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THG-Quote und CO2-Zertifikate: Geld verdienen mit dem E-Auto

16. Mai 2022 von

Seit Anfang 2022 dürfen auch Privatpersonen beim Quotenhandel mitmischen. Es geht um den Verkauf von CO2-Zertifikaten, der E-Auto-Besitzer:innen mehrere hundert Euro jährlich einbringen kann – und das seit Neuestem steuerfrei! Was hat es mit der THG-Quote auf sich und wie kommen Sie an Ihr Geld? Lesen Sie weiter für mehr Details!

⏰  Kurz zusammengefasst

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THG-Quote: Quotenhandel mit Emissionszertifikaten

Das Klimaziel für die nächsten Jahre ist klar: Der CO2-Ausstoß muss drastisch reduziert werden. Dazu haben sich viele Länder verpflichtet, darunter auch Deutschland. Die Regierung hat bereits verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, beispielsweise den Umweltbonus für E-Autos oder die erhöhte CO2-Abgabe. Man möchte damit einen Anreiz schaffen, sich der klimaschonenden Fortbewegung zu öffnen.

Unter diesem Aspekt ist auch das Thema THG-Quote zu sehen. Seit Januar 2022 ist es auch Privatleuten erlaubt, ihre CO2-Einsparungen als Emissionszertifikat zu verkaufen. Die Grundlage schafft das “Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote” (THG-Quote). Wer also, weil er ein E-Auto besitzt, mehr CO2 einspart als er ausstößt, kann finanziell belohnt werden. Wer allerdings mehr ausstößt als er einsparen kann, muss mit Strafzahlungen rechnen – und da kommt nun der Verkauf der Zertifikate ins Spiel.

E-Auto Besitzer:innen profitieren vom Zertifikatsverkauf

Wenn Sie ein Elektroauto besitzen, können Sie sich ein Zertifikat ausstellen lassen. Berechnen müssen Sie hierfür nichts, das hat das Umweltbundesamt schon für Sie erledigt. Jährlich wird hier ein durchschnittlicher Stromverbrauch eines E-Autos berechnet, was als Basis für die Quotenanteile dient. Die aktuelle Einsparung liegt durchschnittlich bei 350 kg CO2, das wird mit dem Faktor 3 multipliziert.

Das Umweltbundesamt hat für das Jahr 2022 zwei Megawattstunden (MWh) Ladestrom pro E-Auto veranschlagt, was einer Treibhausminderungsquote von 1.028,16 kg CO2 entspricht. Das ist der Umfang, in welchem CO2-Quotenanteile verkauft werden können.

Als Privatperson können Sie das Emissionszertifikat Ihres E-Autos an Firmen verkaufen, die einen zu hohen Ausstoß verursachen. Vor allem die großen Ölkonzerne sind hier die besten Abnehmer.

Abwicklung über Zwischenhändler

Die Abwicklung läuft nicht über Sie persönlich – es wäre auch etwas kompliziert, wenn jede:r Besitzer:in eines Elektroautos selbst bei den Großkonzernen anruft, um das Zertifikat anzubieten. Hier kommen Vermittler ins Spiel. Natürlich möchten diese Zwischenhändler auch Geld verdienen, was durch eine Provision geschieht. Doch das ist in Ordnung, denn dadurch, dass sie jede Menge Zertifikate gebündelt anbieten, können Sie einen besseren Preis verhandeln.

Welcher Preis am Ende genau erzielt wird, ist nicht sicher vorherzusagen. Der Verkauf wird über eine Versteigerung abgewickelt. Ein gewisser Betrag wird meist garantiert, es handelt sich aber wirklich um Minimalbeträge. Erst am Ende der Versteigerung ist also klar, wie viel Sie bekommen.

Wie kommt man an sein Geld?

Wenn Sie am Quotenhandel teilnehmen möchten, dann ist das ganz einfach möglich. Scannen Sie einfach Ihren Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) ein, und laden diesen bei einer Handelsplattform für THG-Quoten hoch. Ihre Bankdaten müssen Sie natürlich auch eingeben, damit Sie nach der Versteigerung auch an Ihr Geld kommen. Das Umweltbundesamt prüft die Anträge und zertifiziert diese anschließend.

Wenn Sie ein gebrauchtes Elektroauto gekauft haben, dann können Sie ebenfalls vom Quotenhandel profitieren. Allerdings kann eine Prämie nur einmal im Jahr ausgezahlt werden. Hat der Vorbesitzende bereits die Prämie für dieses Jahr erhalten, können Sie erst im nächsten Jahr profitieren.

Keine Eile bei der Anbietersuche

Das Thema THG-Quotenverkauf ist komplex, deshalb sollten Sie sich nicht übereilt für einen Anbieter entscheiden. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl dieser Zwischenhändler, und nicht überall sind die Angebote gleich gut. Außerdem unterscheiden sich auch die Reinvestitionen der Erlöse, die bei manchen Anbietern in Umweltschutzprojekte fließen, bei anderen nicht.

Sie müssen keine Angst haben, dass Sie Geld verlieren, wenn Sie sich zu viel Zeit lassen, denn die Frist zur Einreichung der THG-Quote ist für das Jahr 2022 bis zum 28. Februar 2023 möglich. Sie können also auch erste Ende 2022 alles in die Wege leiten.

Hier haben wir ein paar THG-Anbieter für Sie zusammengestellt. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

THG-Anbieter
Elektrovorteil
Smartificate
The Mobility House
Juicify
Emobia

UPDATE: Privater Verkauf ist nicht steuerpflichtig

Wenn Sie beim THG-Quotenhandel mitmischen möchten, sollten Sie sich § 22 Absatz 3 des Einkommenssteuergesetzes zu Gemüte führen. Hier wird zwischen Selbständigen und Nicht-Selbständigen unterschieden. Nach einem Dokument des Landesamtes für Steuern Rheinland-Pfalz vom März 2022 sind private Einnahmen durch den Quotenverkauf nicht steuerpflichtig. Dies gilt für die gesamte Bundesrepublik.

  • Selbständige: Wenn Sie die THG-Prämie bekommen, weil Sie einen elektrischen Dienstwagen haben, müssen die Einnahmen komplett versteuert werden, denn sie gelten als Betriebseinnahmen, wenn sie dem Betriebsvermögen zugeordnet werden können.
  • Nicht-Selbständige: Nach bundeseinheitlich abgestimmter Verwaltungsauffassung vom 21.3.2022 gilt die THG-Quote als immaterielles Wirtschaftsgut. Bei der Veräußerung handelt es sich nicht um eine Leistung im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Das bedeutet, dass die THG-Quote Mangels „Anschaffung“ nicht versteuert werden muss, wenn sie im Rahmen des Privatvermögens getätigt wird.

Handel mit CO2-Zertifikaten – Greenwashing?

Es ist nicht zu leugnen, dass der Handel mit THG-Quoten durchaus anfällig für Betrügereien sein kann. In den letzten Jahren wurde häufig darüber diskutiert, doch es gibt nun eine Regelung. Zertifikate dürfen nur einmal verkauft werden, außerdem werden die von den E-Auto-Besitzer:innen nicht beanspruchten Quoten von der Bundesregierung selbst verkauft, was Geld in die Staatskasse fließen lässt.

Auf den ersten Blick kann der Quotenhandel an einen modernen Ablasshandel erinnern. Am Ende kann dieses System aber helfen, Treibhausgase zu senken.