix-Halterungen gibt es auf den äußeren Rücksitzen.
Tiefer Kofferraum mit ausreichend Volumen
Der Kofferraum des Leapmotor T03 fasst 210 bis 880 Liter. Damit gehört er nicht zu den größten Vertretern seiner Klasse, bietet im Alltag aber ausreichend Platz für Einkäufe oder Gepäck. Der Stauraum fällt relativ tief aus, wodurch Leapmotor trotz der kompakten Außenmaße noch etwas Volumen herausgeholt hat. Allerdings muss Gepäck über die relativ hohe Ladekante gehoben werden. Auch die kleine Heckklappe kann für größere Personen unpraktisch sein.
Durch das Umklappen der Rückbank wächst das Volumen auf 880 Liter. Die Lehne lässt sich allerdings nur komplett umlegen und hinterlässt eine Stufe im Ladeboden. Für gelegentliche Transporte reicht das aus, wer regelmäßig sperrige Gegenstände oder Fahrräder transportieren möchte, findet bei größeren Fahrzeugen bessere Lösungen.
Im Vergleich zu anderen Elektro-Kleinwagen schlägt sich der T03 beim Raumgefühl ordentlich. Die hohe Karosserie sorgt für eine bessere Raumausnutzung, auch wenn der Kofferraum nicht mit größeren Modellen mithalten kann. Praktisch sind zudem die Ablagen im Innenraum: Die Türfächer bieten ausreichend Platz für Kleinigkeiten, dazu gibt es einen Cupholder und ein Fach für das Smartphone. Weniger gelungen ist die Handyhalterung, da das Smartphone darin während der Fahrt wackeln kann. Außerdem setzt Leapmotor weiterhin auf USB-A-Anschlüsse statt moderner USB-C-Buchsen.
Für wen ist der Leapmotor T03 geeignet?
Der Leapmotor T03 ist vor allem das richtige Auto für Stadtbewohner, Pendler und alle, die günstig elektrisch unterwegs sein möchten. Seine kompakten Abmessungen, die gute Übersichtlichkeit und die komfortable Abstimmung machen ihn zum idealen Begleiter im urbanen Alltag. Für Familien oder regelmäßige Langstreckenfahrten ist der Platz im Fond dagegen zu begrenzt. Wer hauptsächlich kurze Strecken fährt und ein praktisches Elektroauto mit viel Ausstattung sucht, bekommt mit dem T03 ein überzeugendes Gesamtpaket.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Der Leapmotor T03 zeigt im Innenraum, dass ein günstiges Elektroauto nicht automatisch billig wirken muss. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck und störende Geräusche oder Knarzgeräusche traten im Test nicht auf. Natürlich bestehen viele Flächen aus Hartplastik, doch die Materialien fühlen sich ordentlich an und passen zum Preisniveau. Beim Interieur gibt es keine Auswahlmöglichkeiten: Der T03 kommt ausschließlich mit einer dunklen Gestaltung in Grau- und Schwarztönen sowie Stoffbezügen für die Sitze.
Besonders auffällig ist, wie umfangreich die Serienausstattung ausfällt. Der T03 wird nur in einer Ausstattungslinie angeboten und kommt bereits ab Werk mit elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, Klimaanlage, Navigation, Sprachsteuerung, Rückfahrkamera und zwei Displays. Dazu gehört auch ein serienmäßiges Panoramaglasdach, das den Innenraum deutlich heller und luftiger wirken lässt. Gerade für ein Elektroauto dieser Preisklasse ist diese Ausstattung ungewöhnlich umfangreich.
Schnelles Infotainment mit kleinen Schwächen
Das Cockpit wird von den beiden Bildschirmen dominiert. Hinter dem Lenkrad sitzt ein acht Zoll großes Display, das unter anderem Geschwindigkeit und Reichweite anzeigt. Eine direkte Anzeige des aktuellen Akkustands in Prozent fehlt allerdings. Der zentrale Touchscreen unterhalb der Lüftungsdüsen reagiert schnell auf Eingaben und ist übersichtlich aufgebaut. Auch eine integrierte Navigation gehört zum System.
Die Position des Bildschirms ist allerdings nicht optimal gewählt. Da er relativ tief in der Mittelkonsole sitzt, wandert der Blick bei der Bedienung stärker von der Straße weg. Praktisch ist dagegen die Rückfahrkamera, deren Bildqualität im Test überraschend ordentlich ausfiel.
Vollausstattung mit kleinen Detailmängeln
Beim Thema Konnektivität hat Leapmotor nachgebessert. Während der T03 ursprünglich ohne Apple CarPlay und Android Auto ausgeliefert wurde, wurde die Funktion später per Software-Update ergänzt. Die Verbindung erfolgt allerdings nicht kabellos. Alternativ lassen sich Smartphones über Bluetooth verbinden oder per QDLink-App spiegeln.
Einige Details zeigen aber weiterhin, dass der T03 ein günstiges Fahrzeug ist. So gibt es lediglich einen Cupholder, nur USB-A-Anschlüsse statt moderner USB-C-Buchsen und die Smartphone-Halterung überzeugt nicht vollständig, da das Handy darin während der Fahrt wackeln kann. Insgesamt bietet der Innenraum aber deutlich mehr Komfort und Ausstattung, als man vom Preis des Leapmotor T03 erwarten würde.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Der Leapmotor T03 bietet für seine Preisklasse eine ungewöhnlich umfangreiche Sicherheitsausstattung. Serienmäßig sind unter anderem eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner, Kollisionswarnung mit Notbremsfunktion, Parksensoren und eine Rückfahrkamera an Bord. Insgesamt arbeiten drei Kameras und fünf Radarsensoren im Hintergrund.
Ein offizielles Ergebnis im Euro-NCAP-Crashtest liegt für den Leapmotor T03 bislang allerdings nicht vor.
Die Assistenzsysteme erhöhen grundsätzlich die Sicherheit, waren bei frühen Fahrzeugen aber teilweise sehr empfindlich eingestellt und sorgten im Alltag häufig für Warnmeldungen. Mit einem Software-Update hat Leapmotor hier nachgebessert. Insgesamt bietet der T03 für einen günstigen Elektro-Kleinwagen viele aktive Sicherheitssysteme, ein unabhängiger Crashtest wäre für eine endgültige Bewertung aber wünschenswert.
Zuverlässigkeit und Probleme
Der Leapmotor T03 ist seit Herbst 2024 in Deutschland bestellbar, allerdings gibt es in Internetforen bisher kaum Berichte zu seiner Zuverlässigkeit oder Problemen mit dem Fahrzeug. Das liegt vor allem daran, dass der Kleinwagen bisher kaum verbreitet ist. Auch Rückrufe gab es in Deutschland noch nicht. Deshalb lässt sich seine Verlässlichkeit schwer einschätzen. Im Gegensatz zu anderen Herstellern aus China gehört Leapmotor aber mehrheitlich zu Stellantis (Opel, Peugeot, Fiat) und kann auf ein Netz aus 40 Vertragswerkstätten zurückgreifen.
Bei der Garantie für den T03 hat sich der chinesische Hersteller den europäischen Konkurrenten angepasst. Sie umfasst drei Jahre ab der Erstzulassung oder eine Laufleistung von 100.000 Kilometer, je nachdem, was zuerst eintrifft. Besonders interessant für Fahrende von Elektroautos ist die Absicherung der Antriebsbatterie. Hier gibt Leapmotor acht Jahre Garantie oder bis zu 160.000 Kilometer. Nach dieser Zeit müssen die Akkus nach dem Laden noch immer 80 Prozent ihrer Kapazität erreichen, sonst werden fehlerhafte Einheiten oder die ganze Batterie ausgetauscht.
Leapmotor T03 FAQs
- Barkauf
- 19.702 €
- Gebrauchtwagen
- 18.770 €