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Mercedes-Benz V-Klasse im Test

Ihr nächstes Auto soll eine Mercedes-Benz V-Klasse werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Die V-Klasse ist im Mercedes Modellprogramm das Großkaliber in Sachen Innen- und Kofferraum und ein Hauptkonkurrent des VW Busses. Drei Formate mit bis zu 5,37 Meter Länge und mit bis zu 8 Sitzplätzen stehen zur Wahl. Ist die V-Klasse damit der bessere Bulli?

  • Ein Mercedes für die Großfamilie
  • Ein Mercedes für den kleinen Umzug
  • Ein Mercedes im Preis

Großfamilie, Shuttleservice oder ein Mensch mit Platzbedarf? Alle, die Platz suchen, fanden und finden in der Mercedes V-Klasse eine Lösung. Seit 1996 als die Kleinbus-Baureihe von Mercedes in der ersten Generation auf den Markt kam. Und auch bei der seit 2014 im spanischen Vitoria produzierten dritten Generation sind wie bei den Konkurrenzmodellen VW Multivan 6.1, Ford Tourneo Custom, Opel Zafira Life oder Citroën Spacetourer viele Entscheidungen zu treffen.

„V“ wie Vielfalt

Das „V“ steht bei der V-Klasse für Vielseitigkeit. Welche Länge ist gefragt? Ist der Bus 4,90, 5,14 oder 5,37 Meter lang? Wie viele Mitfahrende soll er aufnehmen können? Fünf, sechs oder acht? Genügt eine seitliche Schiebetür rechts oder wird eine zweite links benötigt? Die V-Klasse steht, wenn man es wünscht, auch mit Bett und Küche als Camper Marco Polo im Angebot.

Das Platzangebot ist immer üppig, egal für welche Länge man sich entscheidet. Vor allem im Fondbereich ist das so. Auf den Vordersitzen herrscht, wie überall im Meter 1,91 Meter hohen Kastenwagen, reichlich Kopffreiheit, aber dahinter noch mehr Beinfreiheit und Vielseitigkeit bei dem Arrangement der Sitze.

„V“ wie Variabilität

Das „V“ steht in der V-Klasse für Variabilität. Wie man sich im Fond fühlt, hängt von der Konfiguration der Sitzanlage ab: Bis zu sechs Einzelsitze? Zwei Sitzbänke hinter den Vordersitzen? Oder Sessel mit verlängerbarer Sitzfläche, Klimatisierung und Massagefunktion, die einen luftigeren Sitzkomfort als in der Mercedes S-Klasse offerieren?

Ein klapp- und verschiebbarer Tisch ist in der V-Klasse ebenso orderbar wie ein Liegepaket, das die Dreiersitzbank im Fond zum Klappbett macht. Das Stühlerücken und -ausbauen hat aber einen Haken. Das ist in der V-Klasse nicht anders als im Hauptrivalen VW Multivan 6.1.

Extremsport: Sessel stemmen

Der Ausbau der Sitze in der V-Klasse erfordert kräftige Arme oder möglichst mehr als zwei davon. Und werden die Sitze im Fahrzeug wieder installiert, geht dies auch nicht so leicht vonstatten. Die Verriegelung der in Schienen am Boden gleitenden Sitzgestelle ist komplizierter als im Multivan 6.1, wo die Sitze ähnlich schwer ausfallen.

Die Schiebetür links, die rund 900 Euro Aufpreis kostet, können sich junge Familien sparen, denn wer schätzt es schon, wenn kleine Kinder nicht nur auf der Gehsteigseite, sondern auch auf der Straßenseite aussteigen können?

Die elektrisch öffnenden Schiebetüren, die pro Seite nochmal 900 Euro extra kosten, müssen auch nicht sein - außer vielleicht für Taxifahrende mit ständig ein- und aussteigenden Fahrgästen. Die Schiebetüren öffnen sich auch manuell ohne großen Kraftaufwand.

Praktischer Raumteiler

Kraftaufwand spart auch die separat zu öffnende Heckscheibe. Die 500-Euro-Investition ist gut angelegtes Geld für die Alltagstauglichkeit, weil beim Bepacken von hinten nicht immer die riesige Heckklappe der V-Klasse geöffnet werden muss.

Der Aufpreis für den Laderaumteiler, der knapp 600 Euro kostet, lohnt sich ebenfalls, denn das solide Teil mit doppeltem Boden und die mitgelieferten Staukisten sorgen für Ordnung im Gepäckabteil, wo die ungesicherten Einkäufe sonst in der erstbesten Kurve auf der Ladefläche herumfliegen würden.

Aber auch der Raumteiler hat einen Nachteil und der hat mit seiner Solidität zu tun. Soll das maximale Ladevolumen in der V-Klasse genutzt werden, muss das Ding aus- und danach wieder eingebaut werden und das fällt nicht leicht, weil das Ding, wie die Sitze, verdammt schwer ist.

Das maximale Ladevolumen kann in der Mercedes V-Klasse in der Grundkonfiguration bei 1.410 Liter und bei ausgebauten hinteren Sitzen bei maximal 5.010 Liter liegen – mehr Infos zum Gepäckraum in den technischen Daten.

Schnelle Gewöhnung ans Format

Das Fahren gestaltet sich so unkompliziert wie das Laden. Eine V-Klasse baut mit ihrem 1,91 Meter hohen Aufbau nur höher, aber nicht länger als eine Limousine der oberen Mittelklasse oder Oberklasse.

An die rund fünf Meter hat man sich schnell gewöhnt. Dann genießt man die im Vergleich zur Limousine bessere Übersicht aufs Verkehrsgeschehen vor dem Fahrzeug. Der Heckbereich wird durch die Einparksensoren und das 360-Grad-Rundumsichtsystem entschärft. Bei Parkhausein- und ausfahrten ist allerdings Vorsicht geboten. Die V-Klasse ist 1,93 Meter breit, aber mit Spiegeln sind es 2,30 Meter.

Die Bedienung über den gut erreichbaren Controller des Command-Systems oder den Touchscreen erfordert etwas Eingewöhnung. An die gute Verarbeitungsqualität hat man sich aber genauso schnell gewöhnt wie an den Fahrkomfort.

Komfortabel, nicht sportlich

Die satte Breite, der lange Radstand und das hohe Gewicht von 2,2 Tonnen lassen den Mercedes Bus souverän auf der Straße liegen. Souverän im Komfort. Sportlich geht anders als Bus.

Dafür ist das Format einfach zu hoch und bei schneller Fahrt auf der Autobahn zu seitenwindempfindlich. Wer eine nicht leichte V-Klasse permanent scheucht, nutzt die Reifen und die Bremsanlage übermäßig ab.

Die Kraft gelangt per Hinterradantrieb oder mit dem im Winter vorteilhaften Allradantrieb, der sich mit einer das Fahrzeug nach oben liftenden Luftfederung kombinieren lässt, auf die Straße. Damit kann man durchaus noch Spaß haben, weil sich die V-Klasse insgesamt deutlich agiler und graziler bewegt als ein Multivan.

Welchen Motor?

Der Kraftspender ist ein 2,0-Liter-Diesel, der in drei Leistungsstufen angeboten wird, oder ein Elektromotor. Die Vierzylinderdiesel leisten in der V-Klasse 163 PS im V 220 d, 190 PS im V 250 d und 237 PS im V 300 d. Die V-Klasse EQV produziert mit ihrem Elektroantrieb 204 PS (150 kW).

Der Allradantrieb ist für jeden der drei Diesel bestellbar und die gefällig die Schaltstufen sortierende 9-Gang-Automatik in jeder V-Klasse mit Verbrennungsmotor Serie. Im elektrischen EQV kommt eine 1-Gang-Automatik zum Einsatz.

Schon mit dem schwächsten Dieselmotor kann man sich in der V-Klasse gut zufrieden geben. Der Motor des V 220 d stellt seine 380 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 1.200 Umdrehungen zur Verfügung. Für das Beschleunigen von 0 auf 100 km/h vergehen 11 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit ist bei 195 km/h erreicht.

Im V 250 d, der mit 440 Nm nicht viel mehr Kraft produziert, geht es nur minimal flotter voran. Die mittlere Leistungsstufe beschleunigt mit Allradantrieb in 10,3 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 199 km/h.

Der kräftige V 300 d bietet dagegen spürbar mehr Dynamik. Dafür sorgen die frühen 500 Nm Drehmoment und das Spurt- und Durchzugsvermögen mit diesem Motor. In nur 7,8 Sekunden beschleunigt der heckgetriebene V 300 d aus dem Stand auf Tempo 100 und im Finale läuft er – hoch wie ein Schrank, aber schneller als manche Limousine – 220 km/h. Und das bei fairem Verbrauch.

Unter Strom

In der neuesten Motorvariante der V-Klasse fließt gar kein Kraftstoff. Die in der Lang- und Extralangversion mit dem 100 kWh-Akku als EQV 300 und mit dem 60-kWh-Akku als EQV 250 verkaufte vollelektrische V-Klasse verbraucht im Schnitt alle 100 Kilometer 26,3 kWh Strom. Für das Stromtanken vergehen mit 110 kW am Schnelllader 45 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent Ladestand zu kommen.

Die Elektromotor leistet 204 PS (150 kW), aber nur 95 PS (70 kW) im Dauerbetrieb. Das reicht für 140 km/h im Serienmodell und 160 km/h Spitze, wenn zugezahlt wird. Knapp 68.000 Euro sind für den EQV anzulegen. Das liegt erheblich über dem Einstiegspreis einer V-Klasse mit dem Einstiegsmotor und mehr Reichweite im Tank.

Größer, aber nicht viel teurer

Der Preisaufschlag zwischen den drei Karosserielängen fällt mit jeweils rund 900 Euro fair aus, dafür dass man mit dem Längenwachstum einen deutlich größeren Kofferraum erhält. Der Aufschlag für den 2,0-Liter-Vierzylinder mit 190 und 237 PS liegt gegenüber der 163-PS-Variante mit rund 2.000 und 4.000 Euro Aufpreis schon deutlich höher. Und bestellt man die V-Klasse dazu mit allerhand Extras, kann der Preis ein sehr hohes Niveau erreichen.

Preis & Qualität

Ein sehr hohes Preisniveau hat aber auch VWs Multivan 6.1, aber der trägt das Wort „Volk“ im Namen, ohne dass der Preis volksnah ist. In der V-Klasse sitzt man dafür in einem richtigen Mercedes mit noblerem Auftritt, mit einem in den langen Varianten noch größerem Raumangebot und mit einem vergleichbar hohen Nutzwert. Das alles sind gute Gründe dafür, warum die Mercedes V-Klasse auch in ihrer dritten Auflage so erfolgreich ist.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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