Nanoversiegelung am Auto: Das kostet der Lotuseffekt

23. Oktober 2023 von

Fahrten über schlammigen Waldboden, staubige Asphaltstraßen oder durch insektenreiche Gebiete verursachen vor allem eines: Schmutz am Fahrzeug. Ständiges Putzen und massig Besuche in der Waschstraße gehen nicht nur ins Geld, sondern sind auch Zeitfresser. Könnte der alltägliche Dreck doch einfach vom Auto abperlen! Das geht, und zwar mit einer Nanoversiegelung. Wie die Nanoversiegelung auf Lack, Felgen und Glas funktioniert, wie viel sie kostet und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt, erfährst du in diesem Artikel!

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Nanoversiegelung

Nanoversiegelung – was ist das?

Du wirst uns mit Sicherheit zustimmen, dass die Begrifflichkeit “Nano” etwas mikroskopisch Kleines, etwas von derart geringer Größe beschreibt, dass es mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. Das Groteske ist: Die Nanoversiegelung kann sich über ein gesamtes Fahrzeug erstrecken, ohne dass du die Versiegelung sehen würdest. Spannend, faszinierend und zugleich höchst hilfreich:

Denn entscheidest du dich, dein Auto mit einer solchen Versiegelung zu versehen, profitiert dein Wagen vom sogenannten Lotuseffekt – eine Nanoversiegelung auf Lack, Felgen, Glas oder Kunststoffscheinwerfern sorgt dafür, dass die Oberfläche vor Wasser, Schmutz, Insekten, UV-Strahlen und anderen Umweltverschmutzungen geschützt ist und der Glanz und Farbeffekt des Lacks lange erhalten bleibt.

Im Gegensatz hierzu wird bei einer Politur die oberste Lackschicht abgetragen, um den Glanz wiederherzustellen.

Nanoversiegelung

Vor- und Nachteile der Nanoversiegelung

Ob sich eine Nanoversiegelung für dich und dein Gefährt lohnt, kannst du am besten abschätzen, wenn wir dir Vorzüge und Nachteile der Technologie nennen.

Vorteile

  • Schutz vor äußeren Einflüssen:
    Die Nanoversiegelung bildet eine schützende Schicht auf der Oberfläche des Fahrzeugs, die vor Schmutz, Wasser, Insekten, Vogelkot, UV-Strahlen und anderen Umweltverschmutzungen schützt. Dadurch bleibt der Lack länger intakt und behält seinen Glanz.
  • Wasser- und schmutzabweisend:
    Die Oberfläche erhält eine Versiegelung gegen Wasser und Schmutz, was bedeutet, dass Wasser von der Oberfläche abperlt und Schmutz weniger leicht haften bleibt. Das erleichtert die Autopflege erheblich und sorgt dafür, dass das Fahrzeug länger sauber und glänzend bleibt.
  • Langfristiger Glanz:
    Eine Nanoversiegelung verleiht dem Lack einen klaren Glanz. Die Farben des Lackes strahlen förmlich – so geht gepflegtes Aussehen.
  • Kratzfestigkeit:
    Als wäre der Dreckschutz nicht schon Vorteil genug, reduziert die Schutzschicht das Risiko von Kratzern und schützt den Lack vor kleinen Steinschlägen. Durch die porentiefe Versiegelung kann der Lack länger in gutem Zustand erhalten werden.
  • Einfachere Reinigung:
    Da die Oberfläche wasser- und schmutzabweisend ist, lassen sich Schmutz und Insektenreste mit wenig Aufwand entfernen. Das spart insbesondere wertvolle Zeit bei der Reinigung des Autos.
  • Langfristiger Schutz:
    Obwohl eine Nanoversiegelung nicht dauerhaft ist, bietet sie dennoch einen langfristigen Schutz für den Lack. Wird die Versiegelung regelmäßig gepflegt und aufgefrischt, kannst du ihre Wirksamkeit über längere Zeiträume aufrechterhalten.
  • Werterhalt des Fahrzeugs:
    Eine Nanoversiegelung gleicht einer Kampfansage an den Wertverlust – durch den Schutz vor äußeren Einflüssen und die Beibehaltung eines gepflegten Aussehens trägt eine Nanoversiegelung dazu bei, den Wert des Fahrzeugs zu erhalten. Möchtest du dein Auto verkaufen, übt ein Blechkleid ohne Kratzer, Dellen und Verschmutzungen einen durchaus positiven Effekt auf den Preis aus.
  • Umweltaspekt:
    Verfügt ein Auto über eine Nanoversiegelung, muss es zwar gereinigt, aber nicht mit Massen von Wasser abgespritzt werden, wie es in der Waschanlage geschieht. Da du für die Reinigung ohnehin keine aggressiven Mittel verwenden solltest, putzt du dein Auto somit umweltfreundlicher.

Nachteile

  • Hohe Kosten:
    Natürlich variiert der Preis für eine Nanoversiegelung je nach Automodell – aber sofern man den Angaben im Netz Glauben schenken mag, können die Kosten für die Schutzschicht bis zu 500 Euro betragen. Wer nur das Schutzmittel kauft und selbst Hand anlegen will, zahlt um die 30 bis 60 Euro.
  • Professionelle Anbringung:
    Nanoversiegelungen kannst du mit etwas handwerklichem Geschick theoretisch auch selbst auf den Autolack auftragen. Besser ist jedoch eine professionelle Anwendung, die hochwertige und dauerhafte Ergebnisse garantiert. Eine falsche Anwendung kann nämlich zu ungleichmäßigen Ergebnissen oder sogar Beschädigungen führen.
  • Begrenzte Haltbarkeit:
    Obwohl Nanoversiegelungen recht langlebig sein können, sind sie nicht für die Ewigkeit gemacht. Sie muss regelmäßig aufgefrischt werden, um ihre Wirksamkeit aufrechtzuerhalten. Die genaue Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Qualität der Versiegelung und der Art und Weise, wie das Fahrzeug verwendet wird. In der Regel hält die Versiegelung bis zu drei Jahre, ehe sie erneuert werden muss.
  • Vorsicht bei der Reinigung:
    Eine Fahrt in die herkömmliche Waschanlage solltest du mit einem nanoversiegelten Auto besser vermeiden. Die kolossalen Kratzbürsten und aggressiven Chemikalien, die bei der Autowäsche zum Einsatz kommen, können die Nanoversiegelung beschädigen. Die vorsichtige Auswahl von Reinigungsprodukten sowie der pflegliche Umgang sind das A und O, um die Versiegelung nicht zu beschädigen.
  • Nur Schutz, keine Lackreparatur:
    Nanoversiegelungen sind dazu gedacht, den bestehenden Lack zu schützen. Ist der Lack deines Autos schon ausgeblichen, abgeblättert oder zerkratzt, kann auch eine Nanoversiegelung keine Wunderwerke verrichten. Der Lack muss in einem guten Zustand sein, bevor die Versiegelung aufgetragen wird.

Wie funktioniert der Lotuseffekt am Auto?

Sicher fragst du dich: Wie kommt der Lotuseffekt überhaupt zustande und was passiert, wenn der Lack oder die Felgen nanoversiegelt werden? Die Nanoversiegelung besteht aus Nanopartikeln, die in der Lage sind, eine unsichtbare Schutzschicht auf der Lackoberfläche zu bilden. Diese Schicht wirkt wasserabweisend, schmutzabweisend und schützt den Lack vor Kratzern und Verfärbungen.

Die Nanotechnologie ermöglicht es, diese Schutzschicht extrem dünn und dennoch sehr effektiv zu gestalten.

Obwohl Oberflächen bereits ohne Nanoversiegelung spiegelglatt wirken können, verfügen sie über winzig kleine Nanoporen, die ein Anhaften von Schmutzpartikeln begünstigen. Ist die Versiegelung einmal aufgetragen, ist die betroffene Oberfläche derart glatt, dass Partikel jeglicher Art kaum noch eine Chance haben, anzuhaften – sie perlen einfach ab.

Nanoversiegelung Felge

Felgen nanoversiegeln

Auch Felgen kannst du nanoversiegeln lassen. Tatsächlich wird diese Methode häufig angewendet, um die schicken Alufelgen vor Schmutz, Bremsstaub, Wasserflecken und anderen Umwelteinflüssen zu schützen. Die Nanoversiegelung bildet auf der Felge eine schützende Schicht, die nicht nur vor Verschmutzung, sondern auch vor Korrosion schützt.

Bevor die Nanoversiegelung aufgetragen wird, sollten die Felgen jedoch gründlich gereinigt werden, um eine optimale Haftung der Schutzschicht zu ermöglichen. Ist die Felge einmal beschädigt, hilft aber nur noch eine Felgenreparatur.

Nanoversiegelung von Glas

Glasoberflächen lassen sich ebenso gut nanoversiegeln wie Lack oder auch Felgen. Die Nanoversiegelung bildet eine unsichtbare Schutzschicht auf der Glasoberfläche, die schmutzabweisend, wasserabweisend und leicht zu reinigen ist. Aber auch hier ist bezüglich der Reinigung Vorsicht geboten: Verwende keine aggressiven Putzmittel, um die Schutzschicht oder auch das Glas selbst nicht zu beschädigen.

Auch die Scheinwerfer können nanoversiegelt werden, selbst wenn du über ein Kunststoffgehäuse verfügst. Sind die Lichter jedoch schon vergilbt, musst du die Scheinwerfer polieren, bevor eine Nanoversiegelung Sinn ergibt.

Nanoversiegelung Werkstatt

Nanoversiegelung in der Werkstatt oder zu Hause

Kosten sparen klingt doch immer nach einem hervorragenden Deal, oder? In Sachen Nanoversiegelung kommt es darauf an – wie steht es um dein Fachwissen, deine Erfahrung, dein Budget, deinen Zeitplan?

Für eine Anbringung der Nanoversiegelung in Eigenregie sprechen die geringeren Kosten sowie der Spaß daran, selbst Hand anzulegen und sich um das Auto zu kümmern. Unerfahrene Autobegeisterte können sich und ihr Fingerspitzengefühl auf die Probe stellen und Erfahrung sammeln. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass die Versiegelung ungleichmäßig, nicht sachgemäß oder ungenügend aufgetragen wird.

Entscheidest du dich für eine Werkstatt oder einen Fachbetrieb, kannst du in der Regel mit optimalen Ergebnissen rechnen. Insbesondere sparst du Zeit, weil du dich nicht selbst um die Auftragung der Schicht sorgen musst. Dafür müssen aber auch die Spendierhosen lockerer sitzen, weil eine professionelle Anwendung deutlich mehr kostet.

Nanoversiegelung

Nanoversiegelung FAQ

Was kostet eine Nanoversiegelung fürs Auto?

Beim Preis wird’s heiß! Wer sich die Finger nicht schmutzug machen und die Nanoversiegelung lieber von Fachfrauen und -männern durchführen lassen möchte, muss Kosten in Höhe von ca. 500 Euro tragen. Je nach Automodell können die Preise jedoch schwanken. Selbstanwender besorgen sich die Nanoversiegelung im Fachhandel für 30 bis 60 Euro und tragen sie selbst auf den Lack auf.

Wie lange hält eine Nanoversiegelung?

Im besten Fall kannst du dich bis zu drei Jahre an der Nanoversiegelung deines Fahrzeuges erfreuen. Wird der Wagen widrigen Bedingungen ausgesetzt, musst du eventuell schon nach zwei Jahren oder nach einem Jahr zur Auffrischung.

Was ist der Unterschied zwischen Nanoversiegelung und Keramikversiegelung?

Im Unterschied zu einer Nanoversiegelung geht die Keramikversiegelung eine chemische Verbindung mit dem Lack ein. Primärer Inhaltsstoff der Keramikversiegelung ist Quartz. Der Schutzeffekt ist sogar noch höher als bei der Nanoversiegelung, allerdings lastet eine Keramikversiegelung deutlich schwerer auf dem Geldbeutel.