Lohnt sich ein E-Auto oder Verbrenner mehr?
27. Januar 2026 von Irene Wallner
Der Umstieg von Verbrenner auf Elektroauto ist noch immer für viele Autofahrer:innen ein schwieriges Thema. Abgesehen von der Ökobilanz geht es auch um ganz individuelle Belange. Die Frage ist: Lohnt sich ein E-Auto für mich? Wir stellen E-Auto und Verbrenner gegenüber und zeigen euch, welcher Antrieb mit welchen Kosten verbunden ist – und was man eigentlich alles mit einrechnen muss.
Seit Bekanntgabe der neuen E-Auto Prämie ist der Gedanke an einen Umstieg auf ein Elektroauto für einige sicher einfacher geworden. Schließlich lässt sich einige an Geld sparen.
Alle Infos zur E-Auto Förderung
⏰ Kurz zusammengefasst
- E-Autos lohnen sich immer häufiger
- Spritpreise werden weiter steigen
- Privates Laden zahlt sich aus
- Bis 2030 keine Kfz-Steuer für E-Autos
- E-Auto ideal für die Stadt
Wenn du dich für ein E-Auto interessierst, dann haben wir hier die besten Elektroauto-Angebote für dich zusammengefasst:
| Modell | Angebote ab | |
| Skoda Elroq | 37.318 € | Angebote vergleichen |
| Cupra Born | 31.383 € | Angebote vergleichen |
| Dacia Spring | 14.299 € | Angebote vergleichen |
| Kia EV3 | 29.103 € | Angebote vergleichen |
| Hyundai Inster | 21.862 € | Angebote vergleichen |
Kaufpreis – Sind Elektroautos teurer als Verbrenner?
Einer der Gründe, warum sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer bisher noch nicht für ein Elektroauto entschieden haben, ist der hohe Kaufpreis. Mit dem neuen Umweltbonus werden Elektroautos aber wieder attraktiver. Schon immer attraktiv: Chinesische Automarken! Sie bringen jede Menge chinesische Elektroautos ins Land und bieten diese zu sehr guten Preisen an.
E-Auto Förderung: Ab 01.01.2026 gibt es sie wieder!
Seit dem 1. Januar 2026 profitieren Privatpersonen beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektroautos, Plug-in-Hybrids oder Fahrzeugs mit Range Extender von einer neuen staatlichen Förderung. Die Prämie liegt zwischen 1.500 und 6.000 € und ist abhängig vom Fahrzeugtyp sowie von persönlichen Faktoren wie dem Einkommen und der Anzahl der Kinder im Haushalt.
Für den Erhalt der Förderung gelten spezifische Kriterien:
- Einkommensgrenzen: Das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen darf maximal 80.000 € betragen.
- Technische Vorgaben: Plug-in-Hybride müssen mindestens 80 km rein elektrisch fahren oder einen CO2-Ausstoß von maximal 60 g/km aufweisen.
- Haltedauer: Das Fahrzeug muss für mindestens 36 Monate gehalten werden.
Ausführliche Informationen und alle förderfähigen Modelle findest du auf unserer Seite zur E-Auto Prämie.

Werden E-Autos bald günstiger?
Nachdem das Verbrenner-Verbot für 2035 beschlossen wurde, scheint das E-Auto die Zukunft zu sein. Damit aber auch schon vorher der Umstieg für die Masse der Menschen attraktiv ist, führt an einer Preissenkung dauerhaft kein Weg vorbei. Vor allem, wenn man sich gegen die Konkurrenz aus China behaupten will – diese Preissenkungen gibt es nun in Form der staatlichen Förderung und durch extra Rabatte der Hersteller können teilweise auch nicht förderfähige Haushalte profitieren.
Wichtig wären vor allem bezahlbare Elektro-Kleinwagen. Die Hersteller haben in den vergangenen Jahren bereits einige Konzepte vorgestellt, die bald auf den Markt kommen sollen – E-Autos unter 20.000 Euro, ein Preis, der nun wirklich die Masse ansprechen könnte.
Des Weiteren wird sich die Kluft zwischen chinesischen und europäischen Herstellern wieder etwas schließen, denn mit dem Inkrafttreten der Strafzölle für chinesische E-Autos hat sich auch dort der Preis erhöht.
Warum sind deutsche E-Autos so teuer?
Chinesische Hersteller zeigen, dass der Kaufpreis für E-Autos nicht exorbitant hoch sein muss. Doch warum sind die deutschen Automarken dann so teuer? Zum einen liegt es daran, dass in China der Wettbewerb enorm hoch ist und deshalb die Preise so niedrig wie möglich gehalten werden müssen. Das hohe Preisniveau in Europa bringt große Margen für China und gleichzeitig sind die Fahrzeugpreise immer noch niedriger als bei europäischen Herstellern.
Auch Lohnkosten und weitere Betriebskosten wie Miete oder Strom sind hierzulande deutlich höher, weshalb deutsche E-Autos im Vergleich sehr teuer sind.
E-Auto oder Verbrenner – laufende Kosten
Wenn wir von einem Kostenvergleich E-Auto gegen Verbrenner sprechen, dann bedeutet das, dass die Gesamtkosten berücksichtigt werden müssen. Also nicht nur der Kaufpreis spielt eine Rolle, sondern auch Kosten für Strom oder Benzin, Versicherung, Steuer und Wartung.

Strompreise vs. Spritpreise – was ist teurer
Die Preise für Benzin und Diesel haben sich aktuell wieder eingependelt – aber stehen auf recht hohem Niveau. Das wird zukünftig auch nicht besser, denn die CO2-Steuer wird jährlich angehoben. Dementsprechend ist Sprit sparen für die meisten an der Tagesordnung – lohnt sich in diesem Punkt ein E-Auto?
Der Preis für einen Liter E10 Benzin liegt aktuell im Durchschnitt (Stand: Januar 2026) bei 1,74 €, Diesel kostet 1,68 €. Beim Strom ist es nicht ganz so einfach, denn da kommt es stark drauf an, ob man zuhause an der Wallbox, an der Steckdose oder unterwegs an einer Schnellladestation lädt. Die Preise für Strom sind natürlich ebenfalls gestiegen und das Thema Ladeverlust darf beim Laden eines E-Autos ebenfalls nicht übersehen werden.
Kostenvergleich beim privat laden
Wer zuhause laden kann hat eine Menge Vorteile, denn der Strom ist deutlich günstiger als an einer öffentlichen Ladesäule, man kann bequem vor der Haustüre an der Wallbox laden und auch ohne Photovoltaik-Anlage kann sich ein E-Auto lohnen. Stand Januar 2026 liegt der Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde bei ca. 30 Cent.
Nehmen wir an, du fährst einen Dacia Spring mit 27,4 kWh Netto-Batteriekapazität. Der Verbrauch für die schwächer motorisierte Version wird vom Hersteller mit 13,8 kWh auf 100 Kilometer angegeben. Der Ladeverlust liegt laut ADAC bei 5,9 kWh, was bedeutet, dass für eine Vollladung 33,3 kWh Strom nötig sind. Diese würden bei angenommenen 30 Cent je kWh knapp 10 Euro kosten.

Kostenvergleich beim öffentlichen Laden
Öffentliche Ladestationen können AC-Laden oder DC-Laden. Musst du den Spring unterwegs laden, dann wird es teurer, denn die Ladetarife in den Großstädten liegen beim AC-Laden meist zwischen 40 und 50 Cent, beim DC-Laden sogar zwischen 60 und 70 Cent. Da der Spring keine Schnelllademöglichkeit hat, rechnen wir mit 45 Cent pro kWh beim AC-Laden. Dementsprechend kostet dich das öffentliche Laden knapp 15 Euro.
Leider werden nur noch wenige kostenlose Ladestationen angeboten.
Gibt es Unterschiede in der Versicherung?
Der größte Unterschied zwischen Verbrennern und E-Autos in Sachen Versicherung ist der Akku – der ist teuer und sollte mitversichert sein. Deshalb gibt es spezielle Elektroauto-Versicherungen.
Ist die Kfz-Steuer für E-Autos geringer als für Verbrenner?
Elektroautos sind noch bis 31.12.2030 gänzlich von der Kfz-Steuer befreit. Auch die Steuer für E-Autos als Dienstwagen ist deutlich geringer.
Reparaturen, Wartung und Service – gibt es Unterschiede?
Der Aufbau eines E-Autos ist weniger komplex als bei einem Verbrenner. Das Elektroauto Getriebe besteht aus deutlich weniger Teilen und es werden keine Flüssigkeiten wie Motoröl oder Kühlerflüssigkeit benötigt. Entsprechend fällt auch die Wartung eines E-Autos günstiger aus.
Aufgrund dessen, dass deutlich weniger Bauteile in einem Elektroauto verbaut sind, kommt es auch zu weniger Schäden. Reparaturen betreffen beim E-Auto meist Bremsen oder Akku, was allerdings im Schadensfall relativ teuer sein kann. Auch Marderbisse sind nicht zu unterschätzen, denn wenn ein Hochvolt-Kabel ausgetauscht werden muss, ist das kostspielig.
Werkstätten sind teilweise noch nicht auf E-Autos spezialisiert und du musst zu Fachwerkstätten, die nochmal teurer sind.
Welche Kostenvorteile gibt es sonst für E-Autos?
In manchen Städten gibt es für Elektroautos kostenlose Parkplätze und manche Straßen, die für Verbrenner verboten sind, dürfen mit E-Autos befahren werden. Das ist aber nicht generell so, achte auf die entsprechenden Verkehrsschilder, die dir das erlauben.

Bilanz: Ab wie viel Kilometern lohnt sich ein E-Auto?
Im Oktober 2025 hat der ADAC eine Studie veröffentlicht, die eine sehr umfangreiche Gesamtkostenberechnung für E-Autos, Plug-in Hybride und Verbrenner beinhaltet. Wenn alle Kosten eines Autos zusammengenommen werden – also neben dem Kaufpreis auch Betriebs- und Wartungskosten und Wertverlust, sind Benziner und Diesel meist immer noch günstiger. Das ist aber stark abhängig vom Modell.
Natürlich sind E-Autos im Vergleich zu den Jahren davor im Preis gefallen, doch sie sind tendenziell immer noch teurer als vergleichbare Verbrenner. Das dürfte sich im Zuge der E-Auto Förderung zwar ändern, doch die Zahlen aus den vergangenen Monaten zeigten höheren Wertverlust und vor allem höhere Kosten beim öffentlichen Laden.
Interessant: Im ADAC Vergleich gab es vor allem in der Mittelklasse durchaus E-Autos, die beim Betrachten der Gesamtkosten günstiger waren als die vergleichbaren Verbrennermodelle. Allerdings nur dann, wenn auch bereits der Anschaffungspreis auf vergleichbarem Niveau lag. Bei einem angenommenen Strompreis von 60 Cent/kWh hatten E-Autos in der Gesamtrechnung keine Chance gegen Verbrenner – je günstiger der Strompreis wird, desto besser sieht es aus.
Lohnt sich ein E-Auto für Wenigfahrer?
Gerade wenn du nur Kurzstrecken fährst und meist in der Stadt unterwegs bist, ist ein Elektroauto die beste Wahl. Hier kannst du auch ein kleines Modell nehmen, was im Anschaffungspreis günstiger ist. Auch die Ladeinfrastruktur in Städten ist schon sehr gut ausgebaut, du hast also meist einen guten Zugang zu Ladestationen. Vielleicht schaust du dir auch für die Familie eine elektrische VW Touran Alternative an.
Lohnt sich ein Elektroauto ohne eigene Photovoltaikanlage?
Wer eine Photovoltaikanlage besitzt und sich ein E-Auto anschafft, kann enorm profitieren. Der nicht verbrauchte Strom kann zum Laden verwendet werden und muss nicht ins Stromnetz eingespeist werden. Dementsprechend kannst du an sonnigen Tagen umsonst Strom laden.
Doch auch wenn du keine PV-Anlage hast, lohnt sich ein E-Auto. Schau dir auch spezielle E-Auto Stromtarife an, hier kannst du nochmal günstiger wegkommen.
Ist der Wiederverkaufswert beim E-Auto oder Verbrenner besser?
Aktuell herrscht relativ viel Verunsicherung beim Thema Wertverlust von E-Autos. Wenn du ein gebrauchtes Elektroauto verkaufen willst, kann das schwierig werden. Es gibt keine Faustformel dafür, wie viel ein E-Auto mit der Zeit wert ist, denn das hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Man kann aber sagen, dass der Wertverlust – wie auch bei Verbrennern – im ersten Jahr am größten ist. Man geht von 25 Prozent aus.
Nach drei Jahren liegt der Wert des E-Autos noch bei ungefähr 60 Prozent des Listenpreises. Damit steht das E-Auto sogar ein wenig besser da als der Verbrenner, der nach drei Jahren ungefähr bei 50 Prozent des Listenpreises landet.
Liegt allerdings ein Unfallschaden vor oder hat der Akku Probleme, dann kann sich das Blatt schnell wenden. Falls die Preise für neue E-Autos fallen oder die Hersteller größere Prämien für Neuwagen ausloben, kann es sich für Käufer:innen mehr lohnen, gleich zum Neuwagen zu greifen.
Lohnt sich E-Auto Leasing?
Ein Elektroauto zu leasen kann sich auf jeden Fall lohnen, denn beim rasanten technologischen Fortschritt ist nach ein paar Jahren das Auto vielleicht schon wieder alt und dann kannst du es nach der Laufzeit einfach zurückgeben. Die besten Leasingangebote für Elektroautos findest du bei Carwow.
Mit der neuen Förderung kannst du auch beim Leasing eines E-Autos sparen.