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Brandgefahr Elektroauto: Wie sicher ist ein E-Auto?

15. November 2022 von

Immer wieder sieht man in den Nachrichten beängstigende Bilder von brennenden Elektroautos, und es stellt sich dann zwangsläufig die Frage nach der Sicherheit der beliebten E-Autos. Die E-Auto-Brandgefahr nach einem Unfall wird dadurch stark verzerrt dargestellt. Schon eines vorab: Fahren Sie beruhigt weiter Ihren Stromer!

⏰ Kurz zusammengefasst

Wenn Sie nach der Lektüre dieses Textes ob der Anschaffung eines Elektroautos beruhigt sind, haben wir hier für Sie ein paar top Modelle zusammengestellt:

Ein Unfall, bei dem sich das Fahrzeug entzündet, ist immer enorm gefährlich für Insassen und Rettungskräfte. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist unbedingt zu empfehlen. Die Gefahr eines Autobrandes ist gering, doch Ausnahmen bestätigen die Regel und da gibt es keinen Unterschied zwischen Elektroauto und Verbrennermodell.

E-Auto Brandgefahr: Wie hoch ist das Brandrisiko bei einem E-Auto?

Gleich zu Anfang möchten wir klarstellen: Ein Elektroauto brennt grundsätzlich nicht häufiger als ein Verbrenner – auch wenn manchmal der Eindruck entstehen könnte. Aufgrund der hohen Nachfrage nach E-Autos sind sie auch in den Medien präsenter und gerade der E-Auto-Hersteller Tesla ist fast täglich in den Nachrichten vertreten. Das führt unter anderem dazu, dass vergleichsweise oft von brennenden Elektroautos berichtet wird. Oder wie oft haben Sie Berichte über brennende, “normale” Autos gehört?

Ein Brand bei einem E-Auto kann aber natürlich im schlechtesten Fall schon mal vorkommen. Der Grund für die spektakulären Bilder brennender Autos ist, dass bei einem Brand der E-Auto-Batterie lange Flammen entstehen können, die bei einer höheren Temperatur verbrennen. Ist die Batterie beschädigt worden, kann es außerdem sein, dass erst einige Stunden nach einem Unfall ein Brand entsteht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Brand bei einem Elektroauto weder häufiger, noch heftiger ausfällt als bei einem Verbrennermodell. Die Art und Weise, wie ein E-Auto im Fall der Fälle brennt, ist einfach eine andere.

E-Auto-Akku: Die Schwachstelle bei einem Unfall?

Bereits im Jahr 2019 musste Audi den e-tron zurückrufen, weil es zeitweise zu erhöhter Brandgefahr aufgrund eines Wasserlecks hätte kommen können. Durch eine fehlerhafte Dichtung am Niedrigvoltkabel bestand die Gefahr, dass Feuchtigkeit in den Lithium-Ionen-Akku eindringt, was ein Laden nicht mehr möglich macht. Im schlimmsten Fall hätte es zu einem Kurzschluss oder einem Brand kommen können. Doch wie Audi damals selbst angab, war das Risiko für einen Brand des E-Autos sehr gering.

Der letzte Satz geht allerdings häufig unter, man hört dann nur noch “E-Autos sind gefährlich”, “Die Akkus in E-Autos können brennen”, oder ähnliche, besorgte Stimmen. Doch das ist den Autoherstellern bewusst und die Sorge der möglichen Kundschaft wird sehr ernst genommen, denn Vorurteile gegenüber der Elektromobilität sind auf Dauer schlecht für das Image der gesamten Antriebsform.

Um die Brandgefahr der Hochvoltbatterie bei einem Unfallauto so niedrig wie möglich zu halten, hat man umfangreiche Maßnahmen zum Schutz des Akkus entwickelt:

      • Beim Auslösen des Airbags wird die Stromversorgung automatisch getrennt
      • Lade- und Entladevorgänge werden mit einer Software überwacht
      • Besonders stabiler Aufbau der Akkupakete
      • Akku ist durch spezielle Materialien vor Einschlägen von Fremdkörpern geschützt

Außerdem müssen Elektroautos die gleichen Kriterien bei Crashtests erfüllen, wie konventionelle Verbrennermodelle. Hier wird natürlich ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf den Akku gelegt. Bisher ist jedes E-Auto sowohl beim europaweiten NCAP-Crashtest als auch bei Tests des ADAC nicht negativ aufgefallen.

Natürlich kann es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen dennoch zu Unfällen kommen, die jeglicher Regel und jeglichen Testszenarios entbehren, und dabei einen Brand des Elektroautos auslösen. Die einzige kritische Stelle, die die E-Auto-Brandgefahr erhöht, ist wohl ein seitlicher Einschlag, der den Akku verformen könnte, doch auch hier müsste der Einschlag enorm heftig sein.

Sollte dieser sehr unwahrscheinliche Fall eintreten, wäre das wohl das “Worst-Case-Szenario”: der sogenannte Thermal Runaway. In diesem Fall brennt die Antriebsbatterie und muss von der Feuerwehr mit einer großen Menge Wasser gelöscht werden. Dass ein Elektroauto durch Selbstentzündung, ohne dass es eine äußere Einwirkung gab, zu brennen beginnt, ist enorm selten. Sicher ist aber, dass Sie sodann mit einem kaputten Auto leben müssen.

Elektroauto brennt: Was ist zu tun?

Wenn ein Brand eingetreten ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es sich um den Thermal Runaway handelt, es muss also nicht zwangsläufig sofort die Batterie brennen. Um das zu verhindern, wird die Feuerwehr versuchen, das Feuer mit einer sehr großen Menge an Wasser zu löschen und gleichzeitig den Akku zu kühlen, damit dieser nicht ebenfalls Feuer fängt.

Wenn das Auto zu brennen beginnt, dann sollten Sie Folgendes tun:

      • Sofort das Auto verlassen
      • Großen Abstand zum Fahrzeug aufbauen
      • Den Notruf alarmieren und darauf hinweisen, dass ein E-Auto verwickelt ist
      • Sich dem Fahrzeug solange nicht nähern, bis es von der Feuerwehr freigegeben wurde

E-Auto-Unfall: Eine Sache für die Profis

Die Feuerwehr muss keine besonderen Gefahren fürchten, wenn sie zu einem Löscheinsatz eines E-Autos gerufen wird. Die Sicherheitsvorkehrungen sind dieselben wie bei einem klassischen Autobrand, gefährliche Dämpfe von brennenden Kunststoffen sind auch bei Verbrennermodellen eine Gefahr. Ein Problem ist allerdings die große Wassermenge, die zum Löschen und Kühlen benötigt wird.

Wenn ein Unfall in der städtischen Gegend passiert ist, kann das Wasser meist recht einfach über einen nahegelegenen Hydranten zum Unfallort geleitet werden. Bei einem Unfall auf der Autobahn ist das Wasserproblem ein größeres, deshalb: Teilen Sie während des Notrufs unbedingt mit, dass ein Elektroauto in den Unfall verwickelt war, denn die Feuerwehr kommt dann mit einem zusätzlichen Einsatzwagen, der nach einer passenden Wasserquelle sucht.

Natürlich führt das Löschfahrzeug Wasser mit, doch es handelt sich hierbei um “nur” 2.000 Liter – um den Brand eines E-Autos zu löschen, sind allerdings ungefähr 11.000 Liter Wasser nötig. Dass diese Lösung aufgrund des enormen Wasserverbrauchs nicht von Dauer sein kann, ist auch der Feuerwehr bewusst. Aktuell ist es nach dem Löschvorgang gängige Praxis, ein Elektroauto in einen mit Wasser gefüllten Container zu heben, damit sich das Fahrzeug nicht nochmal entflammt. Nach 24 Stunden ist die Gefahr gebannt und das Auto kann aus dem Tank gehoben werden.