Mercedes C-Klasse T-Modell Test

Premium-Kombi mit großem Kofferraum

8/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Harmonisches Fahrwerk
  • Variables Gepäckabteil
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Hoher Preis
  • Unzählige Extras
  • Nur zwei Jahre Garantie

34.659 € - 88.417 € Preisklasse

5 Sitze

1,5 - 10 l/100km

Test

Die C-Klasse ist der weltweite Bestseller in der Modellpalette von Mercedes und wenn die Wahl zwischen den Karosserievarianten Limousine oder Kombi fällt, fällt sie zumeist auf das praktischere T-Modell. Die Rivalen im Premium-Segment heißen Audi A4 Avant und BMW 3er Touring.

Die Modellkarriere des C-Klasse T-Modells begann im Jahr 1996. Die vierte Generation des Mercedes Kombi wurde 2014 präsentiert und vier Jahre darauf gründlich überarbeitet. Von den 11.500 Teilen, aus denen sich eine Mercedes C-Klasse zusammensetzt, wurden zum 2018er Facelift 6.500 überarbeitet oder ausgetauscht, ohne dass sich am soliden und komfortablen Charakter des Mercedes Kombi viel änderte.

Warum auch viel verändern? Die Karosserie und der Innenraum des C-Klasse T-Modells wirkten schon bei der Präsentation wie aus einem Guss. Weiche Linien flossen auf 4,70 Meter harmonisch vom Bug ins flache Kombiheck. Bei der Umgestaltung legte man deshalb zart Hand an, veränderte leicht Front und Heck und verpasste den Scheinwerfern und Rückleuchten eine neue Leuchtgrafik. Ebenso sanfte Verfeinerungspolitik betrieb man im Innenraum, in dem sich an den guten Platzverhältnissen nichts geändert hat. Sichtbar ist das am neuen Lenkrad. Hier aktiviert man den Tempomat mit Tasten statt mit einem Hebel. Die Massagesitze mit Energizing-Wellness-Programm lassen in der schwäbischen Mittelklasse Gefühle von Oberklasse aufkommen.

Auch in der Technikausstattung steckt im C-Klasse T-Modell seit dem 2018er Facelift viel S-Klasse drin, wenn man es dem Herrn Daimler aus Stuttgart mit einigen Euro extra honoriert. Das betrifft die Klimasteuerung, die Sprachsteuerung und das moderne Infotainment genauso wie die hohe Sicherheit, die, neben der hohen Verarbeitungsqualität, den Markenkern von Mercedes ausmacht.

Der Komfort ist im Mercedes Kombi ebenfalls groß und bei den Motoren herrscht, vom Vierzylinder-Hybridmotor bis zum V6, reiche Vielfalt. Ebenso bei den Sonderausstattungen, die die Kosten für den Kombi erheblich nach oben treiben können. Wenn man das C-Klasse T-Modell schon im Test gefahren hat, weiß man warum die Mercedes Mittelklasse nicht günstig sein kann, und warum heute jeder fünfte Mercedes eine C-Klasse ist.

Wegen fünf Litern Kofferraumvolumen entscheidet sich keiner für einen C-Klasse Kombi statt für eine C-Klasse Limousine. Den Ausschlag geben eher das tiefere und höhere Gepäckabteil und die größere Vielseitigkeit des Kombis. Schon das Beladen gelingt im lediglich einen Zentimeter längeren T-Modell über die niedrige Ladekante viel einfacher als in der Limousine. Praktisch sind zudem die Staufächer im Kofferraumboden, die elektrisch ausfahrende Gepäckraumabdeckung und die bei vollen Händen willkommene Option, die elektrische Heckklappe mit einem Fußschwenk in Richtung Stoßfänger berührungslos zu öffnen.

Die tiefe Dachlinie des C-Klasse T-Modells macht etwas her. Aber wer schön sein will, muss auch hier ein wenig leiden können. Zumindest wenn er lang gewachsen ist. Eine Kopfnuss von der Heckklappe und man hat gelernt, dass die Stehhöhe darunter nicht üppig bemessen ist.

Die vom Gepäckraum aus elektrisch umlegbare Rückbanklehne ist ein Vorteil. Die 40:20:40-Teilung der Lehne macht das C-Klasse T-Modell situativ zum Fünf-, Vier-, Drei- oder Zweisitzer. Auf den Vordersitzen, die den unteren Rücken gut unterstützen, reist man bequem, weil sich die Polster mit der Sitzflächenverlängerung und der elektrischen Höhen- und Neigungsverstellung gut an die eigene Statur anpassen lassen. Die dreistufige Sitzheizung, die Sitzbelüftung und die ebenfalls optionale Sitzmassage steigern den Komfort. Im Fondbereich kommen auch Langbeinige auf den äußeren Sitzplätzen gut unter. In der Bankmitte sitzt man etwas beengt, weil dort der Kardantunnel in Richtung Hinterräder verläuft.

Und das Wichtigste im Kombi, das Gepäckraumvolumen? Im Vergleich zur Konkurrenz fällt es ähnlich aus. Der Audi A4 Avant beispielsweise ist mit 505 bis 1.510 Litern Volumen im Vergleich zur A4 Limousine, in der 455 Liter unterkommen, lediglich fünf Liter größer als der Mercedes. Dies dürfte die wenigsten stören, denn das T-Modell bietet seinem Besitzer einen weit besser nutz- und packbaren Gepäckraum sowie eine weit größere Vielseitigkeit.

Technische Daten

Länge 4,70 Meter
Breite 1,81 Meter
Höhe 1,46 Meter
Kofferraumvolumen 460 bis 1.480 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.495 bis 1.735 Kilogramm
Zuladung 590 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.085 bis 2.325 Kilogramm
Zulässige Anhängelast ungebremst / gebremst 750 Kilogramm / 1.800 Kilogramm

Im Motorraum kann im komfortablen C-Klasse T-Modell zwischen Benzinern, Dieselmotoren und einem Mild-Hybrid-Antrieb gewählt werden. In Fragen Chassis stehen das Serienfahrwerk, die Dynamic Body Control und das Luftfahrwerk Air Body Control zur Auswahl.

Die Benziner

Zur neuen Motorkollektion gehören in der C-Klasse der 184 PS starke 1,5-Liter-Vierzylinder mit Mild-Hybrid-Technik im C 200 und der 194 PS leistende 2,0-Liter-Vierzylinder im C 300. Der Mild-Hybrid, der sowohl mit Heck- als auch mit Allradantrieb bestellbar ist (Werte in der Tabelle in Klammern), produziert 280 Newtonmeter Drehmoment und der Elektromotor schießt kurzfristig 160 Nm und 14 PS zu.

Diese kleine Leistungsspritze hat im Alltag große Wirkung, denn sie sorgt im unteren Drehzahlbereich für mehr Durchzugskraft und gute Beschleunigungswerte, ohne entscheidend höheren Verbrauch. Im Vergleich zum C 180, der 6,0 bis 6,5 Liter/100 km im Werksmittel konsumiert, verbraucht der stärkere C 200 6,2 bis 6,6 Liter Super.

Wenn es um Laufkultur geht, sind aber nicht die Vierzylinder die erste Wahl, sondern der geschmeidigere Sechszylinder. Der verbraucht auf dem Papier im Schnitt 7,9 bis 8,3 Liter/100 km Super.

C 160/C 180 C 200 (4MATIC) C 300 C 400 4MATIC
Hubraum [ccm] 1.595 1.497 1.991 2.996
Leistung [PS] 129/156 184 258 333
Getriebe 6-Gang manuell 9-Gang-Automatik 9-Gang-Automatik 9-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
9,9/8,4 210/223 7,9(8,4) 235(230) 6,0 250 5,0 | 250
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin Benzin

Die Diesel

Hier fällt die Entscheidung zwischen 1,6 oder 2,0 Litern Hubraum und entsprechenden 122 bis 245 PS Leistung. Egal, für welches Leistungslevel man sich entscheidet, immer sorgen die Vierzylinderdiesel für viel Kraft bei niedrigem Verbrauch.

Schon die schwächeren, immer mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe verbundenen 1,6-Liter-Diesel im C 180 d und C 200 d produzieren maximal 300 und 360 Newtonmeter Drehmoment. Bei den 2,0-Liter-Selbstzündern C 220 d und C 300 d liegt das Drehmoment bei bulligen 400 und 500 Nm.

Die 2,0-Liter-Diesel, die immer mit der harmonisch waltenden 9-Gang-Automatik geliefert werden und auch mit Allradantrieb bestellbar sind (Werte in der Tabelle in Klammern), verbrauchen rund einen halben bis ganzen Liter mehr als die 1,6-Liter-Diesel mit 4,2 bis 4,6 Liter/100 km.

C 180 d C 200 d C 220 d (4MATIC) C 300 d (4MATIC)
Hubraum [ccm] 1.597 1.597 1.950 1.950
Leistung [PS] 122 160 194 245
Getriebe 6-Gang manuell 6-Gang manuell 9-Gang-Automatik 9-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
10,2 201 8,7 220 7,0(7,4) 233(228) 6,0(6,0) | 250(250)
Kraftstoff Diesel Diesel Diesel Diesel

Wer die Mercedes C-Klasse fährt, ahnt schnell, dass er in einer hohen Preisklasse unterwegs ist. Zuerst realisiert man es beim Platz nehmen (hohe Qualität), dann beim Blick in die Preisliste (hohe Preise) und dann an den Preisen, die für die Ausstattungslinien, Ausstattungspakete und Extras verlangt werden.

Die erste Entscheidung fällt leicht. Das C-Klasse Basismodell und die drei Ausstattungslinien Avantgarde, Exclusive und AMG Line unterscheiden sich optisch in Karosseriedetails und in den Felgendesigns. Zwei Frontpartien stehen zur Wahl. Die sportlichere Variante trägt den Stern im Kühlergrill und der Exclusive klassisch auf dem Grill.

Dann wird es kompliziert. Die 102 Seiten der Preisliste haben es in sich, denn Übersicht ist genau das Gegenteil von dieser Broschüre. Es gibt bei der C-Klasse ziemlich viel aufzulisten und zu erklären. Also starten wir den Versuch und fangen ganz unten im Fahrzeug an. Zwischen drei Fahrwerksvarianten, dem Hinterrad- oder Allradantrieb, und zahlreichen Felgendesigns kann gewählt werden.

Und dann geht es erst richtig los. Soll es im C-Klasse T-Modell die Energizing Komfortsteuerung aus der Mercedes S-Klasse mit ihren Wellness-Programmen sein, die das Fahrzeug klimatisieren, beduften, beschallen und automatisiert die Sitzheizung und Massagefunktion zuschalten? Oder sollen der im Stau komfortable Tempomat mit Stop&Go-Funktion und der Parkassistent für Längs- und Querparklücken einem beim Fahren die Arbeit abnehmen?

Auch an Infotainment, vom einfachen Soundsystem bis hin zum Highend Surroundsystem von Burmester, herrscht kein Mangel. Das Multimediasystem Audio 20 mit zwei USB-Anschlüssen, einem SD-Kartenleser, Bluetooth-Schnittstelle für das Smartphone sowie einem Media Interface kommt im Einstiegsmodell zum Einsatz. Noch ein paar große Scheine muss man ausgeben, wenn das Command Online mit flotter 3D-Festplatten-Navigation und Kartendarstellung mit fotorealistischen 3D-Gebäuden geordert wird.

Mit der verbesserten Sprachsteuerung lassen sich nun auch die Klimaanlage, die Sitzheizung und die Fensterheber bedienen. Einiges an Arbeit beim Überblicken des Parkraumes nimmt einem das 360-Grad-Rundumsichtsystem ab, das mit vier Kameras für beste Kontrolle beim Einparken sorgt. Genauso sinnvoll ist das Head-up-Display, das alle wichtigen Fahrinfos auf die Frontscheibe projiziert.

Statt des Widescreen-Cockpits der neuen Mercedes Modelle blickt man im C-Klasse T-Modell weiterhin entweder auf zwei tubenförmige Instrumente oder im besseren Fall auf das neue 12,3-Zoll-Digitalcockpit. Das verbindet drei Cockpits in einem und liefert dem Fahrer in Kombination mit dem 10,25 Zoll großen Bildschirm auf der Mittelkonsole alle wichtigen Informationen.

Auch Sicherheit wird im T-Modell groß geschrieben. Zum ersten Mal nutzt die Mercedes C-Klasse dabei Karten- und Navidaten für die Assistenzfunktionen. Der Abstandsassistent passt die Geschwindigkeit zum Beispiel vorausschauend und automatisch vor kommenden Kreiseln, Kurven oder Kreuzungen an.

Für weitere Sicherheit sorgen der aktive Bremsassistent, der Unfälle verhindert oder die Folgen mindert (Serie), und zahlreiche Sicherheits- und Sichtsysteme wie der aktive Spurwechsel-, Lenk-, und Nothalteassistent oder die Multi-Beam-Scheinwerfer. Letztere liefern mit 84 LEDs einen variablen Lichtkegel, vom Kreuzungs-, Kreisverkehr- bis zum Schlechtwetterlicht, und leuchten die Fahrbahn mit bis zu 650 Metern Leuchtweite sehr gut aus.

Der Aufwand, den Mercedes bei der Sicherheit betreibt, zeigt auch beim Bremsen Wirkung. Im ADAC-Bremstest kam das Mercedes C-Klasse T-Modell nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 34,2 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Die C-Klasse, dein guter Stern – das C-Klasse T-Modell ist nicht der günstigste Kombi in seiner Klasse, aber einer der seine Anschaffung mit seiner sehr guten Verarbeitungsqualität, der Langzeittauglichkeit, der umfangreichen Sicherheitsausstattung und dem Komfort gut rechtfertigt.

Der C-Klasse Kombi eignet sich sowohl als bequemer Reisewagen für den Geschäftsmann, der entspannt lange Strecken zurücklegen muss, wie auch als universeller Familienkombi, der im Alltag genauso praktisch wie auf langer Urlaubsreise geräumig ist. Aber auch andere Fahrertypen können mit dem ausgereiften C-Klasse T-Modell sehr glücklich werden. Test bestanden.

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