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KIA EV6 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein KIA EV6 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Viel zu bemängeln gibt es am KIA EV6 nicht. Im Test zeigt sich der Elektrowagen zuverlässig und powervoll. Das Elektroauto überzeugt mit gutem Fahrverhalten, üppiger Ausstattung und einem verhältnismäßig fairen Preis.

  • Hohe Reichweite mit 77,4 kWh Batterie
  • Erst bei 185 km/h abgeregelt (260 km/h als EV6 GT)
  • Gute Assistenzsysteme, teils gegen Aufpreis
  • Modernes Design

Modelle von KIA und Hyundai sehen sich nicht nur ähnlich, sie sind tatsächlich miteinander verwandt. Beide Autofirmen kommen aus Korea und setzen auf futuristische Modelle. Dabei dürfen natürlich auch Elektrowagen nicht fehlen. Nach dem bekannten Hyundai Ioniq 5 stellt KIA den EV6 auf den Elektroauto-Markt. Dieses Modell ist besonders powervoll. Während einige Konkurent:innen bereits bei 160 km/h abgeregelt sind, kann die Kundschaft schon mit der Serienversion des KIA EV6 bis zu 185 km/h schnell fahren. Überzeugt?

Ausgefeilte Optik

Was ist der Kundschaft am wichtigsten? Die inneren oder die äußeren Werte? Genauso wie bei der Partnerwahl spielen auch beim Autokauf beide Parameter meist eine wichtige Rolle. Der Wagen soll auf der einen Seite gut fahren, viel Sicherheit bieten, aber auf der anderen Seite eben auch optisch gefallen. Niemand möchte mit einem schnellen Wagen durch die Stadt sausen und angewiderte Blicke im Rückspiegel sehen.

KIA scheint zu wissen, dass nicht nur die Power im Inneren des Modells zählt, sondern auch das Äußere wichtig ist. Daher kommt das Modell mit schicker coupéartiger Dachlinie, schmalen Beplankungen an den Radläufen, spitzen Leuchten und minimalistischen Türgriffen. Dadurch schafft das Modell den Spagat zwischen modernem Design und Offroad-Look. Die leicht erhöhte Karosserie und die großen Reifen (19 bis 21 Zoll) runden das Gesamtbild ab und versprechen Geländegängigkeit.

Da der EV6 ein Elektroauto ist, braucht es keinen Kühlergrill. Während sich andere Hersteller:innen bei ihren E-Autos dazu entscheiden, trotzdem einen solchen Kühler anzudeuten, lässt KIA dieses Designelement kurzerhand weg. Uns gefällt diese optische Abtrennung von den Verbrennern.

Klein aber fein

Die Außenabmessungen des KIA EV6 zeigen, das Auto ist im Grunde ein Kompaktwagen. 4,68 Länge, 1,88 Meter Breite und 1,55 Meter Höhe sind städtetaugliche Werte, versprechen zugleich aber auch ausreichend Platz im Interieur. Lediglich der Kopfraum auf den Rücksitzen könnte etwas geräumiger ausfallen.

Wer den Wagen als GT bestellt, muss sich mit leichten Änderungen anfreunden. Länge und Breite werden etwa einen Zentimeter üppiger, die Höhe schrumpft dafür um einen Zentimeter. Hier wird das Modell für die bessere Straßenlage also etwas tiefergelegt. Das dürfte die Geländegängigkeit des Modells aber trotzdem nicht beeinträchtigen.

Modernes Interieur?

Werfen wir nun einen Blick ins Interieur. Wer den KIA EV6 kauft, möchte schließlich nicht nur von außen auf das Modell schauen, sondern eben auch mal einsteigen und durch die Gegend cruisen. Die Außenmaße versprechen es bereits, im EV6 finden fünf Passagier:innen Platz. Traditionell dürfen zwei Personen vorne sitzen, für drei weitere Mitfahrende ist hinten Platz. Der Mittelsitz eignet sich jedoch nicht für längere Fahrten und kann deshalb auch als Notfallplatz bezeichnet werden.

Optisch fällt im Innenraum die Verwandtschaft zum Ioniq 5 ins Auge. Zwei große Bildschirme wurden auf einem gebogenen Armaturenbrett installiert. Beide Displays messen jeweils 12,3 Zoll. Der Bildschirm hinter dem Lenkrad stellt das Digital-Cockpit dar und zeigt Geschwindigkeit, Verbrauch und andere fahrrelevante Werte an. Ergänzt wird dieser Screen von einem Head-Up-Display. So muss die Kundschaft während der Fahrt nicht von der Straße blicken, um Navigationsinformationen einsehen zu können. Unterhaltungsprogramme wie Radio und Co. findet die Kundschaft im Infotainmentsystem, das sich mittig auf der Armatur befindet. Dieses große System sorgt für Übersichtlichkeit und lässt das Interieur noch moderner wirken.

Trotz des modernen Designs setzt KIA weiterhin auf haptische Knöpfe. Sowohl am Lenkrad als auch an den Türen und der Konsole finden sich zahlreiche Bedienelemente. Gerade die ältere Generation wird es der koreanischen Firma danken.

Mit praktischen "Frunk"

Wer Gepäck im EV6 transportieren möchte, kann zwischen drei Varianten wählen. Entweder die Kundschaft wählt den klassischen Kofferraum mit aufgestellten Sitzen und begnügt sich mit 480 bis 520 Litern Kofferraumvolumen. Wer etwas mehr einpacken möchte, kann die Rücksitze umlegen und erhält 1.260 bis 1.300 Liter Platz. Die dritte Möglichkeit wartet vorne unter der Motorhaube des Wagens. Hier findet die Kundschaft einen Frunk mit 20 (Allradantrieb) bis 52 Litern Kofferraumvolumen.

Zum leichteren Verstauen verfügt der Wagen über ein Gepäcknetz. Darüber hinaus lassen sich im Kofferraum eine Steckdose und ein praktischer Hebel finden, mit dem die Kundschaft die Rücksitze automatisch umklappen lassen kann.

Aufpreise für Fahrassistenz

Wie sicher ist es im KIA EV6? Eine Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Immerhin kann das Auto niemanden retten, wenn sich die Fahrer:innen nicht konzentrieren. Trotz Modernität ist auch der KIA EV6 kein selbstfahrendes Auto und die Sicherheit der Mitfahrenden hängt maßgeblich mit den Fahrer:innen zusammen. Nichtsdestotrotz unterstützt KIA die Sicherheit aller Mitfahrenden und stattet den EV6 mit attraktiven Assistenzsystemen aus.

Mit dabei sind ein Ausstiegsassistent, der die Fondpassagier:innen mittels Warnton oder verschlossener Tür warnt, wenn beim Aussteigen ein Auto von hinten kommt. Attraktiv ist auch der sogenannte Autobahnassistent. Dieser ermöglicht teilautonomes Fahren und orientiert sich am vorausfahrenden Wagen. Weitere hilfreiche Systeme sind der Kollisionsvermeidungsassistent, der Toterwinkelwarner und der Geschwindigkeitsassistent. Einen Großteil dieser Funktionen muss die Kundschaft jedoch dazu bestellen.

Wie weit und schnell fährt der KIA EV6?

Wenn es um den Elektromotor geht, sind zwei Werte entscheidend: Die Reichweite und die Power. Trotz Umweltfreundlichkeit wollen die wenigsten Passagier:innen auf einen schnellen, spritzigen Motor verzichten.

Der KIA EV6 wird beiden Wünschen gerecht. Die Spitzenvariante des Modells soll mit einer Ladung etwa 528 Kilometern weit fahren können. Dafür nutzt der KIA EV6 eine 77,4 kWh-starke Batterie. Wahlweise kann dieser Motor mit Hinterrad- oder Allradantrieb ausgestattet werden. Als Pferdestärken kommen dann etwa 170, 229, 326 oder 585 PS zum Einsatz. Der Hinterradmotor bringt den Wagen in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, beim Allradantrieb geht das noch schneller in 5,2 Sekunden. Wer den Allradantrieb mit 585 PS wählt, gelangt in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Diese besonders schnelle Version wird es allerdings erst im 4. Quartal 2022 mit dem Zusatz "GT" geben.

Die etwas weniger starke Motorvariante hingegen kommt immer mit Heckantrieb und 58 kWh. Dann schafft das Modell eine Reichweite von etwa 394 Kilometern. Mit 170 PS soll der Wagen in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt werden können.

Unabhängig von der Motorenwahl soll der KIA EV6 immer 185 km/h schnell fahren können, bei der 585-PS starken GT-Variante sind es sogar 260 km/h. Damit ist das Modell eines der schnellsten Autos auf dem Elektromarkt. Die meisten Wagen sind bei 160 km/h abgeregelt.

Dieses Plus an Geschwindigkeit gefällt uns besonders gut. In diesem Elektroauto kann die Kundschaft richtig aufs Gas drücken und die Vorteile des schnell-beschleunigenden Elektromotors auskosten. Mit diesem Modell macht umweltfreundlich sein besonders viel Spaß.

In 18 Minuten bei 80%

Auch beim Laden wird die Verwandtschaft zum Ioniq 5 sichtbar. Genauso wie der Bruder aus dem Hause Hyundai soll auch der KIA EV6 an einer Schnellladestation mit 350 kW in nur 18 Minuten von 10 auf 80 % geladen werden können. Das ist eine kleine Pause, in der Passagier:innen aufs Klo gehen oder einen Kaffee trinken können. Gerade auf längeren Reisen dürfte dieser kurze Boxenstopp allen Mitfahrenden zugute kommen. Allerdings findet man in der Praxis ziemlich selten solche Ladesäulen, an Schnellladestationen mit 100, 150 oder 250 kW muss die Kundschaft mit etwas längeren Wartezeiten rechnen.

Wie sieht es jedoch zuhause an der normalen Steckdose aus? Hier muss die Kundschaft mit 25 bis 33 Stunden rechnen. Das wiederum sind Angaben, die weniger erfreuen. Über die Nacht wird der Motor vermutlich nicht wieder komplett voll sein. Wer einen KIA EV6 fahren möchte, sollte sich daher eine Wallbox zulegen. Hier genügen dem Akku 6 bis 7:20 Stunden um von 10 auf 100 % Ladung zu gelangen.

Cooles Add-On: Wer möchte kann andere elektrische Geräte mit der Autobatterie verbinden und so beispielsweise beim Camping einen Elektroherd betreiben.

3.000 Euro teurer als der Hyundai Ioniq 5

Zum Schluss dürfen wir leider den Preis nicht vergessen. Mit einem Einstiegspreis von 44.990 Euro ist der KIA EV6 etwa 3.000 Euro teurer als der Hyundai Ioniq 5. Allerdings erhält die Kundschaft für dieses Plus an Geld auch einige Vorteile. Vor allem die Maximalgeschwindigkeit von 185 km/h wird vielen gefallen. Und sollte die nicht reichen, bietet KIA die noch schnellere GT-Version an.

Insgesamt stellt der Hyundai Ioniq die vernünftige Variante des KIA EV6 dar. Das Auto funktioniert, kommt mit ähnlichen Abmessungen und kostet weniger. Nichtsdestotrotz hat der KIA EV6 einige Vorteile zu bieten. Das Modell ist sportlich und bietet ein Plus an Fahrspaß.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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