Mitsubishi Space Star Test

Preisbewusster Kleinwagen mit markantem Chrom

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sehr preiswert
  • Niedriger Verbrauch
  • 5 Jahre Garantie
  • Schwacher Basismotor
  • Gefühllose Lenkung
  • Basismodell ohne Klimaanlage

10.226 € - 17.537 € Preisklasse

5 Sitze

4,3 - 4,7 l/100km

Test

Der Space Star von Mitsubishi, der zum Modelljahr 2020 schon sein zweites Facelift erhielt, vereint Dinge in einem Kleinwagen, die teure Lifestylemobile wie ein Mini so nicht mehr zu bieten haben: Ein gutes Raumangebot mit fünf Türen zu einem Preis, der so kompakt ist wie das Fahrzeug.

Das erklärt viel vom seit 2012 währenden Erfolg des Mitsubishi Space Star, der sich in Deutschland im letzten Jahr vor dem 2020er Modelljahr rund 20.000 Mal verkaufte. Ein anderer Grund ist das praktische Format. Mit 3,85 Meter Länge ist der Space Star noch kompakt genug, um enge Parklücken in der City zu entern, bietet aber Plätze für fünf.

Für fünf Passagiere ist der Space Star zugelassen. Vier kommen besser unter. Vorne sitzt man gut. Dank der serienmäßigen Fünftürigkeit steigt man hinten bequem ein. Zu zweit sitzt man, mit der im Kleinwagen möglichen Beinfreiheit, akzeptabel. Zu dritt wird es eng. 

Praktisch ist die ebene Ladefläche nach dem flach legen der Rückbank und das Kofferraumbodenfach, aber das Kofferraumvolumen ist nur durchschnittlich (Ausstattungslinie Top mit geringerem Kofferraumvolumen; siehe technische Daten).

Ein Vergleich zeigt das. Ein Kia Picanto ist mit 3,60 Meter Länge zwar über zwanzig Zentimeter kürzer als der Space Star, bietet mit 255 bis 1.010 Liter aber mehr Volumen im Kofferraum. Im 4,06 Meter langen Dacia Sandero dürfen im Heck 320 bis 1.200 Liter verstaut werden und auch die deutschen Kleinwagen der Viermeterklasse à la Ford Fiesta (292 Liter) oder VW Polo (351 Liter) schlucken mehr Gepäck. 

Das Längenwachstum von 3,80 auf 3,85 Meter kam nicht dem Raumangebot, sondern vor allem der Crashsicherheit des Mitsubishi Space Star zugute, der mit der Überarbeitung endlich moderne Fahrassistenten und Sicherheitssysteme erhielt. 

Und auch äußerlich hat das Facelift dem Space Star sichtbar gut getan. Das Space Star Facelift, das seit Februar 2020 auf deutschen Straßen rollt, orientiert sich mit der überarbeiteten Front im „Dynamic Shield Design“ mehr am Outfit der anderen Mitsubishi Modelle, ohne das zu verleugnen, was der Japaner immer war und auch nach dem Facelift bleibt: ein zweckmäßiger Alltagsbesteher.

Diese Zweckmäßigkeit offenbaren einem auch die günstigen Kunststoffe, aber die Dekors und Sitzpolster wurden mit der Überarbeitung genauso aufgefrischt wie das Infotainment. Das wartet mit einem Touchscreen, flotter Smartphone-Einbindung und sogar, wenn man sich für die Topausstattung entscheidet. einer Rückfahrkamera auf. Die sorgt beim Parken genauso für Klarheit wie die gut ablesbaren Instrumente und, wenn mit dabei, das Navigationssystem.

Wendig macht den Space Star, obwohl die Lenkung indirekt und nicht sonderlich präzise arbeitet, der sehr kompakte Wendekreis von 9,2 Metern. Der Komfort fühlt sich fürs Format gut an. Der Motor hat mit wenig Gewicht wenig zu schaffen. Motorisch gibt es im Space Star Facelift jedoch keine Neuigkeiten zu vermelden. 

Die Besetzung im Motorraum ist die alte. Die Wahl fällt zwischen zwei Dreizylindern mit 71 und 80 PS. Der eine ist die bessere und der andere die vernünftigere Wahl. Warum, erfahren Sie im nächsten Kapitel dieses Tests.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 3,85 Meter
Breite 1,67 Meter
Höhe 1,51 Meter
Kofferraumvolumen 235 (209) bis 912 (881) Liter
Türen 5
Leergewicht 935 bis 980 Kilogramm
Zuladung 420 bis 465 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.290 bis 1.370 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst / gebremst
0 bis 100 Kilogramm /
0 bis 200 Kilogramm

Im Space Star arbeiten immer drei. Die beiden Dreizylinder unterscheiden sich neben der Leistung im Hubraum und in der Getriebeauswahl. Den schwächeren erhält man nur mit dem manuellen 5-Gang-Schaltgetriebe, den stärkeren auch mit einer stufenlosen CVT-Automatik.  

Die Benziner

Für den Einstiegsmotor im Space Star sprechen der Preis und das niedrige Gewicht. Den 71 PS stehen nur etwas mehr als 900 Kilogramm Gewicht gegenüber. Das geht okay, aber von einem 1,0-Liter-Motor ohne Turbolader sollte man sich auch nicht zu viel Kraft versprechen. 88 Newtonmeter Drehmoment versprechen wenig Durchzugskraft, und auf der Autobahn hält der kleine Saugmotor sein Versprechen.

Die beschaulichen 15,7 Sekunden, die für den Spurt von 0 auf 100 km/h vergehen, zeigen dem Fahrer, wo er den Space Star 1.0 am besten bewegt: in der Stadt. Dort hält man ihn mit Drehzahl bei Laune. Dann liegt der Verbrauch allerdings schnell über den von Mitsubishi angegebenen 4,5 Liter Super/100 km.

Der 1,2-Liter-Dreizylinder gilt als der bessere Motor für die Autobahn, denn die 200 Kubikzentimeter mehr Hubraum sorgen dafür, dass der Space Star mit dem 80 PS starken Motor nicht nur flotter, sondern auch entspannter voran kommt. Beim Ausdrehen arbeitet aber auch dieser Dreier mit kernigem Dreizylinderklang. 

Am Verbrauch ändert sich, egal ob man das manuelle Schaltgetriebe oder die Automatik wählt, nur wenig. Der Verbrauch wurde im Space Star mit 4,6 bis 4,7 Liter Super gemessen, die alle 100 Kilometer aus dem 35 Liter großen Tank abfließen.

1.0 1.2 1.2 CVT
Hubraum [ccm] 999 1.193 1.193
Leistung [PS] 71 80 80
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe Stufenlose Automatik
0 – 100 km/h [s] |
Höchstgeschwindigkeit [km/h]
15,7 | 172 12,6 | 180 13,5 | 173
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin

Entscheidet man sich für das Lockangebot der Basisausstattung, zahlt man einen sehr niedrigen Preis für einen vernünftigen, bewährten und preiswerten Kleinwagen, aber man verzichtet auf einiges, was erst die höheren Ausstattungslinien zu bieten haben.

Space Star Basis 

Das fünfsitzige und fünftürige Basismodell wird ausschließlich mit dem 71-PS-Motor und der manuellen 5-Gang-Schaltung geliefert und ist von der Ausstattung eher zweckmäßig gestrickt. Klimaanlage und Radio fehlen (nur die Radiovorbereitung mit zwei Lautsprechern ist inklusive). Die Sicherheitsausstattung beschränkt sich mit dem ESP, der Traktionskontrolle, dem Bremsassistenten, der Reifendruckkontrolle, den sechs Airbags und der Berganfahrhilfe auf ein Minimum. 

Mit den elektrischen Fensterhebern vorn, den elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, dem Licht- und Regensensor, dem höhenverstellbaren Fahrersitz, den ISOFIXKindersitzbefestigungen und der im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbaren Rücksitzlehne erfüllt der Space Star sein Pflichtprogramm aber ganz gut.

Space Star Plus

An der Sicherheit und dem Motor, der hier mit einem Start-Stopp-System verbunden ist, ändert sich im Space Star Plus nichts. Auch der Plus ist ausschließlich mit der 71-PS-Maschine bestellbar. 

Wichtiges kommt hinzu. Die Klimaanlage und das CD-MP3-Radio mit vier Lautsprechern und USB-Schnittstelle gehören im Plus ebenso mit zur Serienausstattung wie die Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Hinzu kommen die Gepäckraumbeleuchtung, die herausnehmbare Gepäckraumabdeckung, die „High-Contrast“-Instrumentierung und die LEDRückleuchten.

Space Star Top

Der Space Star Top, der nur in Verbindung mit dem 80-PS-Motor und Schaltgetriebe oder CVT-Automatik zu bekommen ist, ist die erste Wahl, wenn es um die Sicherheit geht. Im Top zählen seit dem Facelift das Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung, der Notbremsassistent, der Spurhalte- und Fernlichtassistent und die Rückfahrkamera mit zum Sicherheitspaket. 

Rein äußerlich machen die LEDScheinwerfer mit LEDTagfahrlicht, die Nebelscheinwerfer, die LED-Blinkleuchten an den Außenspiegeln, die 15 statt 14 Zoll großen Räder und die hinten stark abgedunkelten Scheiben den Unterschied.

Im Innenraum sind das Multifunktionslenkrad und der Schaltknauf mit Leder bezogen und auch funktional hat das Topmodell einiges mehr zu bieten mit den jetzt auch beheizbaren Außenspiegeln, den elektrischen Fensterhebern auch hinten, dem Smart-Key-System mit Start-Stopp-Knopf, der Klimaautomatik, dem Tempomat, der Sitzheizung und dem 7-Zoll-Infotainment. Das umfasst eine Bluetooth-Schnittstelle, eine Freisprecheinrichtung, den digitalen Radioempfang (DAB+) sowie die Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay oder Android Auto. 

Zwischen den höhenverstellbaren Vordersitzen, die statt mit Stoff mit schwarzem Stoff und Kunstleder bezogen sind, findet sich eine Mittelarmlehne für den Ellbogen und im Kofferraum das praktische Staufach. 

Space Star Intro Edition und Intro Edition+

Diese Modelle sind Sondermodelle zum Marktstart des Facelifts. Die Intro Edition ähnelt im Ausstattungsumfang der mittleren Linie Plus und die Intro Edition+ dem Topmodell Top.

Und die Sicherheit im Test? Im ADAC-Bremstest kam der Mitsubishi Space Star nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach nicht berauschenden, aber akzeptablen 36,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Im Modellprogramm von Mitsubishi zählt der Space Star aus guten Gründen zu den erfolgreichsten Modellen. Dies liegt am Preis und an der unprätensiösen Zweckmäßigkeit mit genügend Platz. fünf Türen und kompakten Maßen. 

Mit dem Facelift wurde das Infotainment verbessert und endlich sind nun auch vor dem Facelift vermisste Fahr- und Sicherheitsassistenten mit von der Partie. Und das trotz leichter Preiserhöhung weiterhin zum attraktiven Preis und mit großzügigen fünf Jahren Garantie, die Mitsubishi auf den Dauerbrenner Space Star gibt.

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