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Glänzend schön: Auto polieren – Kosten und Tipps

06. Dezember 2022 von

Ein poliertes Auto sieht nicht nur schön aus, die Autopolitur trägt auch zum Werterhalt bei. Der Lack auf dem Auto schützt das darunter liegende Material und macht den Wagen dadurch langlebiger.

⏰ Kurz zusammengefasst

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Vorbereitung des Autos für die Politur

Wichtig ist es, das Auto vor der Politur gründlich zu säubern. Schmutz, Staub oder Vogelkot können ansonsten zu Kratzern führen. Wer das Auto händisch putzt, kann Reinigungsknete verwenden, um hartnäckige Teer-, Harz- oder Insektenreste zu entfernen. Zudem sollte der Waschgang nicht bei starker Sonneneinstrahlung und unter Verwendung von reichlich Wasser erfolgen.

Gerade Shampooreste dürfen nicht auf dem Auto zurückbleiben und müssen gründlich abgewaschen werden. Bei starker Verschmutzung kann ein Hochdruckreiniger verwendet werden. Diesen richtet man mit mindestens 30 Zentimetern Abstand auf das Auto, meidet dabei die Reifen und versucht nicht zu lange auf eine Stelle zu zielen.

Alternativ kann natürlich auch die Waschanlage besucht werden, dann sollte aber ein Standardprogramm ohne Versiegelung gewählt werden. Hartwachs- oder Nanoversiegelungen würden die Politur erschweren.

Nach der Säuberung sollten Kratzer und Steinschlagschäden entfernt werden. Dafür gibt es Reperatursets und Lackstifte im Fachhandel zu kaufen. Ist das Auto trocken, müssen Bereiche, die keine Politur erhalten sollen, abgeklebt werden. Dazu zählen Glasflächen von Scheibe und Scheinwerfern. Zudem müssen Kunststoff- und Gummiteile wie Stoßstanden und Scheibendichtungen mit einem Pflegemittel vorbehandelt werden.

Was brauche ich für eine händische Politur?

  • ein geeignetes Politurmittel
  • einen Polierschwamm bzw. Schaumstoffpad oder Applikationsschwamm
  • Mikrofasertücher
  • auf Polierwatte lieber verzichten, falls Sie damit noch keine Erfahrungen haben

Welche Politur für welches Auto?

Um die richtige Politur wählen zu können, müssen Fahrzeughalter:innen wissen, welchen Lack sie auf ihrem Wagen haben. Es ist wichtig, ob es sich um einen Metallic-Lack handelt, welche Farbe dieser hat und wie strapaziert er bereits ist. Bei Neuwagen bietet sich zumeist eine Hartwachs-Politur an, für ältere Wagen eignen sich Polituren mit geringem Schleifpartikelanteil.

Wenn Sie einen Wagen mit Mattlack haben, dann sollten Sie auf gar keinen Fall polieren – außer, matt gefällt Ihnen nicht mehr.

Wie poliert man ein Auto fachgerecht?

Es ist sinnvoll, die Lackfläche vor dem Polieren in Partien einzuteilen und dann nacheinander zu behandeln. Wahlweise kann von Hand oder mit einer Poliermaschine poliert werden.

Polieren von Hand

  • Poliermittel auf Polierschwamm, -pad oder -watte auftragen.
  • Poliermittel mit leichtem Druck auf der Fläche verteilen (oftmals steht auf der Verpackung, wie lange das Mittel einmassiert werden soll).
  • Das Poliermittel kann kreisförmig oder in Form eines sogenannten Kreuzstichs (abwechselnd horizontal und vertikal) aufgetragen werden.
  • Nach dem Auftragen der Politur sollte mit einem Mikrofasertuch nachgearbeitet werden (wird entgegen der vorherigen Polierrichtung bewegt).
  • Diese Prozedur sollte so lange wiederholt werden, bis sich der Lack glatt anfühlt (meist reicht dafür ein Durchgang).
  • Überschüssige Politur zum Schluss mit einem Mikrofasertuch entfernen.

Wurde eine Politur ohne Versiegelung gewählt, muss das Auto im Nachgang konserviert werden. Dazu kann eine Wachspolitur aus natürlichen Rohstoffen, eine synthetische Versiegelung mit Polymeren oder eine Nano- bzw. Keramikversiegelung aufgetragen werden. Gerade Polymer-Versiegelungen schützen das Auto effektiv vor UV-Strahlung, Chemie, Vogelkot und Insektenleichen.

Alternativ gibt es auch Polituren mit integrierter Versiegelung, hier spart man sich den letzten Arbeitsschritt, erhält meist aber auch ein weniger glänzendes Endergebnis.

Polieren mit Poliermaschine

Wer eine Poliermaschine nutzt, spart Zeit und erhält meist ein sorgfältigeres Ergebnis. Jedoch muss der Maschineneinsatz geübt sein, wer das erste Mal poliert, sollte dies lieber von Hand tun. Um das Mittel aufzutragen, wird zunächst der Polierkopfüberzug der Maschine mit Wasser angefeuchtet und anschließend mit Poliermittel benetzt. Aber Achtung: Damit der Lack nicht zu heiß wird, muss besonders darauf geachtet werden, dass beim Polieren nicht zu viel Druck ausgeübt und nicht zulange auf einer Stelle poliert wird.

Die Poliermaschine sollte sich immer in Bewegung befinden. Gerade Kanten und kleinere Ecken müssen vorsichtig behandelt werden – zum Teil kann es sinnvoll sein, hierfür auf die Hand umzusteigen.

Fehler beim Polieren

  • Politur zu grob
  • zu große Flächen auf einmal behandeln
  • zu viel Druck
  • Verunreinigungen auf Lack, Polierschwamm oder Tuch
  • mit Poliermaschine zu lange auf einer Stelle geblieben

Wozu dient eine Autopolitur?

Wer sein Auto nicht regelmäßig einer Politur unterzieht, wird vor allem Einbußen an der Wagenoptik bemerken. Im Laufe der Zeit verliert der Lack seinen Glanz und seine schützende Funktion. Ist der Lack angegriffen, kann das Metall durch Feuchte und Verschmutzung rosten. Auch der Autolack selbst ist anfällig: Streusalz, Steinschlag, Insekten oder Baumharz können die oberen Schichten des Lacks angreifen.

Genauso ist auch das Wetter ein wichtiger Parameter, vor allem Frost und starker Sonneneinfall verkürzen die Lebensdauer des Lacks. Wenn Sie vorhaben, Ihr Auto zu verkaufen, kann eine Politur den Wagen merkbar aufhübschen, was nicht nur den Preis, sondern auch die Inseratsbilder positiv beeinflusst.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für eine Autopolitur?

Die Autopolitur sollte nicht öfter als zweimal im Jahr erfolgen. Die Menge an Polituren ist abhängig davon, wie intensiv das Auto beansprucht wird, ob es viel im Freien steht, wie alt es ist und welcher Lacktyp aufgetragen wurde.

Besonders gut geeignet für die Autopolitur ist der Frühling. Zu dieser Jahreszeit herrscht trockenes Wetter mit zumeist milden Temperaturen zwischen 18 und 25°C. Zudem macht es Sinn, gerade im Frühling den Autoschutz zu erhöhen, um Baumharz und Insektenverschmutzung vorzubeugen. Bei zu extremer Kälte oder Hitze raten wir vor einer Politur ab.

Kalte Temperaturen sorgen dafür, dass die Politur nicht richtig austrocknen kann, wodurch unschöne Schlieren entstehen können. Ist es zu warm und die Sonne strahlt auf das Auto, trocknet die Politur zu schnell – unerwünschte Streifen sind die Folge.

Was passiert beim Polieren?

Beim Polieren mit synthetischen Mitteln wird der Lack geschliffen. In der Politur befinden sich kleine Schleifpartikel, die die oberste Lackschicht abtragen und kleinere Kratzer ausgleichen können. Die Politur erfolgt dabei im Mikro- und Nano-Bereich. Der etwa 100 bis 140 Mikrometer dicke Autolack wird bei einer Politur um 0,1 bis 0,5 Mikrometer verringert.

Alternativ können Fahrer:innen auch schlicht Wachs auf das Auto auftragen. Auch mit diesem natürlichen Rohstoff wird das Auto gepflegt und die Schutzschicht erneuert. Bei dieser Variante wird dann auch kein Lack abgetragen.

Was kostet eine Politur?

Beim Fachmann und bei der Fachfrau sind Sie im Falle von Unsicherheit immer am besten aufgehoben. Mitarbeitende in der Werkstatt können rund ums Jahr polieren und sind nicht von den Wetterbedingungen abhängig. Zudem verfügen sie zumeist über gute Poliermaschinen, das ideale Mittel und sind ausgiebig in der Tätigkeit geübt.

Die Kosten einer Politur liegen allerdings meist bei etwa 200 Euro. Dafür bekommen Kund:innen eine Basispolitur mit Lackreinigung, Hochglanzpolitur und Versiegelung. Je nach Auto und Anbieter kann der Preis natürlich schwanken, es ist daher sinnvoll, verschiedene Werkstätten zu vergleichen und sich dann zu entscheiden.