Mitsubishi Space Star Test

Kleinwagen mit wenig Verbrauch

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Niedriger Verbrauch
  • Niedriger Preis
  • Optionale Xenonscheinwerfer
  • Kaum Fahrassistenzsysteme
  • Schwacher Basismotor
  • Gefühllose Lenkung

9.990 € - 15.690 € Preisklasse

5 Sitze

4,5 - 5 l/100km

Test

Im Modellprogramm von Mitsubishi zählt der Space Star, dessen erste Generation im Jahr 2005 als Van auf die Welt kam und heute als Kleinwagen aus dem Verkaufsraum rollt, zu den erfolgreichsten Modellen.

Dies liegt einerseits am Preis und andererseits auch an der unprätentiösen Zweckmäßigkeit. Wenn der Zweck die Mittel heiligt, ist der Mitsubishi Space Star ein gutes Mittel zum Zweck – mit genug Platz auf 3,80 Meter Länge, fünf Türen und niedrigem Preis. Mit diesem konkurriert er mit Sparmobilen wie dem Dacia Sandero und dem Kia Picanto. Einem VW Up hat er die Länge und den niedrigen Preis voraus.

Zum Modelljahr 2016 erhielt der fünftürige Fünfsitzer ein Facelift, womit sich einiges verbesserte. Mit Extras wie Xenonscheinwerfern, digitalem Radioempfang und flotter Smartphone-Einbindung dockt der schon seit 2012 gebaute Mitsubishi Space Star, der sich im Innenraum mit günstigen Kunststoffen und zweckmäßiger Verarbeitung präsentiert, in der Moderne an.

Das Fahrwerk und die Lenkung wurden zwar überarbeitet, aber vorne im Motorraum blieb es bei der alten Besetzung. Die Wahl fällt weiterhin zwischen zwei Dreizylindern mit 71 und 80 PS. Der eine ist die bessere und der andere die vernünftigere Wahl.

Auch wenn der Space Star mit dem 2016er Facelift durch einen neuen Grill, neue Stoßfänger und ein knackiges Heck mit LED-Rückleuchten fescher wurde, blieb er sich in seiner Philosophie „viel Auto für wenig Geld“ treu. Über die Stärken und Schwächen des Space Star, auf den Mitsubishi trotz seines niedrigen Preises lange Garantie gibt, erfahren Sie hier mehr – Eingestiegen!

Das „Space“ stand im ersten Mitsubishi Space Star für „Raum“ und das „Star“ für viel davon. Der Mitsubishi Space Star ist aber heute kein Van mehr, sondern ein Kleinwagen im 3,80-Meter-Format. Dem entsprechend fallen die Platzverhältnisse im Fünftürer aus.

Es steht aber trotzdem genügend Platz im Innenraum zur Verfügung. Vorne sitzt man auf den dünn gepolsterten Sitzen mit genug Bewegungsfreiheit. Auf der Rückbank entscheidet der auf den Vordersitzen Platz nehmende über die Beinfreiheit. Ist er lang, ist sie kurz. Ist er durchschnittlich groß, genügt es. Auch die Kopffreiheit passt, wenn man nicht zu den Sitzriesen zählt.

Der Kofferraum zählt allerdings nicht zu den großen. 235 bis 912 Liter gehen hinein. Ein Kia Picanto ist mit 3,60 Meter zwanzig Zentimeter kürzer, hat mit 255 bis 1.010 Liter aber mehr Volumen. Im 4,06 Meter langen Dacia Sandero dürfen hinten 320 bis 1.200 Liter eingepackt werden und auch die teureren Fahrzeuge de Viermeterklasse haben mehr zu bieten. Ford Fiesta: 292 Liter. Opel Corsa: 285 Liter. VW Polo: 351 Liter.

Praktisch ist im Mitsubishi Space Star die nach dem Umlegen der Rückbanklehne entstehende ebene Ladefläche und das Kofferraumbodenfach, in dem sich Dinge vor Blicken geschützt verstauen lassen.

Technische Daten

Länge 3,80 Meter
Breite 1,67 Meter
Höhe 1,51 Meter
Kofferraumvolumen 235 bis 912 Liter
Türen 5
Leergewicht 940 bis 997 Kilogramm
Zuladung 1.290 bis 1.370 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 418 bis 461 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 0 bis 100 Kilogramm/0 bis 200 Kilogramm

Kleinwagen fahren bedeutet im Idealfall gute Übersicht und spielerisch leichtes Einparken. Beides erfüllt sich im Space Star, der sich zwar nicht sehr präzise lenkt und nicht besonders dynamisch fährt, aber mit einem Wendekreis von 9,2 Metern überzeugt. Das gilt auch für den Komfort. Die Frage ist daher nur, welchen der beiden Motoren man nehmen soll?

Die Benziner

Mehr als drei Zylinder und 1,2 Liter Hubraum werden im Mitsubishi Space Star nie geboten. Das ist auch nicht notwendig, denn der Space Star wiegt nur knapp über 900 Kilo. Von einem 1,0-Liter-Motor ohne Turbolader, dem Vernunftmotor im Space Star, sollte man sich jedoch nicht viel Kraft versprechen.

88 Nm Drehmoment bedeuten wenig Durchzug. Und werden die 71 PS mit dem Gasfuß und dem gut zu bedienenden Schaltknüppel des 5-Gang-Getriebes mit hohen Drehzahlen abgerufen, erfüllen sich die angegebenen viereinhalb Liter Super in der Praxis im Verbrauch ganz sicher nicht.

Und die beschaulichen 16,7 Sekunden, die für den Spurt von 0 auf 100 km/h vergehen, zeigen einem auch, wo und wie man den Spacestar 1.0 am besten bewegt: in der Stadt oder auf der Landstraße ohne Hektik.

Der 1,2-Liter-Dreizylinder ist der geeignete Motor für die Autobahn. Der kleine Aufschlag Hubraum, die zusätzlichen neun PS und die 106 Nm maximales Drehmoment sorgen dafür, dass der 1,2er für relativ entspanntes aber flotteres Vorankommen sorgt – obwohl auch er beim Ausdrehen mit dem typischen Dreizylinderklang laut wird.

1.0 1.2 1.2 CVT
Hubraum [ccm] 999 1.193 1.193
Leistung [PS] 71 80 80
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 1-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
16,7 | 172 12,7| 180 13,5| 173
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin

Volkswagen? Was macht ein Auto zum Volkswagen? Nicht nur die deutsche Herkunft, auch der Preis. Knapp 10.000 Euro ruft Mitsubishi auf. Da kann VW-Volkswagen nicht mehr mithalten. Ein Dacia Sandero kostet sogar 3.000 Euro weniger und ein Kia Picanto hat den gleichen Preis. Auch für andere Komapkte aus deutscher Produktion muss tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die Höhe der Investition hängt davon ab, welche der drei Ausstattungslinien man wählt, die Basis, den Plus oder den Top?

Space Star Basis

Das Basismodell wird ausschließlich mit dem 71-PS-Motor und der manuellen 5-Gang-Schaltung geliefert und ist von der Ausstattung eher zweckmäßig. Die Sicherheitsausstattung beschränkt sich mit dem ESP, sechs Airbags und der Berganfahrhilfe auf ein Minimum.

Mit den elektrischen Fensterhebern vorn, der elektrischen Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, der Licht-Abschaltautomatik, dem höhenverstellbaren Fahrersitz und der im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbaren Rücksitzlehne erfüllt der Space Star sein Pflichtprogramm, das durch einige Zierteile in Klavierlackoptik aufgehübscht wird.

Für den Preis ist es erstaunlich, dass schon im Basismodell einige Dinge mit zur Serienausstattung gehören, für die bei vielen Konkurrenten Aufpreise gezahlt werden müssen. Bereits im günstigsten Space Star zählen die Klimaanlage, die elektrisch einstellbaren Außenspiegel und das CD-MP3-Radio mit vier Lautsprechern und USB-Schnittstelle mit dazu.

Space Star Plus

An der Sicherheit, dem Getriebe und dem Motor, der hier mit einem Start-Stopp-System verbunden ist, ändert sich im Plus nichts. Das Plus an Serienausstattung fällt in dieser Variante, die am Dachspoiler in Wagenfarbe zu erkennen ist, eher dünn aus. Hinzu kommen die Gepäckraumbeleuchtung, die herausnehmbare Gepäckraumabdeckung und die „High-Contrast“-Instrumentierung.

Space Star Top

Nur der Top ist in Verbindung mit dem 80-PS-Motor und der CVT-Automatik zu ordern. Rein äußerlich machen die schwarzen B-Säulen, die LED-Rückleuchten und die hinten stark abgedunkelten Scheiben den Unterschied und im Kofferraum findet sich noch das praktische Staufach.

Im Innenraum fallen die Unterschiede größer aus mit dem mit Leder bezogenen Schaltknauf und Multifunktionslenkrad mit Chrom- und Klavierlack-Applikationen, den elektrischen Fensterhebern auch hinten und der Sonnenblende mit Make-up-Spiegel auch auf der Beifahrerseite.

Und auch funktional hat das Topmodell einiges, vielleicht entscheidende mehr zu bieten mit den jetzt auch beheizbaren Außenspiegeln, dem Licht- und Regensensor, dem Tempomat und dem Radio mit Bluetooth-Schnittstelle, der Freisprecheinrichtung sowie der Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay oder Android Auto.

Und wenn einige Euro zugeschossen werden, lassen sich zwei Extras im Space Star bestellen. Die erste Option ist eine Metallic-Lackierung und die zweite das Extra-Paket mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Nebelscheinwerfern, LED-Blinkleuchten in den Außenspiegeln, LED-Standlicht, 15 statt 14 Zoll großen Felgen, schlüssellosem Zugangssystem, digitalem Radioempfang (DAB+) und Klimaautomatik. Auf optionale Fahrassistenzsysteme wie einen Toter-Winkel-Warner oder ein Notbremssystem verzichtet der Space Star.

Im ADAC-Bremstest kam der Mitsubishi Space Star nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach nicht berauschenden, aber akzeptablen 36,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der Mangel an Fahrassistenzsystemen, das überrascht nicht, resultiert aus dem niedrigen Einstiegspreis. Dafür sitzt man im Space Star trotzdem in einem vernünftigen Auto. Mit gutem Platzangebot und etwas schwächlichem, aber sparsamen Einstiegsmotor. Auf dieses Auto gibt Mitsubishi zum volksnahen Preis fünf Jahre Garantie – solche Volkswagen scheinen in Deutschland längst ausgestorben.

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