Plug-in Hybrid oder Elektroauto kaufen – was sind die Unterschiede?

Aus dem Portfolio der Automobilhersteller sind Plug-in Hybridautos schon länger nicht mehr wegzudenken und jetzt wird fleißig mit reinen Elektrofahrzeugen aufgestockt. Da stellt man sich natürlich die Frage, welche Antriebsart nun für einen die richtige ist. Wir sagen Ihnen, was die Unterschiede sind und mit welchen Vor- und Nachteilen Sie beim E-Auto und Plug-in Hybriden rechnen müssen.

Wenn Sie sich schon jetzt aktuelle Elektroautomodelle oder Angebote für Hybridfahrzeuge ansehen möchten, dann konfigurieren Sie sich jetzt Ihr Wunschmodell und vergleichen Sie Angebote. Hier haben wir die aktuellen top Elektro- und Hybridmodelle für Sie zusammengefasst:

Top Elektro- und Plug-in Hybridmodelle
Modell
VW e-up! Angebote ab 11.083 €
Renault Zoe Angebote ab 10.273 €
Opel Corsa-e Angebote ab 16.761 €
MINI Cooper SE 3-Türer Angebote ab 19.822 €
BMW i3 Angebote ab 23.634 €
Ford Kuga Plug-in Hybrid Angebote ab 27.325 €
BMW X1 Plug-in Hybrid Angebote ab 31.186 €
Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid Angebote ab 26.450 €
KIA Niro Plug-in Hybrid Angebote ab 21.359 €
VW Passat GTE Variant Angebote ab 30.714 €

Unterschiede Plug-in Hybrid und Elektro

Ist es nicht egal, ob man sich ein Elektroauto oder ein Hybridauto kauft? Für viele Interessenten steht fest, dass sie einen alternativen Antrieb möchten aber wo liegen genau die Unterschiede zwischen den beiden Antriebsarten und wie machen sich diese im Alltag bemerkbar?

Die Technik bei Hybriden und E-Autos

Sowohl Plug-in Hybriden als auch Elektroautos benötigen zum Fahren Strom – der eine mehr, der andere weniger. Und beide Fahrzeuge verfügen über einen Elektromotor, der von außen aufgeladen werden muss. Während ein E-Auto nur mit dem Elektromotor fährt, ist bei einem Plug-in Hybridauto zusätzlich ein Verbrennungsmotor mit an Bord. Ist der Akku des Elektromotors leer, oder fährt man längere Strecken, dann springt der Verbrennungsmotor ein. Man kann ein Plug-in Hybridauto also auch mit leerem Akku fahren und diesen dann aufladen, wenn man Zeit hat. Auch die Ladezeiten sind hier nicht so hoch wie bei E-Autos.

Wenn man sich die Reichweite ansieht, haben Plug-in Hybriden in Sachen rein elektrische Reichweite das Nachsehen, denn mehr als 60 Kilometer können heutige Plug-in Hybridautos meist noch nicht rein elektrisch zurücklegen. Reichen diese Kilometer aber für die Fahrt zur Arbeit, ist man hier rein elektrisch unterwegs und möchte man in den Urlaub fahren, kann man das ebenfalls problemlos tun – ohne sich vorher nach Ladestationen zu erkundigen.

In Sachen Alltagstauglichkeit und Reichweitenangst steht es also 1:0 für den Plug-in Hybriden.

Fahrgefühl: Fährt man besser in einem E-Auto oder Plug-in Hybriden?

Im Gegensatz zu klassisch angetriebenen Autos haben E-Autos schon von Beginn an das höchste Drehmoment und somit eine optimale Beschleunigung. Das gleiche gilt auch für Plug-in Hybriden, die klassisch angetriebenen Fahrzeugen zumindest beim Ampelsprint die Butter vom Brot nehmen. In Sachen Höchstgeschwindigkeit müssen sich beide Antriebsversionen aber den klassischen Antrieben geschlagen geben, denn wer viel Gas gibt und lange schnell fährt, hat auch schnell keinen Saft mehr. Und die Höchstgeschwindigkeit ist meist um einiges niedriger.

Die Geister scheiden sich auch in Sachen Fahrzeug-Sound. All diejenigen, die es beim Fahren gerne ruhig möchten, werden Elektroautos lieben – denn hier fährt man so gut wie geräuschlos. Ein Kompromiss ist da der Hybrid, denn solange man im rein elektrischen Modus dahingleitet, ist auch hier nichts zu hören. Schaltet sich der Verbrennungsmotor zu, hat man wieder den klassischen Autosound.

Ein Gewinner ist hier schwer auszumachen, in diesem Punkt ist also Gleichstand angesagt.

Wie ist die Ökobilanz von E-Autos und Plug-in Hybriden?

Was die Umweltbilanz von Elektroautos und Plug-in Hybriden angeht, ist diese bei beiden Antriebsarten zwar nicht einwandfrei aber immerhin besser als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Der Verbrauch von Plug-in Hybriden ist allerdings nur in Kombination mit den rein elektrisch gefahrenen Kilometern löblich. Verzichtet man darauf den Elektromotor zu laden oder fährt oft rein mit dem Verbrennungsmotor, ist der Spritverbrauch sogar höher als bei klassischen Verbrennern. Das liegt daran, dass der zusätzliche Akku dann mit seinem hohen Gewicht den Verbrauch stark in die Höhe treibt.

Auch ständige Autobahnfahrten sind nicht das Terrain eines Plug-in Hybridautos, auch wenn der Ausstoß im Vergleich natürlich geringer ist, wird hier ein recht hoher Wert an CO2 in die Luft geblasen, was bei klassischen Verbrennern ab 2021 zu einer Erhöhung der Kfz-Steuer führt. Doch das ist beim Hybrid nicht relevant.

Optimal ist die Ökobilanz von reinen E-Autos allerdings auch nicht, denn der Großteil des Stroms wird in Deutschland noch immer aus fossilen Brennstoffen bezogen. Der Ausbau von erneuerbaren Energien geht allerdings stetig voran und wenn man rein auf die Emissionen schaut, sind Elektroautos schon jetzt umweltfreundlicher als Verbrenner.

Der Energieverbrauch von Elektroautos ist im Gesamten geringer als der von Plug-in Hybriden auch, wenn natürlich noch deutliches Verbesserungspotential in Sachen Batterietechnik und Entsorgung besteht. Hier geht der Punkt demnach an das Elektroauto.

Kosten und Förderung von Hybrid und Elektro

Wenn man nur die Wartung betrachtet, hat das Elektroauto die Nase vorne, denn es sind nicht mal ansatzweise so viele Komponenten verbaut die kaputt gehen könnten. Es gibt beispielsweise keine Kupplung, kein Getriebe und keine Wasserpumpe, doch das ist beim Plug-in Hybrid zusätzlich zum E-Motor genauso wie beim normalen Verbrenner nötig. Sieht man sich aber einen durchschnittlichen Wert pro Kilometer an, in den Strom bzw. Sprit, Wartung und Reparatur und ein anteiliger Wertverlust mit eingerechnet ist, kommt man zu einem etwas anderen Ergebnis.

Nehmen wir als Beispiel den Hyundai IONIQ Elektro und den IONIQ Plug-in Hybrid. Beim Elektromodell würde man auf Kosten von ca. 50 Cent pro Kilometer kommen, beim Plug-in Hybriden auf ca. 46 Cent. Der Unterschied ist zwar gering aber dennoch macht der Hybride einen Punkt.

Um die Umwelt zu schonen und den Verkauf von alternativen Antrieben zu fördern, gibt es seit kurzem die Innovationsprämie für Elektroautos und Plug-in Hybridautos. Die Prämie für E-Autos fällt um einiges höher aus als die für Plug-in Hybridmodelle. Allerdings gibt es auch Kritik am Bonus für Plug-in Hybriden, denn: Wer sich das Aufladen an der Steckdose regelmäßig spare, täte zwar seinem eigenen Geldbeutel auch keinen Gefallen, der Umwelt aber erst recht nicht – und würde dafür aber bei der Anschaffung mit dem Umweltbonus belohnt.

Beim Online-Autokauf über carwow erhalten Sie den erhöhten Umweltbonus. In der Tabelle finden Sie die schon erhöhten Prämien:

Umweltbonus Elektro- und Hybridfahrzeuge
Elektroautos bis zu 9.000 Euro
Plug-in Hybridautos bis zu 6.750 Euro
Angebote vergleichen

Insgesamt liegt nach den von uns ausgewählten Kriterien das Elektroauto nach Punkten vorne. Allerdings gibt es verschiedene Nachteile, die eventuell doch für den Kauf eines Plug-in Hybriden sprechen könnten.

Vor- und Nachteile von Plug-in Hybriden

Bei einem Plug-in Hybridauto haben Sie folgende Vorteile:

  • Er ist langstreckentauglich
  • Er fährt in der Stadt emissionsfrei
  • Man braucht keine Reichweitenangst zu haben

Wenn Sie häufiger mit dem Auto in den Urlaub fahren möchten, dann ist ein reines E-Auto keine gute Wahl. Hier ist ein Plug-in Hybrid besser. Auf kurze Strecken kann er ebenfalls ohne Ausstoß fahren und macht deshalb auch in der Stadt Sinn. Doch was sind die Nachteile?

  • Hohes Zusatzgewicht
  • Hoher Spritverbrauch ohne E-Motor Unterstützung
  • Meist teurere Wartung

Vor- und Nachteile von Elektroautos

Wenn Sie sich für ein reines Elektroauto entscheiden, können Sie mit diesen Vorteilen rechnen:

  • Lokal emissionsfreies Fahren
  • Fast geräuschloses Fahren
  • Geringe Wartungskosten
  • Ideal für den Stadtverkehr

Kurz gesagt: Ein E-Auto ist der ideale Begleiter für alle, die in der Stadt wohnen. Dort ist die Ladeinfrastruktur gegeben und wer lediglich Pendelstrecken zurücklegt, hat auch mit der Reichweite kein Problem. Doch auch Nachteile sind mit einem E-Auto verbunden:

  • Lange Ladezeiten
  • Teilweise kurze Reichweiten
  • Für Langstrecken ungeeignet
  • Oft kein Anhängerbetrieb möglich

Wenn Sie für Ihr E-Auto eine Anhängerkupplung möchten oder eher ländlich wohnen und die Lademöglichkeiten knapp sind, sollten Sie vielleicht lieber auf einen Kompromiss umsteigen und ein Hybridauto kaufen.