Förderung der E-Ladesäulen: Welche Programme gibt es?

Hat man sich ein E-Auto gekauft, stellt man sich zwangsläufig einmal die Frage, wo man sein Fahrzeug am besten aufladen kann. Eine Wallbox für zuhause wäre die komfortabelste Lösung, doch das kostet viel Geld. Ladesäulen in der Umgebung sind vor allem in ländlicheren Gebieten eher selten. Das Problem wurde erkannt und einige Bundesländer fördern deshalb den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos.

Wer sich für die Umwelt einsetzen will und sich ein Elektroauto kaufen möchte, hat leider mit recht hohen Kosten im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor zu rechnen. Nicht nur der Preis für eine E-Auto ist höher, auch die Kosten für Strom, eine Wallbox oder das Aufladen an öffentlichen Ladesäulen schlägt aufs Budget.

Ladeoptionen gibt es einige, doch sind sie nicht für alle in der gleichen Weise verfügbar. Wir haben Beispiele von Förderprogrammen einiger Bundesländer zum Ausbau der Ladeinfrastruktur  in folgender Tabelle zusammengefasst:

Förderprogramme der Bundesländer

Bundesland  Förderprogramm  Fördergegenstand  Förderberechtigte Voraussetzungen  Förderhöhe Antragstellung  Laufzeit
Baden-Württemberg “Charge@BW” Förderung der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge Ladesäulen, Installation, Netzanschluss nur juristische Personen Strom aus erneuerbaren Energien; Betrieb mind. 3 Jahre; aktuellsten Stand der Technik einhalten 40%, max. 2.500 Euro pro Ladepunkt bei der L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg) bis auf Weiteres
Bayern “Laden in München” zum Aufbau einer großvolumigen Ladeinfrastruktur Ladestationen, Software für Lademanagement, Elektrofachplanung, Vorbereitung und Installation nur juristische Personen mehr als 10 Ladepunkte errichten; Ladepunkte im Stadtgebiet München; Betrieb nur mit Ökostrom; Teilnahme an Begleitforschung der TU München Je nach Unternehmensgröße und Jahresumsatz zwischen 40% bis 60% der Gesamtkosten beim Referat für Gesundheit und Umwelt, SG E-Mobilität in München bis 30. September 2020
Bayern “München e-mobil” E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Beratung zur E-Mobilität Privatpersonen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Wohnungseigentümergemeinschaften    Ladeinfrastruktur: 40% max. 3.000 Euro für Normalladepunkte, max. 10.000 Euro für Schnellladepunkte; Beratung: 80%, max. 6.000 Euro beim Referat für Gesundheit und Umwelt, SG E-Mobilität in München bis 31. Dezember 2020
Hamburg “Förderprojekt ELBE” Ladesäulen, Installation, Inbetriebnahme, Betriebsführung Parkhausbetreiber, Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, Arbeitgeber, Betriebe, Vereine Bau und Betrieb von Ladepunkten an Gebäuden, Firmenarealen und in Parkhäusern 40% bis 60% der Gesamtkosten IFB (Investitions- und Förderbank) Hamburg bis 30. September 2020
Nordrhein-Westfalen “progres.nrw” für flächendeckendes und nutzerfreundliches Netz an Ladeinfrastruktur öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte (AC-Ladepunkte), Installation Privatpersonen und Unternehmen aller Art Leistung der Ladepunkte zwischen 11 – 22 kW; Installation und Prüfung durch einen Elektriker nicht öffentliche Ladepunkte: 50%, max. 1.000 Euro pro Ladepunkt öffentliche Ladepunkte: 50%, max. 5.000 Euro pro Ladepunkt bei der Bezirksregierung Arnsberg bis 30. September 2023
Thüringen “E-Mobil Invest” Vorhaben zur Einführung der Elektromobilität in Thüringen Ladesysteme, elektrische Pufferspeicher, technische Ausrüstung Unternehmen und sonstige juristische Personen Betrieb mind. 5 Jahre; Strom aus erneuerbaren Energien; ständige Zugänglichkeit ist zu gewährleisten Ladeinfrastruktur: bis zu 75% der Anschaffungskosten inkl. Installation, max. 15.000 Euro pro Ladestation; Pufferspeicher: 500 Euro/kWh, max. 75% der Gesamtausgaben beim Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz bis 31. Dezember 2020

Für genauere Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen informieren Sie sich bitte bei der zuständigen Stelle. Konditionen und Förderdauer können sich ändern. Auch nicht aufgeführte Bundesländer können in Zukunft relevante Programme initiieren, wir haben uns auf die momentan interessantesten Förderprogramme beschränkt.