Reifenwechsel: Anleitung, Tipps und beste Zeit

18. Oktober 2022 von

Nach dem Winter und nach dem Sommer heißt es für Autobesitzer Reifen wechseln. Doch jedes Jahr ist man wieder unsicher, wann der richtige Zeitpunkt zum Wechseln ist. Soll man selbst Hand anlegen oder in die Werkstatt fahren? Wir sagen Ihnen, wann Sie am besten von Sommer- auf Winterreifen wechseln und umgekehrt und was die Vor- und Nachteile beim Reifenwechsel zu Hause sind.

Kurz zusammengefasst

Wenn Sie erstmal ein neues Auto brauchen, bei dem Sie sich dann über den Reifenwechsel Gedanken machen können, haben wir hier die top Neuwagen-Modelle für Sie:

Top Neuwagen-Modelle
Modell Angebote ab
Skoda Enyaq iV 33.657 € Angebote vergleichen
Dacia Spring 15.897 € Angebote vergleichen
VW T-Cross 21.860 € Angebote vergleichen
Kia Sportage 25.208 € Angebote vergleichen
Cupra Born 30.665 € Angebote vergleichen

Es gibt Arbeiten, die macht man nicht gerne, doch man kommt nicht an ihnen vorbei – so geht es den meisten mit dem Reifenwechsel. Wenn sich Sommer und Winter dem Ende zuneigen, verlangt das Auto nach anderen Reifen. Ein genaues Datum lässt sich nicht festmachen, aber einen Anhaltspunkt gibt es dennoch.

Wann am besten Reifen wechseln?

  • Von O bis O
  • Je nach Region unterschiedlich
  • Besser nicht zu früh wechseln

Der altbekannte Rat, mit den Winterreifen von Oktober bis Ostern zu fahren, stimmt immer noch. Allerdings variiert je nach Region der Zeitpunkt. Kann es im Süden Deutschlands auch Anfang Oktober vor allem nachts schon zu frostigen Temperaturen kommen, wird man im Norden meist bis Ende Oktober warten können. Genauso ist es auch mit Ostern, denn je nachdem wie Ostern im jeweiligen Jahr liegt, kann es sein, dass der Boden noch von Schnee und Frost überzogen ist. Am besten, Sie hören den aktuellen Wetterbericht und richten sich nach den Vorhersagen.

Wer aber sicher mit dem Auto durch den Herbst kommen und einer Schleudergefahr entgegenwirken will, sollte auf jeden Fall nicht zu lange warten, wenn es Zeit für Winterreifen ist.

Zu frühes Wechseln ist für die Reifen und auch die eigene Sicherheit genauso ungünstig, wie ein zu später Wechsel. Das liegt an der unterschiedlichen Beschaffenheit von Sommer- und Winterreifen, die Sie auf jeden Fall vor jedem Wechsel genau auf Schäden untersuchen sollten.

Reifenwechsel selber machen – Schritt für Schritt

Wer sich dafür entscheidet, das Reifenwechseln selbst in die Hand zu nehmen, der sollte sich Zeit nehmen und einige Dinge beachten. Wir haben eine kurze Reifenwechsel-Anleitung für Sie:

  1. Lösen Sie die Radschrauben ein wenig
  2. Bocken Sie den Wagen mithilfe eines Wagenhebers auf und drehen Sie die Schrauben vollständig heraus
  3. Nehmen Sie den Reifen ab, beschriften Sie ihn, z. B. mit VL für vorne links
  4. Stecken Sie den neuen Reifen auf, setzen Sie die Schrauben ein und ziehen Sie diese leicht an
  5. Senken Sie den Wagen leicht ab, sodass das Rad blockiert
  6. Ziehen Sie das Rad mit einem Drehmomentschlüssel fest

Achten Sie darauf, dass Sie die abgenommenen Reifen am besten vor dem Einlagern ein wenig vom Dreck der letzten Monate befreien und sie optional mit Reifenspray einsprühen. Das verhindert Rost und macht den Reifen geschmeidiger, sodass er nicht vorzeitig Risse bekommt und ausgetauscht werden muss.

Außerdem ist es wichtig, die Reifen zu beschriften, denn aufgrund der Laufrichtung ist es nicht möglich, die Reifen beliebig aufzuziehen. So stehen Sie im nächsten Jahr nicht vor der Frage, welcher Reifen an welche Stelle gehört. Und als letzten Schritt sollten Sie den Reifendruck prüfen, damit Sie sicher unterwegs sind.

Wie lange so ein Reifenwechsel auf eigene Faust dauert, hängt natürlich ganz von Ihren Fertigkeiten und Ihrer Geschwindigkeit ab. Anfänger:innen werden wohl etwas mehr Zeit als Fortgeschrittene einplanen müssen. Das Gesamtpaket für alle vier Reifen als Beginner:in werden Sie in etwa einer Stunde erledigen können, flinkere Finger können auch nur eine halbe Stunde brauchen.

Reifenwechsel in der Werkstatt

Wer nicht das passende Werkzeug zu Hause hat oder sich einfach nicht die Hände schmutzig machen möchte, der hat natürlich die Möglichkeit, sein Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen. Das kostet Geld und wer nicht früh genug einen Termin vereinbart hat, wird sich mit vielen Reifenwechsel-Kunden um die freien Termine streiten müssen.

Doch es gibt natürlich auch Vorteile, die ein Werkstattbesuch mit sich bringt. Dazu gehört, dass die Räder nach dem Wechseln ausgewuchtet werden können, was das Fahrverhalten verbessert und die Sicherheit erhöht. Außerdem wirft der Kfz-Mechatroniker einen Blick auf die Bremsen und kann hier ebenfalls Rückmeldung zum Zustand geben. Außerdem ist es möglich, die Reifen bis zum nächsten Wechsel einlagern zu lassen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn man zuhause an Platzmangel leidet.

Reifenwechsel Kosten

Wie so oft heißt es auch beim Reifenwechsel: Wer’s selber macht, spart bares Geld. Wenn Sie Ihre Schlappen also in Eigenarbeit austauschen, sparen Sie sich die Kosten für den Service in der Werkstatt. Ob Sie das Geld in die Hand nehmen, um Ihre Reifen einlagern zu lassen, ist hingegen eine Frage des Platzes und des Aufwandes.

Erscheint Ihnen der Gummitausch angesichts einer fehlenden Hebebühne oder eines gebrechlichen Rückens zu kompliziert, gehen Sie lieber zum Spezialisten. Was für einen Reifenwechsel-Service zu bezahlen ist, hängt von der Werkstatt ab. 40 Euro kann ein Reifenwechsel aber gut und gerne kosten. Das Einlagern schlägt mit gut 30 Euro zu Buche.