Das Kfz zieht mit um: Auto ummelden nach dem Umzug

09. Mai 2022 von

Sie sind kürzlich umgezogen, haben allerdings ein etwas flaues Gefühl in der Magengrube. Irgendetwas haben Sie vergessen, aber was, ist Ihnen noch unklar. Wo bleibt eigentlich der Strafzettel, den Sie sich vor drei Wochen eingehandelt haben, weil Sie zu schnell gefahren sind? Der Blitzer hatte doch eindeutig ausgelöst… Da bemerken Sie, dass Sie Ihr Auto noch nicht umgemeldet haben.

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Auto nach Umzug ummelden ist Pflicht

Seine Strafzettel postalisch erhalten und bezahlen ist sicherlich nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung eines jeden Autofahrenden, aber gesetzlich Pflicht – genauso wie das Ummelden des Autos infolge eines Wohnortwechsels. Egal, ob Sie innerhalb desselben Zulassungsbezirkes oder in einen anderen Zulassungsbezirk umziehen, der Deutsche Staat schreibt vor, dass das Fahrzeug auf der zuständigen Behörde umgemeldet werden muss.

Konkret bedeutet das: Haben Sie ihr Domizil innerhalb des gleichen Zulassungsbezirkes (also gleiche Stadt, gleicher Kreis usw.) gewechselt, kann es unter Umständen sein, dass Ihnen der Gang auf die Kfz-Zulassungsstelle erspart bleibt – Sie dürfen Ihre Kennzeichen entsprechend behalten und können die Eintragung der neuen Meldeadresse im Fahrzeugschein in einigen Fällen auch im Bürgeramt vornehmen lassen.

Wenn Sie im Zuge Ihres Umzuges auch den Zulassungsbezirk ändern, müssen Sie sich auf der Zulassungsbehörde mitsamt allen benötigten Papieren vorstellen. Alternativ steht es Ihnen auch frei, den elektronischen Ummeldeservice des Bundes, i-Kfz, zu nutzen. Für die Nutzung des Onlineportals müssen Sie sich allerdings als würdig erweisen, indem Sie über einen neuen Personalausweis mit aktiver Online-Ausweisefunktion namens eID, ein Kartenlesegerät sowie die Ausweis App2 verfügen.

Was ist vor dem Termin auf der Kfz-Meldestelle zu tun?

Ein zentraler Tipp: Besorgen Sie alle nötigen Papiere und legen Sie sie gebündelt in einen Ordner, eine Klarsichtfolie oder in einen A4-Versandumschlag. So haben Sie alles, was Sie für die Ummeldung brauchen, direkt griffbereit und müssen nicht an tausend Stellen herumsuchen, wenn Sie auf der Zulassungsstelle sind.

Entscheiden Sie sich zudem, ob Sie Ihre Kennzeichen gerne behalten oder doch lieber wechseln wollen. Denn wenn Sie Ihren Wagen mit frischen Kennzeichen versehen wollen, sollten Sie sich am besten die neuen Kennzeichen bereits ausstellen lassen und mit auf die Behörde bringen. Ob Ihr Wunschkennzeichen noch frei ist, erfahren Sie in der Regel auf entsprechenden Webseiten der Städte, Gemeinden oder Kreise, wo Sie das Kennzeichen direkt reservieren lassen können.

Beachten Sie jedoch: Sowohl die Reservierung, als auch die Beantragung des Wunschkennzeichens kosten extra – natürlich müssen Sie dabei nicht um die Dicke Ihres Geldbeutels fürchten, wer aber etwas Kosten sparen möchte, darf seine Kennzeichen vom ehemaligen Wohnsitz behalten. Aber Obacht: Für eine frische Feinstaubplakette, die bei einem Kennzeichenwechsel nötig wird, verlangen die Behörden obendrein nochmals 5 bis 10 Euro.

Kosten lassen sich natürlich auch an anderer Stelle sparen: zum Beispiel an der Zapfsäule! Mit einigen Tipps und Tricks können Sie Ihren Spritverbrauch vermindern.

Welche Dokumente und Papiere werden zum Ummelden benötigt?

Wie auf Ämtern üblich, benötigen Sie – wie auch beim Abmelden eines Autos – auch bei der Kfz-Ummeldung einige Dokumente. Hier sehen Sie eine Auflistung aller für die Ummeldung unerlässlichen Unterlagen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, Fahrzeugschein
  • Zulassungsbescheinigung Teil II, Fahrzeugbrief
  • gültiger Personalausweis (alternativ: Pass mit aktueller Meldebescheinigung)
  • Nachweis über gültige Hauptuntersuchung (HU) von DEKRA, TÜV etc.
  • Prüfbescheinigung der letzten Abgasuntersuchung (AU)
  • ausgefülltes SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer (auf den Webseiten der zuständigen Zulassungsbehörde abrufbar)
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) (Erhalt bei Ihrer Kfz-Versicherung)
  • neue Kennzeichen, wenn erwünscht

Einen Termin auf der Kfz-Zulassungsstelle erhalten Sie übrigens in der Regel per Online-Kalender oder telefonisch. Sollte Ihnen ein persönliches Erscheinen auf der Behörde nicht gelingen, können Sie eine Person Ihres Vertrauens mit einer Kopie Ihres Ausweises und einer schriftlichen Vollmacht ausstatten – wenn der oder die Vertraute dann noch seinen oder ihren eigenen Pass dabei hat, steht der Kfz-Ummeldung durch die bevollmächtigte Person nichts mehr im Wege.

Bis wann sollte ich mein Auto umgemeldet haben?

Natürlich müssen Sie Ihr Auto innerhalb einer gewissen Zeitspanne nach dem Umzug ummelden – Sie wollen ja auch weiterhin Ihre Strafzettel bezahlen können, nicht wahr? Spaß beiseite – von Seiten des Gesetzgebers heißt es, das Fahrzeug müsse “unverzüglich” umgemeldet werden. Unverzüglich ist zwar nicht wirklich ein dehnbarer Begriff, aber eine genaue Angabe wird daraus auch nicht ersichtlich.

Angemessen erscheint für die Kfz-Ummeldung ein Zeitfenster von maximal einem Monat nach dem Umzug. Bevor Sie auf der Zulassungsstelle antanzen, sollten Sie bereits Ihren Wohnsitz auf dem Bürgeramt umgemeldet haben, damit Ihre neue Adresse aus Ihrem Ausweisdokument ersichtlich ist. Wer länger als einen Monat für die Kfz-Ummeldung braucht, riskiert zum Teil äußerst hohe Bußgelder.