Nachhaltigkeit in der Automobilbranche: Grüne Zukunft zum Greifen nah?

19. August 2022 von

Die Themen Automobilindustrie und Nachhaltigkeit konnten in der Vergangenheit nicht gegensätzlicher sein. Doch mit dem Fokus auf E-Autos hat das Thema Nachhaltigkeit einen Fuß in die Türe der Automobilriesen gesetzt – und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Inspirationen aus der Natur werden immer wichtiger für die Mobilität der Zukunft. Wie soll diese Verbindung aussehen?

Mit dieser Artikelreihe möchten wir Ihnen immer wieder verschiedene Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit in der Automobilbranche vorstellen. Egal ob sich etwas noch im frühen Entwicklungsstadium befindet, oder brandneue Materialien und Technologien bald den Weg in die Serienproduktion finden – hier ist für jede:n etwas dabei. Einfach auf den Link zum Artikel klicken, und los lesen!

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Nachhaltigkeit hat viele Facetten

Kein großes Unternehmen, auch kein Autobauer, kommt mehr am Thema Nachhaltigkeit vorbei. Für die Automobilbranche bedeutet das für allem:

  • CO2-Emissionen verringern
  • Nachhaltige Wertschöpfungs- und Lieferketten etablieren
  • Fokus auf Recycling und Remanufacturing
  • Auto als Statussymbol überdenken

Beim Thema CO2-Emissionen gibt es starke Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren viel für die Elektromobilität getan. Aber auch die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren in Ländern, die (noch) ausreichend Rohstoffe haben, ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.

Aber genau diese Rohstoffe sind es, die nicht unendlich zur Verfügung stehen. E ist nötig, neue Konzepte für eine nachhaltige Produktions- und Lieferkette zu entwickeln. Hier kommt vor allem das Thema Recycling ins Spiel. Bisher ist man damit recht stiefmütterlich umgegangen, denn Recycling ist zum Teil aufwendig, die Beschaffung von neuen Rohstoffen im Moment noch kostengünstiger.

Für die Zukunft ist es nötig, einen umfassenden Recyclingprozess zu etablieren und in großem Stil Remanufacturing zu betreiben – also gebrauchte Teile oder Produkte industriell aufzuarbeiten.

Und letztendlich produziert man für die Kundschaft. Diese – vor allem die jüngere Generation – unterliegt gerade einem Wandel. Das Auto als Statussymbol könnte in den nächsten Jahren ausgedient haben. Mobilität verändert sich, das Fahren und Besitzen eines Autos steht nicht mehr an erster Stelle. Der Trend geht dahin, die Zeit, die man “unnötig” für Fahrten benötigt, sinnvoll nutzen zu können. Dafür braucht man kein eigenes Auto, man mietet es, teilt es, oder nutzt andere Verkehrsmittel.

Nachhaltige Autoindustrie: Was sind die Herausforderungen?

Eine Umstellung in dieser Größenordnung ist nicht von heute auf morgen umzusetzen. Es mangelt vor allem oftmals daran, höhere Preise für entstandene Mehrkosten durchzusetzen, oder kostengünstig an nötige Ressourcen zu gelangen. Auch müssen Produktionsabläufe angepasst und Forschung finanziert werden. Denn nachhaltige Materialien müssen natürlich dem gleichen Standard genügen, den man vorher angesetzt hat.

Auf lange Sicht ist es außerdem notwendig, Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch zu sehen, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen. Bei den meisten Unternehmen ist eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie bereits zum Thema geworden. Eine praktische Umsetzung wird aber bei vielen noch dauern.