Der richtige Reifendruck beim Auto – alles Wichtige zum Thema

17. Dezember 2021 von

Der richtige Reifendruck ist nicht nur wichtig, um sicher unterwegs zu sein, sondern hat auch noch den Vorteil, dass man Sprit spart und die Reifen schont. Wir zeigen Ihnen, auf was man achten muss und wie Sie den richtigen Reifendruck für Ihr Fahrzeug finden.

⏰  Kurz zusammengefasst

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Wie messe ich den Reifendruck beim Auto?

Tendenziell messen Autofahrende den Reifendruck viel zu selten – oder überprüfen Sie den Druck alle 14 Tage? Ja, so oft sollte man seine Reifen überprüfen, denn der Druck kann schneller entweichen als man denkt. Planen Sie einfach regelmäßig bei Tankstopps ein paar Minuten mehr ein. Messgeräte finden sich an den meisten Tankstellen und sind auch oftmals kostenlos zu nutzen.

Besonders wichtig ist es den Reifendruck nach dem Wechsel auf Winterreifen oder natürlich auch umgekehrt zu prüfen. Durch die lange Lagerung der Reifen ist meist eine Menge Luft entwichen. Um den Reifendruck richtig checken zu können, sollten Sie erstmal ein paar Kilometer fahren. Außerdem macht es Sinn, dass die Außentemperatur – wenn möglich – um die 20 Grad beträgt.

So messen Sie den Reifendruck richtig:

  • Ventilkappen abschrauben
  • Stecker des Messgeräts anstecken
  • Wenn Zischgeräusch nicht verschwindet, sitzt der Stecker falsch
  • Druck auf Anzeige des Geräts ablesen
  • Mit Plus- und Minusreglern Luftmenge ein- oder ablassen
  • Auf richtigen Reifendruck je nach Beladung achten

Wenn Sie das Auto für eine Urlaubsfahrt voll beladen, dann muss der Reifendruck entsprechend angepasst werden. Ansonsten sollte im Alltag ein Druckwert ausreichen. Und nicht vergessen: Jeder Reifen möchte geprüft werden – auch das Ersatzrad, falls vorhanden.

Was ist der richtige Reifendruck beim Auto?

Als optimal gilt bei Pkws ein Reifendruck von ungefähr 2,5 Bar. Es gibt allerdings verschiedene Werte je nach Reifen- und Autoherstellern, auf die man im besten Fall achten sollte. Damit Sie den richtigen Reifendruck genau für Ihr Fahrzeug finden, sollten Sie sich in der Reifendrucktabelle informieren. Dort finden Sie auch den Druck, bei hoher Ladung oder vielen Mitfahrenden.

In jeder Betriebsanleitung eines Pkws finden Sie unter der Kategorie Reifen eine entsprechende Tabelle, an der Sie sich orientieren sollten. Vorder- und Hinterreifen weisen meist nicht den gleichen Druck auf, auch das ist normal.

Der richtige Reifendruck im Winter

Der Reifendruck fällt bei Kälte ab, deshalb ist das Messen des Drucks im Winter erst recht wichtig. Das Abfallen des Drucks kommt deshalb zustande, weil sich Stoffe bei Kälte zusammenziehen. Wenn man im Winter bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen unterwegs ist, dann macht es sogar Sinn, dass der Reifendruck ein wenig geringer ist als angegeben. Das führt dazu, dass die Auflagefläche des Reifens breiter ist und er mehr Grip hat, was die Gefahr wegzurutschen etwas verringern kann.

Was passiert bei falschem Reifendruck?

Wenn der Druck im Reifen nicht passt, dann merkt man das beim Fahren schnell. Vor allem, wenn der Reifendruck zu niedrig ist, ist kein sicheres Fahrverhalten mehr gegeben. Das Fahrzeug verhält sich instabil und zu niedriger Druck kann im schlimmsten Fall auch zu einem Reifenplatzer führen. Schwammiges Fahren und ein unruhiges Heck sind außerdem Anhaltspunkte für zu wenig Luft. Auch der Bremsweg wird länger, wenn der Reifen nicht richtig befüllt ist. Wenn erheblich zu wenig Druck vorhanden ist, kann es sogar sein, dass das ESP eingreift – das ist dann die letzte Warnung Ihren Reifendruck zu kontrollieren.

Neben der Sicherheit erhöht sich auch der Inhalt Ihres Geldbeutels, wenn Sie auf den richtigen Druck achten. Denn wenn zu wenig Luft im Reifen ist, erhöht sich der Spritverbrauch und auch der Reifenverschleiß steigt an. Somit benötigen Sie deutlich früher wieder Benzin und schneller neue Reifen, was nicht gerade wenig Kosten verursacht.

Sollten Sie versehentlich zu viel Luft in den Reifen gepumpt haben, dann ist dies weniger schlimm als zu wenig Druck. Zu hoch sollte die Abweichung vom empfohlenen Reifendruck aber auch nicht sein. Wenn 0,2 bis 0,3 Bar mehr eingefüllt wurden, ist das aber kein Problem.

Gefährlich wird es aber auch hier, wenn deutlich zu viel Druck im Reifen ist. Denn die Auflagefläche wird verringert und man hat weniger Grip auf der Straße. Das kann zu schnell durchdrehenden Reifen führen, vor allem, wenn die Straße nass ist. Bei dauerhaft zu hohem Luftdruck wird außerdem das Reifenprofil ungleichmäßig abgefahren und der Reifen muss früher ersetzt werden als eigentlich nötig wäre.

Reifengas – was ist das, und ist es sinnvoll?

Ein Reifen kann neben Druckluft auch mit Stickstoff, dem sogenannten Reifengas befüllt werden. Reifengas wird eigentlich dann eingesetzt, wenn die Reifen hohen Belastungen standhalten müssen und damit mehr Sicherheit erforderlich ist. Bei Rennwagen, Gefahrguttransporten oder Flugzeugen wird beispielsweise Reifengas verwendet.

Will man die Reifen seines normalen Autos mit Reifengas befüllen lassen, kostet das zwischen 10 und 20 Euro für alle vier Reifen. Die Vorteile sollen sein, dass der Druck konstant bleibt und die Luft länger im Reifen verbleibt. Allerdings lohnt es sich nicht – die Gründe sind folgende:

  • Korrigieren des Drucks an Tankstelle geht nur mit normaler Luft
  • Auch normale Luft hat hohen Stickstoffgehalt
  • Bei normalem Einsatz des Fahrzeugs fallen Vorteile kaum auf
  • Reifengas entweicht auch – lediglich geringer Unterschied

Was bewirkt ein Reifendruck-Kontrollsystem?

Eine sehr sinnvolle Assistenzeinrichtung ist seit Ende 2014 für jeden neu zugelassenen Wagen Pflicht. Die Rede ist vom Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS). Solche Systeme können von Hersteller zu Hersteller anders sein, doch eines haben sie immer gemeinsam: Sie warnen den Fahrenden, wenn der Reifendruck nicht in Ordnung ist.

Es gibt einmal direkte Systeme. Hier sind an allen Reifen Drucksensoren angebracht, die dann erkennen, ob ein Reifen zu wenig oder zu viel Luft hat. Die indirekten Systeme können den Druck über die ABS- oder ESP-Sensoren erkennen, die ebenfalls an den Reifen angebracht sind. Wenn ein Warnsignal ertönt, dann ist es auf jeden Fall Zeit, den Druck zu prüfen.

Der Nachteil von direkten Systemen ist, dass bei jedem Reifenwechsel die Sensoren wieder angebracht werden müssen. Das macht den Reifenwechsel relativ aufwändig und auch teuer, denn je Sensor kann man zusätzlich zum Reifenwechsel nochmal 50 Euro rechnen.

Egal ob Sie einen Neuwagen mit Reifendruck-Kontrollsystem oder ein älteres Modell ohne dieses Assistenzsystem haben, eine regelmäßige Kontrolle durch Sie selbst ersetzt das System nicht.