Das E-Kennzeichen für Elektroautos – welche Vorteile gibt es?

26. November 2021 von

Das E-Kennzeichen? Für viele Autofahrende ist dieses Nummernschild sicherlich eine Neuheit. Was genau ist ein E-Kennzeichen? Was für Vorteile bietet dieses Nummernschild und am wichtigsten: Wie können Fahrer:innen dieses Kennzeichen für ihr Elektroauto bekommen? Diese und weitere Fragen klären wir in diesem Artikel.

⏰ Kurz zusammengefasst

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Was ist ein E-Kennzeichen?

Zunächst die wichtigste Frage: Was ist ein E-Kennzeichen? Kurz und knapp: Das E-Kennzeichen ist ein Sondernummernschild für emissionsarme Autos. Wer einen Elektrowagen, einen Plug-in Hybrid oder ein Brennstoffzellen-Auto besitzt, kann den Wagen mit diesem Kennzeichen ausstatten, und profitiert dann von einigen interessanten Vorteilen.

Das Sonderkennzeichen für Elektroautos ist in Deutschland seit 2015 erhältlich und wurde von der Bundesregierung eingeführt, um den Verkauf von Elektroautos zu fördern. Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) schafft eine Grundlage, die es Städten und Kommunen ermöglicht, emissionsarme Autos zu bevorzugen, verpflichtet die Städte und Kommunen jedoch zugleich nicht dazu, überhaupt Vorteile anzubieten. Ob und welche Vorteile zu erwarten sind, muss die Kundschaft also immer selbst herausfinden.

Bei Bedarf kann das Nummernschild auch als Wechsel- oder Saisonkennzeichen verwendet werden.

Hauptunterschied zum normalen Kennzeichen? Rein optisch unterscheidet dieses Nummernschild nur der Buchstabe “E” von den normalen Varianten. Das “E” befindet sich auf dem Kennzeichen dann ganz rechts, am Ende der Zahlenkombination.

Was sind mögliche Vorteile eines E-Kennzeichens?

Vorteile des E-Kennzeichens gibt es viele. Es verleiht Fahrenden viele Vorteile im Straßenverkehr. Jede Stadt darf jedoch selbst entscheiden, welche der folgenden Dinge für Fahrende mit E-Kennzeichen erlaubt sein sollen.

  1. Auf ausgewählten öffentlichen Parkplätzen müssen keine oder wenig Gebühren bezahlt werden.
  2. Das Elektroauto darf kostenlos an ausgewählten öffentlichen Ladestationen geladen werden.
  3. Auf bestimmten Straßen darf die Busspur verwendet werden.
  4. Autos mit E-Kennzeichen sind teilweise von Durchfahrtsverboten und Zufahrtsbeschränkungen ausgenommen.

Bis dato sind die Vorteile der verschiedenen Städte leider noch nicht in einer gemeinsamen Datenbank erfasst. Daher sollten Sie sich am besten bei Ihrer Gemeinde direkt informieren.

Wir haben uns die Mühe gemacht, die Vorteile ein paar großer Städte aufzuschreiben:

Gebührenfrei parken

Diesen Vorteil können Sie in folgenden Städten nutzen – allerdings gelten auch hier teilweise Einschränkungen, die Sie vorher in Erfahrung bringen müssen:

  • Düsseldorf
  • Dortmund
  • Frankfurt
  • Hamburg
  • Leipzig
  • Köln
  • München
  • Stuttgart

Kostenloses Laden

Der Geldbeutel freut sich, wenn Sie in folgenden Städten unterwegs sind:

  • Berlin
  • Dortmund
  • Bochum
  • Mainz

Auch hier gilt: Informieren Sie sich im Vorhinein, wo genau man kostenlos aufladen darf.

Busspur verwenden

An den anderen vorbei flitzen ohne im Stau zu stehen – das kann in einer Großstadt auf jeden Fall ein Vorteil sein. Die Busspur darf überall hier befahren werden:

  • Düsseldorf
  • Dortmund
  • Essen
  • Karlsruhe

Beschränkungen von Zufahrt und Durchfahrtsverbote gelten nicht

Hier bekleckert sich nur eine einzige Stadt mit Ruhm. Diesen Vorteil hat man lediglich in

  • Essen

auf ausgewählten Straßen.

Wie erhalte ich ein E-Kennzeichen?

Wer ein Elektroauto beim Händler kauft, wird bemerkt haben, das Modell wird nicht von Haus aus mit einem E-Kennzeichen ausgestattet. Dieses Nummernschild muss sich die Kundschaft selbstständig besorgen. Und das ist gar nicht so einfach.

Das braucht Ihr Auto, um ein E-Kennzeichen zu bekommen:

Obgleich das E-Kennzeichen namentlich darauf hindeutet, vor allem an Elektroautos vergeben zu werden, sind tatsächlich weitere Autovarianten möglich. Es gibt drei Autovarianten, die ein E-Kennzeichen erhalten können:

  • Batterie-Elektrofahrzeuge
  • Brennstoffzellen-Autos
  • Plug-in-Hybridfahrzeuge

Beim Plug-in Hybrid müssen jedoch weitere Voraussetzungen erfüllt sein. Der CO2-Ausstoß muss unter 50 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer liegen. Alternativ ist eine Beantragung möglich, wenn das Elektroauto rein elektrisch mindestens 40 Kilometer weit fahren kann.

Darüber hinaus ist auch die Fahrzeugklasse ausschlaggebend. Das E-Kenneichen wird nicht an alle Autovarianten vergeben. Wir haben die möglichen Klassen kurz zusammengefasst:

  • M1: Autos und Wohnmobile
  • L3e und L4e: Motorräder
  • N1: Lieferfahrzeuge bis 3,5 Tonnen
  • L5e: Trikes (Dreirädrige Motorfahrzeuge)
  • L7e: Quads

Voraussetzungen für das E-Nummernschild bei Transportern der Fahrzeugklasse N2: Der Wagen darf das zulässigen Gesamtgewicht von maximal 4.250 Kilogramm nicht überschreiten und muss mit dem Führerschein Klasse B gefahren werden dürfen.

Welche Unterlagen brauche ich für ein E-Kennzeichen?

An der Zulassungsstelle werden einige Papiere benötigt. Wir haben die notwendigen Unterlagen für Sie zusammengetragen:

  • Fahrzeugschein
  • Fahrzeugbrief
  • Aktueller TÜV-Bericht
  • Eigenen Personalausweis oder Pass
  • eVB-Nummer des Fahrzeugs als Versicherungsbescheinigung
  • Alte Nummernschilder, wenn vorhanden
  • Datenbestätigung oder Herstellernachweis über Erfüllung der Bedingungen des EmoG

Diese Menge an Dokumenten hört sich aufwändig und anstrengend an? Da müssen wir zustimmen. Jedoch ist dieser Akt nur ein einziges Mal notwendig. E-Kennzeichen sind unbegrenzt gültig und müssen daher nur einmal beantragt werden.

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Was kostet ein E-Kennzeichen?

Der Preis ist immer ein wichtiger Parameter. Kostenlos würden sich vermutlich alle Elektrowagen-Halter:innen ein E-Kennzeichen besorgen. So einfach ist es jedoch nicht. Das E-Nummernschild kostet zwischen 50 und 60 Euro. Für die Zulassung fallen etwa 30 Euro an, das Schild liegt zwischen 20 und 30 Euro. Für ein Wunschkennzeichen müssen nochmal 15 Euro dazu gezahlt werden.

Ob die Vorteile es wert sind, diese Kosten zu investieren, muss natürlich jeder selbst entscheiden.