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Blauer Dunst: Rauchen im Auto – diese Regeln gelten im In- und Ausland

08. August 2023 von

Rein ins Auto, Fenster auf und Zigarette an. Für viele Raucher:innen ein tägliches Ritual. Doch ist Rauchen im Auto eigentlich erlaubt? Und wie gefährlich ist die Ablenkung durch den Glimmstengel während der Fahrt wirklich? Wir sagen Ihnen, was Sie zum Thema rauchen im Auto wissen müssen.

⏰ Kurz zusammengefasst

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Rauchen im Auto: Das gilt in Deutschland

Nach aktueller Gesetzeslage ist es in Deutschland nicht verboten, im Auto zu rauchen. Das gilt sowohl, wenn Sie Fahrer:in des Wagens sind, als auch wenn Sie Beifahrer:in sind. Als Beifahrer:in liegt es natürlich in der Entscheidung des Autobesitzenden, ob das Rauchen im Auto erlaubt ist oder nicht.

Das es kein gesetzliches Verbot gibt, ist für einige sicher unverständlich, denn ein Handy am Steuer ist verboten – und rauchen lenkt ebenfalls vom Straßenverkehr ab. Wie dem auch sei, ein Rauchverbot im Auto wird zwar schon länger diskutiert, bis allerdings ein Gesetz verabschiedet wird, macht man sich nicht strafbar, wenn man am Steuer raucht.

Das Auto gilt als privater Bereich, und hier darf das Rauchen aktuell noch nicht verboten werden. Der Neuwagenduft ist dann allerdings schnell verflogen.

Gefahr durch Rauchen im Auto

Auch wenn das Gesetz das Rauchen im Auto nicht verbietet, ist es dennoch ratsam darauf zu verzichten. Wer im Auto raucht,

  • setzt seine Mitfahrer:innen Schadstoffen aus.
  • ist vom Straßenverkehr abgelenkt.
  • riskiert einen Unfall, wenn die glühende Zigarette auf den Boden fällt.
  • bringt eventuell andere Verkehrsteilnehmende in Gefahr.

Studien konnten belegen, dass die Schadstoffbelastung durch den Tabakrauch in engen, geschlossenen Räumen wie einem Auto genauso hoch ist, wie früher in Raucherkneipen. Da nützt auch ein geöffnetes Fenster nicht. Deshalb sollten Sie sich sehr genau überlegen, ob Sie der Sucht zuliebe die Gesundheit Ihrer Mitfahrenden gefährden möchten. Vor allem, wenn Kinder oder schwangere Frauen im Auto mitfahren, ist es unbedingt nötig, dass nicht geraucht wird.

Das Anzünden und Ausmachen der Zigarette benötigt Aufmerksamkeit, die Sie in diesem Moment nicht mehr dem Straßenverkehr schenken, und wenn Ihnen die brennende Zigarette gar aus der Hand fällt, ist ein Unfall schon vorprogrammiert. Bücken Sie sich nach der heruntergefallenen Zigarette und verursachen dabei einen Unfall, kann die Versicherung das als grob fahrlässig werten und Sie als Raucher:in an den Unfallkosten beteiligen.

Damit bringen Sie nicht nur sich, sondern auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer:innen in Gefahr – beispielsweise, wenn Sie übersehen, dass Fußgänger die Straße überqueren. Selbst der Blick auf das Ihr nachgerüstetes Head-up-Display fällt dann schwer.

Darf man mit Kindern im Auto rauchen?

Mit Kindern im Auto fahren bedeutet, dass man einen Menschen transportiert, der entweder gerade erst geboren wurde – also ein Säugling ist – oder sich in einem Stadium befindet, dass ihn noch nicht als Jugendlichen definiert. Auch ungeborene Kinder werden hier mit eingeschlossen. Allgemein meinen wir, wenn wir von Kindern sprechen meist alle minderjährigen Personen.

Egal für welche Definition wir uns entscheiden, Fakt ist, dass wir in jedem Fall eine große Verantwortung haben. Die Gesundheitsrisiken von Passivrauchen sind mittlerweile bekannt – da kann sich niemand mehr als Unwissend darstellen. Mögliche Folgen des Passivrauchens können sein:

  • Plötzlicher Kindstod
  • Fehlbildungen
  • Eingeschränkte Lungenfunktion
  • Kreislauferkrankungen
  • Geistige Entwicklungsstörungen
  • Verhaltensstörungen

Man möchte glauben, dass man als Eltern für das Wohl seines Kindes sorgen will – doch lediglich zwei Drittel aller Raucherinnen und Raucher verzichten auf die Zigarette, wenn sich ihre Kinder im Fahrzeug befinden. Das bedeutet, dass immer noch viele Kinder und Jugendliche den Schadstoffen des Tabakrauches im Auto schutzlos ausgeliefert sind.

Im Juli 2023 wurde ein erster Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach vorgelegt, der ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen in Anwesenheit von Minderjährigen oder Schwangeren beinhaltet. Der Gesetzesentwurf würde eine Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes nach sich ziehen, deshalb muss es erst mit den entsprechenden Ressorts abgestimmt werden. Das Bußgeld wurde hoch angesetzt und beläuft sich auf 500 bis 3.000 Euro.

Rauchen im Auto: Rauchverbot im Ausland

Nicht nur das Fahren im Ausland unterscheidet sich teilweise, auch die Gesetzeslage zum Rauchen im Auto ist unterschiedlich. Im Gegensatz zu Deutschland haben einige unserer Nachbarländer bereits ein Rauchverbot im Auto eingeführt. Deshalb sollten Sie aufpassen, wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren. Am besten verzichten Sie einfach auf die Zigarette, dann haben Sie nichts zu befürchten.

In diesen Ländern gibt es ein Rauchverbot im Auto:

  • Italien:

Wenn Schwangere und minderjährige Kinder im Auto sind. Das Bußgeld beträgt bei Verstoß zwischen 50 und 500 Euro. Befinden sich Kinder zwischen 12 und 17 Jahren im Auto zahlen Sie immer noch 25 bis 250 Euro. Diese Strafe zahlen Sie zusätzlich zur Maut in Italien.

  • Frankreich:

Wenn sich Kinder unter 18 Jahren im Auto aufhalten. Das Bußgeld beträgt meist 135 Euro.

  • Österreich:

Wenn sich im Fahrzeug mindestens eine Person unter 18 Jahren aufhält. Bei einem Erstverstoß werden 100 Euro Verwarngeld fällig, wiederholt sich der Verstoß, sind bis zu 1.000 Euro fällig.

  • Slowenien: 

Wenn sich Personen unter 18 Jahren im Auto befinden. Das Bußgeld beträgt 250 Euro.

  • Belgien:

Wenn Kinder unter 18 Jahren mitfahren. Das Bußgeld beginnt bei 130 Euro. Eine Ausnahme gibt es für Cabrios.

Im Ausland kann es außerdem sein, das Gebühren für die Straßennutzung anfallen – so wie Maut und Vignette in Österreich.

Zigaretten aus dem Auto werfen – diese Strafen drohen

Auch wenn Rauchen im Auto nicht verboten ist – die Zigarette aus dem Auto werfen ist es schon. Damit verschmutzen Sie die Umwelt, was mit 20 bis 50 Euro Verwarngeld geahndet werden kann. Das wäre noch das geringere Übel, denn sollte die Zigarette durch den Fahrtwind einem Motorradfahrer ans Visier wehen, sich dieser erschrecken, und dadurch ein Unfall verursacht werden, machen Sie sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig. Wenn Sie dann noch rechts auf der Autobahn überholen, ist der Gangster-Tag perfekt.

Dieses Szenario hört sich vielleicht unwahrscheinlich an, doch es passiert.

Zigarette aus dem Auto werfen – Waldbrandgefahr

Wer seine Zigarette aus dem fahrenden Auto wirft, schadet nicht nur der Umwelt, sondern kann auch einen Waldbrand auslösen. Gerade bei hohen Temperaturen im Sommer sind die Wälder trocken. Ein einziger Funken reicht aus, um trockene Gräser oder Äste zu entzünden.

Dementsprechend gibt es auch hohe Strafen. Wer eine Zigarette aus dem Auto wirft begeht eine Ordnungswidrigkeit und bekommt ein Bußgeld von 50 Euro. Wenn dadurch ein Brand ausgelöst wird, begehen Sie sogar eine Straftat.

E-Zigaretten im Auto

Der bereits erwähnte Gesetzesentwurf vom Juli 2023 sieht auch ein Verbot für E-Zigaretten im Auto vor. Im Zuge der Legalisierung von Cannabis muss das Nichtrauchergesetz verändert werden. Dabei soll es zu einem Verbot von Zigaretten, E-Zigaretten und anderen erhitzten Tabakprodukten – sowie Cannabis – im Auto kommen, um vor allem Kinder und Schwangere zu schützen.

Sonderfall CBD

Wer Produkte mit Cannabidiol – CBD – zu sich nimmt, muss keine Angst vor einer berauschenden Wirkung haben. Der THC-Gehalt liegt unter einem Prozent, was keine negativen Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit hat. Normalerweise wird CBD als Öl eingenommen, was für alle Mitfahrenden keine Risiken darstellt, weil kein Rauch entsteht.

Das Fahren unter Einfluss bestimmter Medikamente oder auch THC haltigen Substanzen ist allerdings untersagt.