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Rutschgefahr: Was tun bei Aquaplaning?

21. Dezember 2022 von

Wenn es mal wieder so richtig schüttet, wird es gefährlich auf der Straße. Nicht nur die verschlechterte Sicht erschwert das Autofahren, auch die Aquaplaning-Gefahr steigt. Wir verraten, wie Sie sich verhalten sollten, um das Schlimmste zu verhindern.

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Was ist Aquaplaning?

Starker Regen sorgt für eine nasse Fahrbahn. Vor allem Teer ist sehr porendicht und lässt das Wasser nur schwer versickern. Gerade in Kuhlen oder Senken auf der Fahrbahn kann es daher zu Pfützen kommen. Unter Aquaplaning wird das Aufschwimmen des Autoreifens auf der nassen Fahrbahn, vor allem auch auf Pfützen, verstanden.

Die große Menge an Wasser kann vom Auto nicht mehr verdrängt werden, wodurch der Wagen regelrecht auf der Straße zu schwimmen beginnt.

Was ist zu tun, wenn es zu Aquaplaning kommt?

Folgende Tipps und Handlungsanweisungen sind beim Aquaplaning besonders wichtig:

  • Ruhe bewahren.
  • Lenkrad mit beiden Händen gerade halten.
  • Lenken und hektische Fahrmanöver vermeiden.
  • Nicht stark bremsen.
  • Nicht beschleunigen (Fuß vorsichtig vom Gas nehmen).
  • Fahrzeug auskuppeln (bei Automatik auf N schalten) und rollen lassen.
  • Warten, bis die Reifen wieder Kontakt zur Fahrbahn bekommen.

Tipps, um Aquaplaning vorzubeugen

Damit Sie sicher durch das Regenwetter manövrieren können und – wenn möglich – gar nicht erst ins Aquaplaning geraten, geben wir Ihnen hier ein paar zentrale Tipps zur Vorbeugung an die Hand:

  • Geschwindigkeit verringern. Je langsamer Sie fahren, desto sicherer sind Sie unterwegs. Auf der Autobahn bieten sich etwa 80 km/h an.
  • Abblendlicht einschalten.
  • Geschwindigkeit der Scheibenwischer an die Sichtverhältnisse anpassen.
  • Versetzt zu den Spurrillen fahren.
  • Weiten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten.

Auch schon zuhause können Sie Vorkehrungen treffen:

Wie erkenne ich Aquaplaning?

An den folgenden Merkmalen können Sie Aquaplaning in der Regel erkennen:

  • Straßenbeschaffenheit im Auge behalten: Senken, Kurven, Unterführungen und Spurrillen begünstigen Aquaplaning.
  • Sichtbarkeit prüfen: Wenn die Fahrspur nicht mehr zu erkennen ist und der Scheibenwischer am Rotieren ist, sind die Chancen für Aquaplaning hoch.
  • Vorausfahrende Autos beobachten: Sind Gischt- und Wasserschwalle an den Reifen zu sehen?
  • Halten Sie die Ohren steif: Beim eigenen Wagen kündigt sich Aquaplaning durch ein recht lautes Geräusch im Kotflügelbereich an.
  • In das Lenkrad fühlen: Eine auffällig leichtgängige Lenkung kann ein Zeichen dafür sein, dass Sie schon längst im Aquaplaning stecken.
  • Kontrollleuchten beachten, insbesondere die für das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP).
  • Plötzlich ansteigende Motordrehzahl.

Helfen ESP oder ABS bei Aquaplaning?

Kurz gesagt: Nein. Weder ABS noch ESP können wirklich helfen, wenn das Auto in Aquaplaning gerät. Lediglich, wenn nur ein Reifen betroffen ist, kann das ESP das Fahrzeug regulieren und ein Schleudern verhindern.

Zudem hilft ESP, nach der Schwimmphase schnell wieder Traktion auf dem Boden zu erlangen. Stecken Sie aber noch im Aquaplaning, sind in erster Linie Ihre Ruhe und Konzentration gefordert – befolgen Sie am besten die Schritte aus dem vorherigen Abschnitt.

Wer zahlt Unfallschäden bei Aquaplaning?

Obgleich man meinen könnte, der Bund, das Land oder die Gemeinde sei verantwortlich für die oft kuhlenreiche Streckenführung, halten sich diese Instanzen hier raus. Meist wird dem Fahrenden schlicht zu schnelles Fahren unterstellt.

Wer also beim Aquaplaning einen Unfall baut, muss selbst zahlen. Mit Vollkaskoversicherung wird der Schaden von der Versicherung übernommen, die Haftpflicht zahlt nur Schäden am Eigentum anderer.

Achtung: Liegt die Profiltiefe der Reifen bei einem Aquaplaning-Unfall unter 1,6 Millimetern, ist auch der Versicherungsschutz nicht mehr gewährleistet.