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Volkswagen Golf 8 Testbericht

Der Golf bleibt der Golf. Der Fortschritt ist in der achten Generation allerdings enorm. Am meisten zeigt sich diese Veränderung bei den Motoren und im Cockpit, denn hier hat sich der Golf an die Bedürfnisse der aktuellen Zeit angepasst.

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Was gut ist

  • Vielfältiges Motorenangebot
  • Modernes Cockpitkonzept
  • Modernes Infotainment

Was nicht so gut ist

  • Weniger Modellvarianten
  • Aufregend geht anders
  • Nur zwei Jahre Garantie

Volkswagen Golf 8: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des VW Golf

Der VW Golf ist DER Kompaktwagen und von den Straßen nicht mehr wegzudenken. Die aktuelle Version, der Golf 8, ist immer noch ein Wagen für das Volk, hat sich aber in Sachen Konnektivität und Ausstattung dem 21. Jahrhundert angepasst. Er ist immer noch der klassische und bodenständige Kompakte, hat aber mit seinem Schritt in die Modernität der aktuellen Zeit sicher neue Kund*innen hinzugewonnen. Der Golf ist immer noch der perfekte Begleiter im Alltag.

Gelungene Weiterentwicklung

Seit unglaublichen 46 Jahren wird der VW Golf nun schon produziert – dieser Erfolgsgeschichte ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn das ist Beweis genug für die Beliebtheit des Kompaktwagens aus Wolfsburg. Im Jahr 1974 wurde die erste Generation des Golf gefertigt, seit Dezember 2019 dreht die achte Generation ihre Runden und der Klassiker hat es geschafft, ein Golf zu bleiben, sich aber trotzdem zu verändern. Aktuell deutet nichts darauf hin, dass es nicht nochmal 46 Jahre so erfolgreich weitergehen könnte. Bravo Golf!

Der Golf ist als Kompaktwagen für den Einsatz im Alltag von Single bis hin zur Kleinfamilie perfekt ausgelegt. Als Fließheck ist er nicht zu klein, bietet sowohl innen als auch im Kofferraum ausreichend Platz und die Themen Sicherheit und Infotainment kommen auch nicht zu kurz. Doch der Golf hat noch mehr zu bieten, denn es gibt ihn noch als sportliche GTI-Version und auch als umweltbewusste Plug-in Version. Wem der Platz im kompakten Fließheck nicht reicht, kann sich problemlos für die Kombivariante entscheiden.

Dass der VW Golf ein Dauerbrenner ist, lässt sich nach fast 50 Jahren Bauzeit nicht mehr von der Hand weisen. Die Leute lieben den Golf für seine Qualitäten und wofür er steht: solide Ingenieurskunst, Bodenständigkeit und hohe Alltagstauglichkeit. Darauf hat man auch beim neuen Modell gesetzt, und dabei die Anforderungen der modernen Gesellschaft nicht vergessen.

Der Alleskönner

Insgesamt leistet sich der VW Golf keine großen Patzer. Er schlängelt sich durch jede Kategorie hindurch, ohne dass man ihm schwerwiegende Versäumnisse vorwerfen könnte. Das einzige, dass er sich gefallen lassen muss, ist, dass er zwar bodenständig, aber nicht aufregend ist. Doch das wollte der Golf auch noch nie sein und wer ein aufregendes Auto sucht, wird sowieso nie zum Golf greifen.

Wie viel kostet der VW Golf?

Das Volkswagen Golf 8 Modell hat eine UVP von 29.560 € bis 39.810 €. Mit carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 6.280 € sparen. Die Preise beginnen bei 24.230 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 214 €.

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Zum Erfolgsrezept des VW Golf gehört auch, dass sein Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig ist. Das muss natürlich ebenso für die laufenden Kosten gelten, zu denen auch die Versicherung zählt.

Das funktioniert je nach Motorvariante mal besser, mal schlechter. So startet die Einstufung der Typklasse für die Haftpflichtversicherung des Golfs bei Klasse 11 und endet bereits bei Klasse 15. Etwas höher liegt er bei der Teilkasko mit den Klassen 18 bis 22. Für die Vollkaskoversicherung werden die Typklassen 19 bis 21 relevant.

Leistung und Fahrkomfort

Über die Digitalisierung als Zeichen der Modernität muss man nicht begeistert sein, vom breiten Motorenangebot sollte man es aber allemal. VW hat den Golf in allen erdenklichen Motorisierungen auf den Markt gebracht - mal abgesehen vom e-Golf, den es für das neue Modell nicht mehr gibt.

Zur Wahl stehen natürlich die klassischen Antriebe. Es gibt einen 1,0 und 1,5-Liter-Benziner mit einer Leistung zwischen 90 und 150 PS. Je nach Motorisierung kommt ein manuelles 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe zum Einsatz. Als Diesel wird der Golf nur mit einem Motor, dem 2,0-Liter-TDI, angeboten, den es mit 115 PS oder 150 PS Leistung gibt. Der Top-Diesel ist mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt.

Die beiden Benzinmodelle mit 110 PS und 150 PS gibt es beide auch als eTSI, also Mildhybrid-Versionen. Ein 48-Volt-System unterstützt den Benziner, beispielsweise wird der Motor an der Ampel abgeschalten und beim Verzögern wird Energie gespeichert. Rein elektrisch kann dieses System aber nicht fahren, denn dafür hat man sich bei VW für zwei Plug-in Hybride entschieden.

Der Golf eHybrid und der Golf GTE können ca. 70 Kilometer rein elektrisch fahren. Das ist ein wirklich guter Wert, denn die meisten Plug-in Hybride schaffen so um die 50 Kilometer rein elektrisch. Pendler*innen sollten deshalb kein Problem haben, lediglich mit Elektropower in die Arbeit und zurück zu gelangen. Neben den Hybridmodellen hat VW auch noch eine Erdgasversion des Golf im Angebot, den 1,5-TGI mit 130 PS Leistung.

Auch, wenn man im ersten Moment das Gefühl hat, als ob der Golf von heute nicht mehr viel mit dem letzten Modell zu tun hat, lässt man sich ein wenig zu schnell täuschen. Die Fahrleistungen sind immer noch solide und überzeugend. Sportlich ist der Golf nicht, das war er aber noch nie - dafür gibt es ja schließlich auch den GTI. Doch als verlässlicher Begleiter im Alltag kann der Golf 8 immer noch angesehen werden.

Der Fahrkomfort ist top, Außengeräusche werden sehr gut zurückgehalten und die Federung ist angenehm und lässt nur wenige Unebenheiten in den Innenraum hindurch. Begeistert sind wir auch vom Getriebe - und damit ist sowohl das Schaltgetriebe als auch die Doppelkupplungsautomatik gemeint. Beide funktionieren ruckelfrei und arbeiten harmonisch.

Platz und Praxistauglichkeit

Was der Golf immer schon gut konnte, war das Platzangebot bestmöglich zu nutzen. Daran hat sich auch in der neuen Generation nichts geändert, der Golf 8 kommt mit genauso viel Raum wie sein Vorgängermodell. Wer bis 1,95 Meter groß ist, kommt mit der Beinfreiheit noch gut klar und muss sich auch um seinen Kopf keine Sorgen machen.

Im Fond wird es etwas enger, doch auch hier kommen die meisten Menschen noch problemlos mit den Platzverhältnissen zurecht. Die Sitze sind bequem und komfortabel, sodass man auch längere Strecken gut überstehen kann.

Der Kofferraum fasst 381 Liter bei aufgestellter Rücksitzbank. Da passt schon einiges hinein. Die Rücksitze lassen sich umlegen, allerdings nicht geteilt. Tut man das, dann hat man ein Kofferraumvolumen von 1.237 Litern, was ein wirklich guter Wert ist.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Klar hat sich von außen im Vergleich mit dem Golf 7 auch was verändert, doch so gravierend wie die Änderungen im Inneren des Golf ist das Design nicht. Auf den ersten Blick ist man als Golf-Fan beruhigt, denn so viel kann sich ja gar nicht geändert haben - weit gefehlt!

Die brave Optik täuscht, denn wer erstmal im Golf Platz genommen hat, wird schnell merken, dass man sich in einer digitalen und vernetzten Fahrerbasis befindet. Da könnte man glatt vergessen, dass man immer noch in einem Golf sitzt. Knöpfe findet man kaum noch und die bis dato klassischen, analogen Instrumente wurden digitalisiert.

Die meisten Funktionen werden nun über einen 8,25 oder optional 10,25 Zoll großen Touchscreen gesteuert. Das serienmäßige Digitalcockpit lässt sich individuell einstellen. Erstmals projiziert ein Head-up-Display wichtige Infos hinter dem Lenkrad auf die Windschutzscheibe.

Das ist alles top modern, aber ist es auch gut zu bedienen? Ein klares Ja können wir hier nicht aussprechen, denn nur für die jüngere Generation, die VW mit dem neuen Golf als weitere Zielgruppe ansprechen möchte, fühlt sich die Bedienung vertraut an. Die Bedienmenüs sind klar und einfach strukturiert, doch fast alles wird über den Touchscreen eingestellt. Die Stammkundschaft, die den Golf aufgrund seiner Bodenständigkeit und Einfachheit lieben, wird sich hier erstmal nur schwer zurechtfinden, vielleicht sogar zurückgestoßen fühlen. Eine Mischung aus Touchbedienung und klassischen Knöpfen wäre hier der bessere Weg gewesen.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Mit seiner breiten Auswahl an verschiedenen Antriebsvarianten findet sich beim VW Golf für jedes Fahrprofil der richtige Motor. Wer viel auf Langstrecken unterwegs ist, greift am ehesten zum klassischen Diesel, der sich schon zwischen 4,0 - 5,0 l/100km bewegen lässt. Empfehlenswert ist auch der mit Erdgas betriebene TGI, der auf einen kombinierten Benzinverbrauch von 3,5 l/100km kommt und sich daher günstiger bewegen lässt als die Mild-Hybrid Benziner, deren Verbrauch auf dem Papier noch knapp unter fünf Litern braucht.

Für häufige Kurzstrecken und Fahrten in der Stadt ist der eHybrid die beste Wahl. Damit lassen sich Strecken bis maximal 70 Kilometer rein elektrisch bewältigen. Hier hängt der Verbrauch stark vom Anteil rein elektrisch zurückgelegter Strecke ab. Im kombinierten WLTP-Zyklus schafft es der Golf eHybrid auf 0,9 l/100km.

Sicherheit und Schutz

In Sachen Sicherheit ist der Golf außerdem auch jetzt super ausgestattet. Je nach Wunsch sind Einparkhilfe, Spurhalteassistenz, Fußgänger- und Radfahrererkennung, Multifunktionskamera oder Parklenkassistent möglich. Wer also nicht so gut einparken kann, muss nicht mehr verzweifeln, sondern lässt das Auto die Arbeit machen.

Somit ist der Golf nicht neu, er ist aufgewertet worden und bleibt seinen alten Prinzipien dennoch treu. Neue Kund*innen werden nun angesprochen, die Stammkundschaft muss sich umgewöhnen, was aber nicht so schwer ist.

Damit schnitt der VW Golf in der achten Generation auch bei der Euro NCAP Sicherheitsbewertung mit der bestmöglichen Bewertung von fünf Sternen ab. Besonders gut waren hierbei die Kategorien Insassenschutz für Erwachsene und Kinder. Etwas durchschnittlicher fiel das Thema passive Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmender aus, weil die steifen A-Säulen beim Aufprall ein erhöhtes Verletzungsrisiko darstellen.

Bei den Assistenzsystemen überzeugte der VW Golf mit Ausnahme der Geschwindigkeitsassistenz.

Zuverlässigkeit und Probleme

Obwohl der VW Golf schon so lange am Markt ist, war der Start der achten Generation von einigen Problemen begleitet. Schon sechs Rückrufaktionen mussten für den Golf 8 durchgeführt werden. Behoben wurden dabei Defekte des Notrufsystems, der Befestigung des Bremspedals, der Airbag-Sensoren oder des Gepäcknetzes beim Kombi.

Zuletzt wurden eHybrid-Modelle mit Bauzeitraum zwischen April 2019 und Februar 2022 zurückgerufen, um eine fehlerhafte Sicherung zu beheben. Weitere Fahrzeuge aus dem Zeitraum Februar 2020 bis Februar 2022, die mit dem 2.0 TSI Motor ausgestattet waren, wurden ebenfalls in die Werkstätten beordert, um eine mangelhafte Motorabdeckung zu korrigieren.

VW Golf FAQs

Der neue Golf der 8. Generation ist ab einem Preis von 29.560 Euro zu haben.

Der Golf 7 wurde 2012 zum ersten Mal ausgeliefert und ist nach 7-jährigem Produktzyklus seit dem Frühjahr 2019 nicht mehr bestellbar. Der neue Golf 8 ist seitdem das Nachfolgemodell.

Die neue Golf-Generation wird wieder im Stammwerk in Wolfsburg gebaut. Die Werke in Zwickau und Puebla produzieren den VW Golf nicht mehr.

Der VW Golf 8 ist seit Dezember 2019 auf dem deutschen Markt. Sichern Sie sich jetzt Golf Angebote ab 24.378 Euro mit carwow.

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