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Nachhaltiger Innenraum: Top 10 Autos mit veganer Ausstattung

16. Mai 2023 von

Nachhaltigkeit ist derzeit neben dem Elektromotor einer der wichtigsten Trends in der Automobilindustrie. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Autohersteller von der Verwendung tierischer Produkte abrücken und stattdessen auf künstliche und tierfreie Alternativen setzen.

Dank nachhaltigen Materialien wie Kunstlederlenkrädern, Stoffpolstern, Verkleidungen aus Naturfasern und Alcantara leisten die folgenden zehn Autos gute Arbeit, wenn es darum geht, tierische Innenraummaterialien durch nachhaltigere Stoffe zu ersetzen:

VW ID.3

Als erster Vertreter der neuen Generation von Elektroautos bei VW sollte der Volkswagen ID.3 mit gutem Vorbild vorangehen. Für Volkswagen beginnt eine neue Ära, auch in Sachen Nachhaltigkeit. Laut Hersteller wird der ID.3 durch die Nutzung von 100 Prozent Grünstrom CO2-neutral gefertigt, auch in der Fertigung der Akkus. Dennoch fallen natürlich noch Emissionen an, vor allem bei der Lieferkette, doch auch hier möchte VW in den nächsten Jahren den Ausstoß nochmal stark reduzieren.

Bei der Reduktion der Emissionen ist mit der Nachhaltigkeit im Hause VW allerdings noch nicht Schluss: Auch das Tierwohl scheint VW am Herzen zu liegen, denn im ID.3 erhält man bewusst die Möglichkeit, eine komplett vegane Innenausstattung zu wählen, die nachhaltigere Materialien als Leder beinhaltet. Der ID.3 präsentiert unter anderem Tür- und Seitenverkleidungen aus Kunstleder, die Sitzmittelbahnen der Vordersitze und die äußeren Rücksitze sind mit Stoff bezogen. Schon seit geraumer Zeit tüftelt der Wolfsburger Autokonzern an der Verwendung von Lederalternativen wie Apfelleder – wer sich jetzt schon auf einen obsthaltigen Innenraum freut, muss sich allerdings noch gedulden.

Ausschließlich vegan kommt der Innenraum des ID.3 aber noch nicht daher: Wer sich beim Kauf für das Komfort-Paket ausspricht oder die Ausstattungsversion Pro S ordert, bekommt automatisch ein Lederlenkrad dazu. Wirklich vegan ist man im ID.3 also nur dann unterwegs, wenn man bei der Einstiegsversion des ID.3 namens Pro bleibt.

Skoda Enyaq iV

Auch bei Skoda legt man viel Wert auf Nachhaltigkeit, denn der Enyaq iV ist eben das erste eigenständige E-Auto der Marke. Klar ist: Hier sollte eine möglichst nachhaltige Stellung bezogen werden! Exklusiv wird es alleine schon bei den verfügbaren Ausstattungen: Beim Enyaq iV gibt es keine “Ausstattungsversionen”, sondern sogenannte Design Selections. Fällt die Entscheidung auf die Selection Lodge, ist der Innenraum in ein Kleidchen aus Naturfasern und Schurwolle gehüllt.

Die Naturfaser-Komponente macht 60 Prozent der Polsterung aus und besteht aus recycelten PET-Flaschen. Die Wolle füllt die restlichen 40 Prozent und ist natürliche Schurwolle, die das Woolmark-Siegel trägt und so für Qualität und Nachhaltigkeit steht. Die Sitzbezüge zeichnen sich durch eine sehr angenehme Oberfläche aus und begünstigen ein tolles Sitzklima, auch bei längeren Fahrten, da Wolle hervorragend Feuchtigkeit absorbiert.

Wer sich für die atmungsaktive Wolle nicht begeistern kann, hat mit der Selection Loft die Möglichkeit, auf eine bekannte Kombination aus Kunstleder und Stoff zurückzugreifen.

Die Design Selection ecoSuite ist leider keine vegane Ausstattung, allerdings eine sehr nachhaltige. Das verwendete congnacfarbene Leder wird auf eine äußerst nachhaltige Art und Weise ohne den Einsatz von Chemikalien gegerbt. Das Gerben findet stattdessen mit einem Extrakt aus den Blättern des Olivenbaums statt. Wie das Extrakt allerdings wiederum gewonnen wird, verrät Skoda nicht.

BMW i3

Der BMW i3 war schon bei seiner Markteinführung vor über sieben Jahren seiner Zeit voraus. Nicht nur, weil er eines der wenigen Elektroautos war, sondern auch, weil er eine interessante Optik mit sich brachte. Und natürlich auch, weil der i3 schon damals sehr nachhaltig war – und es immer noch ist. Selbstbewusst haben die Münchner ihre Elektro-Van-Kleinwagen-Kombination als das selbsternannte “grünste Auto der Welt” ins Rennen um die Gunst der Kundschaft geschickt.

Die Serienausstattung verfügt über Instrumententafelträger und Türverkleidungen aus Fasern der Kenaf-Pflanze. Zum ersten Mal erfolgte also im i3 der großflächige Gebrauch von Kenaf, wodurch man gleichzeitig erdölbasierten Kunststoff aus dem Innenraum des i3 verbannt hat.

Noch ein Vorteil: Das Material aus Kenaf ist leichter und sorgt für eine Gewichtsreduktion von 30 Prozent im Vergleich zu klassischen Materialien. Optional kann das Armaturenbrett aus Eukalyptusholz geordert werden. Das ist deshalb besonders nachhaltig, weil es resistent gegen Feuchtigkeit ist und deshalb 90 Prozent weniger Oberflächenveredelung bei der Herstellung benötigt. Außerdem ist es ein extrem schnell nachwachsender Rohstoff. Fun Fact: Der i3 ist in der Standardausführung zu 95 % recycelbar. Klingt nach Zukunftsmusik, ist aber mit dem i3 schon vor sieben Jahren wahr geworden.

Ein Lederlenkrad bleibt dem i3 aber ab der Ausstattung Loft nicht erspart. Ein kleines Trostpflaster ist die Tatsache, dass die Loft-Ausstattung stattdessen andere nachhaltige Innovationen zu bieten hat. Man bekommt eine Polsterung in Wollstoff-Naturleder-Kombination. Das ist zwar nicht vegan, aber wenigstens nachhaltig, denn das Leder wird wie beim Enyaq iV mit Olivenblättern gegerbt, ohne dass chemische Gerbemittel eingesetzt werden.

Mercedes B-Klasse

Schon ein bisschen ist es bereits her, um genau zu sein im Jahre 2019, da hat der Formel-1-Rennfahrer und bekennende Veganer Lewis Hamilton den Autohersteller Mercedes gebeten, vegane Innenräume in seinen Cockpits zu verbauen. Sicher ist auf jeden Fall, dass der Verzicht auf hochwertiges Leder für einen solch prestigeträchtigen Hersteller wie Mercedes kein einfacher Schritt war und ist.

Denn alleine schon das Leder im Innenraum vermittelt das Feeling, dass man es mit einem Luxusschlitten zu tun hat. Umso schwieriger ist es scheinbar für einen Premium-Hersteller, den Luxus ungeachtet der Lederabstinenz aufleben zu lassen.

Nun aber zurück zu Mercedes: Der Aufruf von Hamilton schien gereicht zu haben, um unter anderem die Mercedes B-Klasse komplett lederfrei zum Verkauf anzubieten. Die Sitze sind in der veganen B-Klasse mit der Ledernachbildung “Artico” bezogen. Bestandteil dessen ist das Mikrofasergarn “Dinamica”, welches aus recyceltem Polyester und Polyurethan auf Wasserbasis besteht. Echtleder-Liebhabern bleibt aber natürlich auch die Möglichkeit auf tierisches Leder im Innenraum. Im Hinblick auf die Veganisierung der Innenausstattungen ist das zwar nicht gerade konsequent, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Abgesehen von der B-Klasse gibt es bei Mercedes-Benz auch die A-Klasse sowie die C-Klasse mit der Ledernachbildung Artica käuflich zu erwerben. Hamiltons Forderung scheint beim Hersteller wohl Gehör gefunden zu haben.

Renault Clio

Der aktuelle Renault Clio hat ohnehin ein schickes Interieur – doch durch die Tatsache, dass es auch komplett lederfrei zu haben ist, macht das Innenleben des Renault Clio noch spannender! Entscheiden Sie sich für die Einstiegsvariante Life oder die höhere Ausstattung Zen, ist das Lenkrad lediglich in Lederoptik gehalten, während die Sitze in Stoff gepolstert sind. Bei der Intens-Ausstattung wirken auch die Sitze ledrig, aber kein Sorge – es handelt sich auch hier erneut um die reine Optik, das Material hat nie ein Tier gesehen, geschweige denn einem Tier gehört. Es ist also immer noch vegan.

Erst bei der sportlichen R.S.-Line sollten Kund:innen, denen die vegane Innenausstattung am Herzen liegt, hellhörig werden: Das Lenkrad ist dann nämlich in Leder gehüllt und die Top-Ausstattung wird leider mit Nappaleder-Sitzbezügen geliefert. Doch wer es vegan möchte, bekommt beim Clio auf jeden Fall eine gute Auswahl geboten: Man muss also nicht nur auf die Einstiegsversion zurückgreifen.

Fiat 500 Hybrid

Wer einen tierfreundlichen Stadtflitzer sucht, ist mit dem neuen Fiat 500 Hybrid gut bedient – wenn man mit der Einstiegsausstattung Cult zufrieden ist. Dort ist der kleine Stadtflitzer mit Sitzen in blauem Stoff bezogen, das Lenkrad ist mit Kunstleder ummantelt. Auch wenn man etwas mehr Ausstattung möchte, ist das nicht ausgeschlossen: Wer geschickt wählt, kombiniert Pakete miteinander, die keine tierischen Materialien beinhalten.

Wählt man aber das Style-Paket, wird dem Fiat 500 Hybrid ein Lederschaltknauf einverleibt. Das Dolcevita-Paket hat dann auch Ledersitze im Angebot. Bereits recht früh in der Ausstattungsliste taucht das sogenannte Techno-Lederlenkrad auf. Mit Techno-Musik hat das wenig zu tun, es bezeichnet eher die Kombination aus Leder und Kunstleder – also leider auch nicht vegan.

Volvo XC60

Volvo zieht den nachhaltigen Ansatz konsequent durch und bietet zum Modelljahr 2021 den XC60 nur noch mit elektrifizierten Antrieben an. Im Innenraum wird Kunstleder mit dem Namen Acella verwendet, weil es keinen Qualitätsschwankungen unterliegt wie bei tierischem Leder. Außerdem ist es weich, glatt und unbegrenzt verfügbar und noch dazu beständiger als echtes Leder.

Als Alternative zu den Komfortsitzen sind Sportsitze mit Tailored Wool Bezug verfügbar. Wie auf den Bildern zu sehen, machen sie einen recht gemütlichen Eindruck. Sie bestehen zu 30 Prozent aus Wolle und zu 70 Prozent aus recyceltem Polyester. Die Sitzbezüge sind nicht nur nachhaltig und vegan, sondern im Vergleich zu Nappalederbezügen auch noch drei Kilogramm leichter. Hier spart man also nicht nur an tierischen Materialien, sondern auch an Gewicht.

Dacia Sandero

Keiner ist günstiger: Der Dacia Sandero ist der günstigste Neuwagen, den Sie derzeit in Deutschland kaufen können. Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass das Auto nicht über eine Lederausstattung verfügt, die Sie in teureren Modellen finden.

Alle Dacia Sanderos dieser Welt sind serienmäßig mit Stoffsitzen ausgestattet, ein Lenkrad in Lederoptik ist das höchste der Gefühle und echtes Leder findet sich nicht mal in der höchsten Ausstattungslinie Comfort. Gut gemacht Dacia!

Polestar 2

Die Marke Polestar gehört zum schwedischen Hersteller Volvo, der stark auf Nachhaltigkeit setzt. Deshalb verwundert es kaum, dass der Polestar 2 ein veganes Standard-Interieur mit progressiven Textilien bietet.

Das Lenkrad des Fahrzeugs ist mit Kunstleder überzogen und die Sitze sind mit einem künstlichen WeaveTech-Material gepolstert, das laut Polestar von Neoprenanzügen inspiriert wurde. Für Käufer, die bereit sind, 4.000 Euro mehr für die optionale Nappaleder-Ausstattung auszugeben, wird auch noch echtes Leder angeboten. Zwar wird den Kunden damit auf gewisse Art und Weise das Leder madig gemacht, aber etwas Konsequenz in Sachen vegane Ausstattung hätten wir uns schon gewünscht.

Tesla Model 3

Wie der Polestar 2 ist das Tesla Model 3 ein weiteres Elektroauto, das serienmäßig mit synthetischen Stoffen im gesamten Innenraum ausgestattet ist. Tatsächlich behauptet Tesla, dass der Innenraum der Elektrolimousine zu 100 Prozent lederfrei ist.

Es gibt keine Möglichkeit, das Auto durch optionale Extras mit Leder auszustatten – der Innenraum des Model 3 kann nur mit synthetischem Kunstleder für Sitze und Lenkrad etwas optisch aufgewertet werden.
Hut ab, Tesla! Hier könnten sich andere Marken noch eine Scheibe abschneiden.