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Innovationsprämie für E-Autos 2022: Bis zu 10.000 € Elektro-Prämie sichern

16. Mai 2022 von

Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte sich ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid anschaffen. Wir sagen Ihnen, welche Förderungen es im Bereich der Elektro- und Plug-in Hybridautos gibt.

Aktualisierung vom 15.04.2022: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 13.04.22 einen Entwurf zur neuen Richtlinie zum Umweltbonus vorgelegt.

Das sind die wichtigsten Änderungen des Entwurfs:

  • Fördersatz für Elektroautos sinkt ab 01.01.2023 auf 4.000 € staatl. Anteil (+2.000 € Herstelleranteil)
  • Grundlage der Förderfähigkeit ist dann der Gesamtfahrzeugpreis (brutto) inkl. Sonderausstattung statt wie bisher der Nettolistenpreis
  • Förderfähig sind Fahrzeuge mit einem Gesamtfahrzeugpreis bis 65.000 €, die Abstufung bei 40.000 € entfällt.
  • Förderung für Plug-in Hybride endet zum 31.12.2022
  • Fördersatz für Elektroautos sinkt auf 3.000 € staatl. Anteil (+1.500 € Herstelleranteil) ab 01.01.2024 und läuft schließlich Ende 2025 komplett aus
  • Mindesthaltedauer zur Förderung wird von 6 auf 12 Monate erhöht, bei Leasingfahrzeugen mit Haltedauer unter 12 Monate entfällt die Förderung. Zwischen 12 und 23 Monaten gelten geringere Fördersätze (staatl. Anteil 2023: 2.000 €, 2024 – 2025: 1.500 €)

Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Förderung für Plug-in Hybride Ende des Jahres auslaufen wird. Wir zeigen Ihnen daher, welche Hybridautos noch 2022 lieferbar sind.

Innovationsprämie 2022: Wird die BAFA-Förderung verlängert?

Am 30. Dezember 2021 wurde im Bundesanzeiger die Verlängerung der Innovationsprämie offiziell bestätigt. Im Detail bedeutet das:

  • Innovationsprämie wird in bisheriger Form bis Ende 2022 verlängert
  • Weiterhin bis zu 9.000 € für E-Autos und bis zu 6.750 € für PHEVs
  • Ab 2023 neue Ausrichtung der Förderung mit strengeren Regeln

Der Umweltbonus wird aber auf jeden Fall Ende 2025 auslaufen. Aufgrund langer Lieferzeiten, die sich durch den Ukraine-Krieg nochmal verschärft haben, werden einige Elektroautos nicht mehr in 2022 geliefert. Nach aktuellem Stand wird es die Innovationsprämie, also die Verdopplung des staatlichen Anteils, in 2023 nicht mehr geben. Wenn Sie sich für ein Elektro– oder Hybridmodell entscheiden, das erst nächstes Jahr geliefert wird, werden Sie insgesamt statt 9.000 Euro nur noch 6.000 Euro Bonus erhalten.

Förderfähig sind weiterhin folgende Fahrzeuge:

  • Reine Batterieelektrofahrzeuge
  • Von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (Plug-in Hybride)
  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Fahrzeuge, die keine lokalen CO2-Emmissionen aufweisen
  • Plug-in Hybride mit höchstens 50 g CO2/km oder mindestens 40 km rein elektrischer Reichweite (ab 2022 gilt: 50 g CO2/km oder mind. 60 km rein elektrische Reichweite, ab 2023 gilt: 50 g CO2/km oder mind. 80 km rein elektrische Reichweite)

Außerdem ist seit Juli 2019 eine Förderung von 100 Euro vorgesehen, wenn man zusätzlich ein akustisches Warnsystem (AVAS) zum Schutz von blinden oder sehbehinderten Menschen erwirbt oder nachrüstet.

Weitere Voraussetzungen für den Erhalt der Innovationsprämie sind außerdem:

  • Neufahrzeug mit Netto-Listenpreis des Basismodells bis maximal 65.000 Euro
  • Fahrzeug muss mindestens vier Räder haben und höchstens acht Sitzplätze
  • Zulassung des Fahrzeugs auf den Antragsteller
  • Mindesthaltedauer des Neuwagens ist 6 Monate

Den entsprechenden Antrag für den Umweltbonus können Sie online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abrufen.

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick der Elektro- und Hybridprämien (Innovationsprämie) zu Modellen der einzelnen Hersteller:

Innovationsprämie (Umweltbonus) für Elektro- und Hybridautos
Marke Förderung
Renault bis zu 10.000 Euro Prämien anzeigen
Hyundai bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Volkswagen bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Audi bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Polestar bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Skoda bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Dacia bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Opel bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
smart bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
BMW bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
MINI bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Fiat bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Peugeot bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Toyota bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
KIA bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Citroen bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Cupra bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Nissan bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Honda bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Mazda bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
MG bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
DS bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Ford bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Mercedes bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Lexus bis zu 9.000 Euro Prämien anzeigen
Tesla bis zu 7.500 Euro Prämien anzeigen
Volvo bis zu 7.500 Euro Prämien anzeigen
Jaguar bis zu 7.500 Euro Prämien anzeigen
Seat bis zu 6.750 Euro Prämien anzeigen
Jeep bis zu 6.750 Euro Prämien anzeigen
Mitsubishi bis zu 6.750 Euro Prämien anzeigen
Suzuki bis zu 5.625 Euro Prämien anzeigen
Land Rover bis zu 5.625 Euro Prämien anzeigen

Hinweis: Der staatliche Anteil am Umweltbonus muss erst einmal vorgestreckt werden. Sobald Sie das Fahrzeug zugelassen haben, können Sie den Antrag beim BAFA stellen und erhalten den Betrag rückerstattet. Dabei darf das Fahrzeug nicht länger als maximal ein Jahr bereits zugelassen sein.

Die Rückerstattung hängt vom noch zur Verfügung stehenden Fördertopf ab, außerdem muss das Fahrzeug mindestens sechs Monate auf die Antrag stellende Person zugelassen bleiben. Bei Leasingfahrzeugen liegt die Mindesthaltedauer je nach Laufzeit zwischen 12 und 24 Monaten. Die Fördervoraussetzungen für Gebrauchtwagen finden Sie hier.

Die sogenannte Doppelförderung für Elektroautos ist außerdem wieder möglich. Das bedeutet, dass man den staatlichen Umweltbonus mit anderen Fördermaßnahmen kombinieren kann. Außerdem gibt es bei der Förderung von Leasingfahrzeugen eine Neuerung, hier ist die Fördersumme nun abhängig von der Leasingdauer. Diese neuen Beschlüsse sind bereits amtlich.

Umweltbonus (BAFA) Elektromobilität

Der Bund hat sich am 3. Juni 2020 im Zuge eines Corona-Konjunkturpakets auf eine Erhöhung der Förderung für E-Autos verständigt. Damit sollen Autokäufer entlastet und gleichzeitig der Absatz von umweltfreundlichen Antrieben weiter gefördert werden. Die sogenannte Innovationsprämie wird weiterhin je zur Hälfte durch die Automobilhersteller (Eigenanteil) und zur anderen Hälfte durch einen Bundeszuschuss (Bundesanteil) gewährt.

Ist eine Doppelförderung für Elektroautos möglich?

Ja, seit dem 16. November 2020 ist eine E-Auto Doppelförderung möglich. Bis zu diesem Zeitpunkt war es verboten, den Umweltbonus und eine andere Förderung, beispielsweise der Gemeinden oder Städte, für das gleiche Fahrzeug in Anspruch zu nehmen. Der Passus hatte es verboten, ein E-Auto mit verschiedenen öffentlichen Mitteln gleichzeitig zu fördern, das ist seit Mitte November 2020 aber möglich. Außerdem hat das BAFA am 14. Januar 2021 bekannt gegeben, dass noch weitere Förderprogramme mit dem Umweltbonus kombiniert werden können.

Folgende Förderprogramme sind in Kombination mit dem Umweltbonus zugelassen:

  • Sofortprogramm “Saubere Luft” BMU
  • Flottenaustauschprogramm “Sozial und Mobil” BMU
  • Förderrichtlinie Elektromobilität BMVI
  • Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 BMVI
  • Klimaschutzoffensive für den Mittelstand KfW
  • Wirtschaftsnahe Elektromobilität WELMO (Land Berlin)
  • Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen (Land Mecklenburg-Vorpommern)

Damit ist es nun möglich, andere Förderprogramme von Bund und Ländern zusammen mit dem Umweltbonus in Anspruch zu nehmen, was den Kauf eines Elektroautos noch attraktiver machen dürfte.

Wann kann das BAFA meinen Antrag ablehnen?

Wenn Ihr E-Auto oder Plug-in Hybrid alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt, wird Ihr Antrag auch bewilligt. Es kann allerdings sein, dass die Bearbeitung eine Weile dauert, je nachdem wie viele Anträge gerade beim BAFA eingegangen sind. Gründe für eine Ablehnung können nur administrativer Natur sein, beispielsweise, wenn ein Antrag doppelt gestellt wurde oder der Antragsteller nicht alle notwendigen Unterlagen nachgereicht hat und der Antrag somit nicht weiter bearbeitet werden konnte. Ein weiterer Grund für eine Ablehnung kann sein, dass der Antragsteller nicht auch der Fahrzeughalter ist, was aber vorgeschrieben ist, um die Prämie zu erhalten.

Wenn Sie sich an alle Punkte halten, wird Ihr Antrag nicht abgelehnt.

Sind Tageszulassungen oder Jahreswagen förderfähig?

Der erhöhte Umweltbonus schließt auch junge Gebrauchte mit ein. Um den Bonus zu bekommen, müssen die jungen Gebrauchten eine Haltedauer von mindestens vier und maximal acht Monaten vorweisen und dürfen maximal eine Laufleistung von 8.000 km zurückgelegt haben. Sollten diese Rahmenbedingungen erfüllt sein – wobei dies meist auf Vorführfahrzeuge zutreffen dürfte -, erhält man ebenfalls die Innovationsprämie.

Des Weiteren können Sie beim Kauf von Jahreswagen oder Tageszulassungen sparen. Vergleichen Sie auf jeden Fall die Angebote.

Steuervorteile für E-Autos

Neben der direkten Förderung beim Kauf von Elektroautos sind batterieelektrische Fahrzeuge, die bis 2025 zugelassen werden zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Sollte während dieser Zeit ein Halterwechsel stattfinden, bleibt die Steuerbefreiung davon unberührt. Das bedeutet, dass für den nächsten Halter innerhalb der verbleibende Zeit auch keine Steuer fällig ist. Für Plug-In Hybride gilt diese Befreiung nicht.

Auch, wenn Sie sich für ein E-Auto als Dienstwagen entscheiden, erhalten Sie Steuervorteile.

Wenn Sie damit liebäugeln, ein Elektroauto zu kaufen oder noch die verschiedenen Ladeoptionen abwägen, sollten Sie ebenfalls an mögliche Förderungen denken. Damit Sie sich einen besseren Überblick verschaffen können, haben wir spezielle Förderungen für die E-Ladesäulen für Sie zusammengestellt.