Citroen C3 Test

Moderner City-Flitzer mit frischem Look

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sicheres Handling
  • Gute Serienausstattung
  • Komfortables Fahrwerk
  • Vordersitze mit wenig Seitenhalt
  • Bedienschwächen
  • Wenig Ablagen

12.990 € - 21.090 € Preisklasse

5 Sitze

3,4 - 4,8 l/100km

Test

In seiner dritten Generation steht der C3 wieder für den Kern der Marke Citroen: Design und Komfort. Mit harmonischen Karosserierundungen, Extravaganzen wie den Airbumps (Luftpolster in den Türen) und puristisch-elegantem Interieur setzt sich der C3 von vielen Konkurrenten in der Klasse der Kleinwagen ab. Traditionell wird diese in Deutschland von VW Polo, Ford Fiesta und Opel Corsa dominiert.

Warum der C3 das bestverkaufte Citroen Modell ist, behält er nicht für sich. Mit Geschmack und französischem Charme präsentiert er sich im Cockpit mit Klavierlackimitat, dem mit Stoff bezogenen Armaturenbrett und Ledergriffen an den Türen. An der Funktionalität ist nicht viel auszusetzen, trotzdem geht der kleine Franzose bei der Bedienung manchmal andere Wege.

Auch wenn deutsche Autotester im Test eines französischen Kleinwagens eher meckern als bei einem deutschen Kompakten (wenig Seitenhalt im Vordersitz, hohe Ladekante, auf der Schaltersuche), starke Kritik tut im Citroen C3 nicht Not.

Im Gegenteil, die positiven Eindrücke überwiegen. Der C3 überzeugt mit einem für einen Vier-Meter-Fünftürer grundsoliden Raumangebot und liegt angenehm auf der Straße.

Vom Fahrwerk fährt er sich „französisch“: zumeist komfortabel und dazu recht lebendig und wendig. Und auch die Motorkost – Benziner und ein Diesel – ist grundsolide. Der stärkste Benziner haucht dem Citroen C3 gut Leben ein und ist auf Wunsch auch mit Automatik zu haben.

Weil er wieder das hat, was einen Citroen ausmacht, gehört der Citroen C3 in seiner dritten Generation heute zurecht zu den beliebtesten französischen Kleinwagen auf dem Markt.

Vier Meter Länge reicht für die meisten Dinge im Leben. Auf den Vordersitzen, die relativ weich aufgepolstert sind und denen es spürbar an Seitenhalt fehlt, sitzt man bequem.

Auf der Rückbank geht es im kompakten Fünftürer naturgemäß um die Beine und Schultern enger zu. Auch hier geizt die Polsterung mit Seitenhalt, der Luftraum jedoch nicht mit Kopffreiheit. Bis 1,90 Meter geht im Test alles gut, obwohl der C3 nur 1,47 Meter hoch baut.

Der Kofferraum bietet mit 300 Litern ein ordentliches, aber kein riesiges Volumen. In einem Ford Fiesta oder Opel Corsa kommt ähnlich viel (292 – 1.093 l, 285 – 1.120 l) unter. Ein VW Polo schluckt allerdings mit 351 bis 1.125 Liter spürbar mehr Gepäck, ist aber auch fünf Zentimeter länger.

Mit dem Gepäck muss eine hohe Kante am Ende des Kofferabteils überwunden werden, und wird die Rückbanklehne flach gelegt, bleibt eine Hebung am Ladeboden.

Länge 4,00 Meter
Breite 1,83 Meter
Höhe 1,47 bis 1,49 Meter
Kofferraumvolumen 300 bis 922 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.051 bis 1.276 Kilogramm
Zuladung 459 bis 505 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.510 bis 1.670 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 450/450 bis 600 Kilogramm

Auch das Fahrwerk des C3 kann sich sehen lassen, wenn man ihn auf der Landstraße energisch in die Kurve packt. Die um die Mittellage sensible Lenkung sorgt für Handlichkeit und der Komfort gefällt. Der Kleine hat auch keine großen Motoren nötig, zwischen 68 bis 110 PS und Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe fällt die Wahl.

Die Benziner

Startet man, sucht man. Der Schalter zum Motorstarten sitzt unterhalb des Monitors in der Mittelkonsole und der P-R-N-D-Index der Automatik findet sich nicht etwa direkt unterhalb des Wahlhebels, sondern hinter dem Becherhalter – originell.

Alle Benziner sind Dreizylinder. Der C3 PureTech 68 und PureTech 82 kommen mit 5-Gang-Schaltgetriebe aus dem Verkaufsraum gerollt und der Verbrauch liegt danach um die fünf Liter Super (Werksangabe).

Viel mehr Super aus dem 45 Liter großen Tank genehmigt sich aber auch der 110 PS starke C3 PureTech 110 Stop&Start nicht. Statt mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe ist dieser auch mit einer 6-Gang-Automatik bestellbar (Daten der Automatikversion in der Tabelle in Klammern).

Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo hat es mit dem C3 nicht schwer, denn der ist leicht. Für die Hatz von 0 auf 100 benötigt die Automatikversion zwar eine halbe Sekunde länger als der Schalter, aber am Ende ist man mit einer Höchstgeschwindigkeit von 191 km/h ausreichend flott unterwegs.

Wie sind Klang und Laufkultur des Dreizylinders? Dreht man wenig, hört man nicht viel, dreht man mehr, knurrt er rauer. Und der Magen knurrt mäßig. Aus den von Citroen versprochenen 4,9 bis 5,1 Liter/100 km werden im Test durchschnittlich 6,2 Liter Super – akzeptabel für 110 PS.

Die Diesel

Noch weniger geht mit dem Dieselmotor BlueHDi 100 Stop&Start, der wie alle Motoren die Euro 6d-TEMP Norm erfüllt. Er bietet mit 250 Newtonmeter Drehmoment (PureTech 110: 205 Nm) die meiste Durchzugskraft und dafür mit 3,6 Liter/100 km trotzdem den geringsten Verbrauch im C3 (Werksangabe). Interessant ist der letzte im C3 verbliebene Diesel vor allem für Vielfahrer – die im Kleinwagen allerdings eher zur Minderheit gehören.

PureTech PureTech 82 PureTech 110 BlueHDi 100
Hubraum [ccm] 1.199 1.199 1.199 1.499
Leistung [PS] 68 82 110 102
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
16,4 | 164 15,2 | 166 10,5(11,5) 191(191) 11,9 | 188
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin  Diesel

Die Ausstattung ist in den drei Ausstattungslinien Live, Feel und Shine immer ansprechend, aber im Einstiegsmodell fehlen zwei Dinge.

C3 Live

Der Live bietet einen verstellbaren Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorn, einen 12-Volt-Anschluss in der Mittelkonsole und einen Coffee Break Alarm – aber leider keine Klimaanlage und kein Radio. Dafür steht das Einstiegsmodell bei der Sicherheit gut da mit den Front-, Kopf- und Seitenairbags, dem Reifendruckkontrollsystem, Spurassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer, Tempomat und der Verkehrszeichenerkennung.

C3 Feel

Der Feel besitzt eine Klimaanlage und ein Radio mit vier Lautsprechern, einen USB-Anschluss, die Freisprechfunktion und Bluetooth, mit dem das Smartphone auf dem Touchscreen eingebunden wird. Die Außenspiegel sind hier elektrisch einstellbar und beheizbar. Von außen erkennt man den C3 Feel an den Verbreiterungen von Radkästen und Seitenschwellern und am Felgendesign.

C3 Shine

Der Shine rollt auf 16 statt auf 15 Zoll und besitzt erst das, was den Citroen C3 so charaktervoll macht: Die Airbumps an den Türen, die Parkrempler abfangen, und die Zweifarblackierung mit dem Dach in Schwarz, Weiß oder Rot.

Elektrische Fensterheber arbeiten hier vorn und hinten. Die Spiegel sind elektrisch anklappbar (praktisch beim Parken in engen Straßen), das Lenkrad mit Leder ummantelt und die Klimatisierung besorgt eine Klimaautomatik. Das Radio besitzt sechs Lautsprecher und wird über den 7-Zoll-Touchscreen oder die Lenkradtasten bedient.

Auch von der Sicherheitsausstattung hat der C3 Shine mit der Licht- und Scheibenwischerautomatik, der Einparkhilfe hinten und den Nebelscheinwerfern mehr zu bieten.

Ausstattungspakete sorgen für weiteren Luxus und Individualität im C3. Die Airbumps und die Zweifarblackierung sind zwar nicht fürs Einstiegsmodell, aber für den Feel zu bestellen.

Von der Sicherheit bieten das Connect & Parkpaket (mit Rückfahrkamera und Einparkhilfe hinten) und das Connect & Sicherheitspaket 1 (mit Notruf- und Assistenzsystem, aktivem Notbremsassistenten, Kollisionswarner, Aufmerksamkeits- und Fernlichtassistenten) noch mehr.

Im ADAC-Bremstest kam der Citroen C3 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach akzeptablen 35,9 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der Citroen C3 ist originell und präsentiert sich gut auf Alltag gebürstet. Viel zu kritisieren gibt es, bis auf die wenig Seitenhalt bietenden Vordersitze, die hohe Ladekante, ein paar Bedienschwächen und die etwas wenigen Ablagen, nicht. Zu loben aber die gute Ausstattung und das unkomplizierte und sichere Handling.

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