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Kosten im Vergleich: Elektroauto, Benziner oder Diesel – was ist günstiger?

02. September 2022 von

Es ist nicht so einfach zu sagen, mit welchem Antrieb man günstiger fährt. Gerade, weil sowohl Sprit- als auch Strompreise aktuell in die Höhe schießen. Ein Elektroauto ist in der Anschaffung teurer als Verbrennermodelle, doch ist es dank staatlicher Förderungen und Steuererleichterungen immer noch eine gute Alternative?

Wir stellen einen Kostenvergleich auf und berücksichtigen dabei den Anschaffungspreis abzüglich Innovationsprämie für E-Autos, die Sprit- bzw. Stromkosten pro gefahrenem Kilometer und im Jahr, die Versicherung an einem angenommenen Beispiel, die Kfz-Steuer und einen durchschnittlichen Preis für anfallende Wartungskosten. Die tatsächlichen Beträge können in der Praxis natürlich abweichen und stellen nur einen Näherungswert dar.

⏰  Kurz zusammengefasst

Wenn Sie schon wissen, welchen Antrieb Sie möchten, dann haben wir hier die top Neuwagen-Modelle für Sie zusammengestellt:

Top Neuwagen-Modelle
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Kostenvergleich: Lohnt sich der Umstieg auf ein E-Auto?

Um einen besseren Vergleich zu haben, werden wir im Folgenden so gut es geht gleichwertige Modelle vergleichen. Den Renault Twingo Intens und den Renault Twingo Electric Intens, sowie den BMW X3 in der Luxury Line, als xDrive30d Dieselmodell mit 286 PS, das Benzinermodell X3 xDrive30i, ebenfalls Luxury Line und den BMW iX3 in der Ausstattung Inspiring mit 286 PS und ähnlicher Ausstattung.

1. Die Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten unterscheiden sich folgendermaßen:

  • X3 xDrive30i Luxury Line: ab 60.500 €
  • X3 xDrive30d Luxury Line: ab 63.500 €
  • iX3 Inspiring: ab 66.300 €

Wie zu erwarten, ist das Elektroauto erstmal teurer in der Anschaffung. Doch nur auf den ersten Blick, denn zieht man die Innovationsprämie ab, die für den iX3 aktuell noch 7.500 Euro beträgt, wendet sich das Blatt. Die Anschaffungskosten für den iX3 liegen dann nur noch bei 58.800 Euro und damit unter dem Preis des Benzinermodells.

Ähnlich sieht es auch im Kleinwagenbereich aus.

  • Twingo Intens: ab 15.190 Euro
  • Twingo Electric Intens: ab 24.690 Euro

Würde man keine Prämie für das E-Auto erhalten, müsste man schon in der Anschaffung über 9.000 Euro mehr bezahlen. Der Twingo Electric erhält aber die Innovationsprämie in voller Höhe, sodass der Kaufpreis nur noch bei 15.690 Euro liegt und somit nur noch minimal teurer als das Benzinermodell. Eigentlich liegen sie preislich gleichauf.

Der teurere Anschaffungspreis für Elektroautos lässt sich hauptsächlich auf den hohen Preis des Lithium-Ionen-Akkus zurückführen, der als teuerster Bestandteil des E-Autos gelten kann. Das E-Auto Akku Recycling ist noch verbesserungswürdig, doch es gibt gute Ansätze.

2. Die Sprit- und Stromkosten

Aufgrund des Ukraine-Kriegs sind aktuell sowohl die Spritkosten, als auch die Strompreise enorm in die Höhe geschossen. Von günstig oder teuer kann eigentlich keine Rede mehr sein – alles ist teuer geworden. Dennoch gibt es noch Unterschiede.

Wenn man aktuell sein Elektroauto zu Hause an einer Wallbox laden will, kostet das zwar weniger, als an einer Schnellladestation. Dennoch sollte man vor dem Kauf eines E-Autos dran denken, dass die Zeiten günstiger Strompreise momentan erstmal vorbei sind. Wir haben aktuelle Beispiele für Sie, welche Tank- bzw. Ladekosten auf Sie zukommen.

Angenommen werden folgende Kriterien:

  • Jährliche Laufleistung: 10.000 Kilometer
  • Preis pro Kilowattstunde: 0,46 €
  • Preis pro Liter Benzin: 2,13 €
  • Preis pro Liter Diesel: 2,20 €
Modell Ø-Verbrauch
[l/100 km |
kWh/100 km]
Kosten pro
km [€]
Kosten pro
Jahr [€]
Renault Twingo 5,0 0,11 1.065
Renault Twingo Electric 16,3 0,08 750
BMW X3 xDrive30i 7,9 0,17 1.683
BMW X3 xDrive30d 5,2 0,11 1.144
BMW iX3 17,5 0,08 805

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2021 sind für alle Antriebsarten die durchschnittlichen Kosten um fast 50 Prozent gestiegen. Dennoch kann man mit dem Elektroauto – vorausgesetzt man lädt es zu Hause – noch ein wenig günstiger fahren. Leider ist noch nicht abzusehen, wie weit der Preis pro Kilowattstunde noch ansteigt.

Momentan sind die jährlichen Kosten für das BMW Benziner-Modell aufgrund des höheren Verbrauchs am teuersten. Doch so viel Unterschied zwischen Strom- und Dieselkosten gibt es nicht mehr.

Auch bei einem Kleinwagen wie dem Twingo fällt die Elektroversion positiv auf. Knapp 250 Euro im Jahr kommt man mit der Benzinerversion teurer weg. Je nachdem wie hoch der Verbrauch von Elektroautos ist, kommt man teilweise sogar noch günstiger davon.

Es ist möglich, sein E-Auto kostenlos aufzuladen. Meistens sind es Einkaufsläden und Baumärkte, die diesen Service zur Verfügung stellen.

3. Die Versicherung

Ein Auto muss versichert werden, egal ob Elektro, Benziner oder Diesel. Bei der Versicherung für Elektroautos sind allerdings noch ein paar zusätzliche Dinge zu beachten, wie beispielsweise der Akku. Um ein Beispiel geben zu können, nehmen wir folgendes für die Versicherung an:

  • Region München
  • Neuwagen (Barzahlung)
  • Alter Fahrzeughalter: 35
  • Hauptsächlich private Nutzung
  • 10.000 Kilometer Laufleistung jährlich
  • Abstellort: Tief- oder Sammelgarage
  • Fahrerkreis: (Ehe-)Partner
  • Zusätzliches Auto versichern
  • Jährliche Zahlung
  • Mit Selbstbeteiligung (SB)
Modell Kfz-
Haftpflicht
Vollkasko
(300 € SB)
Teilkasko
(150 € SB)
Renault Twingo 659 € 305 € 53 €
Renault Twingo Electric 529 € 269 € 38 €
BMW X3 xDrive30i 747 € 840 € 146 €
BMW X3 xDrive30d 669 € 798 € 158 €
BMW iX3 676 € 672 € 133 €

Je nachdem, für welche Versicherung man sich entscheidet, muss ein Elektroauto nicht günstiger sein als ein Verbrennermodell. Wir würden sagen, hier herrscht Gleichstand.

4. Die Kfz-Steuer

Hier erübrigt sich eine Vergleichsrechnung, denn Elektroautos sind bis ins Jahr 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Für Benziner und Diesel hat sich im Gegenteil die Kfz-Steuer seit dem Jahr 2021 deutlich erhöht. Seit der Kfz-Steuer Erhöhung sind Diesel nochmal schlechter gestellt als Benzinmodelle. Das sollte man auch berücksichtigen, wenn man ein Diesel-Leasing in Betracht zieht. Im Vergleich der Kfz-Steuer schneiden Elektroautos deshalb klar besser ab.

5. Elektroauto Wartungskosten Vergleich

Auch hier ist ein E-Auto deutlich im Vorteil, denn teure Leistungen wie Ölwechsel, Zündkerzen, Bremsflüssigkeit usw. sind bei einem Elektroauto nicht nötig. Die geringen Wartungskosten beim E-Auto sind auf die geringe Anzahl an Verschleißteilen zurückzuführen.

Somit spart man sich bei den Servicekosten im Jahr auf jeden Fall gut 200 bis 300 Euro.

Lohnt sich ein Verbrennugsmotor noch?

Trotz der explodierenden Spritpreise lohnt sich ein Verbrennungsmotor momentan vor allem dann, wenn Sie häufig lange Strecken fahren müssen. Wenn Sie Tipps zum Sprit sparen beherzigen, dann können Sie die Kosten in Grenzen halten. Auf Dauer ist aber durchaus darüber nachzudenken, ob der Umstieg auf ein E-Auto sinnvoll ist.

Was ist günstiger: Diesel oder Elektro?

Aktuell ist ein Elektroauto noch günstiger als ein Diesel, denn sowohl der Anschaffungspreis ist dank Elektro-Prämie meist geringer, genauso wie die Stromkosten. Einen großen Unterschied macht aber die fehlende Kfz-Steuer beim E-Auto aus, denn ein Diesel kostet aufgrund seiner Emissionen sogar deutlich mehr als ein Benziner.

Je nachdem wie sich die Strom- und Dieselpreise noch entwickeln, kann sich das aber jederzeit ändern.

Elektroauto oder Benziner?

Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Fahren eines Elektroautos aufgrund des – zwar ab 2023 reduzierten – Umweltbonus, momentan im Vergleich noch günstigerer Strompreise und fehlender Kfz-Steuer noch günstiger als ein Benziner. Je nachdem, wie sich die Preise für E-Autos oder auch die Spritpreise entwickeln, kann sich das aber schnell ändern.

Ab wie vielen Kilometern lohnt sich ein E-Auto?

Ein Elektroauto lohnt sich aufgrund der staatlichen Förderungen und anderer Subventionen momentan immer noch. Gerade, wenn man das E-Auto nur auf Kurzstrecken nutzt, und im Stadtverkehr unterwegs ist, macht ein Elektroauto durchaus Sinn.Wer also über einen alternativen Antrieb nachdenkt, der sollte zum E-Auto greifen. Je nachdem, wie viel Sie fahren, ist es natürlich entscheidend, welchen Fahrzeugtyp Sie wählen.