Spritpreisentwicklung: Aktuelle Entwicklung von Benzin- und Dieselpreisen

04. März 2026 von

Spritpreise und ihre Entwicklung sind eine Wissenschaft für sich: Politische und wirtschaftliche Maßnahmen, Angebot und Nachfrage, Steuern sowie Interessen der Mineralölkonzerne beeinflussen den Kraftstoffpreis maßgeblich. So hat der Spritpreis viele Höhen und Tiefen durchgemacht. Aktuell sorgen die hohen Spritpreise beispielsweise für ein verändertes Fahrverhalten vieler Autofahrer:innen. Wie die aktuelle Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise aussieht und welche Spritpreisentwicklung in Vergangenheit und Zukunft zu beobachten waren oder sind, erfährst du hier!

⏰ Kurz zusammengefasst

Verzichte doch lieber gleich auf einen Verbrenner und sichere dir ein tolles Elektroauto zum günstigen Preis:

Top Elektroauto-Angebote
Modell Angebote ab
Dacia Spring 16.799 € Angebote vergleichen
Skoda Elroq 37.137 € Angebote vergleichen
VW ID3 28.730 € Angebote vergleichen
Citroen e-C3 20.886 € Angebote vergleichen
Kia EV3 29.103 € Angebote vergleichen

Tanken Spritpreise Benzin Diesel

Aktuelle Trends bei der Spritpreisentwicklung

Die aktuelle Spritpreisentwicklung 2026 ist schwer einzuschätzen. Waren die Preise zu Jahresbeginn durch die Erhöhung des CO2-Preises schon auf relativ hohem Niveau – bei ca. 1,74 Euro für einen Liter E10 und ca. 1,70 Euro für Diesel – steigerte sich der Preis aufgrund des Iran-Konfliktes im März 2026 auf ein neues Höchstniveau. Wenn du Premium-Diesel tankst, dann ist der Preis nochmal deutlich höher. Der Grund sind Unsicherheiten im Nahen Osten und steigende Rohölpreise.

Auffällig ist, dass der Spritpreis aktuell von Tag zu Tag stark schwanken kann. Als am 28. Februar 2026 der Angriff auf den Iran begann, bemerkte man schon zwei Tage später, also am 2. März, einen starken Anstieg der Spritpreise an den Tankstellen. Historisch gesehen ist das deshalb ungewöhnlich, weil die Tankstellen meist erst später nachziehen, sobald sich der höhere Rohölpreis eingependelt hat. Das ist diesmal nicht der Fall – man will die kommenden Preissteigerungen sofort abfangen.

Wann die Preise wieder fallen, ist nicht abzusehen. Wir gehen eher davon aus, dass sich der Preis sogar noch weiter erhöhen könnte. Deshalb ist Sprit sparen angesagt! Da kommt der eine oder die andere schon mal drauf, bei günstigen Preisen die Reservekanister voll zu füllen – doch so einfach ist das leider nicht.

Spritpreise Benzin Diesel Entwicklung

Benzin- & Dieselpreise: Entwicklung 2024 & 2025

Man kann sagen, dass die Diesel- und Benzinpreise in Deutschland im Jahr 2024 eine leichte Entspannung zum Vorjahr hatten, jedoch Anfang 2025 durch die Erhöhung des CO2-Preises wieder anstiegen. Die Spitzenwerte aus den Jahren 2022 und 2023 wurden nicht mehr erreicht, insgesamt befand sich der Spritpreis aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Insgesamt war bisher das Tankjahr 2022 das teuerste, in 2024 lag der Jahresdurchschnitt für E10 12 Cent pro Liter unter dem Jahr 2022 – beim Diesel waren es sogar 30 Cent. In 2025 tankten wir nochmal günstiger, der Durchschnittspreis für E10 lag bei 1,68 Euro.

Spritpreisentwicklung 2024 & 2025
Zeitpunkt Preis Benzin / Diesel pro Liter
Januar 2024 1,70 € / 1,60 €
März 2024 1,78 € / 2,14 €
Juni 2024 1,75 € / 2,02 €
Oktober 2024 1,66 € / 2,11 €
Dezember 2024 1,65 € / 1,81 €
Januar 2025 1,73 € / 1,68 €
März 2025 1,69 € / 1,63 €
Juni 2025 1,66 € / 1,58 €
Oktober 2025 1,70 € / 1,60 €
Dezember 2025 1,64 € / 1,62 €

Zapfsäule Spritpreise Entwicklung

Historische Spritpreisentwicklung seit 2000

Zur Jahrhundertwende auch eine Preiswende: Das Jahr 2000 war es, in dem der Spritpreis erstmals die Grenze von 1 Euro pro Liter überschritten hat. So lagen im Jahr 2000 die durchschnittlichen Benzinpreise in Deutschland bei etwa 1,02 Euro pro Liter. Zwischen 2000 und 2008 stiegen die Spritpreise allmählich an und erreichten im Jahr 2008 ihren damaligen Höchststand von rund 1,40 Euro pro Liter Benzin.

In den Jahren 2009 und 2010 fielen die Spritpreise aufgrund der globalen Finanzkrise und einer geringeren Nachfrage vorübergehend auf etwa 1,28 Euro pro Liter Benzin. Ab 2011 begannen die Preise erneut zuzulegen und erreichten im Jahr 2012 schließlich ein neues Rekordhoch von rund 1,65 Euro pro Liter Benzin.

In den folgenden Jahren bis 2015 blieben die Preise relativ hoch, bewegten sich jedoch im Durchschnitt um die 1,40 bis 1,50 Euro pro Liter Benzin. Ab 2015 fand erneut eine Senkung der Spritpreise statt, die im Jahr 2016 in ein Preisniveau von circa 1,30 Euro pro Liter Benzin mündete. Zwischen 2017 und 2018 stiegen die Preise erneut leicht an und bewegten sich um die 1,40 Euro pro Liter Benzin.

Im Jahr 2020 führte die COVID-19-Pandemie zu einem starken Rückgang der Spritpreise aufgrund des verringerten Verkehrs und der damit einhergehenden geringeren Nachfrage. Die Preise sanken vorübergehend wieder auf etwa 1,30 Euro pro Liter Benzin. Steigende Energiepreise, der Krieg in der Ukraine sowie die globale Ressourcenfrage haben dann aber für ein Allzeit-Rekordhoch gesorgt, das mit Preisen von im Schnitt 1,93 für den Liter Benzin knapp an der 2-Euro-Grenze gekratzt hat.

Spritpreisentwicklung für Super-Benzin seit 2000
Zeitpunkt Preis Benzin pro Liter
2000 1,02 €
2002 1,05 €
2005 1,23 €
2008 1,40 €
2009 1,28 €
2012 1,64 €
2014 1,52 €
2016 1,30 €
2018 1,46 €
2020 1,29 €
2021 1,58 €
2022 1,93 €
2023 1,79 €
2024 1,78 €
2025 1,69 €

Sprit Öl Transport

Was beeinflusst die Benzinpreis- & Dieselpreisentwicklung?

Bei der Benzin- und Dieselpreisentwicklung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Ölpreise: Die Ölpreise auf dem internationalen Markt haben einen erheblichen Einfluss auf die Kraftstoffpreise. Wenn die Rohölpreise steigen, steigen auch die Benzin- und Dieselpreise. Das gilt übrigens auch umgekehrt.
  • Nachfrage und Angebot: Das Angebot an Rohöl sowie die aktuelle Nachfrage nach Kraftstoffen regulieren maßgeblich das Preisniveau. Bei steigender Nachfrage oder Verknappung der verfügbaren Kraftstoffmenge steigen die Preise. Preissenkungen gibt es dann, wenn die Nachfrage sinkt und ein Überangebot herrscht.
  • Wettbewerb: Die Preisgestaltung ist ebenfalls abhängig vom Wettbewerb zwischen den Tankstellen und Ölgesellschaften. Wo starke Konkurrenz herrscht, können die Preise niedriger sein, während in abgelegenen Gebieten oder in Gegenden mit begrenzter Auswahl und “Kraftstoffmonopol” die Preise in der Regel höher ausfallen.
  • Steuern und Abgaben: Steuern und Abgaben machen einen beträchtlichen Anteil am Kraftstoffpreis aus. Gerade in Deutschland sind die Kraftstoffpreise durch hohe Zusatzkosten belastet. Änderungen in der Steuergesetzgebung können sich somit direkt auf den Preis auswirken.
  • Wechselkurse: Da Öl auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird, können sich Wechselkursschwankungen zwischen bestimmten Währungen auf die Kraftstoffpreise auswirken. Die Spritpreise in Europa steigen zum Beispiel dann, wenn der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert einbüßt.

Spritpreis-Rekorde im Jahr 2022

Eben jene Verknappung an Rohöl und Lieferschwierigkeiten haben das Jahr 2022 zum Alptraum für jede und jeden gemacht, die oder der auf Kraftstoff angewiesen war. Knapp unter 2,00 Euro wurden pro Liter durchschnittlich verlangt, in der Realität erinnern sich die meisten Verbraucher:innen wohl an die eklatanten Preise von 2,20 Euro oder mehr.

Vor allem der eigentlich günstiger vertriebene Diesel überstieg das Preisniveau des Benzins, weil die Raffinerien mit der Produktion nicht hinterhergekommen sind.

Günstig Tanken

Wie kann man günstig tanken?

Günstig Tanken und Sprit sparen liegen im Interesse vieler Bürger:innen. Am günstigsten ist der Sprit meistens zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr. Wohnst du in einem Gebiet mit hoher Tankstellendichte, hast du quasi das Ass aus dem Kartenstapel gezogen, weil die Konkurrenz zwischen den Anbietern häufig günstigere Preise zur Folge hat. Finde mit unserem Spritpreis-Tool die besten Preise für Benzin und Diesel in deiner Nähe.

Und passe beim Tanken auf – wer falschen Sprit tankt, der zahlt nochmal drauf, denn die Reparatur wird teuer.

Spritpreis-Entwicklung – Langfristige Prognosen

Die langfristige Entwicklung der Spritpreise wird maßgeblich von geopolitischen Faktoren, wie dem Verlauf von Konflikten im Nahen Osten, aber auch von der globalen Energiewende beeinflusst. Während geopolitische Spannungen, wie der aktuelle Konflikt im Iran, immer wieder zu kurzfristigen Preisspitzen führen können, ist der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen langfristig ein entscheidender Faktor.

Die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs und die stetige Verbesserung von E-Autos könnten den globalen Ölbedarf verringern und damit den Druck auf die Rohölpreise mindern. Dennoch wird die Umstellung auf E-Mobilität nicht von heute auf morgen geschehen, und die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wird voraussichtlich noch einige Jahre bestehen. In den kommenden Jahren könnten daher weiterhin Schwankungen bei den Benzinpreisen auftreten, während gleichzeitig striktere Emissionsvorschriften und der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor die Umstellung auf nachhaltigere Alternativen beschleunigen.

Experten erwarten eine schrittweise Stabilisierung der Preise, wobei die Entwicklung auf günstigere alternative Energien wie Wasserstoff und Biomasse fokussiert wird, um langfristig den Druck von den globalen Öl- und Benzinmärkten zu nehmen.

Auch die CO2-Besteuerung wird in den nächsten Jahren nochmal zu Anstiegen des Spritpreises führen und ob es beim Verbrenner-Aus ab 2035 bleibt, ist noch fraglich.

Tankstelle Verkehrsschild

Häufige Fragen zu Diesel- & Benzinpreisen

Warum ist Diesel billiger als Benzin?

Der günstigere Dieselpreis ist auf die geringere Besteuerung zurückzuführen. Die sogenannte Mineralölsteuer fällt bei Dieselkraftstoff günstiger aus – der Staat bereichert sich pro Liter Diesel mit etwa 47 Cent, bei Benzin sind es circa 65 Cent pro Liter.

Warum war Diesel 2022 teurer als Benzin?

Hierfür sind einige Ursachen zu identifizieren. Beispielsweise haben die Benzinpreise von einem deutlich höheren Tankrabatt profitiert. Der Rabatt für Diesel ist geringer ausgefallen, weil die Steuersenkung nicht ganz so großzügig war wie bei Benzin. Darüber hinaus ist die CO2-Bepreisung bei Diesel generell höher, was sich negativ auf den Preis auswirkt.

Letztlich spielten auch die hohe Nachfrage sowie das geringere Angebot im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine eine signifikante Rolle bei der Preisgestaltung – so war Diesel 2022 durchschnittlich 8 bis 10 Cent teurer als Super-Benzin.

Wie setzt sich der Spritpreis zusammen?

Einen enormen Anteil der Spritkosten machen die Steuern aus: Rund 48 Prozent des Preises gehen bei Benzin an den Staat, bei Diesel sind es etwa 39 Prozent. Der Rest der Kosten verteilt sich auf die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne, die Transport-, Raffinierie- und Verarbeitungskosten sowie die CO2-Abgabe. Die CO2-Bilanz eines Verbrenners ist nach einer gewissen Nutzungsdauer eines Elektroautos deutlich schlechter.

Übrigens: Autos mit gutem cW-Wert brauchen weniger Sprit, was das Tanken günstiger macht.