Auto-Dachzelt: SUV, Kleinwagen und Co. – passende Dachzelte nach Fahrzeugtyp

Dachzelte sind der neue Trend. Sie sehen nicht nur cool aus, sie versprechen Freiheit und Komfort für den Campingurlaub. Dabei liegen sie preislich zwar meist über den Bodenzelten, sind aber viel günstiger als Campervans. Für wen eignen sich diese Zelte und auf welcher Autoklasse lassen sie sich montieren? Wir klären die wichtigsten Fragen rund um Dachzelte.

Kurz zusammengefasst

Für alle, die nicht warten wollen, haben wir hier gleich zu Beginn sechs attraktive Automodelle, die sich für Dachzelte eignen.

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Was ist ein Dachzelt?

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich beim Dachzelt schlicht und einfach um ein Zelt, das auf dem Autodach installiert wird. Dazu werden auf dem Autodach in der Regel Dachträger installiert, auf denen im Anschluss das Zelt befestigt werden kann.

Der Einstieg in das Zelt erfolgt über eine Leiter. Diese ist beim Kauf meist inbegriffen und kann je nach Modell bei Nacht eingeklappt werden.

Während der Fahrt ist das Dachzelt zusammengefaltet und nimmt wenig Platz ein. Die meisten Modelle haben dann eine Höhe von etwa 40 Zentimetern. Diese kleine Erhöhung und das zusätzliche Gewicht sorgen für einen Anstieg des Spritverbrauchs, es kann mit etwa einem Liter mehr gerechnet werden.

Hauptunterschiede der Dachzeltvarianten

Auf dem Dachzelt-Markt tummeln sich zahlreiche Anbieter:innen. Bekannte Zeltmarken wie Thule konkurrieren mit reinen Dachzeltunternehmen wie beispielsweise Sheepie.

Hauptunterschiede zeigen sich im Aufbau der Zelte. Es gibt Klappdachzelte, Hartschalenzelte und Hybride.

Klappdachzelt

Klappdachzelte sind den herkömmlichen Zelten rein optisch am ähnlichsten. Sie bestehen aus wasserdichtem Zellstoff und werden bei der Fahrt von einer Schutzplane abgedeckt. Beim Aufbau wird die Schutzplane entfernt, anschließend lässt sich das Zelt mit ein paar Handgriffen aufstellen. Entweder Luftdruckfedern ziehen die Konstruktion nach oben, oder ein Klappmechanismus hilft beim Aufbau. Bei größeren Klappdachzelt-Modellen wird die Liegefläche beim Aufbau verdoppelt und das Zelt ragt seitlich oder hinten über das Auto hinaus.

Hartschalendach

Das Hartschalendachzelt hingegen besteht aus zwei Hartschalen oben und unten, zwischen denen sich der Zeltstoff spannt. In zusammengeklapptem Zustand sieht das Zelt wie eine Dachbox aus. Beim Aufbau lassen sich die Schalen je nach Modell mit einer Kurbel auseinanderfahren. Dieser Mechanismus ermöglicht einen äußerst schnellen Aufbau. Die Innenhöhe ist allerdings meist überschaubar und liegt je nach Modell zwischen 80 und 100 Zentimetern.

Hybrid

Der Hybrid versucht die Vorteile beider Zelttypen zu verbinden. Es handelt sich um ein Klappdachzelt mit Hartschale. Beim Aufbau wird die obere Hartschale nicht gerade nach oben gefahren, sondern schräg nach hinten geöffnet. Die Kunststoffschalen bilden ein V und erinnern an Aufstelldächer von Campingbussen. Vorteil Gegenüber der Hartschale ist vor allem das Plus an Platz.

Klappdachzelt Hartschalendach Hybrid
Auf- und Abbau Etwas zeitintensiver Sehr schnell Schnell
Material Nur Zeltstoff Robuste Hartschalen Robuste Hartschalen
Einstieg Meist überdacht Nicht überdacht Häufig überdacht
Kälteisolierung Kälter als im Hartschalenzelt Hält Kälte ab Kälter als im Hartschalenzelt
Wärmeisolierung Luftig, heizt weniger
schnell auf
Heizt schneller auf Luftig, heizt weniger
schnell auf
Leiter Trägt meist Gewicht Trägt kein Gewicht Trägt kein Gewicht
Platzbedarf Dach Gering Hoch Meist höher als beim
Klappdachzelt
Liegefläche/
Platzangebot
Grundfläche des Zeltes
lässt sich vergrößern
Begrenzt auf die
Transport-Grundfläche
Meist mehr Liegefläche
als im Hartschalenzelt
Innenhöhe Geräumig, aufrechter
Sitz möglich
Etwa 80 bis 100 cm,
aufrechter Sitz nicht möglich
Aufrechter Sitz nur auf
einer Seite möglich
Gewicht Wiegt meist weniger als
die beiden Alternativen
Hoch Hoch
Preis Günstigste Variante Teurer als Klappdachzelte Teurer als Hartschalenzelte

Welches Dachzelt passt zu meinem Auto?

Bei der Frage, welches Dachzelt auf welches Auto passt, sind mehrere Werte relevant: Die Autohöhe, Länge und Breite des Autodachs und die Dachlast. Es gibt Dachzelte, die nur Platz auf dem Autodach benötigen, aber auch welche, die darüber hinaus gehen. Wir klären, welcher Fahrzeugtyp sich für welches Dachzelt eignet.

Die wichtigsten Fragen im Überblick:

  • Wie hoch ist die Dachlast meines Autos?
  • Können auf meinem Auto Dachträger installiert werden?
  • Wie viel Platz habe ich auf dem Autodach?
  • Ist mein Auto hoch genug für ein Vorzelt?

Klein- und Kompaktwagen

Klein- und Kompaktwagen sind die wohl kompliziertesten Fahrzeugtypen, wenn es um den Kauf eines Dachzeltes geht. Hier können nämlich mehrere Parameter schwierig werden.

Bei Kleinwagen kann es vor allem in puncto Dachlast zu Problemen kommen, viele Zelte sind nämlich etwa 60 Kilogramm schwer. Eine Dachlast von 75 kg sollte daher idealerweise vorhanden sein. Ist das nicht der Fall, muss aber auch nicht direkt aufgegeben werden. Es gibt auch Zelte, die im 40-kg-Bereich liegen.

Hinzu kommen die Befestigungsmöglichkeiten. Das Dachzelt muss auf Dachträgern montiert werden. Das Auto sollte also für das Installieren eines solchen Trägers vorbereitet sein.

Passend zur kleinen Größe des Klein- oder Kompaktwagens muss auch die Zeltwahl kleiner ausfallen. Das Zelt sollte so auf dem Dach befestigt werden, dass der Kofferraum noch geöffnet werden kann und die Sicht des Fahrers nicht eingeschränkt wird. Je kürzer also das Dach, desto kürzer das Zelt.

Auch auf den Seiten darf das Dachzelt nicht unendlich weit hinausragen. Die maximale Breite wird von den Seitenspiegeln festgelegt.

Genauso können auch Vorzelte eher selten bei Kleinwagen angebracht werden. Hier reicht die Fahrzeughöhe oft nicht aus. Im Vorzelt sollten Fahrer:innen stehen können. Wird das Vorzelt an einem Dachzelt montiert, das auf einem Kleinwagen steht, ist das nicht immer möglich.

Gut geeignete Dachzelte für Klein- und Kompaktwagen sind demnach vor allem Zweipersonen-Dachzelte wie das Queedo Freedom Light und das Sheepie Jimba Jimba, die etwa auf 40 kg Gewicht kommen und mit kompakten Außenmaßen überzeugen.

Wer mehr Platz möchte, kann auch das Tenturi Light (42 kg) oder das Horizon Vision (40 kg) von James Baroud mit in die Überlegungen aufnehmen.

Trotz der vielen Punkte, die es zu beachten gibt, stellen wir Ihnen vier passende Klein- und vier Kompaktwagen für Dachzelte vor.

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Kombi und Limousine

Bei Limousinen und Kombis muss sich die Kundschaft meist keine Sorgen um die Dachlast machen und auch die Dachmaße stellen kein Problem dar. Schwierig wird es hier daher vor allem in puncto Vorzelt. Meist sind Kombis und Limousinen genauso tief wie Kleinwagen und das Installieren eines Vorzeltes lohnt sich nicht immer.

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SUV

Auf Grund ihrer Höhe sind SUVs besonders gut für Dachzelte geeignet. Im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugtypen lassen sich hier problemlos Vorzelte  installieren.

Darüber hinaus kann die Kundschaft mit einem Geländewagen auch besser in die Natur fahren. Gerade für Leute, die nicht nur auf Campingplätzen schlafen wollen, ist diese Klasse daher ideal.

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Van

Dachlast, Dachgröße, Fahrzeughöhe? Alles kein Problem für den Van. Hier sind der Kundschaft keine Grenzen gesetzt. Man sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass das Dachzelt auch in geschlossenem Zustand etwa 40 Zentimeter hoch sein kann. Je nach Vanhöhe können dann also bestimmte Parkhäuser nicht mehr angesteuert werden.

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Dachzelt vs. Bodenzelt vs. Campervan

Wer Campen gehen möchte, muss sich mehreren Fragen stellen. Dabei spielen das Budget, der Komfort und die Flexibilität eine wichtige Rolle.

Das Dachzelt sieht nicht nur gut aus, es hat auch viele Vorteile. Während die Kundschaft bei Bodenzelten auf losen Isomatten oder Luftmatratzen schlafen muss, ist in das Dachzelt meist schon eine Matratze integriert. Darüber hinaus lässt sich diese Art von Zelt leichter sauber halten. Wenn es regnet, wird das Zelt nicht von matschiger Erde verdreckt.

Vorteil des Bodenzeltes ist hingegen die Möglichkeit, häuslich zu werden. Das Zelt wird auf dem Campingplatz installiert und kann dort stehen bleiben, während die Kundschaft mit dem Auto unterwegs ist. Das geht beim Dachzelt nicht, hier ist das Zelt immer mit dabei. Dafür eignet sich das Dachzelt besser für Roadtrips, da der Auf- und Abbau unglaublich schnell geht.

Der Campervan stellt die teuerste Variante dar. Dafür ist ein gut eingerichteter Camper auch am komfortabelsten und sehr flexibel. Mit einem Camper kann auch ganz legal am Straßenrand übernachtet werden, wenn der Campingplatz voll ist oder man Geld sparen möchte. Was jedoch nicht vergessen werden sollte, ist, dass die Kundschaft mit einem Campervan schwerer häuslich werden kann. Möchte man einen naheliegenden Ort besuchen, muss das gesamte „Haus“ mitreisen.

Dachzelt Bodenzelt Campervan
Häuslich werden Nein Ja Nein
Auf- und Abbau Schnell Zeitaufwändig Schnell
Preis Mittelpreisig Günstiger Teuer
Komfort Angenehm Gering Hoch
Roadtrip-Eignung Relativ hoch Niedrig Hoch

Sie wollen lieber einen Campervan für Ihren nächsten Urlaub? Diese vier Modelle kommen bereits mit ausgebautem Innenraum.

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Welche Auto-Dachzelt-Firmen gibt es?

Anbieter von Dachzelten gibt es wie Sand am Meer. Neben namhaften Outdoorfirmen wie Thule tummeln sich hier auch Marken, die sich auf diese Zeltart spezialisiert haben.

Bekannte Marken sind unter anderem Thule, Sheepie, Queedo, Advamping, Overland, iKamper und CAMPWERK.

Entscheidungshilfe: Darauf sollten Sie achten

Wie immer müssen sich Preis und Leistung die Waagschale halten. Die Kundschaft sollte sich demnach fragen, wie viele Gadgets im Paket enthalten sind. Denn Dachzelt ist nicht gleich Dachzelt. Wichtig ist, dass viele Fenster zum Lüften vorhanden sind, die für die Nacht oder regnerische Stunden dicht geschlossen werden können. Genauso sollte man sich auch informieren, ob die Leiter und eine passende Matratze direkt im Preis inbegriffen sind.

Wichtig ist daneben auch das Platzangebot. Es gibt Dachzelte mit zig verschiedenen Abmessungen. Die Kundschaft sollte sich fragen, wie viele Personen Platz im Zelt finden sollen.

Nicht zuletzt ist auch die Optik wichtig. Wir haben bereits die drei Haupt-Dachzelttypen Hartschalenzelt, Klappdachzelt und Hybrid vorgestellt. Jetzt liegt es bei Ihnen, zu entscheiden, welcher Typus Ihnen optisch und funktional am meisten zusagt.

Gerade für Fahrer:innen von SUVs und Vans ist darüber hinaus die Frage nach dem Vorzelt relevant. Kann das Dachzelt praktisch erweitert werden und wenn ja, wie viel kostet dieses Add-on?

Alle Fragen im Überblick:

  • Sind viele dicht verschließbare Fenster vorhanden?
  • Ist die Matratze im Preis inbegriffen?
  • Ist eine Leiter im Paket enthalten?
  • Wie viel Platz wird benötigt?
  • Gibt es Vorzelte für das Modell?

Dachzelt: Preise

Preislich sind Dachzelte zwar günstiger als Campervans, herkömmliche Bodenzelte überholen sie dafür schnell. Es gibt Modelle ab etwa 800 Euro, die meisten Dachzelte tummeln sich aber im Zweitausender-Bereich. Besonders luxuriöse Modelle können auch mal die Viertausendergrenze sprengen. Aber das sind Ausnahmen.

Neu oder gebraucht?

Dachzelte sind teuer. Der Markt beginnt bei etwa 800 Euro, steigt und knackt die Dreitausendergrenze. Der Gedanke, sich das Zelt gebraucht zu kaufen, ist daher naheliegend.

Wie bei Bodenzelten ist aber auch hier klar, gebrauchte Zelte können Schwachstellen haben. Vor allem die Naht bei den Reißverschlüssen kann undicht sein. Wer also plant, das Dachzelt gebraucht zu kaufen, sollte es genauestens überprüfen. Denn ein undichtes Zelt ist schwer zu retten.

Zudem sollte bedacht werden, dass gut erhaltene Dachzelte einen geringen Wertverlust haben. Gebrauchte Modelle sind demnach nur geringfügig günstiger und die Kundschaft sollte sich fragen, ob sich das Risiko lohnt.

Kaufen oder Mieten?

Neben dem Kauf von Dachzelten werden diese Zelte auch zum Mieten angeboten. Solche Inserate findet man beispielsweise auf Ebay. Gerade wenn man diese Art des Urlaubs ausprobieren möchte, stellt das Mieten eine attraktive Alternative zum Kauf dar. Soll es jedoch öfter mit Dachzelt in den Urlaub gehen, steigt der Preis unverhältnismäßig in die Höhe.

Während Dachzelte bereits ab einmalig 1.000 Euro erhältlich sind, muss die Kundschaft beim Mietmodell mit etwa 200 Euro pro Woche rechnen. Bereits ab fünf Urlauben lohnt sich demnach der Kauf eines günstigen Modells.