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Seltenheit Diesel-Hybrid: Aktuelle Modelle und Funktion des “sparsamen” Diesels

Benziner mit Plug-in Hybridantrieb gibt es mittlerweile in Massen, doch auch für Dieselfahrzeuge wäre diese Technik möglich. Doch hier gibt es einen gegenläufigen Trend, die Auswahl an Diesel-Hybridfahrzeugen nimmt stark ab. Hersteller wie Volvo, Range Rover und auch Audi oder Peugeot hatten Diesel-Plug-in Hybride im Programm und haben sich mittlerweile davon getrennt. Nur Mercedes hält die Fahne für die Diesel-Hybride weiterhin hoch. Was ist der Grund für das Diesel-Hybrid-Sterben?

⏰  Kurz zusammengefasst

Welche Autos haben Diesel-Plug-in Hybrid?

Die Auswahl an Diesel-Hybriden ist sehr übersichtlich. Mercedes ist der einzige Hersteller, der aktuell noch Diesel-Plug-in Hybride anbietet. Wir haben die aktuellen Modelle für Sie zusammengefasst:

Diesel-Plug-in Hybrid Modelle
Modell Angebote ab
Mercedes E 300 de
T-Modell Plug-in
47.913 € Angebote vergleichen
Mercedes C 300 de 
T-Modell Plug-in
37.932 € Angebote vergleichen
Mercedes E 300 de
Plug-in
45.368 € Angebote vergleichen
Mercedes C 300 de
Plug-in
35.158 € Angebote vergleichen
GLE 300 de
Plug-in
62.240 € Angebote vergleichen
GLC 300 de 
Plug-in
44.201 € Angebote vergleichen

1. Mercedes E 300 de T-Modell Plug-in

Im Mercedes E-Klasse Kombi ist ein Diesel-Hybrid verbaut. Ein 2,0-Liter-Diesel arbeitet zusammen mit einem Elektromotor und bietet Allradantrieb. Der Diesel leistet 194 PS und wird von 122 Elektro-PS unterstützt. Die Gesamtsystemleistung liegt bei wirklich guten 306 PS und 700 Nm maximalem Drehmoment. Obwohl das T-Modell gut 2,2 Tonnen Gewicht hat, ist der Sprint von 0 auf 100 km/h in sechs Sekunden geschafft. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h.

Wer den Elektromotor immer brav lädt, kommt rein elektrisch ca. 45 Kilometer weit. Der Stromverbrauch liegt dabei bei kombinierten 16,6 kWh. Mit einem Diesel fährt man normalerweise Langstrecken – und das ist auch mit dem E 300 de möglich. Dank komfortabler Sitze, Klimatisierung und einem geringen Geräuschniveau fährt man sehr entspannt – und wer nicht übermäßig auf der Autobahn Gas gibt, kann von der Kombination aus Diesel und Elektro profitieren und effizient unterwegs sein.

2. Mercedes C 300 de T-Modell Plug-in

Auch das Mercedes C-Klasse T-Modell gibt es als C300 de, also als Diesel-Plug-in Hybrid. Wie alle C- und E-Klasse Modelle richtet sich auch die C 300 de Limousine vorwiegend an Leute, die einen Geschäftswagen fahren und damit viele Kilometer abspulen müssen. Denn weil es sich um einen Plug-in Hybrid handelt, wird die Dienstwagensteuer halbiert und ein Diesel verbraucht einfach weniger Sprit als ein Benziner.

Der 2,0-Liter Dieselmotor ist aus dem 220 d bekannt und leistet 194 PS. Dazu kommt noch der Elektromotor mit einer Leistung von 122 PS, sodass wir auch hier auf eine Gesamtsystemleistung von 306 PS kommen. Die Batteriekapazität liegt bei 13,4 kWh und an einer öffentlichen Ladesäule ist der E-Motor in 1,5 Stunden wieder voll geladen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h kann der C 300 de voll elektrisch fahren und kommt im Elektromodus laut Hersteller 53 Kilometer weit – was in der Praxis allerdings eher bei 40 Kilometern liegen dürfte.

Was negativ auffällt, ist der Kofferraum, denn die Stufe im Kofferraum ist 12 Zentimeter hoch, man muss Gepäckstücke also ganz schön hoch wuchten. Auch Getränkekisten passen deshalb nicht unter die Gepäckraumabdeckung, was für einen Kombi eigentlich ein No-Go ist.

3. Mercedes E 300 de Plug-in

Wer keinen Kombi braucht, kann die Mercedes E-Klasse Limousine natürlich ebenfalls als Diesel-Plug-in Hybrid erwerben. Die einen würden sagen, Mercedes hat viel Mut, in der heutigen Zeit auf Diesel zu setzen, doch eigentlich macht es viel Sinn, die E-Klasse als Kombination aus Elektro und Diesel anzubieten. Der Vorteil gegenüber Benzinern mit Hybridtechnik ist, dass auf der Langstrecke die Effizienz nicht so stark leidet, weil der Dieselmotor einfach weniger Verbrauch aufweist.

Natürlich hängt die Effizienz auch beim Diesel-Plug-in stark vom eigenen Fahrprofil ab. Wer im Verkehr mitschwimmt und den Elektromotor regelmäßig lädt, kann mit dem E 300 de Plug-in Hybrid wirklich spritsparend unterwegs sein und muss nicht auf Langstrecken verzichten.

4. Mercedes C 300 de Plug-in

Was man zuerst sagen muss: Die C-Klasse Limousine hat aufgrund des unter dem Kofferraum verbauten Akkus einen noch kleineren Laderaum als das T-Modell. Wer also häufig viel Gepäck mitnehmen will, sollte sich für den Kombi entscheiden. Ansonsten gibt Mercedes an, dass man kombiniert mit einem Verbrauch von nur 1,4 Litern Diesel auf 100 km auskommen soll – was in der Praxis nur funktionieren kann (wenn überhaupt), wenn man den Elektromotor immer sofort lädt, wenn er leer ist. Fährt man nämlich nur mit Diesel, wird der Verbrauch gleich höher.

Insgesamt überzeugt die C-Klasse aber durch eine große Bandbreite an Fahrkomfort und kann sowohl lässig dahingleiten, als auch sportlich unterwegs sein. Wer auf Effizienz aus ist, wird wohl eher langsamer fahren, was der C 300 de aber auch wunderbar beherrscht.

5. Mercedes GLE 300 de Plug-in

Trotz eines 400 Kilogramm schweren Elektromotors, der zusätzlich zum Diesel verbaut ist, fühlt man sich im GLE wohl und hat genügend Platz. Die Batteriekapazität liegt bei 31,2 kWh und die rein elektrische Reichweite bei satten 93 Kilometern. Das nennen wir mal alltagstauglich! Wer lediglich Pendlerfahrten mit dem GLE Plug-in unternimmt, kann immer rein elektrisch fahren – und wenn es doch mal eine längere Strecke ist, ist der Anteil an der Gesamtstrecke sehr groß.

Im Durchschnitt kommt der GLE auf einen Verbrauch von 5,4 Litern, was für ein Fahrzeug mit einem Gewicht von 2,6 Tonnen wirklich ordentlich ist. Anhänger von bis zu 3,5 Tonnen können ebenfalls gezogen werden – eigentlich der perfekte Allrounder und ein richtiger Geheimtipp.

6. Mercedes GLC 300 de Plug-in

Sportliche 320 PS und 700 Nm Drehmoment leistet die Kombination aus Diesel und Elektro im GLC 300 de. In 5,7 Sekunden wir der rund 2,0 Tonnen schwere SUV von 0 auf 100 km/h beschleunigt und erst bei 230 km/h Höchstgeschwindigkeit ist Schluss. Natürlich sollte der GLC vorzugsweise im elektrischen Modus bewegt werden, damit man so nah wie möglich auf die im Datenblatt angegebene Null beim CO2-Ausstoß kommt. Rund 40 Kilometer weit kommt man mit einem vollen Akku, was fürs Pendeln ausreicht.

Danach sollte der GLC aber gleich an die Steckdose, damit man den Verbrenner so selten wie möglich benötigt. Ganz ohne wird es beim GLC aber leider nicht gehen.

Wieso gibt es so wenige Diesel-Hybrid Modelle?

Die meisten Hersteller sind in den letzten Jahren davon abgekommen, Diesel-Plug-in Hybride zu produzieren. Der Hauptgrund ist, dass die Produktion von Diesel-Plug-in Hybridmodellen deutlich teurer ist, als bei Benzinern. Das bedeutet natürlich auch, dass ein Diesel-Hybrid in der Anschaffung mehr kostet als ein vergleichbarer Benziner mit Hybridantrieb. Damit sich diese Preisdifferenz wirklich lohnt, müsste mit dem Diesel eine hohe Kilometerzahl zurückgelegt werden, die nur die wenigsten Menschen schaffen.

Der Grund für die hohen Produktionskosten ist die sogenannte Abgasnachbehandlung, welche beim Diesel wesentlich aufwendiger und deshalb auch teurer ist, als bei Benzinern. Dieser Nachteil wiegt mehr, als die Tatsache, dass man mit deinem Diesel-Hybrid um einiges mehr Kraftstoff sparen könnte, als bei der Kombination zwischen Benziner und Elektroantrieb. Außerdem könnte man mit einem zusätzlichen Elektromotor das Turboloch beim Diesel gut überwinden.

Wie funktioniert ein Diesel-Plug-in Hybrid?

Der Diesel-Plug-in Hybrid ist im Grunde genommen genauso aufgebaut wie ein Benziner-Hybrid. Man fährt mit einer Kombination aus Dieselmotor und Elektromotor. Eigentlich ist diese Verbindung sogar naheliegender als die häufigere Benziner-Elektro-Kombi, denn der sowieso schon recht verbrauchsarme Diesel wird zusätzlich mit einem E-Antrieb kombiniert, der das Fahrzeug insgesamt noch sparsamer macht.

Die meisten Plug-in Hybride haben eine rein elektrische Reichweite von ca. 45 Kilometern. Das bedeutet, dass Sie vor allem beim Fahren von Kurzstrecken sparsam unterwegs sein können, wenn dabei der elektrische Fahrmodus genutzt wird. Fährt man viel Autobahn oder längere Strecken, ist auch der Diesel-Hybrid nicht mehr sparsam, denn das hohe Gewicht des Fahrzeugs treibenden Verbrauch in die Höhe – was auch beim Diesel irgendwann nicht mehr effizient ist.