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Nachhaltiger Innenraum: Top 10 Autos mit veganer Ausstattung

Nachhaltigkeit ist derzeit einer der wichtigsten Trends in der Automobilindustrie. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Autohersteller von der Verwendung tierischer Produkte abrücken und stattdessen auf künstliche Alternativen setzen.

Dank Features wie Kunstlederlenkrädern, Stoffpolstern und Verkleidungen aus Naturfasern leisten die folgenden zehn Autos gute Arbeit, wenn es darum geht, tierische Innenraummaterialien durch nachhaltigere Stoffe zu ersetzen:

Die besten veganen Autos
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VW ID.3 21.925 € Angebote vergleichen
Skoda Enyaq iV 25.896 € Angebote vergleichen
Audi e-tron GT bald erhältlich Angebote vergleichen
BMW i3 24.509 € Angebote vergleichen
Renault Clio 11.009 € Angebote vergleichen
Fiat 500 Hybrid 12.019 € Angebote vergleichen
Volvo XC60 36.005 € Angebote vergleichen
Dacia Sandero 9.093 € Angebote vergleichen
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VW ID.3

Als erster Vertreter der neuen Generation von Elektroautos bei VW sollte der ID.3 mit gutem Vorbild vorangehen. Für Volkswagen beginnt eine neue Ära, auch in Sachen Nachhaltigkeit. Laut Hersteller wird der ID.3 CO2-neutral gefertigt durch die Nutzung von 100 Prozent Grünstrom, auch in der Fertigung der Akkus. Dennoch fallen natürlich noch Emissionen an, vor allem bei der Lieferkette, doch auch hier möchte VW in den nächsten Jahren den Ausstoß nochmal stark reduzieren.

Nachhaltigkeit beim Fertigungsprozess zum Reduzieren schädlicher Emissionen ist eine Sache, die andere ist, auch auf das Tierwohl zu schauen und nachhaltigere Materialien als Leder zu verwenden. Im ID.3 hat man die Tür- und Seitenverkleidungen aus Kunstleder gefertigt, die Sitzmittelbahnen der Vordersitze und die äußeren Rücksitze sind mit Stoff bezogen.

Komplett vegan kommt der Innenraum des ID.3 aber noch nicht daher, denn als Teil des Komfort-Pakets oder ab der Ausstattungsversion City ist ein Lederlenkrad enthalten. Will man wirklich vegan unterwegs sein, bleibt man bei der Einstiegsversion des ID.3.

Skoda Enyaq iV

Auch bei Skoda legt man viel Wert auf Nachhaltigkeit, denn der Enyaq iV ist eben das erste eigenständige E-Auto der Marke, da sollte man Stellung beziehen. Beim Enyaq iV gibt es keine Ausstattungsversionen sondern sogenannte Design Selections. Entscheidet man sich für die Selection Lodge, bekommt man wie auf dem Bild zu sehen, den Innenraum aus einer Kombination von Naturfaser und Wollstoff ausgekleidet.

Die Naturfaser-Komponente macht 60 Prozent der Polsterung aus und besteht aus recycelten PET-Flaschen. Die Wolle füllt die restlichen 40 Prozent und ist natürliche Schurwolle, die das Woolmark-Siegel trägt und so für Qualität und Nachhaltigkeit steht. Die Sitzbezüge zeichnen sich durch eine sehr angenehme Oberfläche aus und begünstigen ein tolles Sitzklima auch bei längeren Fahrten.

Wer sich für Wolle nicht begeistern kann, hat mit der Selection Loft die Möglichkeit auf eine bekannte Kombination aus Kunstleder und Stoff zurückzugreifen.

Die Design Selection ecoSuite ist keine vegane Ausstattung, allerdings eine sehr nachhaltige. Das verwendete, congnacfarbene Leder wird auf eine ganz nachhaltige Art und Weise gegerbt, ohne den Einsatz von Chemikalien. Das Gerben findet stattdessen mit einem Extrakt aus den Blättern des Olivenbaums statt.

Audi e-tron GT

Der Audi e-tron GT wurde am 9. Februar 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie die Innenraumbilder zeigen, hat sich bestätigt, was im Studienfahrzeug vorweggenommen wurde. Der e-tron GT ist konsequent nachhaltig, bietet aber als Sonderoption auch eine nicht-vegane Lederausstattung an. Er soll im Gesamten aber eine nachhaltige Moderne vermitteln und dementsprechend im Innenraum konsequent nachhaltig gestaltet sein. Das heißt, dass wir auf ein Auto schauen, dass in der Standardausstattung völlig vegan ist und man auf den Einsatz von Produkten tierischen Ursprungs verzichtet hat.

Wie auf dem Bild zu sehen, gibt es Sitze aus nachhaltigen Stoffen oder Lederimitation, Sitzflächen und Armauflagen verfügen über textile Bespannungen aus recycelten Materialien und der Dachhimmel und die Verkleidungen der Fenstersäulen bestehen aus Microfaser. Auch die Bodenteppiche hat man nicht vergessen, hier wurde nachhaltiges Econylgarn eingesetzt, die Faser wird aus gebrauchten Fischernetzen hergestellt.

BMW i3

Der BMW i3 war schon bei seiner Markteinführung vor über sieben Jahren seiner Zeit voraus. Nicht nur, weil er eines der wenigen Elektroautos war, sondern auch, weil der i3 schon damals sehr nachhaltig war – und es immer noch ist. Die Serienausstattung verfügt über Instrumententafelträger und Türverkleidungen aus Fasern der Kenaf-Pflanze. So hat man erdölbasierten Kunststoff ersetzt, und im i3 hat man Kenaf erstmals großflächig eingesetzt.

Noch ein Vorteil: Das Material ist leichter und reduziert das Gewicht im Vergleich zu klassischen Materialien um 30 Prozent. Optional kann das Armaturenbrett aus Eukalyptusholz geordert werden. Das ist deshalb besonders nachhaltig, weil es resistent gegen Feuchtigkeit ist und deshalb 90 Prozent weniger Oberflächenveredelung bei der Herstellung benötigt. Außerdem ist es ein extrem schnell nachwachsender Rohstoff.

Ein Lederlenkrad gehört aber scheinbar immer noch dazu und ist auch im i3 ab der Ausstattung Loft vorhanden. Doch die Loft-Ausstattung hat auch nachhaltiges zu bieten. Man bekommt eine Polsterung in Wollstoff-Naturleder-Kombination. Das ist zwar nicht vegan, aber wenigstens nachhaltig, denn das Leder wird wie beim Enyaq iV mit Olivenblättern gegerbt ohne den Einsatz chemischer Gerbemittel.

Renault Clio

Der aktuelle Renault Clio hat ein schickes Interieur, das durch die Tatsache, dass es auch ohne Leder erhältlich ist, noch besser wird. Entscheiden Sie sich für die Einstiegsvariante Life oder die höhere Ausstattung Zen, ist das Lenkrad lediglich in Lederoptik und die Sitze sind in Stoff gepolstert. Bei der Intens-Ausstattung sind die Sitze in Lederoptik gehalten, also immer noch vegan.

Erst bei der sportlichen R.S-Line ist dann ein Lederlenkrad inklusive und die Top-Ausstattung wird leider mit Nappaleder-Sitzbezügen geliefert. Doch wer es vagan möchte, hat auf jeden Fall eine gute Auswahl beim Clio und muss nicht nur auf die Einstiegsversion zurückgreifen.

Fiat 500 Hybrid

Wer einen tierfreundlichen Stadtflitzer sucht, ist mit dem neuen Fiat 500 Hybrid gut bedient – wenn man mit der Einstiegsausstattung Cult zufrieden ist. Dort ist der kleine Stadtflitzer mit Sitzen in blauem Stoff bezogen, das Lenkrad ist mit Kunstleder ummantelt. Auch wenn man etwas mehr Ausstattung möchte, ist das nicht ausgeschlossen, denn man kann durchaus Pakete wählen, die keine tierischen Materialien beinhalten.

Wählt man aber das Style-Paket, bekommt man einen Lederschaltknauf und das Dolcevita-Paket hat dann auch Ledersitze im Angebot. Bereits recht früh erhält man außerdem ein sogenanntes Techno-Lederlenkrad, was eine Kombination aus Leder und Kunstleder ist – also leider auch nicht vegan.

Volvo XC60

Volvo zieht den nachhaltigen Ansatz konsequent durch und bietet zum Modelljahr 2021 den XC60 nur noch mit elektrifizierten Antrieben an. Im Innenraum wird Kunstleder mit dem Namen Acella verwendet, weil es keinen Qualitätsschwankungen unterliegt, wie bei tierischem Leder. Außerdem ist es weich, glatt und unbegrenzt verfügbar und noch dazu beständiger als echtes Leder.

Als Alternative zu den Komfortsitzen sind Sportsitze mit Tailored Wool Bezug verfügbar. Wie auf den Bildern zu sehen, sehen sie gemütlich aus und bestehen aus 30 Prozent Wolle und 70 Prozent recyceltem Polyester. Die Sitzbezüge sind nicht nur nachhaltig und vegan, sondern im Vergleich zu Nappalederbezügen auch noch drei Kilogramm leichter.

Dacia Sandero

Der Dacia Sandero ist der günstigste Neuwagen, den Sie derzeit in Deutschland kaufen können. Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass das Auto nicht über eine Lederausstattung verfügt, die Sie in teureren Modellen finden.

Alle Dacia Sanderos sind serienmäßig mit Stoffsitzen ausgestattet, ein Lenkrad in Lederoptik ist das höchste der Gefühle und echtes Leder findet sich nicht mal in der höchsten Ausstattungslinie Comfort. Gut gemacht Dacia!

Polestar 2

Die Make Polestar gehört zum schwedischen Hersteller Volvo, der stark auf Nachhaltigkeit setzt. Deshalb verwundert es kaum, dass der Polestar 2 ein veganes Standard-Interieur mit progressiven Textilien bietet.

Das Lenkrad des Fahrzeugs ist mit Kunstleder überzogen und die Sitze sind mit einem künstlichen WeaveTech-Material gepolstert, das laut Polestar von Neoprenanzügen inspiriert wurde. Für Käufer, die bereit sind, 4.000 Euro mehr für die optionale Nappaleder-Ausstattung auszugeben, wird auch noch echtes Leder angeboten. Schade, dass man hier nicht komplett konsequent ist.

Tesla Model 3

Wie der Polestar 2 ist das Tesla Model 3 ein weiteres Elektroauto, das serienmäßig mit synthetischen Stoffen im gesamten Innenraum ausgestattet ist. Tatsächlich behauptet Tesla, dass der Innenraum der Elektrolimousine zu 100 Prozent lederfrei ist. Es gibt keine Möglichkeit, das Auto durch optionale Extras mit Leder auszustatten – der Innenraum des Model 3 kann nur mit synthetischem Kunstleder für Sitze und Lenkrad etwas aufgewertet werden.

Hut ab Tesla! Hier könnten sich andere noch eine Scheibe abschneiden.