Was tut man bei einem Marder im Auto? Tipps die helfen

03. Dezember 2021 von

Einen Schlaf- und Ruheplatz nach einem harten Tag, das braucht jeder – auch ein Marder. Leider suchen sich die einzelgängerischen Tiere oft Plätze aus, die für uns Menschen sehr unpraktisch sind. Dazu gehört auch der Motorraum des Autos. Wir haben Tipps für Sie und sagen Ihnen, was man tun kann, wenn sich ein Marder in Ihrem Auto eingenistet hat.

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Warum geht ein Marder ins Auto?

Im Frühjahr bis in den Sommer hinein ist bei den Mardern Paarungszeit. Die männlichen Exemplare suchen eine geeignete Stelle für den Nestbau und locken mit Duftstoffen Weibchen an. Der Motorraum eines Autos ist ein perfektes Plätzchen, denn es ist warm, sicher und man hat aus Mardersicht sogar schon einige Materialien für den Nestbau zur Verfügung.

Wenn ein rivalisierendes Männchen die Duftmarke des anderen Marders wahrnimmt, reagiert es unter Umständen aggressiv und kann wild um sich beißen und so das Nest der Konkurrenz zerstören. Damit zerstört er allerdings auch Schläuche, Gummis, Kabel und alles andere, was sich so im Motorraum befindet. Wenn Sie Ihr Auto verkaufen möchten, kann das den Wert mindern.

Doch nicht nur der direkte Schaden des Marderbisses ist problematisch, sondern auch alles, was das Tier für den Nestbau zusätzlich in den Motorraum getragen hat. Blätter, Zeitungen, Äste und andere Dinge können sich bei höheren Temperaturen im Motorraum entzünden und Feuer auslösen.

Wie merkt man, dass ein Marder im Auto war?

Gerade, wenn Ihr Auto draußen parkt, sollen Sie regelmäßig den Motorraum überprüfen. Wenn Sie Nistmaterial finden, liegt es auf der Hand, dass sich ein Marder eingenistet hat. Doch ansonsten sind Marder nur schwer auszumachen. Man kann auf Fußspuren oder Kotreste auf dem Auto achten, doch das ist natürlich noch keine Bestätigung.

Sehen Sie sich Kabel, Schläuche und Gummis regelmäßig an und sobald Ihnen während der Fahrt oder auch sonst etwas am Fahrzeug negativ auffällt, lassen Sie es in einer Werkstatt überprüfen, damit Sie weiterhin sicher unterwegs sein können. Auch wenn Ihr Fahrzeug trotz einer richtig durchgeführten Starthilfe nicht mehr anspringt, kann ein Marder dahinter stecken.

Gibt es ein Hausmittel gegen Marder?

Auch, wenn Marder gefährliche Schäden im Motorraum anrichten können, wollen viele Menschen die Tiere erstmal mit Hausmitteln in die Flucht schlagen. Es gibt keine Garantie für eine Wirksamkeit von Hausmitteln gegen Marder im Auto, aber einen Versuch können Sie sicher wagen. Hier sind ein paar Hausmittel, die mehr oder weniger wirksam sein sollen:

  • Säckchen mit Hunde- oder Katzenhaaren
  • Mottenkugeln
  • Mit Draht bespannte Latten
  • Spezielle Sprays und Pasten

Das Hunde und Katzen nicht die besten Freunde des Marders sind, dürfte bekannt sein. Ob allerdings der Geruch von Hunde- und Katzenhaaren den Marder auf Dauer fern hält, ist fraglich. Durch den starken Geruch von Mottenkugeln soll  es dem Marder ungemütlich gemacht werden, sodass er sich ein anderes Versteck sucht, das ist auch im Grunde der Sinn der Sprays und Pasten, die man kaufen kann.

Sehr beliebt sind Holz-Draht-Gestelle, die man unter das Auto auf Höhe des Motorraumes legt. Die Tiere können mit ihren Pfoten im Gitter hängen bleiben und finden keinen guten Absprung vom Boden in den Motorraum. Das kann helfen, jedoch ist auch hier nicht garantiert, dass sich kein Marder einnistet.

Wissen Sie, dass Sie einen Marder im Auto hatten, dann kann es auch helfen das Auto gründlich zu waschen – vor allem eine Motorwäsche ist wichtig, um den Mardergeruch zu beseitigen und keine anderen Tiere anzulocken.

Welcher Marderschutz ist der beste?

Neben den genannten Hausmitteln gibt es auch Möglichkeiten des Marderschutzes, die als wirkungsvoll empfohlen werden – aber natürlich nicht unbedingt preisgünstig sind. Empfohlen werden:

  • Ultraschall
  • Strom
  • Motor-Abschottungen

Bei einem Marderschreck, der auf Ultraschall setzt, werden hohe Töne ausgesendet, wenn der Marder sich dem Auto nähert. Da die Tiere empfindliche Ohren haben, soll der Marder durch das unangenehme Geräusch verschreckt werden. Menschen hören diese Töne nicht. Ein Ultraschallgerät lässt sich ganz einfach unter der Motorhaube anbringen und werden entweder durch die Autobatterie betrieben oder sind mit einer eigenen Batterie ausgestattet.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass sich Marder mit der Zeit an das Geräusch gewöhnen – der Vorteil ist aber, dass die Tiere dabei nicht verletzt werden oder man ihnen Schmerzen beibringt.

Etwas anders sieht es bei der doch sehr drastischen Methode mit Strom aus. Als einzig dauerhaft angepriesene Lösung soll der Marder vom Auto mithilfe von Stromschlägen ferngehalten werden können. Hierfür werden im Motorraum Elektroden an verschiedenen Stellen angebracht. Wenn das Tier eine Metallplatte berührt bekommt es einen Stromschlag, erschrickt und flüchtet.

Tierfreundlicher und ebenfalls effektiv sind auch Motor-Abschottungen. Viele Hersteller bieten diese speziell für die eigenen Modelle an. Lochblecche oder auch Borstenvorhänge werden unter dem Motorraum angebracht und schotten diesen nach unten hin ab.

Bezahlt die Versicherung bei Marderschaden?

In den gängigen Kaskoversicherungen ist der Marderschaden mit abgedeckt. Allerdings werden manchmal nur direkte Marderschäden von der Kfz-Versicherung bezahlt, also beispielsweise ein zerbissener Schlauch – wenn aber daraus ein größerer Schaden resultiert ist, würde dieser nicht bezahlt werden. Dafür ist es nötig, dass in Ihrer Versicherungspolice zusätzlich eingetragen ist, dass ein Folgeschaden ebenfalls übernommen wird.