Audi A1 Sportback

Individueller Stadtflitzer macht Platz für mehr

8,6
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Hochklassige Verarbeitung
  • Sichere Straßenlage
  • Kräftige Dieselmotoren
  • Kleiner Kofferraum
  • Enger Fond
  • Hoher Preis

17.100 € - 27.250 € Preisklasse

4 Sitze

3,7 - 5,6 l/100km

Test

Der Fünftürer ist der Favorit. Der Audi A1 Sportback ist viel beliebter als der dreitürige A1, weil er mit den zusätzlichen zwei Türen einen leichteren Zugang in den Fond, etwas mehr Kopffreiheit und ohne Aufpreis eine dreisitzige Rückbank bietet.

Trotzdem eignet sich der A1 Sportback mit seinen 3,97 Meter Länge noch gut für die Stadt, wo er Lifestylern wie dem Mini, Fiat 500 oder Opel Adam mit seiner Wendigkeit Konkurrenz macht und Alltagskompakten wie dem Toyota Yaris, Peugeot 208, Seat Ibiza oder Volkswagen Polo im Cockpit zeigt, wie es auch aussehen kann.

Über die Klasse der Verarbeitung und die Hochwertigkeit der im Innenraum eingesetzten Materialien muss nicht debattiert werden, wenn man am Lenkrad des A1 Sportback Platz nimmt: 1:0 Ingolstadt, das ist die Champions League unter den Kompakten.

Auch mit der Reichhaltigkeit an Ausstattungs- und Optionspaketen, Kits und Farben sticht der Audi den VW Polo, mit dem er sich die Plattform teilt, aus. Bei der Sicherheitsausstattung, dem Infotainment und den Navigations- und Onlineoptionen spielt er in der Kleinwagenklasse in der ersten Liga und bei den Motoren ebenso.

Die können manchmal so unglaublich sparsam sein wie im A1 Sportback 1.4 TDI mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,7 bis 3,9 l/100 km oder so Sportwagenähnlich dynamisch wie im S1 Sportback mit seinem 231 PS starken Zweiliterturbomotor. Ein gravierender Nachteil bleibt aber immer.

Wenn sie glauben, sie erhalten im Fünftürer mehr Platz, dann liegen sie falsch. Das Kofferraumvolumen ist identisch mit dem des dreitürigen A1. Die Vorteile tun sich woanders hervor.

Das Interieur

Die meisten Audi A1-Kunden setzen auf den A1 Sportback, weil man besser sitzt. Nicht vorne, wo in beiden Modellvarianten auf den bequemen Vordersitzen reichlich Platz herrscht, sondern hinten. Schon der Einstieg geht leichter vonstatten.

Im dreitürigen A1 steht immer der Vordersitz im Weg, im Sportback öffnen sich dagegen zwei zusätzliche Türen, was nicht nur den Zustieg, sondern auch das Befestigen eines Kindersitzes erleichtert.

Und auf der Rückbank angekommen, trumpft der A1 Sportback nochmals ein wenig auf, denn sein Dach verläuft im Karosserieabgang höher als im Dreitürer, was der Kopffreiheit zuspielt. Aber auch hier sitzen nur zwei Insassen bequem. Die dritte Person darf zur Not Platz nehmen, wenn man den A1 Sportback mit der dreisitzigen Rückbank bestellt – ohne Zuzahlung; selten bei Audi.

Der Kofferraum

Der Kofferraum ist in dieser Klasse immer das, was an Platz hinter den Rücksitzen übrig bleibt. Da Audi A1 Sportback und Audi A1 mit 3,98 Metern jedoch exakt gleich lang ausfallen, ist auch der Platz im Kofferraum gleich: 270 Liter passen hinein und 920 Liter sind es, wenn die Rückbanklehnen umgelegt wurden.

Der S1 und der S1 Sportback sind beim Kofferraumvolumen übrigens Ausnahmen, bei denen fasst das Ladeabteil lediglich 210 Liter.

Der Kofferraum des A1 Sportback ist nicht gerade groß, aber doch über dem Durchschnitt: Im Gepäckabteil eines VW Polo kommen 280 bis 952 Liter, aber im Mini nur 211 bis 731 Liter und im Fiat 500 185 bis 610 Liter unter.

Der Kofferraum lässt sich über die tiefe Ladekante einfach beladen. Soll noch mehr transportiert werden, dürfen hinten noch einmal 1.200 Kilogramm schwere Anhänger angekoppelt werden – auch wenn so etwas im A1 Sportback wohl eher selten vorkommt.

Kürze verliert im Kofferraum, aber sie gewinnt in der Fahrdynamik, wenn das Fahrwerk gut gemacht ist. Die elektromechanische Servolenkung beim Audi A1 Sportback folgt präzise dem Lenkeinschlag.

Der Grad ihrer Direktheit und ihr Lenkwiderstand lassen sich mit dem Fahrdynamiksystem drive select in den Modi auto, efficiency und dynamic an die eigenen Fahrpräferenzen anpassen.

Schon das Serienfahrwerk ist etwas straffer abgestimmt, woraus eine satte und sichere Straßenlage resultiert, die sich mit bis zu 18 Zoll großen Rädern und optionalen adaptiven Dämpfern noch steigern lässt.

Noch dynamischer schnappt sich der A1 Sportback die Serpentinen mit dem optionalen S line-Sportfahrwerk. Mag man es eher komfortabler, bleibt man einfach beim Serienfahrwerk.

Im Audi A1 Sportback fällt die Entscheidung zwischen sechs Benzin- und zwei Dieselaggregaten mit 82 bis 231 PS Leistung. Geschaltet wird mit dem manuellen Fünf- oder Sechsganggetriebe oder der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik.

Die Benziner

Die Qual der Wahl: Besser den Einstiegsmotor nehmen oder einen für die Langstrecke geeigneteren Antrieb?

Der 95 PS starke Dreizylinder im A1 1.0 TFSI ultra ist die Empfehlung für den Einstieg oder wenn man häufig in der Stadt und nicht permanent auf der Autobahn unterwegs ist. Dank der guten Dämmung klingt er bekömmlich. Dieser Motor ist jedoch keiner für Schaltfaule und muss mit dem gut zu bedienenden Fünfganggetriebe durch häufige Gangwechsel bei Laune gehalten werden.

Und wenn er bei höheren Drehzahlen knurrt, knurrt auch sein Magen und der Verbrauch steigt dramatisch über die angegebenen 4,2 bis 4,4 l/100 km. Der 150 PS starke 1.4 TFSI COD ist im Vergleich zum 1,4-Liter-Turbobenziner mit 125 PS der für Langstreckenfahrer empfehlenswertere Motor.

Er schaltet während der Fahrt zwischen 30 und 130 km/h und im Drehzahlbereich von 1.400 bis 4.000 Umdrehungen zwei Zylinder ab und arbeitet dann als sparsamer Zweizylinder. Der Normverbrauch liegt bei 4,7 bis 5,0 l/100 km.

Die sportlichsten Motoren arbeiten im A1 Sportback 1.8 TFSI mit 192 PS und im S1 Sportback. Dessen 2,0-Liter-Turbo wuchtet 370 Newtonmeter und 231 PS auf die vier Antriebsräder und macht den Sportback zum verkappten Sportwagen, der in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtet und erst bei 250 km/h Ruhe gibt.

Die Diesel

Bei den Dieselmotoren gibt es im Audi A1 Sportback weniger zu entscheiden. Entweder man bestellt den 1.4 TDI mit 90 PS oder den 1.6 TDI mit 116 PS.

Der 1.4 TDI ist eine gute Wahl, da er mit seinen drei Zylindern mit 230 Newtonmetern annährend so viel Drehmomentkraft entwickelt wie der 1.6 TDI mit vier Zylindern und 250 Newtonmetern. Letzterer läuft zudem deutlich rauer und rustikaler, bei etwa gleichem Verbrauch von 3,7 bis 4,0 l/100 km.

Bei der Sicherheit fährt der A1 Sportback voraus. In Konkurrenzmodellen stehen zumeist weniger Sicherheitsassistenten wie das Notbremssystem, der Spurhalteassistent oder die Verkehrsschilderkennung zur Verfügung.

Warum der A1 Sportback jedoch keine LED-Scheinwerfer und keinen Abstandsregeltempomat bekommt wie die anderen Audi-Modelle, fragt man sich aber schon.

Bei der aufpreisfreien Sicherheitsausstattung liegt der A1 Sportback mit sechs Airbags, dem ESP und dem Bremsassistenten auf dem Niveau der Konkurrenten.

Beim Bremsen schnitten andere aber weit besser ab. Im ADAC-Bremstest kam der A1 Sportback 1.6 TDI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach 37,6 Metern zum Stehen. Ein Opel Adam und ein Mini standen schon nach 36,0 und 33,0 Metern.

Das Crashverhalten der Karosserie des A1 Dreitürers und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest allerdings mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet. Mini und Adam erhielten nur vier.

Wenn Sie Ihren A1 Sportback auf dem Supermarktparkplatz abstellen, werden Sie wahrscheinlich nie einen baugleichen neben Ihrem Auto stehen sehen, so individuell ist der Sportback zumeist ausgestattet – 58 Seiten Preisliste sei Dank.

Optionen gibt es ohne Ende. Das beginnt bei den zwei Ausstattungslinien sport und design und setzt sich mit den Ausstattungspaketen, etlichen Extras, Karosseriekits und 100 möglichen Lackfarben fort.

Die Aufschläge für die Ausstattungslinien design und sport betragen je 1.500 Euro. Statt auf 15-Zoll-Stahlrädern steht der Sportback dann auf 16-Zoll-Alurädern und man sitzt auf den bequemen Sportsitzen. Darüber hinaus gehören auch das Sportlederlenkrad, der Bordcomputer und Aluzierteile im Innenraum mit zur Ausstattung.

Die LED-Rücklichter sind ausschließlich in der design-Linie Serie, während das Audi drive select-Fahrsystem, das Sportfahrwerk und die Nebelscheinwerfer der sport-Ausstattung vorbehalten werden.

Noch luxuriöser geht es mit dem S line-Sportpaket und den vielen Einzeloptionen voran, die man früher nur in der Oberklasse erhielt, aber nicht in einem Kleinwagen. Mit dem Fernlichtassistenten wechseln die Scheinwerfer selbsttätig zwischen Abblend- und Fernlicht.

Die Klimaautomatik berücksichtigt bei ihren Kühlaufgaben den Sonnenstand und die Luftfeuchtigkeit. Das Panoramaglasdach mit Privacy-Verglasung dunkelt den Fondbereich ab.

Und auch multimedial gelingt im A1 Sportback einiges. Das MMI-Navigationssystem stammt von Audis Oberklasselimousine A8. Online geht es mit Audi connect. Über den integrierten WLAN-Hotspot können die Mitfahrer im A1 Sportback surfen und mailen.

Das Soundsystem vom amerikanischen Audiospezialisten Bose sorgt für mehr Stimmung mit 14 Lautsprechern einschließlich dem im Kofferraumboden sitzenden Subwoofer.

Zusammenfassung

Der Aufpreis für den A1 Sportback beträgt gegenüber dem A1 Dreitürer 850 Euro. Gut angelegtes Geld.

Der A1 Sportback ist ein edler Kleinwagen mit praktischen fünf Türen, überragender Qualität und toller Technik unter dem Karosseriekleid. Das hat aber seinen Preis. Im Vergleich zu den Konkurrenten sogar einen sehr hohen. Das ist der gravierende Nachteil des A1 Sportback.

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