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Elektroauto-Getriebe: Ein Gang reicht (meistens)

Die letzten Jahre hatte man das Gefühl: Je mehr Gänge ein Auto hat, desto besser. Die Übersetzungsstufen wurden mehr und mehr, um eine optimale Fahrleistung zu erreichen. Mit dem Aufstieg der Elektroautos sind mehrstufige Getriebe kein Thema mehr, denn viele Gänge braucht ein E-Auto nicht.

Von einem Getriebe spricht man im Zusammenhang mit Elektroautos zwar ständig, doch eigentlich ist das nicht richtig. Ein Elektroauto ist nämlich nicht mit einem Getriebe im klassischen Sinn ausgestattet. Wir sagen Ihnen, was die Unterschiede zu Verbrennermodellen sind.

⏰  Kurz zusammengefasst

Egal, für welches Elektroauto Sie sich entscheiden – um das Schalten müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen. Wir haben eine Auswahl an top E-Autos für Sie zusammengestellt:

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Getriebevergleich: Verbrenner vs. Elektro

Das Getriebe eines Verbrennermodells ist eine kniffelige Angelegenheit. Eine Menge Entwickler und Entwicklerinnen haben in den letzten Jahren die Getriebetechnik verbessert. Es wurden sowohl bei Automatik- als auch bei Doppelkupplungsgetrieben bis zu zwölf Gänge realisiert. Das sollte dazu beitragen, dass die Schaltvorgänge flüssig und komfortabel funktionieren, und dennoch eine gewisse Sportlichkeit möglich ist.

Wenn das Elektroauto weiter so viel Fahrt aufnimmt, dann müssen sich Getriebe-Hersteller ein anderes Handlungsfeld suchen. Denn: Ein Elektroauto ist in Sachen Getriebe recht einfach gestrickt. Es kommt mit lediglich einem einzigen Gang aus, weil ein Elektromotor anders als ein Verbrenneraggregat schon bei niedrigen Touren seine volle Kraft zur Verfügung stellen kann, und über einen weiten Bereich ein ähnliches Drehmoment hat.

Eigentlich würde es sogar reichen, lediglich eine starre Verbindung zwischen Motor und Antriebswelle einzubauen. In der Praxis entscheidet man sich aber für ein sogenanntes Untersetzungs-Getriebe mit einem Gang, damit die Drehzahl um einen genau festgelegten Faktor reduziert wird. Das erleichtert die Handhabung.

Braucht ein Elektroauto ein Getriebe?

Nein. Ein Getriebe hat die Funktion, eine Bewegungsgröße zu ändern. Im Falle eines Autos geht es um eine Drehbewegung. Es werden sozusagen kleine Zahnräder eingesetzt, um größere anzutreiben. Die antreibende Kraft wird hierbei vom Motor zur Verfügung gestellt. Diese wird in das Getriebe geleitet und dort so geändert, dass sie wieder abgegeben werden kann.

Ein Elektromotor hingegen liefert bei jedem Tempo eine mehr oder weniger konstante Drehzahl, die nicht mit Hilfe von Schaltvorgängen reguliert werden muss.

Gibt es ein “elektrisches Getriebe”?

Wenn man es genau nimmt, dann gibt es kein elektrisches Getriebe in einem E-Auto. Damit man aber einen besseren Vergleich hat, wird im allgemeinen Sprachgebrauch davon gesprochen. Das elektrische Getriebe nimmt in einem Elektroauto den Platz eines normalen Getriebes ein, ohne wirklich eines zu sein.

Elektroauto Getriebe: Kaum Wartungsaufwand

Neben weniger Entwicklungsaufwand hat ein Getriebe in einem E-Auto auch noch den Vorteil, dass es kaum gewartet werden muss. Der Verschleiß liegt fast bei Null, denn es sind keine Schleifkontakte nötig. Das Getriebe hat eine feste Übersetzung, also nur einen Gang, und wesentlich weniger bewegliche Teile verbaut. Dadurch kann so gut wie nichts kaputt gehen.

Mit einem Getriebeschaden bei einem Elektroauto müssen Sie also nicht rechnen, und der allgemeine Wartungsaufwand eines E-Autos ist ebenfalls sehr gering.

Welche Nachteile hat ein “elektrisches Getriebe”?

Mit der magnetischen Feldstärke wird angegeben, wie stark ein Magnetfeld ist. Die Einheit für die magnetische Feldstärke nennt sich Tesla – womit wir schon wieder den Bogen zum Elektroauto geschlagen hätten. In einem Elektromotor ist ein Magnetfeld vorhanden, das durch ein Neodym-Magnet entsteht. Neodym ist allerdings ein chemisches Element, dass zu den Seltenen Erden zählt.

Neodym wird meist aus China eingeführt, was die Frage über die Arbeitsbedingungen der Arbeitenden aufwirft. Auch die Folgen für die Umwelt sind aufgrund von teils umweltbelastenden Verfahren nicht zu vernachlässigen.

Deshalb gäbe es auch die Möglichkeit, ein magnetisches Feld durch Elektrizität zu erzeugen. Solche Motoren nennt man dann “fremderregte Motoren”. Das Magnetfeld wird mit Hilfe einer Spannungsquelle hervorgerufen, der Rotor und der Stator im Elektromotor sind aber an zwei unabhängigen Spannungsquellen angeschlossen.

Für Sportwagen: Das Zwei-Gang-Getriebe

Ein Getriebe mit zwei Gängen gibt es für Elektroautos auch, allerdings wird das nur bei Sportwagen wie beispielsweise dem Porsche Taycan verbaut. Denn nur da bringt es einen Vorteil. Dieser liegt nicht – wie vielleicht angenommen – beim Verbrauch, sondern bei einer höheren Höchstgeschwindigkeit. Hätte der Taycan nur eine Übersetzung, würde er die Spitzengeschwindigkeit von 260 km/h nicht erreichen können.

Die Effizienz ist dagegen nur zwischen drei und fünf Prozent besser als beim Ein-Gang-Getriebe, was das Verbauen in normale E-Autos nicht rentabel macht. Ein Zwei-Gang-Getriebe ist deutlich teurer und kommt damit nur für Autos in Frage, die durch mehr Geschwindigkeit den Vorteil auch nutzen können.