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Renault Twingo Test

Kleiner Flitzer macht Lust auf einen Stadtbummel

0/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Wendiger Stadtflitzer
  • Gutes Platzangebot
  • Niedriger Einstiegspreis
  • Kleiner Kofferraum
  • Fahrleistungen (Einstiegsmotor)
  • Hohe Ladekante

9.990 € - 16.990 € Preisklasse

4 Sitze

4,7 - 5,8 l/100km

Test

Im Prinzip ist der Renault Twingo heute der Mercedes unter den Kleinwagen. Als er 1992 in Paris zum ersten Mal präsentiert wurde, war er Kult. Die zweite Auflage hingegen wirkte etwas zu brav und langweilig. Seit 2014 jedoch, als die dritte Generation des Twingo zur Welt kam, vereint er Pfiff und Vernunft in einem.

Pfiff, weil der Twingo das bietet, was keiner der Konkurrenten wie der Seat Mii oder der VW Up zu bieten hat: Einen Heckmotor. Und Vernunft, genau wegen dem Heckmotor. Denn verschwindet der Motor im Heck, steht im Innenraum mehr Platz für die Passagiere zur Verfügung.

Für nur 3,60 Meter Länge sitzt man im Twingo erstaunlich komfortabel. Dem Kofferraum tut die Unterbringung des Motors im Heck dagegen nicht gut. Er fällt mit nur 188 Liter Volumen ziemlich mickrig aus.

Durch den Antrieb über der Hinterachse aber wird andererseits jedoch das Handling gepimpt. Eine Tonne Gesamtgewicht und die bis zu 109 PS starken Dreizylinder sorgen dafür, dass man im aktuellen Twingo so spielerisch um die Kurven saust wie in keinem zuvor.

Ordentlich Platz fürs Format, mehr Fahrspaß als üblich und das zum vernünftigen Preis, all das bietet der smarte Franzose. Warum ihn das zum Mercedes unter den Kleinwagen macht, das erfahren Sie später.

Obwohl kürzer als in Generation zwei, bietet der aktuelle Twingo im Innenraum mehr Platz. Allerdings nicht im Kofferraum.

Das Interieur

Der Motor im Heck und der relativ lange Radstand schaffen Platz im Innenraum. Das spürt man auf den Vordersitzen, aber noch deutlicher auf der Rückbank. Hier hat man deutlich mehr Platz, als man es von einem 3,60-Meter-Kleinwagen erwarten würde.

So sitzen hier sogar Erwachsene -natürlich abhängig von den Insassen in der ersten Reihe- gut. Auch der Einstieg in den Fond klappt wegen der serienmäßigen vier Türen problemlos.

Das Interieur des kompakten, aber nicht kleinen Viersitzers ist nicht nur pfiffig, sondern auch praktisch. Unter der Rückbank befindet sich ein großes Staufach, in den Türen sitzen geräumige Taschen und die Lehne des Beifahrersitzes ist umklappbar.

Mehr als günstiges Hartplastik darf man in einem preiswerten Kleinwagen nicht erwarten. Auch so manche Anzeige, wie etwa die Uhrzeit und die Außentemperatur, wurde im Cockpit eingespart. Der Tachometer ist dagegen gut abzulesen und die Bedienung einfach.

Der Kofferraum

Der Motor unter dem Kofferraumboden raubt Kofferraumvolumen. Nur 188 Liter schluckt die Gepäckabteilung. Das entspricht von der Stellfläche ungefähr zwei Getränkekästen. Neigt man die Lehne der Rücksitze nach vorne, ist es mit 219 Liter ein Hauch mehr.

Wird die Lehne in die Horizontale gelegt, dürfen 980 Liter eingeladen werden. Dass dann jedoch eine hohe Ladekante im Weg steht, hat wieder mit dem Platz raubenden Motor zu tun. Die Gepäckraumabdeckung wirkt dabei leider, wieder zusammenhängend mit dem günstigen Preis, ein wenig billig.

Mit 3,60 Metern hat man in der City die besten Chancen auf einen Parkplatz. Wenn es richtig eng wird, ist das im Twingo kein Grund zur Sorge: Sein Wendekreis gehört unter allen Viertürern zu den kleinsten.

Mit rund achteinhalb Metern und der gut einsehbaren Schnauze wendet man den kleinen Franzosen auf einer Straßenbreite. Die Lenkung arbeitet sehr leichtgängig und genauso flott packt die Bremse im Twingo zu.

Einfach haben es die Bremsbacken, denn ein Twingo gehört mit 939 bis 1.103 Kilogramm zu den Leichtgewichten. Auch deshalb macht das Fahren Spaß. Mit dem Einstiegsmotor in der Stadt und im Twingo GT auf der Landstraße.

Bei wenig Gewicht haben es auch die Motoren leicht. Drei stehen zur Wahl, die entweder mit einer manuellen Fünf- oder Sechsgangschaltung oder einem Doppelkupplungsgetriebe (EDC) die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernehmen.

Die Benziner

In der Zielgruppe der Kleinwagen-Fahrer interessiert sich kaum jemand für einen Dieselmotor, also bietet Renault als Hersteller von automobiler Massenware keinen an. Im Twingo kommen ausschließlich Dreizylinderbenziner zum Einsatz.

Der schwächste Dreier leistet ohne oder mit Start-Stop-System 69 oder 71 PS und eignet sich damit hervorragend für die Stadt. Mit den 14,5 Sekunden, die von 0 auf 100 km/h vergehen, und der Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h geht dem Einstiegsmotor auf der Autobahn aber schnell die Luft aus.

Mit den 90 PS, die mit sechs Gängen verwaltet werden, ist man schon souveräner unterwegs. Der knurrige, bei viel Drehzahl gut hörbare Dreier haucht der Fuhre einfach mehr Leben ein. Mit 165 km/h geht es nach vorne und die Tachonadel zeigt die 100er-Marke bereits nach 10,8 Sekunden an.

Das gelingt dem Twingo TCe 110 mit seinen 109 PS noch flotter. Die Wuchtbrumme unter den Twingos knackt die Markierung in 9,6 Sekunden und fegt mit dem 898-Kubik-Turbomotörchen mit 182 km/h über die Straße.

Positiv: Der Verbrauch liegt mit rund sechs Litern Kraftstoff in der Praxis kaum über dem der schwächeren Dreizylinder. Weniger positiv: Bei diesem Motor muss man teures Super Plus in den 35-Liter-Tank füllen.

Bei einem Aufprall werden die Insassen im Twingo von zwei Adaptiv-Airbags für Fahrer und Beifahrer und zwei Kopf-Thorax-Seitenairbags in den Vordersitzen geschützt. Ebenso gehören das ESP, das ABS und der Bremsassistent zur Serienausstattung.

Nebelscheinwerfer zählen erst ab dem zweiten Ausstattungslevel Limited zur Ausstattung und der Licht- und Regensensor, der Spurhalte-Warner mit automatischer Abblendlichtaktivierung sind dagegen ab dem dritten Level Intens inbegriffen.

Die Rücksitze sind mit dem ISOFIX-Befestigungssystem für Kindersitze ausgestattet. In den drei Ausstattungsversionen Limited, GT und La Parisienne gilt dies auch für den Beifahrersitz.

Im ADAC-Bremstest kam der Twingo TCe 90 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach unterdurchschnittlichen 37,7 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit nur vier von maximal fünf erreichbaren Sternen bewertet.

Für den Twingo stehen insgesamt fünf Ausstattungslinien zur Auswahl.

Das Einstiegsmodell heißt Life. Es rollt auf 15-Zoll-Rädern und hat einige hilfreiche Dinge mit an Bord: Die umklappbare Beifahrersitzlehne, den Bordcomputer, die Berganfahrhilfe und die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Eine Klimaanlage fehlt allerdings.

Im Limited ist eine manuelle Klimaanlage inklusive und zusätzlich vorne elektrische Fensterheber, ein Lederlenkrad, die geteilt umklappbare Rückbanklehne, das Audiosystem R&GO und eine Smartphone-Halterung mit USB-Anschluss. Zudem sind das Lenkrad und der Fahrersitz höhenverstellbar.

Im Intens lässt sich die Beifahrersitzlehne mit einem Handgriff umklappen. Die Außenspiegel sind elektrisch einstell- und beheizbar, ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer inklusive und bei Nebel sieht man mehr, da die Nebelscheinwerfer mit zur Serienausstattung gehören.

Der GT ist mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern und sportiven Karosserieanbauteilen der sportlichste Twingo, und obendrein gut ausgestattet. Hier gehören die Klimaautomatik, die Parksensoren hinten, die Nebelscheinwerfer mit Kurvenlicht und der Licht- und Regensensor mit zum Paket.

Man sitzt auf mit Stoff und Textilleder bezogenen Sitzen hinter dunkel abgetönten Seitenscheiben.

Die Ausstattungslinie La Parisienne unterscheidet sich gegenüber dem Intens mit ihrem eleganteren Auftritt. Dieser beinhaltet eine Stoffpolsterung im schwarz-grünen Karo-Design mit Sitzwangen in Lederoptik und 16-Zoll-Leichtmetallrädern mit Nabenabdeckungen in Pistazien-Grün, sowie Anbauteilen in Wagenfarbe und in Hochglanz-Schwarz.

Wie im GT gehören auch hier die Klimaautomatik, die Nebelscheinwerfer mit Kurvenlicht, der Licht- und Regensensor und die dunkel abgetönten hinteren Scheiben mit zum Lieferumfang.

Das Extra, das schon den ersten Twingo zu etwas Besonderem machte, steht auch im aktuellen Twingo im Angebot: Das Faltschiebedach. Das aus wetter- und UV-Licht-beständigem Vinylstoff gefertigte Softdach öffnet sich heute sogar elektrisch. Für den La Parisienne gibt es das Faltschiebedach auch im Karo-Design.

Und die Konnektivität? Man wählt zwischen zwei Multimediasystemen. Am Autoradio mit R&GO-App lässt sich das Smartphone via Bluetooth andocken. Auf diesem Weg holt man sich die Navigation mit an Bord. Beim R-Link handelt es sich dagegen um ein im Fahrzeug integriertes Infotainmentsystem mit Online-Anbindung.

Zusammenfassung

Und was macht den Twingo zum Mercedes unter den Kleinwagen? Die dritte Generation des Twingo teilt sich die Plattform und die Technik mit dem Smart Forfour. Smart gehört zum Mercedes-Konzern.

Deshalb fährt der Twingo wie ein Smart mit Heckmotor. Das macht ihn so wendig und sorgt für ein gutes Platzangebot. Den kleinen Kofferraum mit hoher Ladekante muss man bei dem Konzept in Kauf nehmen.

Der Kauf ist aber einer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Renault Twingo ist preiswerter als ein Smart Forfour. Günstiger als im Twingo kann man also nicht Mercedes fahren.

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