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Klimapaket: Steigen durch den höheren CO2-Preis auch die Spritpreise?

Um die festgelegten Klimaziele zu erreichen, müssen härtere Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem die CO2-Emissionen müssen deutlich sinken, da sie einen Großteil zum Klimawandel und die dadurch entstehenden Schäden beitragen. Deshalb hat die Bundesregierung in Sachen CO2-Preis enorm nachgeschärft – doch das geht zu Lasen des Verbrauchers. Unter anderem müssen wir uns ab 2021 auf deutlich steigende Spritpreise einstellen.

Für Treibstoff müssen Verbraucher in Zukunft mehr bezahlen, denn der CO2-Ausstoß der klassischen Antriebsarten ist deutlich zu hoch. Die Einigung zwischen Bund und Ländern kam schneller als gedacht und hält eine böse Überraschung für die Verbraucher bereit. Bis 2025 wird der CO2-Preis kontinuierlich steigen und das viel stärker als gedacht. Ab 2021 beträgt der Preis pro Tonne CO2 25 Euro. Gestaffelt über die nächsten Jahre wird der Preis wie folgt ansteigen:

  • 2021: 25 Euro/Tonne CO2
  • 2022: 30 Euro/Tonne CO2
  • 2023: 35 Euro/Tonne CO2
  • 2024: 45 Euro/Tonne CO2
  • 2025: 55 Euro/Tonne CO2

Wird der Spritpreis durch den höheren CO2-Preis teurer?

Die Antwort ist: Ja! Um wieviel Cent der Liter Sprit genau teurer wird, ist noch nicht klar. Die Bundesregierung will im Frühjahr 2020 einen Entwurf vorlegen. Nachdem man den CO2-Preis nun aber im Vergleich zu den Anfangsüberlegungen mehr als verdoppelt hat, wird sich auch die Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise voraussichtlich verdoppeln. Mit einer Preissteigerung von 7 bis 8 Cent pro Liter müssen Verbraucher beim Benzinpreis rechnen. Der Diesel wird wohl noch ein wenig teurer werden.

Doch das ist nur die Steigerung im Jahr 2021, analog zur Erhöhung des CO2-Preises der folgenden Jahre wird sich auch der Spritpreis erhöhen. Im Jahr 2025 ist mit einer Erhöhung des Benzinpreises um bis zu 18 Cent, beim Diesel sogar bis zu 20 Cent pro Liter zu rechnen.

Entwicklung der Spritpreise: Beispielrechnung bei steigendem CO2-Preis

Wenn man von einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern, einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Litern/100 km und dem aktuellen Durchschnittspreis für Benzin bei 1,43 Cent/Liter (momentaner Durchschnitt für 2019) ausgeht, beträgt die zusätzliche Belastung im Jahr 2021 schon 73,5 Euro im Jahr. Für das Jahr 2025 ist dann mit einer jährlichen Zusatzbelastung von knapp 190 Euro zu rechnen.

Ist ein Elektroauto eine Alternative?

Genau das ist der Plan. Elektromobilität soll damit attraktiver werden und die Strompreise sinken analog zur Erhöhung der Spritpreise. Hier hat man sich auf eine höhere Senkung geeinigt als bisher vorgesehen war. Die EEG-Umlage, die für die Förderung erneuerbarer Energien beiseite gelegt wird, wird reduziert. Diese Umlage tragen allein die Stromkunden, welche daher ab 2021 entlastet werden. Im Jahr 2020 liegt die Umlage noch bei 6,76 Cent und wird ab 2021 jährlich um 1,75 bis 2,88 Cent reduziert werden. 

Damit soll ein Durchschnittshaushalt bis zu 100 Euro Stromkosten im Jahr sparen können. Da können wir froh sein, dass ab 2020 nochmal einige Elektroautos auf den Markt kommen werden. Der Preis für E-Autos sollte daher in den nächsten Jahren fallen und auch die Förderung für Elektroautos wird – wohl ab Januar 2020 – erhöht

Steigt die Pendlerpauschale?

Die aktuelle Pauschale von 30 Cent/km bleibt. Neu ist, dass Pendler ab dem Jahr 2021 ab dem 21. Kilometer 35 Cent anrechnen können. Ab dem Jahr 2024 steigt die Pauschale nochmal um 3 Cent, auf 38 Cent pro Kilometer – allerdings gilt das nur bis Ende 2026, dann wird die Pendlerpauschale wieder auf den aktuellen Wert von 30 Cent sinken.