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Was ist Leasing? – Einfach erklärt

11. März 2022 von

Leasing ist mittlerweile nichts Besonderes mehr, neben dem Barkauf ist das Auto-Leasing eine der verbreitetsten Methoden des Neuwagenkaufs. Wie bei allem sollten Sie aber gut informiert sein, wie ein Leasing funktioniert. Wir sagen Ihnen welche Möglichkeiten Sie haben und was die Vor- und Nachteile sind.

⏰  Kurz zusammengefasst

Sie haben sich noch nicht entschieden, welches Leasingfahrzeug es sein soll? Dann haben wir hier unsere top Leasing-Angebote für Sie:

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Was ist Leasing und wie funktioniert es?

Wer ein Auto least, der schließt sozusagen einen befristeten Mietvertrag mit einem Leasinggeber ab und bezahlt eine monatliche Leasingrate für sein Fahrzeug. Die Rate bezahlt man, weil man das Auto nutzt, nicht, weil man irgendwann Eigentümer wird – denn beim Leasing bezahlt man nicht das Fahrzeug sondern lediglich die Nutzung.

Der Leasingvertrag wird auf eine bestimmte Laufzeit, meist zwei bis vier Jahre, geschlossen. Danach wird das Auto wieder zurückgegeben und man schließt entweder einen neuen Leasingvertrag ab, oder kümmert sich anderweitig um ein neues Auto. Auch ein Kurzzeitleasing ist möglich, die Laufzeit ist hier auf ein Jahr begrenzt.

Wer vorzeitig aus dem Leasingvertrag aussteigen will, der wird meistens Pech haben. Dieser Fall ist nicht vorgesehen und ist wenn überhaupt nur durch eine Leasingübernahme einer anderen Person möglich.

Wenn man sich als Gewerbetreibender für ein Leasing entscheidet, dann kann man die monatlichen Leasingraten sogar von der Steuer absetzen.

Welche Leasingarten gibt es?

DAS Leasing gibt es nicht, denn man hat die Möglichkeit nach seinen eigenen Bedürfnissen die richtige Leasingart auszuwählen. Zwischen drei Möglichkeiten können Sie sich entscheiden, egal ob für das Gewerbe oder ein Privatleasing. Hier eine kurze Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der einzelnen Leasingarten:

Leasingart Vorteile Nachteile
Restwertleasing Niedrige Leasingraten möglich;
keine Kilometerbegrenzung
Oft zu hoch angesetzter Restwert,
was hohe Kosten zur Folge haben kann;
Restwert kann von marktabhängigen
Faktoren negativ beeinflusst werden
Kilometerleasing Gut kalkulierbares Risiko;
Minderkilometer-Zahlung wenn
man weniger gefahren ist
Mehrkosten pro zusätzlich gefahrenem
Kilometer können hoch werden
Null-Leasing Keine Mehrkosten zu befürchten Nicht so günstig wie es scheint,
da Rabatte fehlen

1. Kilometerleasing

Am gängigsten ist das Kilometerleasing. Hier wird mit dem Leasinggeber im Vorhinein vereinbart, wie viele Kilometer während der Vertragslaufzeit jährlich gefahren werden dürfen. Wer mehr fährt als angegeben, muss mit einer Nachzahlung bei Vertragsende rechnen. Wenn Sie beispielsweise aber einen Vertrag über drei Jahre geschlossen haben und eine jährliche Fahrleistung von 15.000 Kilometern vereinbart wurde, dann ist es egal, ob in einem Jahr genau 15.000 Kilometer gefahren wurden. Wichtig ist nur, dass am Ende nicht mehr als 45.000 Kilometer angezeigt werden.

Falls Sie in Erwägung ziehen, dass Fahrzeug nach Ende der Leasingzeig zu kaufen, sollte das schon beim Vertragsabschluss angesprochen und gegebenenfalls im Vertrag festgehalten werden. Wenn nicht, dann wird das Fahrzeug nach dem Vertragsende an den Leasinggeber zurückgegeben.

Tipp: Wenn Sie bei der Angabe der jährlichen Kilometerleistung unsicher sind, geben Sie lieber ein bisschen mehr an, denn das wird meistens günstiger, als die Nachzahlung bei zu viel gefahrenen Kilometern.

2. Restwertleasing

Restwertleasing wird nicht so häufig gewählt. Hierbei wird beim Abschluss des Leasingvertrags zu den klassischen Konditionen wie Laufzeit, monatliche Rate usw. auch der Restwert des Autos nach der Leasingzeit vereinbart. Die monatliche Rate deckt also die Summe ab, die zwischen Neuwagenpreis und vereinbartem Restwert liegt. Als Neuwagenpreis wird der Einkaufspreis des Händlers angesetzt.

Allerdings kann es Ihnen passieren, dass am Ende der Laufzeit der angesetzte Restwert höher ist, als der noch zu erzielende Verkaufspreis. In diesem Fall müssen Sie die Differenz zusätzlich begleichen.

3. Null-Leasing

Beim sogenannten Null-Leasing leisten Sie keine Anzahlung auf Ihr Leasingfahrzeug. Sie zahlen lediglich die monatliche Rate für die Nutzung des Autos – welche natürlich um einiges höher ausfällt, als wenn Sie eine Anzahlung geleistet hätten.

Was allerdings auf den ersten Blick toll aussieht, kann auch eine Täuschung sein. Eigentlich gewähren Autohäuser auf Neuwagen teils hohe Rabatte. Entscheidet man sich für ein Null-Leasing, fallen diese meist weg und man kommt am Ende sogar teurer weg, als wenn man ein klassisches Leasing gewählt hätte.

Tipp: Es kann durchaus sein, dass Sie mit einem anderen Leasing am Ende günstiger wegkommen. Deshalb vergleichen Sie am besten verschiedene Leasingarten miteinander bevor Sie sich entscheiden.

Was muss man beim Leasing beachten?

Neben den monatlichen Kosten, die bei jedem Leasing auf einen zukommen, gibt es noch Zusatzkosten, die man beachten sollte. Diese wären:

  • Reparaturkosten bei Beschädigungen am Fahrzeug
  • Wartungskosten nicht vergessen
  • Versicherungskosten

Beim Leasing ist man verpflichtet das Auto zu pflegen, zu warten und zu reparieren. Deshalb macht es auch weniger Sinn ein Gebrauchtfahrzeug zu leasen als einen Neuwagen, denn bei Gebrauchten ist die Gefahr größer, dass man oft die Werkstatt aufsuchen muss.

Es ist meist recht undurchsichtig, welche Einflussfaktoren bei der Ermittlung der Leasingrate beachtet werden. Zinsen, Gebühren, Verwaltungskosten und Risiken können hier einfließen. Ansonsten kommt es natürlich darauf an, wie teuer das Fahrzeug ist und wie viel Sonderausstattung man an Bord haben möchte. Bei einer Anzahlung zu Beginn des Leasings wird die Leasingrate ebenfalls beeinflusst.

Vorteile Leasing

  • Der Fahrzeugpreis ist nicht auf einmal fällig
  • Man kann einen Neuwagen fahren
  • Um den Weiterverkauf kümmert sich der Leasinggeber
  • Unter Umständen Steuervorteile

Ein Vorteil des Leasings liegt auf der Hand: Man muss nicht sofort den gesamten Preis des Fahrzeugs zahlen oder einen Kredit aufnehmen und sich verschulden. Mithilfe der monatlichen Raten kann man sich einen schicken Neuwagen leisten, ohne den gesamten Kaufpreis aufwenden zu müssen.

Einen weiteren finanziellen Vorteil haben Selbstständige und Freiberufler. Sie können die Leasingrate steuerlich absetzen. Was sich jedoch jeder Leasingnehmer spart, ist der Weiterverkauf des Fahrzeugs. Wenn der Leasingvertrag ausgelaufen ist, dann gibt man das Fahrzeug einfach dem Leasinggeber zurück.

Nachteile Leasing

  • Schäden müssen am Ende teuer beglichen werden
  • Früher aus dem Vertrag zu kommen wird schwierig
  • Service nur in einer Vertragswerkstatt
  • Vollkaskoversicherung vorgeschrieben

Gut, so leicht ist es dann nicht wirklich mit dem Zurückgeben des Fahrzeugs. Bei der Rückgabe muss für entstandene Schäden am Auto bezahlt werden, weshalb es hier durchaus sinnvoll sein kann, einen eigenen Sachverständigen zu Rate zu ziehen, der bei möglichen Streitigkeiten vor Gericht für Klarheit sorgt. Sollte man das Fahrzeug früher zurückgeben wollen, dann könnte sich dies durchaus schwer gestalten.

Eine Kündigung des Leasingvertrags ist meist nicht möglich und wenn doch, dann kommen hohe Kosten auf einen zu. Zudem noch ein offensichtlicher Nachteil des Leasings: Man ist nicht der Eigentümer des Fahrzeugs. Ferner sind die steuerlichen Ersparnisse als Privatpersonen nicht geboten. Wie bereits erwähnt, muss man selbst für den Service des Fahrzeugs zahlen, nur muss man hier in eine Vertragswerkstatt fahren und darf die Reparaturen nicht bei einer freien Werkstatt erledigen lassen.

Sollte man sein Auto nicht gut behandeln, dann kann es bei der Rückgabe des Fahrzeugs teuer werden. Abschließend sollte man sich noch gut informieren, wie man das Fahrzeug versichern muss, denn die Leasinggeber schreiben eine Vollkaskoversicherung vor oder bieten auch manchmal ein Komplettpaket an. Hier gilt es abzuwägen, was günstiger ist.

Voraussetzungen für das Leasing

Zunächst wird der Leasinggeber eine Bonitätsprüfung durchführen, um sicherzustellen, dass Sie die monatlichen Raten auch tatsächlich zahlen können. Ein Einkommensnachweis wird hier ebenfalls notwendig. Wurde Ihre Bonität geprüft und alles für gut empfunden, dann steht dem Auto-Leasing eigentlich nichts mehr im Weg.

Häufige Fragen und Antworten zum Leasing

Wann lohnt sich Leasing?

Wenn Sie als Privatperson ein Leasing anstreben, dann lohnt es sich für Sie, wenn Sie mit festen monatlichen Raten eine gewisse Planungssicherheit für die nächsten Jahre möchten. Das bedeutet aber auch, dass Sie sich im Klaren darüber sind, das Fahrzeug nach Ablauf der Laufzeit zurückzugeben.

Was brauche ich für den Leasingvertrag?

Um einen Leasingvertrag abschließen zu können, benötigen Sie auf jeden Fall folgende Unterlagen:

  • Vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • Personalausweis/Reisepass Kopie
  • Kopie der letzten Gehaltsnachweise
  • Bei Gewerbeleasing: Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung

Was ist besser, Leasing oder Finanzierung?

Das kommt ganz darauf an, was Sie bevorzugen. Beim Leasing sind in der Regel die Laufzeiten und die monatlichen Raten geringer, doch Sie werden nie Eigentümer des Fahrzeugs und zahlen monatlich nur die Nutzung. Bei der Finanzierung gehört das Auto irgendwann Ihnen und Sie zahlen den tatsächlichen Wert des Fahrzeugs in Raten ab.

Was ist eine Leasingsonderzahlung?

Als Sonderzahlung wird nichts anderes als eine Anzahlung bezeichnet. Wenn Sie sich für ein Leasing mit Anzahlung entscheiden, wird am Anfang einmalig eine Sonderzahlung fällig.

Wer zahlt Service und Reparaturen?

Das kommt darauf an, was genau im Leasingvertrag vereinbart wurde. Normalerweise zahlen Sie Kosten für Reparaturen und Service. Es kommt aber auch vor, dass der Leasingvertrag inklusive eines Wartungsvertrags verkauft wird. Dann sind Kundendienste teilweise kostenlos – Reparaturen außerhalb der Garantie oder Gewährleistung müssen aber immer selbst gezahlt werden.

Was ist das Andienungsrecht beim Leasing?

Als Andienungsrecht wird bezeichnet, wenn der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Fahrzeug nach Ablauf der Laufzeit zum Kauf anbietet. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, das Fahrzeug nach der vereinbarten Laufzeit zu kaufen, kann das als sogenanntes Andienungsrecht vermerkt werden.

Wem gehört das Auto am Ende?

Bei einem klassischen Leasing bleibt das Fahrzeug immer im Besitz des Leasinggebers.

Wie läuft eine Leasingrückgabe ab?

Je nachdem für welches Leasing Sie sich anfangs entschieden hatten, wird nun genauer hingesehen. Beim Kilometerleasing kommt es natürlich darauf an, dass Sie nur die vereinbarten Kilometer gefahren sind. Für jeden Mehrkilometer wird extra abgerechnet. Auch Schäden am Leasingauto können zu einer Nachzahlung führen, wenn es sich nicht um normale Abnutzungserscheinungen handelt.

Beim Restwertleasing läuft die Rückgabe etwas anders. Hier wird in erster Linie geschaut, ob das Fahrzeug dem einmal festgelegten Restwert auch wirklich entspricht. Wenn der Restwert höher festgelegt war, muss der Leasingnehmer den fehlenden Betrag zusätzlich bezahlen. Ist der Restwert geringer, zahlt der Leasinggeber dem Leasingnehmer meist 75 Prozent des Mehrerlöses aus.

Autos die zurückgegeben wurden, sogenannte Leasingrückläufer, können oftmals günstig erworben werden und haben meist nur wenige Kilometer.