Renault Clio Test

Spritziger Viertürer mit französischem Chic

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Günstiges Einstiegsmodell
  • Problemloses Fahrverhalten
  • Gutes Platzangebot (vorne)
  • Schwacher Einstiegsmotor
  • Wenig Extras (Basismodell)
  • Einstiegsmodell ohne Klimaanlage

12.290 € - 27.990 € Preisklasse

5 Sitze

3,9 - 5,9 l/100km

Test

1990 – 2012 – 2016: Im Jahr 1990 kam der Renault Clio als Nachfolger des R5 auf die Welt, schon 2012 wurde die vierte Generation präsentiert, die im Jahr 2016 ihr reguläres Facelift erhielt, das in der populären Vier-Meter-Klasse mit Bestsellern wie dem Ford Fiesta, VW Polo und Opel Corsa konkurriert.

Nach dem Facelift änderte sich einiges, aber wenig am sympathischen Charakter des Clio. An der Front verpasste man dem Renault einen neuen Kühlergrill und LED-Scheinwerfer. Den Innenraum hübschte man mit neuen Kunststoffen und Polsterungen auf.

Der Fahrspaß mit dem 118-PS-Benziner wuchs ganz klar mit dem neuen manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe und dem sparsamen Dieselmotor mit 110 PS.

Im Alltag schlägt sich der überarbeitete Clio mit seinen serienmäßigen vier Türen und dem 300 Liter großen Kofferraum gut. Das problemlose Fahrverhalten, das leichtfüßige Handling und die einfache Bedienbarkeit sorgen dafür, dass man gerne Renault Clio fährt.

Weiterhin gehört der Renault Clio zu den erfolgreichsten Modellen der französischen Marke. Warum dem so ist, erklärt sich, wenn man mit dem Kleinwagen auf Testfahrt geht.

Die vierte Generation des Clio liefert Renault nur noch als Viertürer aus. Im Innen- und Kofferraum erfüllen sich die Erwartungen.

Das Interieur

Ein Raumwunder erwartet kaum einer in einem 4,06 Meter langen Kleinwagen, der mit 1,73 Meter Breite und 1,45 Meter Höhe vor einem auf der Straße parkt, aber das Platzangebot vorne ist wirklich gut. Zudem bieten die serienmäßigen vier Türen klare Vorteile, etwa beim Zustieg hin zu den hinteren drei Sitzplätzen oder beim Einbau des Kindersitzes im Fond.

Eine einfache Bedienstruktur im Cockpit und die bequemen Sitze sorgen dafür, dass man sich auf dem Fahrerplatz wohl fühlt. Dahinter geht es im Fünfsitzer bauartbedingt enger zu. Die Platzverhältnisse entsprechen denen eines Kompaktwagens. Das heißt: Ist man langbeinig, wird es hinten eng.

Anlässlich des 2016er Facelifts erhielt der Clio ein modernes Online-Infotainmentsystem mit einem Touchscreen. Die Sprachsteuerung versteht auch heute noch nicht alles, aber das Smartphone ist via Bluetooth flott eingebunden. Das Navigationssystem, das Renault im Clio einsetzt, kommt von TomTom.

Der Kofferraum

300 Liter schluckt das Gepäckabteil. Wird die im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umlegbare Rückbanklehne in die Horizontale flach gelegt, können auf der Ladefläche bis zu 1.146 Liter geladen werden. Reicht dies nicht, sollte man über den zwanzig Zentimeter längeren Kombi Clio Grandtour nachdenken, in dessen Gepäckabteil sich 443 bis 1.380 Liter verstauen lassen.

Viel Worte muss man über die Fahreigenschaften des Renault Clio nicht verlieren. Das Fahrwerk macht es keinem schwer. Mit diesem Handling und dieser Lenkung steuert man den französischen Kurzen ganz locker durch den Stadtverkehr.

Etwas mehr Präzision beim Steuern wäre zwar angenehm, aber flott hat man sich an die Handlichkeit des Clio gewöhnt. Und auch an den Komfort. Die Federn und Dämpfer bereiten die Straße für das Format ausgewogen-bekömmlich auf.

Mehr ist nicht zu erzählen. Außer vielleicht noch, dass wer es sportlich-direkt mag, am besten im Renault Sport Clio R.S. oder Clio R.S. Trophy einsteigt.

Die beliebtesten Motoren im Clio werden mit Benzin gefüttert und mit dem Fünf- oder Sechsgang-Schaltgetriebe verwaltet. Die Doppelkupplungs-Automatik ist nicht empfehlenswert.

Die Benziner

Dem Doppelkupplungsgetriebe wurde anlässlich des 2016er Facelifts im TCe 120 eine Sechsgang-Handschaltung zur Seite gestellt. Gott sei Dank, mag man sagen, denn wenig Hubraum und ein manuelles Handschaltgetriebe sind fast immer – hier übrigens auch – eine bessere Kombination.

Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe schaltet sich wiederum besser als der Fünfgang-Schalter, der mit dem 73 PS produzierenden Vierzylinder und dem 90 PS leistenden 0,9-Liter-Turbo-Dreizylinder zum Einsatz kommt.

Der vom Hubraum schmalbrüstige Dreier wirkt nicht sonderlich harmonisch. Unten herum hängt er mit einer Anfahrschwäche ab, dann haut er sich voll rein und oben herum wirkt er zugeschnürt.

Der 118 PS starke 1,2-Liter-Turbo-Direkteinspritzer ist die spaßigere Wahl, da man mit dem Vierzylinderturbo harmonischer und flotter unterwegs ist (Höchstgeschwindigkeit: 192 statt 182 km/h) und der Verbrauch mit rund 6,5 bis 7,0 Liter/100 km brav ausfällt (Praxiswert).

Wer auf noch mehr Dampf an der Vorderachse steht, bestellt den Clio R.S. oder Clio R.S. Trophy mit dem 200 PS und 220 PS starken Turbomotor.

Die Diesel

Der Vorteil eines kleinen Benziners ist sein niedriger Preis, der eines Diesels sein niedriger Verbrauch. Den schätzen im Kleinwagen, die Dieselkrise ist der Grund, wahrscheinlich nur noch Langstreckenfahrer.

Der 110-PS-Turbodiesel sorgt für den kräftigsten Durchzug im Clio. Mit bis zu 190 km/h saust man mit dem 1,5-Liter-Vierzylinder über die Autobahn.

Mit einem Verbrauch von 3,5 Liter/100 km (Werksangabe) ist der Topdiesel annährend so sparsam wie der 90-PS-Selbstzünder, mit dem man maximal mit 181 km/h unterwegs ist. Der Nachteil des stärksten Dieselmotors ist jedoch sein vergleichsweise hoher Preis, da er ausschließlich in den höheren Ausstattungslinien angeboten wird.

Kompakt und sicher ist man im Renault Clio unterwegs. Ab Werk werden die Insassen von vier Airbags beschützt, zwei Adaptivairbags für Fahrer und Beifahrer und zwei Kopf-Thorax-Seitenairbags in den Vordersitzen.

Das ESP, das ABS und der Bremsassistent gehören in jedem Clio ebenfalls immer mit zum Sicherheitspaket. Das automatische Abblendlicht, die LED-Scheinwerfer, die Einparkhilfe hinten, der Licht- und Regensensor und die LED-Nebelscheinwerfer kommen im Ausstattungsniveau Intens hinzu.

Mit dem Einparkassistenten (optional für die Ausstattungslinien Intens und Bose Edition) steht der Clio, ohne dass der Fahrer kurbeln muss, in Längs- und Querparklücken. Der Parkhelfer verfügt auch über eine Ausparkfunktion. Wer auf das System verzichten, aber trotzdem alles im Blick haben möchte, bestellt den Clio mit der Rückfahrkamera (für Intens und Bose Edition erhältlich).

Im ADAC-Bremstest kam der Renault Clio nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach durchschnittlichen 36,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungen stehen zur Wahl: Life, Limited, Intens und Bose Edition.

Im Einstiegsmodell Life sind der Tempomat, das schlüssellose Startsystem (Keycard), die elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegel, der Bordcomputer, aber nicht die Klimaanlage inklusive. Der Life rollt auf 15-Zoll-Stahlrädern.

Zum serienmäßigen Lieferumfang des Limited zählen die im Sommer wichtige manuelle Klimaanlage, ein Audiosystem mit integrierter Smartphone-Halterung und USB-Schnittstelle, der höhenverstellbare Fahrersitz, drei Kopfstützen hinten und der umklappbare Beifahrersitz. Der Limited steht auf 16-Zoll-Rädern.

Der Clio Intens verfügt über das schlüssellose Zugangs- und Startsystem (Keycard Handsfree), das Infotainmentsystem Media Nav Evolution, elektrische Fensterheber hinten und ein Lederlenkrad.

Ebenso findet sich hier die ECO Mode-Taste, nach deren Druck der Verbrauch um bis zu zwölf Prozent sinken soll, indem die Motorleistung, das maximale Drehmoment und die Leistung der Klimaanlage zurückgefahren werden. Der Intens fährt ebenfalls auf 16-Zoll-Pneus.

Die Bose Edition lebt auf größerem Fuß, 17 Zoll. Mit dabei sind hier auch die Sitzheizung vorne, der höhenverstellbare Beifahrersitz, der automatisch abblendende Innenspiegel, die Klimaautomatik und das Online-Infotainment R-LINK Evolution.

Das System beinhaltet die Smartphone-Integration via Android Auto, den 7-Zoll-Touchscreen, ein Navigationssystem, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung, die Sprachsteuerung und den Digitalradio-Empfang (DAB+).

Das große Infotainmentsystem erhält man auch gegen Zuzahlung im Intens. Genauso ein Panorama-Glasdach in allen Ausstattungslinien, außer im karger ausgestatteten Einstiegsmodell Life. Entscheidet man sich aber genau für dieses in Verbindung mit einem kleinen Motor, erhält man den Renault Clio mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zusammenfassung

Der Clio ist nicht schwer, also reicht auch ein kleiner Motor. Und er macht es seinem Fahrer leicht, dank des gut auf den Alltag zugeschnittenen Konzepts mit ausreichend Platz, unproblematischen Fahreigenschaften, sparsamen Motoren und guter Fahrzeugsicherheit. Und all das zum fairen Preis.

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