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Kosten im Vergleich: Elektroauto, Benziner oder Diesel – was ist günstiger?

Es ist nicht so einfach zu sagen, mit welchem Antrieb man günstiger fährt. Ein Elektroauto ist in der Anschaffung teurer als Verbrennermodelle, doch dank staatlicher Förderungen und Steuererleichterungen ist ein E-Auto eine echte Alternative. Sind Benziner und Diesel also wirklich teurer?

Wir stellen einen Kostenvergleich auf und berücksichtigen dabei den Anschaffungspreis abzüglich Innovationsprämie für E-Autos, die Sprit- bzw. Stromkosten pro gefahrenem Kilometer und im Jahr, die Versicherung an einem angenommenen Beispiel, die Kfz-Steuer und einen durchschnittlichen Preis für anfallende Wartungskosten. Die tatsächlichen Beträge können in der Praxis natürlich abweichen und stellen nur einen Näherungswert dar.

⏰  Kurz zusammengefasst

Wenn Sie schon wissen, welchen Antrieb Sie möchten, dann haben wir hier die top 5 Modelle für Sie zusammengestellt:

Top 5 Neuwagen-Modelle
Modell Angebote ab
Renault Zoe 18.082 € Angebote vergleichen
Skoda Kamiq 16.260 € Angebote vergleichen
VW ID.3 21.925 € Angebote vergleichen
VW ID.4 27.581 € Angebote vergleichen
VW T-Roc 20.059 € Angebote vergleichen

Kostenvergleich: Lohnt sich der Umstieg auf ein E-Auto?

Um einen besseren Vergleich zu haben, werden wir im Folgenden so gut es geht gleichwertige Modelle vergleichen. Den Renault Twingo Intens und den Renault Twingo Electric Intens, sowie den BMW X3 in der Luxury Line, als xDrive30d Dieselmodell mit 286 PS, das Benzinermodell X3 xDrive30i, ebenfalls Luxury Line und den BMW iX3 in der Ausstattung Inspiring mit 286 PS und ähnlicher Ausstattung.

1. Die Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten unterscheiden sich folgendermaßen:

  • X3 xDrive30i Luxury Line: ab 60.500 €
  • X3 xDrive30d Luxury Line: ab 63.500 €
  • iX3 Inspiring: ab 66.300 €

Wie zu erwarten, ist das Elektroauto erstmal teurer in der Anschaffung. Doch nur auf den ersten Blick, denn zieht man die Innovationsprämie ab, die für den iX3 7.500 Euro beträgt, wendet sich das Blatt. Die Anschaffungskosten für den iX3 liegen dann nur noch bei 58.800 Euro und damit unter dem Preis des Benzinermodells.

Ähnlich sieht es auch im Kleinwagenbereich aus.

  • Twingo Intens: ab 15.190 Euro
  • Twingo Electric Intens: ab 24.690 Euro

Würde man keine Prämie für das E-Auto erhalten, müsste man schon in der Anschaffung über 9.000 Euro mehr bezahlen. Der Twingo Electric erhält aber die Innovationsprämie in voller Höhe, sodass der Kaufpreis nur noch bei 15.690 Euro liegt und somit nur noch minimal teurer als das Benzinermodell. Eigentlich liegen sie preislich gleichauf.

Der teurere Anschaffungspreis für Elektroautos lässt sich hauptsächlich auf den hohen Preis des Lithium-Ionen-Akkus zurückführen, der als teuerster Bestandteil des E-Autos gelten kann.

2. Die Sprit- bzw. Stromkosten

Auch, wenn der Strompreis deutlich teurer wird, sind die Kosten für das Tanken von Benzin oder Diesel immer noch höher. Allerdings nur, wenn man sein Elektroauto zu Hause an einer Wallbox aufladen kann, die natürlich ebenfalls erstmal Geld kostet. Die Anschaffung einer Wallbox wird hier nicht mit einberechnet, sollte aber beim E-Autokauf unbedingt beachtet werden. Auch für das Laden zu Hause mit der Wallbox gibt es eine staatliche Förderung.

Angenommen werden folgende Kriterien:

  • Jährliche Laufleistung: 10.000 Kilometer
  • Preis pro Kilowattstunde: 0,30 €
  • Preis pro Liter Benzin: 1,45 €
  • Preis pro Liter Diesel: 1,33 €
Modell durchschn. Verbrauch
[l/100 km | kWh/100 km]
Kosten pro
km [€]
Kosten pro
Jahr [€]
Renault Twingo 5,0 0,07 725
Renault Twingo Electric 16,3 0,05 489
BMW X3 xDrive30i 7,9 0,11 1.146
BMW X3 xDrive30d 5,2 0,07 692
BMW iX3 17,5 0,05 525

Hier macht das Elektroauto wieder das Rennen, denn wenn man beim BMW das Dieselmodell mit dem E-Modell vergleicht, sind die jährlichen Kosten für Dieselkraftstoff rund 170 Euro höher. Beim Benziner ist der Unterschied sogar erheblich größer. Man muss fast doppelt so viel Geld für Benzin im Jahr ausgeben, als wenn man sich für den iX3 entschieden hätte.

Auch bei einem Kleinwagen wie dem Twingo fällt die Elektroversion positiv auf. Knapp 250 Euro im Jahr kommt man mit der Benzinerversion teurer weg. Je nachdem wie hoch der Verbrauch von Elektroautos ist, kommt man teilweise sogar noch günstiger davon.

3. Die Versicherung

Ein Auto muss versichert werden, egal ob Elektro, Benziner oder Diesel. Bei der Versicherung für Elektroautos sind allerdings noch ein paar zusätzliche Dinge zu beachten, wie beispielsweise der Akku. Um ein Beispiel geben zu können, nehmen wir folgendes für die Versicherung an:

  • Region München
  • Neuwagen (Barzahlung)
  • Alter Fahrzeughalter: 35
  • Hauptsächlich private Nutzung
  • 10.000 Kilometer Laufleistung jährlich
  • Abstellort: Tief- oder Sammelgarage
  • Fahrerkreis: (Ehe-)Partner
  • Zusätzliches Auto versichern
  • Jährliche Zahlung
  • Mit Selbstbeteiligung (SB)
Modell Kfz-
Haftpflicht
Vollkasko
(300 € SB)
Teilkasko
(150 € SB)
Renault Twingo 659 € 305 € 53 €
Renault Twingo Electric 529 € 269 € 38 €
BMW X3 xDrive30i 747 € 840 € 146 €
BMW X3 xDrive30d 669 € 798 € 158 €
BMW iX3 676 € 672 € 133 €

Je nachdem, für welche Versicherung man sich entscheidet, muss ein Elektroauto nicht günstiger sein als ein Verbrennermodell. Wir würden sagen, hier herrscht Gleichstand.

4. Die Kfz-Steuer

Hier erübrigt sich eine Vergleichsrechnung, denn Elektroautos sind bis ins Jahr 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Für Benziner und Diesel hat sich im Gegenteil die Kfz-Steuer ab dem Jahr 2021 deutlich erhöht. Seit der Kfz-Steuer Erhöhung sind Diesel nochmal schlechter gestellt als Benzinmodelle, weshalb ein Elektroauto im Vergleich der Kfz-Steuer klar besser abschneidet.

5. Die Wartungskosten

Auch hier ist ein E-Auto deutlich im Vorteil, denn teure Leistungen wie Ölwechsel, Zündkerzen, Bremsflüssigkeit usw. sind bei einem Elektroauto nicht nötig. Die geringen Wartungskosten beim E-Auto sind auf die geringe Anzahl an Verschleißteilen zurückzuführen.

Somit spart man sich bei den Servicekosten im Jahr auf jeden Fall gut 200 bis 300 Euro.

Was ist günstiger: Diesel oder Elektro?

Aktuell ist ein Elektroauto günstiger als ein Diesel, denn sowohl der Anschaffungspreis ist dank Elektro-Prämie meist geringer, genauso wie die Stromkosten. Einen großen Unterschied macht aber die fehlende Kfz-Steuer beim E-Auto aus, denn ein Diesel kostet aufgrund seiner Emissionen sogar deutlich mehr als ein Benziner.

Wann lohnt sich ein E-Auto?

Ein Elektroauto lohnt sich aufgrund der staatlichen Förderungen aktuell auf ganzer Linie. Nicht nur die Anschaffung, sondern auch das Laden mit einer Wallbox zu Hause wird gefördert. Wer also über einen alternativen Antrieb nachdenkt, der sollte zum E-Auto greifen. Je nachdem, wie viel Sie fahren, ist es natürlich entscheidend, welchen Fahrzeugtyp Sie wählen.

Wenn das Auto aber vor allem zum Pendeln und nicht für Langstrecken verwendet wird, lohnt sich ein E-Auto auf jeden Fall.