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Volkswagen Polo Test

Hochwertiger Kleinwagen bietet viel Komfort

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Guter Komfort
  • Moderne Sicherheitsausstattung
  • Schwacher Einstiegsmotor
  • Aufpreispflichtige Sicherheitsextras
  • Nur zwei Jahre Garantie

13.500 € - 23.825 € Preisklasse

5 Sitze

3,6 - 4,8 l/100km

Test

Wenn Kleinwagen erwachsen werden, bringt das manche Vorteile mit sich. Die Neuauflagen des Ford Fiesta und Seat Ibiza machten es vor. Die sechste Auflage des VW Polo, die seit September 2017 auf dem Markt ist, macht es den Konkurrenten gleich.

Mit 4,05 Meter Länge ist der Polo in der Vier-Meter-Klasse angekommen und erinnert damit weniger an den ersten VW Polo von 1975, der mit 3,51 Meter Länge und 700 Kilo Gewicht ein echter Kleinwagen war, als an den größeren Golf (4,26 Meter).

Das gilt sowohl für die Platzverhältnisse im Innen- und Kofferraum wie die ausgewogenen Fahreigenschaften, die bis zu 200 PS starken Benzin- und Dieselmotoren als auch für die modernen Assistenzsysteme. Möglich macht das die MQB-Plattform, die sich der VW Polo erstmals mit dem Golf teilt.

Dadurch genießt man nicht nur die gleiche bequeme Sitzposition, sondern allerhand neue Technik im Polo. Erstmals blickt man auf das eindrucksvolle Digitalcockpit. Features wie der Radartempomat oder die Einparkautomatik waren früher nur der Oberklasse vorbehalten. Nun stehen sie auch im Polo im Angebot.

All das lässt den VW Polo so erwachsen erscheinen wie nie zuvor. Vier Erwachsene sitzen bequem, freuen sich über serienmäßige vier Türen und 351 Liter Kofferraum. Damit heißen die Konkurrenten nicht nur Fiesta, Ibiza & Co., sondern man stellt sich die Frage: Werden mit der sechsten Generation nicht auch Golf-Interessenten zum Polo-Fahren verführt?

Kleinwagen? Vier Meter lang war einst der VW Golf. Das neue Raumgefühl, die vollwertigen vier Sitzplätze, die serienmäßigen vier Türen und der große Kofferraum machen den Polo zu einem Kleinwagen, der sich nicht mehr so anfühlt.

Das Interieur

Ein Plus von acht Zentimetern in der Länge, sieben Zentimetern in der Breite und neun Zentimetern im Radstand – all das spürt man vor allem im Fond. Auf den straff gepolsterten Vordersitzen saß man schon im Vorgänger bequem, aber so kommod auf der Rückbank nie zuvor im Polo.

Das gilt nun auch für große Erwachsene, die zudem ohne Verrenkungen ein- und aussteigen, weil der Polo ab sofort ausschließlich als Fünftürer angeboten wird.

Im Cockpit des Polo fährt viel Golf mit. Die Instrumente, die man erstmals auch in einer Digitalvariante bestellen kann, sind genauso einwandfrei ablesbar wie die Schalter drumherum bedienbar. An Ablageflächen herrscht kein Mangel und die Qualität überzeugt durchaus.

Der weich geschäumte Kunststoff am Armaturenbrett hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die optionalen farbigen Zierleisten lockern die sachliche Kühle auf im Cockpit.

Es missfallen nur zwei Dinge: Die Haltegriffe, die älteren Menschen beim Ausstieg im Polo V eine Hilfe waren, hat VW beim neuen Modell eingespart und am Kunststoff der Türverkleidungen, sicht- und fühlbar gespart.

Der Kofferraum

Der Kofferraum hat Format. Im Vergleich zum Vormodell legte das Gepäckabteil um ein Viertel von 280 auf 351 Liter im Volumen zu. Damit erreicht der Kofferraum fast das Format des aktuellen Golf (380 Liter).

Werden die Lehnen der Rückbank flach gelegt, ergibt sich für den Transport von Größerem ein Ladeformat von 1.125 Liter im neuen VW Polo.

Das Wachstum des Polo auf 4,05 Meter Länge und 1,75 Meter Breite tat den Fahreigenschaften so gut wie die Umstellung auf die neue Plattform.

Der längere Radstand und die breitere Spur sorgen im Vergleich zum Vormodell für mehr Komfort und Fahrstabilität bei höherem Tempo. Die hohe Steifigkeit der Karosserie verbessert das Einlenken in die Kurve. Die Lenkung arbeitet sehr leichtgängig, was den Polo ausgesprochen handlich macht.

Das Fahrwerk ist zwar tendenziell straff abgestimmt, aber der VW überrollt trotzdem auf die angenehme Art Fahrbahnrillen und Gullydeckel, ohne sich über langen Bodenwellen aufzuschaukeln. Die geringe Seitenneigung ist ebenso dem Fahrspaß förderlich. Aber wer es noch sportiver schätzt, fühlt sich im wendigeren Ford Fiesta und agileren Seat Ibiza wohler.

Der Gesamteindruck, der auch von der verbesserten Geräuschdämmung unterstützt wird, ist positiv: Im Polo genießt man ein erwachsenes Fahrgefühl, fast wie in der Golf-Klasse.

Im neuen VW Polo kommen keine Hochleistungsaggregate, sondern grundsolide und sparsame VW-Motoren mit 65 bis 200 PS Leistung zum Einsatz. Ganz neu im Polo ist der Erdgasantrieb. Geschaltet wird mit dem manuellen Fünfgang- oder Sechsganggetriebe oder optional mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG).

Die Benziner

Der Einliter-Dreizylinder steht in vier Leistungsstufen im Angebot. Als Variante ohne Turboaufladung mit 65 PS oder 75 PS und als Turbomotor mit 95 oder 115 PS. Die beiden Saugmotoren sind zu empfehlen, wenn man auf den Preis schaut.

Der 95-PS-Benziner und noch mehr die 115-PS-Version hauchen dem Polo zweifelsfrei mehr Leben ein. Schon der 95-PS-Dreizylinder dreht flott und leichtfüßig hoch, liefert 175 Newtonmeter Drehmoment und beschleunigt den Polo in 10,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 187 km/h erreicht.

Der 115 PS starke 1.0 TSI, der aus den 999 Kubik 200 Newtonmeter kitzelt, ist noch etwas flotter (200 km/h; 9,5 s), verbraucht aber ähnlich wenig. Der Verbrauch liegt nach der Werksangabe bei 4,6 bis 4,8 l/100 km, in der Praxis aber um zwei Liter Super darüber.

Klar ist, dass ein Vierzylinder mit viel Hubraum weniger oft als ein Dreizylinder mit wenig Hubraum gefordert ist. Besonders, wenn viele Passagiere oder Gepäck an Bord gehen, macht der 150 PS starke 1.5 TSI mit der Kraftstoff sparenden Zylinderabschaltung und seinen 250 Nm Drehmoment, die schon ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen, den gelasseneren Job.

Im Alltag kommt der Polo 1.5 TSI wie der drehfreudige Dreier mit Werten um sieben Liter Super aus. Noch sparsamer und umweltfreundlicher arbeitet der Polo 1.0 TGI mit seinem 90 PS starken Erdgasmotor, denn Erdgas verbrennt sauberer. Noch sportlicher geht es mit den 200 PS des Polo GTI voran.

Die Diesel

Der 40-Liter-Tank des VW Polo trägt am weitesten mit den weiterhin angebotenen Dieselaggregaten. Bei den Selbstzündern, die mit SCR-Katalysator und Start-Stopp-Automatik geliefert werden, hat man die Wahl zwischen dem 1.6 TDI mit 80 PS und Fünfgang-Schaltgetriebe oder 95 PS mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-DSG.

Beide arbeiten mit dem typischen TDI-Knurren, aber auch am sparsamsten im VW Polo mit einem Normverbrauch um die vier Liter.

Die gute Meldung: Seit der Umstellung auf die neue Plattform hat der Polo vollen Zugriff auf die reiche Auswahl an Assistenz- und Sicherheitssystemen aus dem VW-Konzern.

Die schlechte: Leider zumeist nur gegen Aufpreis, denn im Basismodell gehören nur der Front Assist, die City-Notbremsfunktion, die Fußgängererkennung, die Reifenluftdruck-Überwachung und der Berganfahrassistent mit zur Serienausstattung.

Alles andere kostet extra. Das gilt genauso für den Spurwechsel- und Ausparkassistenten wie für den ACC-Abstandsregeltempomat und die Rückfahrkamera.

Um die Sicherheit ist es dank des sicheren Handlings und überzeugenden Crashschutzes gut gestellt. Bei der Bremsleistung lieferte der Polo aber keinen Bestwert ab.

Im ADAC-Bremstest kam der VW Polo 1.0 TSI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach nur mittelmäßigen 37,6 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Individualisierung liegt im Trend – Der Kunde hat im neuen VW Polo so viel Auswahl wie in keinem zuvor. Bis der Polo in der eigenen Garage steht, ist die Entscheidung zwischen vierzehn Lackierungen, zwölf unterschiedlichen Felgen (14 bis 18 Zoll), zwei Innenraumwelten, elf Sitzbezügen, sieben Dekors und fünf Ausstattungslinien zu treffen.

Die Ausstattungslinien heißen Trendline, Comfortline, Highline, Beats und GTI.

Im Trendline rollt der Polo auf kleinen 14 Zoll-Rädern. Ab Werk hat er das LED-Tagfahrlicht mit Coming-Home-Funktion, den Geschwindigkeitsbegrenzer und die Sicherheitssysteme Front Assist, City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung an Bord.

Der Comfortline rollt mit 15 Zoll auf größerem Fuß und verfügt ab Werk über die wichtige Klimaanlage, das Infotainmentsystem Composition Colour, ein Multifunktionslenkrad, elektrische Fensterheber vorne und hinten, mit Velours bezogene Sitze, eine Mittelarmlehne und eine Müdigkeitserkennung.

Mit dem Highline entscheidet man sich für die höchste Ausstattungslinie, zu der das Lederlenkrad, der mit Leder ummantelte Schalthebel, die weiße LED-Ambientebeleuchtung und 15-Zoll-Räder gehören.

Im Sondermodell Beats steckt mehr Musik drin mit dem 300 Watt-Soundsystem. Man erkennt es an der Dekorfolie auf der Motorhaube und dem Dach, den 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, den schwarz lackierten Außenspiegeln und den Sportsitzen. Der Polo GTI rollt auf 18 Zoll und präsentiert sich mit dem Diffusor, den schwarzen Schwellerleisten und dem Dachkantenspoiler als kompakter Sportler.

Im Polo bindet man das Smartphone mit Apple CarPlay, Android Auto oder MirrorLink ein. Empfehlenswerte Extras sind die Außenantenne, die den Smartphone-Empfang verbessert, die induktive Ladestation, das 8-Zoll-Touchscreen-Infotainment, das Panoramadach und das optisch und funktional etwas hermachende Digitalcockpit.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beim Basismodell Trendline mit dem 65 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder am besten für den, der möglichst wenig für den neuen Polo zahlen möchte. Schon das besitzt jetzt serienmäßig vier Türen und das zum fairen Einstiegspreis.

Zusammenfassung

Revolution sieht anders aus, gezielte Evolution jedoch genau so. Der VW Polo liefert mit der Neuauflage so ziemlich genau das, was im Kleinwagen heute gewünscht wird. Dank des Längen- und Breitenwachstums reichlich Platz im Innen- und Kofferraum, einen angenehmen Komfort und moderne Assistenz-, Sicherheits- und Infotainmentsysteme.

Aus diesem erwachsen werden resultiert ein Nachteil und ein Vorteil. Der VW Polo passt heute nicht mehr in jede Parklücke, aber der nicht mehr kleine Kleinwagen fährt sich souverän wie ein Golf. Das könnte manchen Golf-Interessenten tatsächlich zum Polo-Fahrer machen.

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