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Am Bordstein gekratzt – Felgen reparieren: Kosten & Regeln zur Felgenreparatur

30. Mai 2023 von

Einmal zu knapp die Kurve genommen oder beim Einparken nicht aufgepasst: Schwupps, schon hat die Felge Kratzer, Kerben, Dellen oder andere Macken, die nicht nur unschön aussehen, sondern teilweise auch gefährlich sein können. Bordsteine, Streusalz und Co. können dafür sorgen, dass die Alufelgen kaputt oder reif für eine Felgenreparatur sind. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die Felgenaufbereitung bei Schäden sowie Kosten und rechtliche Aspekte.

⏰ Kurz zusammengefasst

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Was ist eine Felgenreparatur?

Zu nah am Bordstein rangiert? In ein saftiges Schlagloch gefahren? Oder waren Sie auf Straßen mit enormen Mengen Streusalz unterwegs? Diese Vorkommnisse könnte man als ultimative Gegenspieler der Alufelge bezeichnen – diese kann Kratzer, Kerben und sonstige Beschädigungen durch unvorhergesehene Umwelteinflüsse erleiden. Oftmals gestaltet sich der Kauf eines neuen Satzes Alufelgen recht teuer, aber zerkratzte Felgen tragen zum Wertverlust bei und können bei der Rückgabe eines Leasingautos Zusatzkosten verursachen.

Mithilfe einer Felgenreparatur werden Bordsteinschäden und andere Kratzer entfernt, sodass die Alufelge wieder in vollem Glanze erstrahlt. Aber ist eine Felgenreparatur überhaupt erlaubt? Nicht jede Art der Instandsetzung ist bei einer Felgenaufbereitung gestattet – in einigen Fällen kann die Felge ihre Zulassung verlieren. Wenn Sie Glück haben, dann kann der Schaden mit Smart Repair ausgebessert werden. Es kann auch Rost am Auto entstehen, Flugrost an Stahlfelgen ist nicht schlimm. Alufelgen können nicht rosten.

Welche Verfahren und Methoden geeignet sind und welche nicht, erfahren Sie im Folgenden.

Ist eine Felgenreparatur oder Felgenaufbereitung erlaubt?

Grundsätzlich: Ja. Einer Felgenaufbereitung steht bis auf einige Ausnahmefälle eigentlich nichts im Weg. Beachten Sie: Nicht nur dürfen diverse Verfahren nicht an der Felge angewendet werden, auch nur bestimmte Schönheitsfehler dürfen ohne Weiteres behandelt werden – erlaubt ist nämlich nur die Beseitigung von bis zu einem Millimeter tiefen Kratzern oder Kerben im Grundmetall, die nicht weiter als 50 Millimeter vom Felgenrand entfernt sind.

Wenn Sie Runflat-Reifen aufgezogen haben, dann könnte die Reparatur der speziellen Felge eventuell schwieriger und teurer werden.

Kratzer an Felgen entfernen

Behandelt und entfernt werden dürfen ausschließlich Kratzer, die nicht tiefer als einen Millimeter in das Grundmetall der beschädigten Felge ragen. Zulässig für die Korrektur dieser Macken sind dabei ausschließlich vom TÜV zertifizierte Rotationsschleifverfahren – eines davon nennt sich WheelDoctor. Durch dieses geprüfte Verfahren wird die Radfestigkeit nicht beeinträchtigt, mit der der Felgenhersteller die sichere Nutzung seines Produktes nachgewiesen hat.

Von Rückverformungen, Wärmebehandlungen oder sonstigen Eingriffen in das Materialgefüge und die -beschaffenheit sollten Sie die Finger lassen. Die Veränderung der Materialstruktur beeinträchtigt die Festigkeit der Felge und damit das Sicherheitsniveau bei der Bewegung des Fahrzeuges im öffentlichen Verkehr.

Bordsteinschäden an Felgen reparieren

Hier gilt selbiges wie bei der Kratzerentfernung: Sind die Schönheitsmakel an der Felge maximal einen Millimeter tief und höchstens 50 Millimeter vom Rand entfernt, kann Hand angelegt werden. Auch hier kommen ausschließlich TÜV-geprüfte Verfahren wie WheelDoctor infrage.

Von der Durchführung jeglicher anderer Verfahren, die nicht TÜV-zertifiziert sind oder die mit Wärme oder Schweißgeräten zu tun haben, ist dringend abzuraten.

Höhenschlag an Felgen reparieren

Ein Höhenschlag, eine Ausbeulung infolge des Überfahrens eines größeren Hindernisses wie beispielsweise einer Bordsteinkante, kann auch Auswirkungen auf die Fahreigenschaften und die Sicherheit des Reifens haben. Um den Reifen wieder auf Vordermann zu bringen, genügt häufig das Auswuchten. Auch die Felge kann im Optimalfall mit Auswuchten begradigt werden.

Professionell Felgen reparieren – diese Kosten fallen an

Rotationsschleifverfahren wie zum Beispiel das TÜV-geprüfte WheelDoctor-Verfahren werden in vielen Kfz-Werkstätten und Betrieben angeboten. In WheelDoctor-Fachbetrieben sowie in einigen Werkstattketten wie ATU können Sie so Ihre Felgen aufhübschen lassen. Dabei können Sie mit Kosten in Höhe von 60 bis 180 Euro rechnen.

Muss die Felge wegen eines Höhenschlages ausgewuchtet werden, müssen je nach Schwere der Ausbeulung zwischen 50 und 180 Euro gezahlt werden. Etwaige Kosten für die Auswuchtung des Reifens sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Felgenschäden selber reparieren oder Felgenpolitur durchführen?

Generell ist bei Eigeninitiative immer Vorsicht angesagt, wenn es um die Verkehrssicherheit geht. Ähnlich wie bei Felgenschäden verhält es sich auch mit der Scheinwerferpolitur – informieren Sie sich genau, welche Maßnahmen ratsam sind und welche Sie lieber gleich wieder vergessen sollten.

Felgen waschen und mit spezieller Felgenpolitur polieren, geht in Eigenregie völlig in Ordnung. Bei Kratzern im Lack der Karosserie und einer entsprechenden Lackpolitur sollten Sie im Übrigen auch auf bestimmte Punkte achten.

Wollen Sie jedoch Kerben, Kratzer oder ähnliches aus der Felge entfernen, vertrauen Sie besser einer Fachwerkstatt, die mit zertifizierten Verfahren arbeitet. Wenn die Felge gebrochen ist, sollte keineswegs mit dem Schweißgerät flott eine Reparatur erfolgen. Ratsam ist auch in einem solchen Falle der Besuch in der Werkstatt oder gar beim Felgenhändler, um gleich eine neue zu kaufen.

Tipps zur Pflege und Wartung von Felgen

Damit die Felgen lange hübsch aussehen und verkehrssicher bleiben, gibt es ein paar Tipps zur Pflege.

Routine-Checks und Reinigung

Eine regelmäßige Überprüfung der Felgen macht nicht nur aus ästhetischen Gründen Sinn. Auch in Sachen Fahrsicherheit ist eine einwandfreie Felge besonders wichtig, denn der einzige Kontakt des Autos mit der Straße, nämlich der Reifen, muss sicher auf ihr sitzen – die Funktionalität der Felge ist also ein sicherheitskritischer Faktor. Hat die Felge Brüche oder feine Risse, können diese bei einem Routine-Check entdeckt und direkt behandelt werden – eventuell muss auch die Felge ausgetauscht werden.

Wenn Sie Ihre Autofelgen in wiederkehrendem Turnus reinigen, sorgen Sie nicht nur für ein sauberes und schickes Rundumbild Ihres Wagens, sondern pflegen ihn langfristig. Stoffe, die dem Material der Felge zusetzen können, werden auf diese Weise entfernt. Viele Waschanlagen bieten eine Felgenreinigung als Bestandteil eines Leistungspaketes an. Auch im Winter kann ein Besuch in der Waschanlage sinnvoll sein.

Bei der Feststellung von Rissen, Kratzern oder Kerben hilft die Felgenreinigung, denn eventuell tauchen unter der Dreck- und Schmutzschicht ungeahnte Makel auf. Auch der Innenraum Ihres Wagens freut sich sicher über eine Rundumreinigung!

Vermeidung von Schäden: Gute Fahrpraktiken und Pflegeprodukte

Natürlich verhält es sich bei Felgenschäden wie mit beinahe allen Dingen in der Welt: Prophylaxe ist – wie so häufig – langfristig günstiger als die Versorgung im Akutfall. Gerade beim Rangieren und Einparken – insbesondere dem seitlichen Einparken am Straßenrand – sollten Sie immer ein Auge für Bordsteine und andere grobe Hindernisse haben, die Ihrer Felge schaden könnten.

Möchten Sie auf einen Bordstein auffahren, achten Sie auf eine ausreichende Schrägstellung des Reifens. Allgemein sollten Sie auch während der Fahrt auf genügend Abstand zum Fahrbahnrand Acht geben. Autos mit hoher Sitzposition empfehlen sich für einen erhabenen Überblick über Bordsteine.

Mit speziellen Felgenreinigern gönnen Sie Ihren Autofelgen eine wahre Verwöhnkur: Die Felgen freuen sich nicht nur über Ihr blitzblankes Äußeres, sondern auch noch über eine zumeist in das Pflegeprodukt integrierte Versiegelung, die dem Schmutz das Festsetzen erschwert.