Mazda Mazda2 Test

Sparsamer City-Flitzer mit gutem Raumangebot

7/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Flinkes Fahrwerk
  • Knackige Schaltung
  • Sparsame Motoren
  • Rundumsicht
  • Platzverhältnisse im Fond
  • Vier Sterne im Crashtest

12.890 € - 21.490 € Preisklasse

5 Sitze

4,9 - 5,4 l/100km

Test

Kleinwagen fahren bedeutet nicht auf den Spaß am Fahren zu verzichten. Für diese Philosophie steht der Mazda2 mit seinem Fahrwerk, wenig Gewicht, seiner knackigen Schaltung und unbeschwertem Handling, dem nur Sportskanonen wie der neue Ford Fiesta folgen können.

Trotz seiner 4,06 Meter Länge und der praktischen vier Türen, die in jedem Mazda2 zur Basisausstattung gehören, ist der Kompakte kein Raumwunder. Vorne fallen die Raumverhältnisse gut aus, dahinter aber eng. Der Kofferraum dagegen bietet mit 280 Liter ein Volumen, das man in der stadttauglichen Kompaktklasse erwarten darf.

Zuletzt wurde der Mazda2 im Jahr 2017 überarbeitet. Sein fesches Design mit der relativ langen Motorhaube und der weit hinten platzierten Fahrgastzelle blieb dabei unangetastet. Bei der Fahrzeugsicherheit erhielt Mazdas 2er mit der Müdigkeitserkennung und dem überarbeiteten City-Notbremssystem ein Update. Die Fahrdynamik wurde mit der G-Vectoring-Control noch verfeinert.

Mit nur knapp einer Tonne Gewicht ist das Kurvenfahren im Mazda2 eine Freude. So wenig Gewicht sorgt für braven Verbrauch und benötigt nicht viel Leistung. 75 PS reichen, mit 115 PS ist man 200 km/h schnell und mit dem Dieselmotor verbraucht der Mazda2 nur 3,4 Liter Diesel.

Das gelungene Cockpit und die serienmäßigen vier Türen sprechen für den Mazda2. Der Fond ist eng. Der Kofferraum groß genug.

Das Interieur

Als Fahrer fühlt man sich im schicken Cockpit gut in den Mittelpunkt gestellt. So hat man die Instrumente direkt im Blick und die präzise rastenden Regler in Griffweite. Die Verarbeitungsqualität fällt positiv ins Auge.

Der Dreh-Drück-Steller auf der Mittelkonsole liegt gut in der Hand und die Bedienung des Multimediasystems erinnert an das iDrive von BMW, was Lob genug ist. Auch der 7-Zoll-Bildschirm, auf dem die Infos vom Multimediasystem und Bordcomputer auflaufen, lässt sich einwandfrei ablesen. Selten in dieser Fahrzeugklasse ist das Head-up-Display, das sich beim Mazda2 dazubestellen lässt.

Wenn man lange Beine besitzt, sollte man auf den Vordersitzen allerdings erst Probe sitzen, um herauszufinden, ob die etwas kurz geratenen Sitzflächen in Ordnung gehen. Hinten fällt das Dach ab, was die Kopffreiheit reduziert und für schlechte Übersicht im Bereich der Dachsäulen sorgt.

Der Kofferraum

Im Kofferraum erfüllen sich mit 280 bis 950 Liter Volumen die Erwartungen. Werden die im Verhältnis 60:40 geteilten Rückbanklehnen umgeklappt, bleibt allerdings eine Stufe im Ladeboden. Wahr ist auch, dass andere Kleinwagen wie Fords neuer Fiesta oder VWs neuer Polo mit 292 und 351 Litern noch mehr Platz im Kofferraum bieten.

Um ein Auto mit Emotion zu bewegen, bedarf es nicht immer eines starken Motors. Diese Erkenntnis reift im Mazda2 mit jeder Kurve. Schon die nächste bereitet garantiert wieder Spaß mit der präzisen, zackigen, aber trotzdem angenehm leichtgängigen Lenkung.

Mit der seit dem 2017er Facelift an der Vorderachse mitarbeitenden G-Vectoring Control-Software wurde die Handlichkeit des Mazda2 noch verfeinert. Das System reduziert beim Einlenken in eine Kurve für einen Sekundenbruchteil das auf die Vorderräder einwirkende Drehmoment.

Das Gewicht verlagert sich dadurch auf die Vorderachse und verbessert die Traktion der Vorderräder und damit das Einlenkverhalten.

Die knappe Tonne Gewicht (970 bis 1.040 kg Leergewicht, abhängig vom Motor) ist ebenso für das pfiffige Handling verantwortlich. Auf der Autobahn holpert der Mazda spürbar über den Belag und auch der Wind – Stichwort: Seitenwindempfindlichkeit – legt sich bei höherem Tempo schnell mal mit dem leichten Mazda an.

Was aber nichts am gelungenen Gesamteindruck ändert: Im kurzen Mazda2 kommt der Fahrspaß nicht zu kurz.

Wer den 75 bis 115 PS starken Mazda2 mit der Sechsstufen-Automatik bestellt, bringt sich um den Spaß am Selbstschalten mit dem gelungenen Fünfgang- und Sechsgang-Schaltgetriebe.

Die Benziner

Die Favoriten unter der Haube sind die mit einem Start-Stopp-System liierten Benzinmotoren. Die 1,5-Liter-Vierzylinder leisten 75, 90 und 115 PS, liefern zwar als Saugmotoren nicht so viel Drehmoment an die Vorderachse wie Turbomotoren, werden sie aber mehr gedreht, kommt mit ihnen im leichten Mazda Laune auf. Auch wegen der gepflegten Trinksitten.

Der Einstiegsbenziner, der Skyactiv-G 75, ist eine gute Wahl, wenn der Mazda hauptsächlich in der Stadt bewegt wird. Die 0,2 Liter Mehrverbrauch gegenüber dem 90-PS-Benziner, amortisieren sich durch den günstigeren Kaufpreis.

Der 90-PS-Benziner, der im Werksverbrauch mit 4,5 l/100 km auskommt, ist jedoch die bessere Wahl, wenn man darauf Wert legt, dass der Kleinwagen auf der Landstraße und der Autobahn mehr Laune machen soll. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h hat der 90 PS starke Benziner zudem mehr Reserven oben heraus als der Einstiegsbenziner mit 171 km/h. Wer noch schneller unterwegs sein möchte, für den ist der Skyactiv-G 115 i-ELOOP die erste Wahl.

Der beschleunigt den Mazda2 in 8,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Nur dieser Benziner wird mit der Bremsenergierückgewinnung i-ELOOP und einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Straße entlassen.

Die Diesel

Wie der 115-PS-Benziner wird auch der Skyactiv-D 105 mit dem sehr gut zu schaltenden Sechsgang-Schaltgetriebe geliefert. Die Vorteile des kultiviert laufenden und gut gedämmten Dieselmotors, der ebenfalls an ein Start-Stopp-System gekoppelt ist, liegen gegenüber den Benzinern in der größeren Durchzugskraft aus niedrigen Drehzahlen (220 statt 148 Nm beim 115-PS-Benziner) und im deutlich niedrigeren Verbrauch von 3,4 l/100 km (Werksangabe).

Das macht den Dieselmotor für Vielfahrer interessant, die allerdings, bevor gespart werden kann, den deftigen Aufpreis für den Diesel schultern müssen.

Neben dem sicheren und gut beherrschbaren Fahrwerk hat der frontgetriebene Mazda2 auch eine gute Sicherheits- und Assistenzausstattung zu bieten.

Schon das Basismodell Prime-Line verfügt über ein gutes Maß an Sicherheit mit dem ESP, dem Bremsassistenten, sechs Airbags, dem Reifendruck-Kontrollsystem, dem Berganfahrassistenten, der Fahrdynamik-Software G-Vectoring Control sowie dem Notbrems- und Sekundärkollisionsreduktions-System mit Warnblinkautomatik.

Wer den Mazda2 bestellt, sollte aber beachten, dass die Sicherheitssysteme an die Ausstattungslinien gekoppelt sind. Der Spurhalteassistent, der in der Exclusive-Line mit zum Lieferumfang gehört, verhindert ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrspur und der City-Notbremsassistent der Sports-Line bis zu einem Tempo von 30 km/h, soweit möglich, Unfälle in der Stadt.

Für die Exclusive-Line und Sports-Line bietet Mazda zudem LED-Haupt- und Fernscheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht mit automatischer Leuchtweitenregulierung an. Weitere Sicherheitshelfer finden sich in Paketen.

Die Ausparkhilfe mit Überwachung des rückwärtigen Verkehrs und der Spurwechselassistent Plus sind im Touring-Paket enthalten (optional für die Center-Line und Exclusive-Line, Serie für die Sports-Line). Das farbige Head-up-Display, die Müdigkeitserkennung und der City-Notbremsassistent Plus sind im ausschließlich für die Sports-Line erhältlichen Technik-Paket inbegriffen.

Im ADAC-Bremstest kam der Mazda2 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach mittelmäßigen 38,7 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest nur mit vier von maximal fünf möglichen Sternen bewertet.

Bei japanischen Herstellern entscheidet die Ausstattungslinie zumeist über den Umfang der Komfort- und Sicherheitsausstattung. So verhält es sich auch im Mazda2. Nur wenige Features sind auch als Einzelextra orderbar.

Der Mazda2 wird in den vier Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line, Exclusive-Line und Sports-Line angeboten.

Im Mazda2 Prime-Line sind das Start-Stopp-System, ein Audiosystem mit USB-/AUX-Anschluss und Lenkradbedientasten und das schlüssellose Motorstartsystem inklusive. Genauso die elektrischen Fensterheber vorne und hinten, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, die elektrisch einstellbaren Außenspiegel und der höheneinstellbare Fahrersitz. Die Klimaanlage kostet allerdings extra.

Die Center-Line verfügt über die Klimaanlage und zusätzlich über eine Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, Bluetooth und Audiostreaming, einen Tempomat, beheizbare Außenspiegel, eine Höhenverstellung auch für den Beifahrersitz und die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbanklehne.

Die Exclusive-Line macht mit dem MZD Connect-7-Zoll-Touchscreen, dem besseren Audiosystem (sechs Lautsprecher, CD-Player, zweiter USB-Anschluss), dem Digitalradio, dem Spurhalteassistenten und den abgedunkelten hinteren Scheiben den Unterschied.

Die höchste Ausstattungslinie firmiert unter dem Namen Sports-Line und beinhaltet zusätzlich die Klimaautomatik, 16- statt 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, elektrisch anklappbare Außenspiegel, den City-Notbremsassistenten, den Spurwechselassistenten Plus, die LED-Nebelscheinwerfer, die hinteren Parksensoren, den Licht- und Regensensor, die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer und noch einiges mehr.

Zusammenfassung

Mit dem flinken Handling, der äußerst knackigen Schaltung und den kultivierten Antrieben sammelt der Mazda2 Pluspunkte. Das allein macht den Mazda2 für manchen schon zum idealen Kauf. Die Bedienung und die Verarbeitungsqualität überzeugen und mit den Schwächen des Mazda2 kann man sich arrangieren.

Mit dem etwas engeren Fond kann man auskommen, die Klimaanlage lässt sich im Basismodell hinzubestellen und eine höhere Ausstattungslinie sorgt für mehr Sicherheit.

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