Mercedes-Benz Marco Polo Testbericht

Es muss nicht immer ein VW California sein. Auch die Konkurrenz aus Stuttgart hat mit dem Mercedes-Benz Marco Polo einen Van im Programm, der Camper-Herzen höherschlagen lässt.

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Wow-Wertung
7/10
Bewertet von Timon Werner nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Was gut ist

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Camping-Gadgets
  • Stylisch

Was nicht so gut ist

  • Teuer
  • Keine Hybrid- oder Elektrovariante
  • Hohes Gewicht

Mercedes-Benz Marco Polo: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Mercedes-Benz Marco Polo

Es gibt einen Marco-Polo-Reiseführer, warum sollte es da nicht ein Marco-Polo-Fahrzeug geben? Passend zum Namen eignet sich der Van von Mercedes besonders gut für Urlaubsreisen.

Neben dem Elektrowagen EQV und der V-Klasse ist der Marco Polo das vierte Auto im Van-Repertoire von Mercedes. Während die V-Klasse als Transportwunder gilt und bis zu acht Personen unterbringt, ist der EQV vor allem auf umweltfreundliches Fahren spezialisiert. Der Marco Polo erfüllt als Kompakt-Camper den einen oder anderen Urlaubswunsch.

Fahrzeugtypen-Kombinationen sind beliebt. Der Marco Polo verbindet die Außenmaße eines Kompakt-Vans mit den inneren Werten eines Wohnmobils. Mit ihm können Passagier:innen campen fahren, nach dem Urlaub passt das Auto aber auch problemlos in die Tiefgarage oder kann für größere Besorgungen verwendet werden.

So vereint der Mercedes-Benz Marco Polo zahlreiche Tugenden: Camper-Ausstattung, Alltagstauglichkeit, hohen Komfort und ein großes Platzangebot. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

Und ja, wo Licht ist, da ist auch Schatten. Der Camper-Van ist kein Schnäppchen – aber das ist der Mitbewerber aus Wolfsburg auch nicht.

Und dann wäre da noch die Motorenauswahl, die sich auf Vierzylinder-Diesel beschränkt. Keine Elektrifizierung, aber auch kein prestigeträchtiger und starker V6. Letzteres lässt sich wohl am ehesten verschmerzen.

Wie viel kostet der Mercedes-Benz Marco Polo?

In der Versicherung ist der Mercedes-Benz Marco Polo kein Schnäppchen. Je nach Motorisierung fällt in der Haftpflichtversicherung die Typklasse 19 oder 22 an. Ist erstere noch als mittelmäßig einzustufen, tendiert zweitere bereits Richtung teuer.

In der Teilkaskoversicherung gilt über alle Modelle hinweg die Typklasse 23, die sich im Mittelfeld bewegt. Wollen Sie Ihr Fahrzeug vollumfänglich schützen, dann kommen Sie um die Vollkasko nicht herum. Die Typklassen 24 bzw. 25 können als mittelmäßig bezeichnet werden.

Leistung und Fahrkomfort

Diesel, was sonst? Camper wie den Marco Polo sieht man nur sehr selten mit Benzinmotor. Immerhin ist der Verbrauch bereits beim Dieselaggregat hoch und reicht bis in die Effizienzklasse B.

Beim Marco Polo kommen die gleichen Dieselmotoren zum Einsatz wie bei der V-Klasse. Schade für die Umwelt, dass nicht noch eine Hybrid- oder Elektrovariante bereitsteht. Wer einen nachhaltigen Kastenwagen von Mercedes möchte, muss wohl den EQV kaufen.

Die Top-Motorisierung bei den Dieselmotoren hört auf den Namen 300 d und bietet eine Leistung von 237 PS. Darunter schließt der 250 d an, der mit 190 PS vorfährt. Nach unten hin komplettieren der 220 d mit 163 PS und der 200 d mit 136 PS das Angebot.

Angesichts des nicht gerade niedrigen Gewichts ist durchaus eine stärkere Motorisierung zu empfehlen. Vor allem dann, wenn Sie mit dem Marco Polo einen Anhänger ziehen wollen.

9-Gang-Automatik für alle

Bei allen Motoren handelt es sich um 2.0-Liter-Vierzylinder, die bärigen Sechszylinder sind mittlerweile dem Downsizing-Trend zum Opfer gefallen. Nicht nur bei der Zylinderzahl, auch beim Getriebe herrscht Einigkeit: Alle vier Aggregate sind an eine komfortable 9-Gang-Automatik gekoppelt.

Nicht nur die Automatik erhöht den Komfort, sondern auch die Luftfederung Airmatic. Sie sorgt dafür, dass je nach Fahrsituation und Fahrbahnbeschaffenheit die Dämpfung an jedem Rad automatisch angepasst wird. Bei Bedarf wird der Mercedes abgesenkt oder angehoben.

Platz und Praxistauglichkeit

Dass der Marco Polo das Camper-Modell von Mercedes ist, verrät bereits der Name. Doch nicht nur die Optik und die Bezeichnung passen zur Urlaubstour, der Marco Polo kommt mit einer Vielzahl praktischer Komponenten.

So lassen sich die Fahrsitze beispielsweise um 180 Grad drehen. Dann können die Reisenden entspannt am integrierten Tisch essen oder die weitere Route planen.

Zum Schlafen hat sich Mercedes etwas Ausgefallenes einfallen lassen. Hier müssen nicht etwa die Sitze ausgebaut werden: Mercedes bietet für den Marco Polo ein Aufstellzelt., das sich in eine gemütliche Schlafkajüte verwandelt.

Ebenso praktisch: Während der Fahrt ist das Dachzelt eingeklappt und erhöht den Wagen nur marginal. Die Fahrzeughöhe bleibt unter 2 Metern. Damit lassen sich auch entsprechende Garagen, Parkhäuser, Tiefgaragen und Waschanlagen befahren.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Auf den vorderen Sitzplätzen erwartet Sie ein modernes Interieur mit dem bekannten MBUX-Infotainment-System. Dieses bietet Annehmlichkeiten wie eine Sprachsteuerung, eine Smartphone-Integration oder eine Navigation.

Ein Technik-Highlight im Marco Polo: die App MBAC (Mercedes-Benz Advanced Control). Mit ihr lassen sich wichtige Fahrzeugfunktionen direkt über das Smartphone steuern.

So wichtig wie fast in keiner anderen Fahrzeuggattung ist der Blick in den Fond. Denn den Marco Polo kauft man sich nicht, um schnell einkaufen zu gehen, sondern vor allem um ausgiebig zu reisen.

Vier bequeme Sitzen laden zum Verweilen ein, ein Klapptisch darf da natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie eine voll integrierte Küche, in der sich das Mittag- oder Abendessen zubereiten lässt. Schränke und Ablagen bieten dabei genug Stauraum.

Großgewachsene müssen speziell bei geöffnetem Aufstelldach nichts befürchten. Mit 2.350 Millimeter maximaler Stehhöhe bleibt im Wohnbereich genügend Platz.

Sechs Ausstattungsvarianten hören sich nach viel Auswahl an, verglichen mit der V-Klasse ist das für Mercedes aber tatsächlich relativ mau.

Activity Edition

Die Activity Edition verfügt zusätzlich über ein 5,8-Zoll-Farbdisplay, aktive Parkassistenz, Multifunktionslenkrad, Sitzheizung und Lordosenstützen vorn sowie getönte Verglasung, elektrisch anklappbare Spiegel und Regensensor.

Activity

Der Marco Polo Activity kommt mit Aufstelldach, Dachbett, drehbaren Vordersitzen, Klimaanlage und einer 3er-Sitzbank als Komfortliege sowie einem klapp- und verschiebbarem Tisch.

Horizon Edition

Die Horizon Edition fügt Spurhalteassistenz, Totwinkel-Assistenz, 7-Zoll-Touchscreen, Klimaanlage im Fond sowie eine separat öffnende Heckscheibe und 17-Zoll-Leichtmetallräder hinzu.

Horizon

Als Horizon bekommt man dazu Stoßfänger in Wagenfarbe, Komfortfahrwerk, Teppich vorn und hinten, Kombiinstrument mit Farbdisplay und einen elektronischen Schlüssel in Chromoptik.

Marco Polo

Als Marco Polo gibt es Schiebefenster in der Seitenwand und Schiebetür, hellen Yachtboden sowie eine Zusatzheizung mit Zeitschaltuhr und Temperaturregelung.

Marco Polo Edition

Die Marco Polo Edition erhält außerdem LED-Scheinwerfer, ein separat öffnendes Heckfenster, Sitzheizung und Lordosenstützen vorn, Multifunktions-Lederlenkrad, 7-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera und Spurhalteassistenz.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Die Tankkosten halten sich in Grenzen, glaubt man den Angaben zum Normverbrauch (kombiniert). So schlucken die zwei stärkeren Diesel-Motoren (250 d und 300 d) jeweils 6,6 Liter auf 100 Kilometer. Bei den zwei kleineren Aggregaten (220 d und 200 d) sind jeweils 6,4 l/100 km angegeben.

Der CO2-Ausstoß ist für den 200 d und 220 d auf jeweils 168 g/km beziffert. Für den 250 d und 300 d beträgt der Wert jeweils 174 g/km.

Sicherheit und Schutz

Die Camper-Variante der Mercedes V-Klasse selbst hat sich nicht einer Prüfung der NCAP-Tester unterzogen. Das wäre auch ungewöhnlich, da im Regelfall das Basisfahrzeug bewertet wird.

Und so stammt die NCAP-Sicherheitsbewertung aus dem Jahr 2014, als die dritte Generation der V-Klasse eingeführt wurde. Damals konnte sich der Van fünf Sterne und damit das bestmögliche Ergebnis sichern.

Bei der Insass:innensicherheit holte die V-Klasse vorzeigbare 93 Prozent der Gesamtpunktzahl, 87 Prozent waren es bei der Sicherheit von Kindern.

Speziell die Kategorie Sicherheitsunterstützung hat nur bedingt Aussagekraft, da sich in der Zwischenzeit die Assistenzsysteme deutlich weiterentwickelt haben. Hier kam der Mercedes auf 85 Prozent.

Am wenigsten Punkte holte der Van beim Fußgänger:innenschutz: Auf nur 67 Prozent der maximal möglichen Punkte kam die V-Klasse damals.

Zuverlässigkeit und Probleme

Die ersten beiden Generationen der V-Klasse haben sich in puncto Langzeitqualitäten nicht mit Ruhm bekleckert. Vor allem Rost setzte dem Van zu, sodass etliche Exemplare schon nicht mehr unter uns weilen. Deutlich besser schlägt sich die aktuelle dritte Generation (ab 2014), deren Korrosionsschutz wenig Anlass zur Kritik gibt.

Dass man es diesmal besser gemacht hat, zeigt auch die Liste des Kraftfahrt-Bundesamtes, die für die V-Klasse eine übersichtliche Anzahl an Rückrufen angibt. Nur wenige Fahrzeuge des Baujahrs 2020 sind von einem fehlerhaften linken Sitzkasten betroffen, der möglicherweise nicht mit dem erforderlichen Drehmoment angezogen wurde. Dies kann bei einem Unfall zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führen.

Fahrzeuge des Baujahrs 2020 können zudem von einer fehlerhaft produzierten Dachreling betroffen sein. Es kann sich die mittlere Relingstütze ablösen. Herstellerseitig wird die Reling kontrolliert und ggf. ausgetauscht.

Mercedes-Benz Marco Polo FAQs

Der Mercedes Marco Polo wird im Mercedeswerk in Vitoria, Spanien, gebaut.

Der Mercedes Marco Polo beginnt mit einem Listenpreis von 58.290 Euro.

Der Mercedes Marco Polo hat 136, 163, 190 oder 237 PS.

Ja, beim Marco Polo handelt es sich um ein Wohnmobil, das direkt von Mercedes-Benz angeboten wird und auf dem Kleinbus, der Mercedes V-Klasse, basiert.

Der Mercedes Marco Polo bleibt mit einer Höhe von 1,98 Metern noch knapp unter der Zwei-Meter-Marke.

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