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Hyundai Kona Elektro Test

Expressiv gestylter SUV als Elektroversion

N/A
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Durchzugsstarker E-Motor
  • Bremse am Lenkrad
  • Gute Ausstattung
  • Unübersichtliches Heck
  • Mäßige Bremsleistung
  • Einfache Kunststoffe

34.600 € - 45.600 € Preisklasse

5 Sitze

- l/100km

Test

Was der Hyundai Kona der Konkurrenz voraus hat, ist das moderne Antriebskonzept. Das Kompakt-SUV aus Korea erhält man, anders als den VW T-Roc, Skoda Karoq und Nissan Juke, auch schon mit reinem Elektroantrieb. Diesel- und Benzinmotoren sind natürlich ebenfalls verfügbar.

Am markantesten ist der Unterschied zwischen den Verbrenner- und Elektroversionen an der Front und am Heck. Der Motorraum wirkt ein wenig leer und den Auspuff kann man am Ende des Kona Elektro lange suchen, denn er fährt abgasfrei.

Optisch machen der geschlossene Grill, an dem sich unter einer Klappe die Ladesteckdose befindet, und die windschnittigeren Felgen den Unterschied. Im Innenraum wirkt Hyundais 4,18 Meter langer Elektro-SUV schnell vertraut mit reichlich Bewegungsspielraum, der gut im Blick liegenden Multimedia-Bedienzentrale und der soliden Verarbeitung. Nur der verarbeitete Kunststoff wirkt günstig – mehr war wohl nicht drin zu diesem Preis.

Dafür bekommt man aber schon im Basismodell eine üppige Ausstattung mit auf den Weg. Dieser Weg darf mit dem bis zu 204 PS starken Elektromotor und der großen Batterie ruhig länger ausfallen, denn der Kona Elektro erreicht mit voll geladenem Akku eine Reichweite von fast 500 Kilometer.

Welche Strecke man noch schafft und was der Energiefluss informiert das volldigitale Kombiinstrument. Ungewöhnlich für an konventionelle Antriebe gewöhnte Fahrer ist der massive Schub des Elektromotors ab der ersten Umdrehung, der beim Fahren im Kona Elektro und an der Ampel viel Spaß bringen kann. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist das Bremsen übers Lenkrad mit den verstellbaren Rekuperationsmodi.

Vielen seiner Konkurrenten hat das elektrische, koreanische SUV auch die selbstbewusst lange Garantiezeit voraus – und den Preis, an den vor einigen Jahren noch keiner gedacht hätte. Damit wird die Frage, ob der Kona Elektro ein vollwertiges Elektroauto ist, beinahe zur rhetorischen Frage.

Der Hyundai Kona teilt sich die Plattform mit Kias Kompakt-SUV Stonic. Mit 4,18 Meter Länge und 1,80 Meter Breite passt der Koreaner noch gut in die Stadt und in ihn auch einiges hinein. Zwei Personen sitzen bequem vorne, zwei weitere bequem hinten und einer enger dazwischen auf der Rückbank. Wer groß gewachsen ist, fühlt sich sowohl vorne als auch hinten wohl.

Auch im E-Kona sind die Sitze in den höheren Ausstattungslinien mit Leder bezogen, lassen sich beheizen und belüften. Der geringe Verlust an Kofferraumvolumen ist gut verschmerzbar. Statt 361 Liter im klassischen Kona kommen in der Elektroausführung 332 Liter unter. Werden die Rückbanklehnen umgelegt, sind es 1.114 Liter statt 1.143 Liter. Leider entsteht beim Umlegen keine ebene Fläche, was das Beladen etwas erschwert.

Definitive Angaben zur Anhängelast gab es zum Redaktionsschluss noch nicht. Bis zu 500 kg schwere Anhänger soll der Kona Elektro alsbald an den Haken nehmen können. Viel mehr geht mit einem Elektro-SUV nicht, denn seine Reichweite würde beim Wohnwagen ziehen auf der Autobahn wie Eis im Sommer zusammenschmelzen.

Alle technischen Daten haben wir in der folgenden Tabelle noch einmal für Sie zusammengestellt:

Länge 4,18 Meter
Breite 1,80 Meter
Höhe 1,57 Meter
Kofferraumvolumen 332 bis 1.114 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.610 bis 1.818 Kilogramm
Zuladung 427 bis 485 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.020 bis 2.170 Kilogramm
Zulässige Anhängelast k. A.

Bei den Motoren fällt die Entscheidung zwischen dem 136 PS und 204 PS starken Elektromotor mit unterschiedlicher Batteriekapazität und Reichweite.

Der 136 PS Elektromotor

Schon mit dem 136 PS starken E-Antrieb ist der Fahrspaß, ohne Anfahrschwäche oder Turboloch, permanent zu haben. Ab der ersten Umdrehung legt sich der E-Motor volle Kanne mit 395 Nm ins Zeug. Das ist weitaus eindrucksvoller, als es die nackten Zahlen im Datenblatt nur andeuten.

Nutzt man die Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h häufig oder ist es draußen sehr kalt, schrumpft die Reichweite trotz optionaler Batterieheizung schnell zusammen. Mit dem Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 39,2 kWh und einem Verbrauch von 13,9 kWh (Werksangabe) liegt sie bei 312 Kilometer.

Ist der Akku leer, dauert eine 80-%-Ladung an einer 70-kW- und 50-kW-Schnellladestation 54 und 75 Minuten und eine 100-%-Vollladung an einer 4,6-kW-Wallbox in der Garage 8,5 Stunden, an der Haushaltssteckdose 19 Stunden.

Der 204 PS Elektromotor

Mit ebenfalls 395 Nm Drehmoment und 204 PS stellt der stärkere Elektromotor die Vorderräder noch eindrucksvoller unter Druck, denn damit sprintet der Kona elektrisierend in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die Kapazität des Akkus von 64 Kilowattstunden soll bei einem geringfügig höheren Verbrauch von 14,3 kWh für eine Distanz von 482 km reichen – wenn man den Maximalspeed von 167 km/h nicht nutzt.

Zu 80 % fit ist der Stromsspeicher ebenso in 54 oder 75 Minuten und zu 100 % gefüllt nach 13,9 Stunden an der Wallbox oder nach episch langen 31 Stunden an der normalen Steckdose.

Der sofortige, heftige Schub beider E-Motoren ist so ungewohnt wie das Bremsgefühl. Der Fuß steht im Kona Elektro viel seltener auf dem linken Pedal, denn die Stärke der Rekuperation, also der die Fahrt bremsenden Wiedereinspeisung von Energie in den Akku beim Verzögern, lässt sich einfach in vier Stufen am Lenkrad-Paddle einstellen. Stellt man die höheren Stufen ein, verzögert der Kona nur durch vom Gas gehen kräftig und man kann sich das Pedalbremsen zumeist sparen – was anfangs ungewohnt, aber bald sehr angenehm ist.

Und Komfort und Sicherheit? Der Elektromotor arbeitet nicht unhörbar. Im Stadtverkehr gewollt. Die Lenkung rotiert leichtgängig, aber eher indirekt, und mit seinen 1,8 Tonnen rollt der Kona Elektro etwas hölzern ab. Auch die Bremsanlage sorgt nicht für Topverzögerungswerte.

Im ADAC-Bremstest schnitt der Kona Elektro mit einem durchschnittlichen Bremsweg von 40,3 Metern bei einer Vollbremsung aus 100 km/h nicht gut ab. Das Crashverhalten der Karosserie und die gute Sicherung durch die Assistenten wurden im Euro NCAP-Crashtest jedoch mit der maximalen Wertung von fünf Sternen belohnt.

In der unten stehenden Tabelle haben wir alle wichtigen Motordaten nochmal für Sie zusammengefasst:

Elektro 100 kW Elektro 150 kW
Hubraum [ccm]
Leistung [PS] 136 204
Getriebe 1-Stufen-Reduktionsgetriebe 1-Stufen-Reduktionsgetriebe
0-100 km/h [s] | Höchstgeschwindigkeit [km/h]  9,7 | 155 7,6 |  167
Kraftstoff Strom Strom

Hyundai geizt traditionell nicht bei der Garantie (fünf Jahre) und noch weniger bei der Ausstattung. In allen Varianten, egal ob Trend, Style oder Premium, ist das Ausstattungslevel im Kona Elektro hoch.

Trend

Im Basismodell gehören bereits die digitalen Instrumente, der 8-Zoll-Monitor, die Rückfahrkamera, das Infotainment mit DAB-Radio und Navigationssystem, Bluetooth und Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay und Android Auto mit zur Serienausstattung. Ebenso inklusive sind das Soundsystem vom amerikanischen Highend-Produzenten Krell, die Sitzheizung vorne und die Einparkhilfe hinten. Zum Sicherheitspaket gehören im Einstiegsmodell der Bremsassistent, der adaptive Tempomat, der Müdigkeitswarner, der aktive Spurhalteassistent und das autonome Notbremssystem.

Style

Der Trend verlangt nach einer Zuzahlung von 3.500 Euro und offeriert dafür zusätzlich die Smartphone-Ablage mit kabelloser Ladefunktion (Qi-Standard), Stoff-Kunstleder-Leder-Sitzbezüge, den automatisch abblendenden Innenspiegel, einen Regensensor, den Fernlichtassistenten, Voll-LED-Scheinwerfer mit statischem Abbiegelicht, LED-Rückleuchten, die wärmedämmende Frontscheibe und hinten dunkel abgetönte Scheiben.

Premium

Die Differenz zwischen dem Style und dem Topmodell Premium beträgt 3.100 Euro. Dafür erhält die Besatzung zusätzlich belüftete Vordersitze, die hier mit echtem Leder bezogen und auch auf der Beifahrerseite höhen- und elektrisch verstellbar sind. Außerdem gibt es das nicht ganz vollwertige, weil nur auf einem Scheibchen und nicht auf der Frontscheibe anzeigende Head-up-Display. Einen gravierenden Zugewinn bedeuten auch der Toter-Winkel-Assistent, der Stauassistent, die Verkehrszeichenerkennung und der Querverkehrwarner hinten.

Der Preis, in dem sich die 136-PS- und 204-PS-Motorisierung um 4.400 Euro unterscheiden, lässt sich nur mit wenigen Extras, wie der trendigen Zweifarblackierung oder dem Glas-Schiebe-Dach, nach oben treiben. Grundsätzlich ist er attraktiv und am Ende darf auch noch die 4.000 Euro hohe Elektroprämie vom Endpreis abgezogen werden.

Zusammenfassung

Keine Frage, der Kona Elektro ist ein vollwertiges Elektroauto mit großer Reichweite, im trendigen Karosserieformat, mit großzügiger Ausstattung und langer Garantiezeit. Der im SUV noch seltene reine Elektroantrieb macht den Hyundai noch attraktiver.

Obwohl der Preis weit über dem eines klassisch motorisierten Kona liegt, sind die Koreaner manchem deutschen und europäischen Hersteller mit ihrem Angebot hinsichtlich Alltagstauglichkeit, Zukunftssicherheit und Preis schon ein gutes Stück voraus.

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